Band 
Zweyter Theil [2].
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1040
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io4o Patlowsky.

* parlorvsky (A.), aufweichen Heinccteeine Weisung giebt (s. A Badlowsky in dengegenwärtigen Zusätzen) ist nichts als der ver,derdte Name von A. Bariowsky. der ebenfallsoben und zwar nach H. selbst auch, aufgeführtworden war.

* paron (R.), hieß Richard , geb. in Eng-land ä/Lo. Von seine» Lebensuniständen ist wenigbekannt; (selbst Walpole gedenkt seiner nur im Vor-beygang), desto mehr von seinen vortreflichcn Ar-beiten. Zwey Meisterstücke, wodurch er den Grundzu seinem folgenden Ruhm legte, erschienen vonihm in 1762. und stellen zwey kleine Seeschlach-ten, und darin über die Franzosen errungene Siegevon d. I. 17^7. u. 58 . vor. In dem ersten, vonvortreflicher Zeichnung und Perspectiv, soll beson-ders der Unterschied der französischen und briti-schen Marine sehr charakteristischen bezeichnet seyn.Das zweyte (den Sieg des Schiffes Monmouth )rühmt man vorzüglich von Seite des Coloritö, undder darin besiegten Schwierigkeit, das Kanonen-feuer beym Mondschein auszudrücken. Beyde sindvon ihm selbst geetzt. In dem nämlichen I. 1758.malte und etzte er ebenfalls das Seegefecht zwischendem englischen Schiffe Buckingham und dem fran-zösischen Florisant; und bald hernach gab er dieVorstellung zweyer andern französischen Linienschiffe,welche in dem amerikanischen Hafen Louisburg vonden Engländern bloß mit bemannten Boote» er-obert wurden. Die Wahrheit, womit Meer undSchiffe in diesem Bilde gemalt sind, und die bis inskleinste Detail vollendete Ausführung soll bewun-dernswürdig seyn. Den vortreflichen Stich nachdemselben von Canot bemerkt schon das Lexikon.Eine andre große Arbeit von ihm war späterhinder Russische Sieg bey Tschesme in 177c,. welchener, auf Befehl der Kaiserin Catharina, in vier Bil-dern darstellte, die sich in der Galerie zu St Pe-tersburg befinden, und wohl in ihrer Gattungnichts Vollkommnercs auszuweisen haben. (Anden Folgen der Anstrengung, womit ebenfalls Ca-not diese Blätter gemeinschaftlich mit Mason undWatts gestochen hat, soll er 1777. gestorben seyn).Noch rühmt man von ihm die verzweiflungsvolleSchlacht zwischen dem Capitain Pearson und PaulJenes (1779.), gest. von I. Fittsir und D. Ler-piniere; die brennenden Linienschiffe Quebec undSurveillanke (7779 ); Rodney's Sieg über denAdmiral Langara beym Cap St. Vincent (1780.)und die Schlacht zwischen Hyde Parker und Souk-mannsiM.) bey Doggcrsbank; alle drey wieder vonvorgenannten zwey Künstlern gestochen, so wieauch die bekannten Viere, welche die wichtigstenAustritte der Belagerung von Gibraltar , und dieZerstörung der berühmten schwimmenden Batterien(1782.) enthalten. Endlich kennt man nach ihmvon I. Morkimer: Die Schiffswerft von Chatamund Deptford ; dann von Walker, Mason undFoudrinier (?) vier Ansichten von Lissabon , welcheer gemeinschaftlich mit Lampriere gezeichnet hatte.Lauf. Lrancier.

* patour (I. A), hieß Johann Augusten,Stecher mit der Nadel und dem Grabstichel, geb.zu Paris um 1706. und blühend seit 17b». Vonihm kennt man: le Petit ILIenteur nach A. Dü-rer , einige Gattungsstücke nach seinem ersten Lehr-meister Halle , und ein Paar Ansichten aus denGegenden von la Rochelle (Seestille und Sturm)nach Lallemand. Rost. VUI. 267.

Patrick (Simon), Bischof von Ely. BeyFiorillo V. big. wird seiner, als eines mittelmäs-sigen englischen Malers aus der zweyten Hälftedes XVII. Jahrhunderts gedacht.

pa trini (I.). So nennt Gandellini einenuns sonst ganz unbekannten Kupferstecher, und führtvon ihm das Bild von St. Franzisc von Sales,ohne Namen des Malers an.

* patrizi 0 (Fr.). So heißt in : Koma mo-^erna p. Z9. ein niederländischer Künstler, der in

Pauditz.

Rom gearbeitet hatte, und nicht unwahrscheinlichmit dem Pakritius Fiamingho des Lcx. Eine Per,son ist

patrizio ( ). Eben so nennt auch LI. Ie

Eomre III 271. einen uns übrigens ganz unbe-kannten Maler, der zu Genua gearbeitet habe.

parsch (Johann) von Korbitz , war churfürstrsich - sächsischer Zimmermeister und kommt 1647bey einer Gelegenheit, zu Mitweyda vor. LazarusRraurer, ein Tischler, verfertigte r 56 o. daselbstdie Decke des Taussteins in der Pfarrkirche; dieArbeit daran wird kostbar genannt. MartinWannet ebenfalls Tischler, renovirte darin 1671.die Rathsemporkirche und zierte sie mit feinenEmblematen; auch hatte er in genannter Pfarrkirche16Z2 die Tischlerarbeit des Schülerchors verfer-tigt; sein Sohn Hans half ihm bey letztrer Arbeit. Diese i 55 i. eingeäscherte Kirche scheint, nachdem Tode des Bau - und Zimmermeisters D- He-derichs , der Werkmeister Matthäus Loch,der i 556 . genannt wird, weiter aufgeführt zu ha-ben. Paul Lobest, Werkmeister, führte ihrenThurm von i 5 i 6 . bis gegen 1622. aus. ChristophStecher und Peter Lange, Werkmeister- endlich,baueten i 565 . den sogenannten Katzenthurm ander Stadtmauer auf. <s. Hermann Beschrei-bung der Sradr Mirrvestda 1698. S. 26 . 40.4 i. 48. 55 . 58 . und 65 .

- - s. Patch.

* parras, s. paras.

* parre (P ). Derselbe etzte auch für den:Vitruv « kavsriso. Neben den: Dlonumens erl-Aos on frunoe ä. la Ololre siouis XV. de-ren schon das Lex. gedenkt, und welche wir an,derwerls (wohl irrig) s- <1. 1771. ?ar',s iul. (24.1>iv.) angeführt finden , gab er noch in dcmselbemJahr (40. k^r >8 t 2 . siiv.) Projet8 8 ur le8 o!)jet8Iv 8 plu8 importans cls f/^rcliitecturs NachPiranesi : Vemple antlgne ä troi 8 nek8, u. s. f.

* patt 0 n ( ). So heißt irgendwo, ganz

ohne Weiteres, ein französischer Künstler, der nachP. C. Tremolliere ein Blatt: Ve»U8 äeroböe par1'^mour gestochen habe.

Paty ( du). So heißt im: ^Imsnack »U8kom für I8t(i. 8 268. ein damals in Rom leben-der französischer Bildhauer, von welchem dort dieStatüe des Generals le Clerc, und zwey Büsten,ein Cadmus und eine Venus angeführt werden.

paudistel (Conrad), erscheint in dem Regens-burger s Münzprobations - Rezeß vom 1691. alsdes Schwäbischen Kreises Generalmünzwardein.St. 1594. oder 95. Hirsch teutsch. Münzar,chiv III. 46. VIII. 4 ».

^ (Johann Alexander), Eonrads Sohn,folgte dem Vater, noch dessen Tode, in seinemAmte, und wurde hierüber i 5 g 5 . auf dem Münz-konvente zu Regensburg Reichswegen verpflich-tet; kurz darauf 1698 starb auch er. Sein Nach-folger war Wolfgang Mayr, Bürger und Gold-schmied zu Stuttgard, der 1699. dießfalls verey-det wurde. Hirsch teutsches Münzarchiv

III. 49. "4 toi.

*pauditz,paudiss, auch pudiß, (Chri-stoph). Nach ihm hat der Galerie-Direktor Rie-de! zu Dresden einen Kopf geetzt, in dessen Ur-bild das Dat. 1606. deutlich zu sehen seyn soll,was denn gegen ftin im Lex. angegebnes Geburts-jahr Zweifel genug erregen könnte, wenn nichthinwieder ff. Notizz zu indirekter Bestätigung die-ser Angabe dienen könnte, so wie solche zugleichdie Geschichte des ebenfalls im Lex. angeführtenWettstreits unsers Künstlers mit R. von Rosen-hof in ein näheres Licht setzt. In der Galerie zuSchlcisheim sanden sich nämlich ehemals (N°. 17-u. 18.) jetzt zu München (N". 55 g. u. 568 .) zweyBilder gleicher Größe, die zu demselben Anlaß