Band 
Zweyter Theil [2].
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1037
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P a s s a r i.

weiter." ^stach ihm gestochen haben N. DorignySt. Bernards Aufnahme i» den Cister;ie»ser-Or-den; B- Fariat den Jesuiten Jul. Rcsta; I. Freyeine H. Familie und die sterbende Hyacinth« Masrescotli, eines von Frcy's schönsten Blattern; H.Rvßi den Kardinal Ruffd, und P. P. A. Robertmir N. le Sueur, in Zcichnungsmanier, für diebekannte Sammlung Crozat, eine Himmelfahrtder H. Jungfrau, Heinecke

(Iclös Aöliörslo p. 1Z0.) will wissen, daß er selbstEiniges geätzt habe.

* Passari, s. auch Passers.

* passarotti, s. Passers»,.

Passe ( ), der Vater. Don einem Bild-

hauer dieses Namens befindet sich in der Kapelleder H. Jungfrau, der Kirche St Nicolas duEhardonnet zu Paris , eine marmorne Statue der-selben. Diese war anfänglich für eine andere Ka-pelle bestimmt; da sie aber für den ausgewähltenOrt zu klein befunden wurde, so blieb sie in derWerkstälte seines Sohnes, von welchem sie so-dann, vermuthlich um die Mitte des X VIIl. Jahrh,hicherkam. il/. X) Eurio8it88 cle staris, lleVorblies etc. ?ari8 i//8. 1. I. p. ög8.

passebon ( ), ein vermuthlich englischer

Seemaler, nach welchem Cl. Randon Schiffe ge-stochen hat.

passeri (Andreas). So nennt Lanzi II. 404.einen alten Maler von Eomo, und fuhrt von ihmein von i 5 c» 5 . datirtes Bild in der dortigen Ka-thedrale an, welches die H. Jungfrau unter meh-rern Aposteln vorstellt. Die Kopfe, und Allesdarin, ziehen schon nach dem neuern Styl; dochherrscht darin eine Trockenheit in den Händen,und ein Goldwerk in den Kleidungen, das diesesZeitalters nicht mehr würdig ist.

* Passers»! (Dominicas). So heißt irgend-wo ein Professor auf der Kunstakademie zu Parma um 17/6. Welche Kunstgattung er aber selbst geübthabe, ist uns unbekannt. Mit dem KupferstecherPhilipp Passers«! des Lex. (nach (ssandellltti)wird er doch kaum zu verwechseln seyn.

*passerorriod. passarotti (Aurelius),des nachfolgenden Bartholornö's Sohn. Lanzs(II. 2. 5 Z 54 -) nennt ihn bloß als einen gutenMiniaturmaler.

* (Vartholonio). ZZasan (stlll. 8eo.)setzt seine Geburt kecklich in i 5 so. Derselbe ist(beyläufig zu bemerken) der letzte Bologneser, denVasari, und der erste, den Malvasia anzieht.Dieser Künstler (heißt es dort) hatte eine beson-dere Geschicklichkeit, mit der Feder zu zeichnen,was den A. Carracci in seine Schule zog, undihm nachwerts für die Sttcherkunst sehr wohl zustatten kam. Auch schrieb er ein Buch über Sym-metrle und Anatomie des menschlichen Körpers,in so fern die Kunst derselben bedarf. Als Ma-ler war er zu Bologna der erste, welcher Nacktesin geistliche Bilder zu bringen wagte. Unter die-sen nennt man vornehmlich: Die EnthauptungSt. Pauls alle tre Fontäne zu Rom , und dieH. Jungfrau mit mchrern HH. in St Jacob zuBologna, was mit den Carracci wetteifern durfte,und auch von ihnen sehr belobt wurde. Dannrühmt man von ihm einen Titius, den die dor-tigen Maler lange für einen M. Angelo hielten.Ein so auserlesener Fleiß war übrigens nicht im-mer seine Sache; vielmehr eine große Leichtigkeitund (doch etwas korrekterem Ungebundenheit, alsArpino's seine. Als Bildnißmaler setzte ihn Guidounter die ersten nach Titian , und zog ihm hierinselbst die Carracci nicht vor, für deren diesfälligeArbeit man bisweilen die ftinige nimmt. Dieschönsten derselben sind jene, die er für die FamilieLegnani malte, meist ganze Figuren, von großerMannigfaltigkeit in Handlung, Bewegung undKleidungen, und so, daß man sie so gut als histonrt

Passerottr. roz'?

nennen konnte. Mit diesem Talent, und dannmit seinem klugen und höflichen Wesen machteer sich bey den Großen beliebt, so wie er hinwie-der durch seine Stiche die Carracci in einer ge-wissen Entfernung zu halten wußte, denen er,netzendem, mit seiner Söhneschaar, Nebenbuhler ?)auf die Beine stellte. FioriUo dann l. Z80. zahltunsern Künstler wohl mit Grund unter diejenigen,welche zu seiner Zeit nicht nur stolz darauf wa-ren, sich seine Manier (ohne seinen Geist) zu eigengemacht zu haben, sondern kühnlich (tollkühn behaup-teten, sie hätten solche durch eigene Zusätze nocherhöht. Nicht grüner ist dort (II. 5 oo.) das Ur-theil über ihn:Passers»! besaß, außer vielennatürlichen Anlagen, eine sehr schwer zu errei-chende Kunst, welche, nach Malvassa's Aus-drucke, darin bestand, seinen Werken einen höhernAnstrich von Vollkommenheit zu geben, als siewirklich besitzen, den geübtesten Kenner durch ma-gisches Blendwerk zu hintergehen, und selbst denEinsichtvollsten(?) zu täuschen. Auch ein AgostinoCarracci folgte einige Zeit hindurch seinen Fuß,stapfen" , u. s. f. In Deutschland besitzt, unsersWissens, die einzelne Galerie zu Dresden vonihm ein Familiengemälde, wo er selbst in einemLehnstuhle sitzt; dann fern Bruder, seine Frau,der er ein güldenes Geschirr überreicht, und einjunger Knabe, Halbfiguren 4^ breit, und 5 ^8" hoch. Wenn es dann im Lex. heißt, man ver-mische unsern Künstler oft mit Bernhard!« Pas-sari, so geschieht es dort zum Theil selbst, wodas ihm zugeeignete Blatt: Jsaaks Hochzeit nachP. Perugino, eben diesem letzter« zugehört. Vondem unsrigen führt der (was die italienischen Ste-cher betrift) vorzüglich genaue Gandellini an:Eine Heimsuchung Mariä, nach einem großen inFresco von 5 o. Figuren von F. Salviatj im Ora-torio des enthaupteten St. Johanns della Msse-ricordia zu Rom (nach Heinecke's Nachr.!. 02/.einst ein unvergleichliches, jetzt verdorbenes Ge-mälde; so wie er auch das Blatt unsers Künst-lers schön nennt) , mit k). ?s83erottu8 imitsvitbezeichnet; dann eine Caritas, eine Madonna mitdem Kinde und dem kleinen Johannes, »och eineH. Familie, und endlich ein Sinnbild der Reli-gion. Noch nennt der winklersche Katalog vonihm als ein großes und sehr seltenes Blatt: Einensitzenden Papst, dkr mir der Rechten den Segenertheilt und mit der Linken eine Weltkugel halt,ringsum allerley personificirte Tugenden, von i5/2.datirt, und mit der (obsoleten) Jnnschrift: Ii)xvlAilie ^remi'o Pruüentia pv8uic ordern Hi-8tiria et Lüarlten ut moclereucur eum. Auchdas bey Rost III. sZc. angeführte Monogrammgehört nicht dem B passari, sondern unsermPassers»! zu. Zuverlaßig gestochen nach ihmist uns nichts bekannt, außer sein selbstgemaltesBildniß in der Galerie zu Florenz , von C. Gregor«.

* passerottr oder passarotti (Passe-rotto), obigen Larrholome's Sohn, heißt beyFiorillo II. 5 oo. Prosper. Auch nach LanziII. 2. 5 s. war seine Kunst noch unter dem Mittel-mäßigen.

* (Tiburtius), ebenfalls Bartho-

lome's Sohn. Was das Lex. und die Geichichtcüberhaupt von dem Spcctaculösen seines Hausesund Studiums erzählt, wird besonders derjenigeverstehen, welcher Aehnliches bey Pomp. Battonrund Ph. Hackert mit Augen erblickt hat. In St.Jacob zu Bologna sah' man übrigens von unsermTiburtius eine schöne Marter von St. Cathe,rina, im Geschmacke seines Vaters gemalt.

II. 2. 54 - Gestochen nach ihm kennen wir einzigsein Bildniß in der Galerie zu Florenz , von C.Gregori.

* (Ventura). Lanzi (I. c.) charakte-risirt auch diesen vierten Sohn Barrholome's,gan^ kurz, wie dessen Bruder Paßerotto . Dage-gen gesteht ihm auch Fiorillo (II. 5 os 5 oi.) be-deutende Verdienste zu; dann aber beißt eS (in