Perl«.
enthalt 7». (». K. bloß 41.) Blatter. SeineArbeiten sind von 1567—74. datirt, und gewöhn-lich mit: I. perrisim leo signirt. Sie sollen merk-würdig , und in schönen Drücken selten seyn. Malpönennt solche, „in groben Zügen, aber deswegennicht minder gut ausgeführt". Von Einzelnemgiebt er von ihm an: in Oefaite 8c: heitres parle Duo 8 «: Luise 1569. und eine Folge von Tri-tonen und Meerungeheuern.
perla (Franz), ein Maler des XVI.Jahrh,zu Mantua . Von ihm sieht man in der St. Lo-rcnzcn-Kapelle des dortigen Doms zwey Bilderin Fresco. Darr^r II. 245.
'perling (Ambrosius), ein künstlicher Schrei-ber zu Amsterdam , der in der dortigen Schöppenrkammer eine Tafel mit einem Gedicht auf die Ge-rechtigkeit .geschrieben hat. Marci Amster-damer-Bathhaus S-66. Breickopf's (be-schichte der Schreibet, herausgeg. von BochS. 54 sagt, nachdem er vorher bemerkt hat, daßman in den Niederlanden sich aus der französi-schen und englischen Hand eine Mittelart eigenerSchrift forinirt habe: »Die beßten Muster davonsind 1682. von diesem Schreibemeister zu Amster-dam auf 16. Blättern in qu. Fol. gestochen undherausgegeben worden", wonach er also selbst derStecher seiner Schriften gewesen wäre. ,
permeneaer (A.). So heißt irgendwo einuns sonst ganz unbekannter Künstler, nach welchemW. Faithorne (wir wissen nicht, ob der ältere oderder jüngere) einen Vertumnus oder Pomona ge-stochen haben. . , -
* permoser (Balthasar), gemeiniglich nurBalrbasar genannt, geb. zu Cammerau (nichtCammcr) im pfälzischen Pfleggerichte Katzting i 65 o.(wie seine ihm von seinem Vetter, Michael Ma-ser, verfertigte Grabschrift besagt), lernte die An-fangsgründe der Kunst zuerst bey Guckcnbielern,einem «chlechten Maler seines Orts, alsdann beydem Bildhauer Weißkirchner zu Salzburg , undendlich bey Knackern in Wien . Hierauf ging erzu seiner Vervollkommnung nach Italien , wo err 4 - Jahre blieb, und hauptsächlich zu Florenz Vieles für den dortigen Hof arbeitete. Bey sei-ner Rückkehr nach Deutschland berief ihn Fried-rich 1. »ach Berlin , wo er von 1704—10. ver-blieb. Dort, oder vielmehr zu Charlottenburg ,kennt man von ihm einen Cupido, der an seinemBogen schnitzt, und einen Herkules, der die Schlangeerdrückt, beyde eP hoch, in carrarischem Marmor;in dem Grast. Rcussischen Garten eine Gruppe,Adam und Eva. Dagegen ging sein treflichesEpitaphium des Medailleurs R. Falz, und dieKanzel in der St. Pererskirche bey dem Brandevon 17Z0. zu Grunde. Schon in 1710. indessenwar er auf den Iuf Kurfürst Johann Georgsvon Sachsen nach Dresden gegangen, wo er vonda an bis an sein Ende blieb, und nämlich spä-terhin einer andern neuen Einladung nach Florenz mit einem Gehalte von 1000. Thalern, des. da-maligen Königes August Gunst und Gnade vor-gezogen hatte; die auch noch durch folgende» Zu-fall erhöhet wurde Es kamen nämlich zwey Fran-zosen nach Dresden und erboten sich zu einemWettstreit mit permosern.: Der König befahl,Probefigure» zu machen, und man fing mit einerjungen weiblichen an; der Sieg schwankte. Jetztaber verlangte Balthasär die Fertigung auch eineralten Frau, und hier überwand er, „wie denn über-haupt" (heißt es in einer unserer Quellen) „Ana-tomie und leidenschaftlicher Ausdruck" /wir den-ken eben mehr als die Schönheit!) »seine Stärkewar." Von seinen Arbeiten in Dresden führtHumbert einige Statuen im großen Garten da-selbst an: Die mütterliche Liebe, die Malerey,die Sculptur, die Mohrin mit dem Kinde, denMohr mit dem Fische u. s. f. von denen aber Hei-necke sagt, daß sie im siebenjährigen Kriege meistzu Grund gegangen wären, so wie hinwieder seinemeisterhaft in Holz geschnittnen vier Sklaven im
Pernicharo. 1059
großen Opernhaus«, welche die Königlichen Logentrugen, bey der von Bibiena vorgenommenen Ver-änderung dieses Hauses weggenommen (doch nichtzerstört?) wurden. Hingegen finden wir andersWerts (wenn wir's anders recht verstehen) alsnoch in Dresden vorhanden von ihm angeführt:Die Kanzel der katholischen Kirche; das schöneEcce Homo in Mannsgröße aus sächsischem Mazr-ner-Marmor, über dem Taufstein, und einen Jo-hannes; dann einen Apoll, Pallas und Venus,die er in seinem vier bis fünf und Sechzigsten ar-beitete, in der Zwingergrvkte; die schöne steinerneGruppe über dem Portal des Gartnerfchen Hauseshinter der Frauenkirche ; den Saturn in der Neu-stadt am Braunischen Hause; Saturn und Venusmit Cupido im Ertelschen Garten der Friedrich,stadter-Allce, und sein prächtiges, selbst verfer-tigtes Monument in«,Marmor (die AbnehmungChristi vom Kreuze) über seinem Grabe, auf demFriedrichssiadter-Gottesacker. Im Apelschen Gar-ten zu Leipzig ferner steht von ihm halb kolossa-lisch: Jupiter, Mars, Juno, und vorzüglich (?)Venus. Des Prinzen Eugens Monument undStatue in Lebensgröße verfertigte er aus einem80. Ctn. schwere» Marmorblocke in Zeit von dreyJahren. Sehr schön ist an dieser letzter» derGedanke, daß her Held mit seiner Linken beschei-den die Fahne an der Trompete des Ruhmes deckt.Unters?) diesem Denkmal hatte er sich selbst lie-gend abgebildet. Auch in Elfenbein soll er gear-beitet haben, und dergleichen sich von ihm nochin Dresden finden; ein solches kostbares Basreliefvon leiner Hand befaß der H. von Hagedorn,welches die Geschichte des Argus und Merkursvorstellte. Warum dieser Künstler einen Viertel-Elle langen Bart getragen,J>en er mit sich'insGrab genommen, ist uns unbekannt. Die unsnie zu Gesicht gekommene Schrift, deren das Lex.gedenkt, führt eigentlich zum Titel: Der aufdem (den) Throne (Tbron) der Ehren erho-bene Bart, und soll allerdings Ulrich BönigsArbeit seyn, die er aber (Heinecke zufolge) zwarsatyrisch (?), aber im Grunde dem Künstler zumLobe und Gefallen geschrieben. Dort findet sichsein Bildniß, wie wir glauben von Vernigeroth.Ein anderes sehr mittelmäßiges kennt man vonBodenehr. Dann aber siebt man sein Brustbild,sehr ähnlich von ihm selbst in Stein gearbeitet,auf dem Altan am Gartnerfchen Hause vor derJudenschule in Dresden . Gestochen nach ihmkennen wir nichts Anders, als von S. Blesendorfsein obenerwähntes Grabmal von Falz. MagazinSachs. Gesch. I. 148. II. 655 . — Sachsi Am.Eab. 1729. S>. 254. — 170!-. S- 4- — 1755.S. 5 o. — Bern Dresdn. Merkrvürd. 17Z2.S. 14 — chei necke kFachr. 1 . 44- 68—70.
«ic Bontemrr. . ^ 5 c. . .
perner oder Pernep ( ). So heißt
irgendwo, ganz ohne Weiteres, ein Künstler,nach welchem I. B. Chapuy römische Ruinengestochen habe.
pernicharo oder pernichero (DonPablo, d. i. Paul), Maler aus Caragoßa, be-suchte die Schule des Houassc zu Madrid . Als-dann wurde er unter Philipp V. mit einem Gehalt-nach Rom geschickt, und. zeichnete sich so aus,daß man ihn umer die Mitglieder der Akademievon St. Lucas aufnahm. ' Dieser Künstler hieltsich an die Antike und die Werke Raphaels DerKönig ertheil!« ihm schon, als er noch im Aus-.lande war, den Titel seines Kammermalers. Nachseiner Rückkehr erwählte ihn :175s.) auch dieAkademie zu Madrid zu ihrem Mitgliede. Leb-haftes Eolorit, bestimmte Zeichnung und verstän-dige Anordnung ist der Charakter seiner Bilder,welche theils in den Kirchen zu Madrid , theilsin der Akademie von Sr, Fernando gewiesen wer-den. Diese besitzt von ihm, »eben Andcrm, eineschöne Darstellung von Cains Brudermord, wo-mit er sie bey seiner Aufnahme beschenkt hatte.Er st. 1760. ^iorillo V. 599,
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