Pauelsen.
gaben. Beyde stellen einen Wolf vor, welcher einLamm zerreißt, mittlerweile ein Fuchs (inpauditzBilde auch eine Aelster) auf die allfalligen Ueber-bliebsel dieser Beute Spekulation macht. Letztresist (wie uns ein Augenzeuge versichert) mit 1666.bezeichnet Eben derselbe fügt dann binzu: Einauthentisches Manuscripk melde hierüber: »Das(ungerechte, wie es bey Männlich heißt) Urtheilüber diese mit dem nachstehenden Rosenhof zumWettstreit gethane Vorbildung hat dem MalerPaudiz, wie hinten (rückwärts) an dem Gemäldecxplicirter zu sehen ist, aus Aergerniß, in Freysingdas Leben geraubt", pauditz soll nämlich dortHofmaler gewesen seyn, was auch dadurch wahr-scheinlich wird, daß sich daselbst in dem sogenann-ten alten Dom ein Altarblatt befindet, welchesChristi Vertreibung der Käufer und Verkäufer ausdem Tempel vorstellt. Uebrigens bleibt noch immerder Zweifel, den schon das Lex. zu hegen scheint,daß diese ganze Geschichte eher einen gewissenLauditz berühren möchte. Zwar heißt es beyMännlich: »Er malte Historien und halbe Fi-guren, auch wilde Thiere, wovon einige Vorstellun-gen in den churbaierischen Sammlungen vorhandensind". Allein ausser jenem zerrißnen Schaaf fin-den sich in dem Catalog der Münchner - Galerieeinzig ein historisches und ein Gattungsbild, wo-von jenes St Joseph mit dem Kind in den Ar-men, in Lebensgröße, dieses aber eine Frau vor-stellt, die mit einem angebrannten Stück Holz,das sie anbläst, ein Licht anzünden will. Ebenso besitzt die Wiener-Galerie keinerley Thierstückevon ihm; wohl aber: Einen St. Hieronymus inder Höhle; einen schmauchenden Schwarzwäldler-Bauer, und einen jungen und einen alten Manns-köpf, diese beyden letzter» und das erstre in Lebens-größe; diejenige zu Dresden : Sein eigenes Bild-niß, ein zweytes anonymes, und einen Mann,dem eine Dame zu dicksten scheint, lauter kleineBilder; endlich diejenige zu Schleisbeim jetzt noch,ebenfalls einen St. Hieronymus, und ein tanzendesDauernpaar, beyde klein.
pauelsen od. paulfen, (Erich), erstresist der richtigere Name, Malerund Kupferstecherin Aquatinta-Manier, geb. zu Kopenhagen 1748.Irgendwo heißt er Professor der Akademie inDüsseldorf , und Ehrenmitglied der Akademia Cle-mentina zu Bologna und derjenigen zu Florenz ,was einen Aufenthalt in Italien von ihm wahr,scheinlich macht. In 1780. ging er nach seinemVaterland zurück, bekleidete auch dort die akade-mische Professur und st. 179«. «Die Kunst in'Dännemark" (heißt es bey Rost ll. 296 — 96.)„verlor viel an ihm. Auf einer Reise nachNorwegen hatte er die malerischen Aussichtenin einem noch größer» Styl, als Everdingensradierte Blätter sind, gezeichnet, und wollte sienach und nach in Farben colorirt aus Licht stellen.Das erste, welches den Wasserfall von Hos-Foosin der Provinz Riugeriket darstellt, und in gutenAbdrücken äusserst selten ist, erschien wirklich 1789.und erfüllte ganz die Erwartung der Kenner; dasPublikum abrr schien gleichgültig gegen alle Be-mühungen dieses Künstlers zu seyn. Man glaubt,daß der Kummer über seine fehlgeschlagene Aus-sichten, oder er selbst, sein Leben verkürzt haben.
* pauer oder paur, s. Bauer und Baur.
pavesi (Franz). So nennt Lanz, I. 641.ganz ohne Weiteres einen Maler der römischenSchule, Schüler von Maratti.
pavia (Donatus Bardus, Graf von), wirdvon Lanzi II. 279. als Maler angeführt, der umHvo. zu Savona gearbeitet, und sich nämlich aufeinem seiner Bilder: Donatus Lomes, ösräuspapiensis unterschrieben habe.
* — — (Jacob de). Lanzi II. 2. ig 5 . nenntihn (und spricht doch wahrscheinlich von keinen,Andern als dein Jacob des Lex.) Schüler vontrespl; sagt von ihm, daß er in Spanien gear,
Paul. 1041
beitet habe, und setzt seinen Tod um 1720. an.Von oder nach ihm kennt man einen St. Niclausde Tolentino auf seinem Todbctte, der die H. Jung-frau in den Wolken anruft, in Melan'ö Geschmackegestochen, und mit A'ac. Dam'a invont. 4os. Ma-ria b'abbri forma, prope Vompl. 8. 8alv. Lo-nonioll.
* pavia (Johann de). Ob dieser, den dasLex. s. v. Loren; Gandolfo, nach Malvafia,als einen Schüler von Lorenz Costa anführt, dernämliche sey, den hinwieder ebenfalls Malvafiaunter die Schüler von Francia zählt, und vonweichem Lanzi ll. 404. sagt, daß er vielleicht derunbekannte Maler sey, von dem man in den Kir-chen zu Pavia Arbeiten aus dem ersten Viertheildes XVI. Jahrh, finde, die nach dem Bologne-sischen Style zielen, wissen wir nicht
— — (Lorenz da). Ein solcher, der sich:Laurentius papiensis unterzeichnete, malte zuSavona i 5 ,Z. Dana:, II. 2. 278.
Pavillon (Balthasar). So heißt ein wenigbekannter Künstler, der nach Raphael: Die Schlachtvon Constantin > klein), dann die Versammlung derGötter, und die Hochzeit der Psyche soll gestochenhaben. He in ecke jJachr. II. 477. u.Mrc.
* Paul, Paul, od. de paulis (Andreas).Seine Geburt setzt Basan (Lci. seo.) wohl ins Blauehinein, um 1667. an. Neben den im Lex. von ihm an-geführten Blättern kennt ein Derzeichniß meines sei.Vaters mehrere; wie z. B. eine stillende Madonnanach Rubens , Bacchus und Ceres nach B. Sprin-ger, und Litian mit seinem Liebchen, nach ihm selbst(Copie des herrlichen Blatts von Vandyck geetzt);dann ein Paar Bildnisse: Des Grafen Ludwig d'Zso-lani und des Arztes N. Bulius; drey Blätter: Lu-tree et steoeption cle Mario cle Mech.ois üsns lesVilles cle Mons, kruxelles etTlnvers ibäi. u s.w.
— — (I ), ein noch junger Amerikaner, derum i8r>8. in England lebte, und durch treflicheBildnisse, wie z. B. durch das sehr interessanteder Familie Washingtons, schon 1801. zu denschönsten Hoffnungen berechtigte- Fiorillo V.792-90.
— — (S-). So beißt ein englischer Schwarz-kunststecher, der uns aber durch nichts weiter, alsdurch etliche seiner Blätter bekannt ist Dahin gehörenz. B. eine Bauerngesellschaft nach C- du Sart; einanderes holländisches Conversationsstück nach I.Steen, ein schön geschabtes Blatt, i» dessen Urbildesich der Maler selbst eingeführt hat; dann das sehrschöne Bildniß der Lady Georgiana Spencer undihrer Tochter; ferner eine St. Genevieve nach C.Vanloo, und den Schiffbruch und die Nympheim Bad, beyde nach Vernct.
— — ( ). Und so ein uns unbekannter
Maler, nach welchem P. Maloeuvre eine Allegorieauf I. I. Rousseau gestochen hat.
— — ( )einalter StadtbaumeisterzuBran-denburg; baute 148«. einen Thurm zu Spandau , und1488. das Kloster zu Neurupp, welches der dor-tige PriorMarrhaus Wenzel fleißig ausführte (?).Vlicolai.
— — und perer, zwey Tischler zu Eörlitzverfertigten i» ,487 um ein schönes Gemälde derJungfrau Maria ^was schon 1Z8Z. für 2ä. Mrk.gekauft worden war) in der Dreyfaltigkeitskirche zuGörlitz , eine doppelte Wandlung mit Auszug undGesprenge, wofür sie 8. Mrk. erhielten. es. G.Pilz (bey dem neuen Jahr 1766. Beschreib,der Altare derb- Dreyfalrigkeirskirche (frBo-gen in 40.)
— — ( ), Königlich-CchwedischerHof-und
Bergrath, ward von dem Fraiikfurrcr-Magistratcaus Caffel, wo er damals lebte, berufen, um diel» den vierziger Jahren des XVIII. Jahih. einge-stürzte Maynbrücke wieder herzustellen, wozu seme
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