Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1058
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ioz8 Perez.

perez (Anton). So heißt bey Fkorillo IV.92. kurz ein spanischer Maler, von dem man inder Cathedrale zu Sevilla mit 1648. batikte Arbeitfinde.

und r^iciaus Gebrüder, (wir glau-ben ein zweyter Anron), ebenfalls nicht unberühmteMaler zu Sevilla , und Mitglied der dortigen Aka-demie in der ersten Hälfte des XVIl. Jahrhun-derts. Fkorkllo !V. 296.

* (Bartholomö), Schwiegersohn undSchüler Johanns de Arellano, gehört unstreitigzu den beßten spanischen Künstlern aus der zwey-ten Hälfte des XVlI. Jahrhunderts. Gleich sei-nem Lehrer zeichnete er sich vornehmlich durchBlumen- und Fruchtstücke aus. Dann malte erVorhänge und Gewänder so täuschend, daß manihm deßwegen eine Stelle beym Theater gab. Seinevorzüglichsten Stafeieygemälde zieren die Privat-sammlungen in Madrid und Dnonretiro. Auchfindet man, jedoch selten, einige größere Bildervon ihm, welche richtig gezeichnet , und im Ge-schmacke des Carenno ausgeführt sind. So z B.verdient ein köstliches Werk von ihm: Die H. Rosade Lima, welche die Mutter Gottes anbetet, dieihr das Kind darreicht, und mit Blumenkränze, undFruchtschnüre in Händen tragenden Engelchen um-ringt ist, wahre Bewunderung. Fkorillo IV.Z21 32 .

(Don Joachim), ein spanischer Malerdes XVIII. Jahrhunderts, st. 1779. als Mitgliedder Akademie von St. Carlos. Weiter ist nichtsvon ihm bekannt, als daß er ein Bild verfertigte,womit er den Preis davon trug. Fiorkllo l V. 408.

* (Peter). So hieß ein spanischer Ar-chitekt des XIII. Jahrhunderts, durch welchen Kö-nig Ferdinand III. die ursprünglich in 287. erbauteCathedrale zu Toledo von neuem aufrichten ließ.Wohl zuvcrlaßig derselbe, welcher im Lex. s. v.perer perrk erscheint. Fiorillo IV. i/. 53 .Milkzia (bis. torr:. I. rZ6.) setzt indessen den Todvon perez in 1290. also um dreißig Jahre frü-her als das Lex. denjenigen von perrk an. Nachihm hatte die gemeldte Cathedrale fünf mit Kapellenumringte Schiffe, Alles aus weiffcm Stein erbaut.Das Ganze hatte 4 » 4 ^ in die Lange, 202' in dieBreite, und das Hauptschiff rii? Höhe. Indessenwarfman ihr, wie derjenigen zu Burgos , allzuvielDunkelheit vor.

* perger. So wird in alten Schriften bis-weilen der Name Lerger orlhographirt.

pergler, s. Bergler in den gegenwärtigenZusätzen.

per gor, s. Coste in den gegenwärtigen Zu-sätzen.

periac ( ). So heißt im Almanach öe

karis I 8 v 3 . ganz ohne Weiteres, ein damals inParis lebender Baumeister.

* pericciolk oder pericciuolk (Julian),geb. zu Siena um i 6 on. Enkel eines Priesters,Franz pericciolk'«, der ein ganz vortreflicherSchönschreiber war, und davon gestochene Probenzu Tage legte. Anfänglich wurde Julian für ebendiese Kunst erzogen; spatherhin legte er sich, nachdem Rath seiner Freunde, aufs Zeichnen mit derFeder. Von feinen vielen Reisen, von dem Un-terricht, den er Königlichen uud Fürstlichen Kin-dern gab, (wie z. B. in Holland der PrinzessinLouisa, Tochter der bekannte» Pfalzgrafin, gekrön-ter Königin von Böhmen ), s. seltene Notizzen beyGandeUlM. In Englischen Diensten hielt er sichauch späterhin wieder in Italien auf, und wärenach England zurückgekehrt, hätten nicht die dor-tigen Unruhen ihn daran behindert. Er blieb da-her in Diensten des Prinzen Mathias von Toscana,und nachwerts in denen des dortigen Großherzogs.Seine meiste Arbeit bestand in Zeichnungen, vondenen er indessen viele selbst in Kupfer etzte. Nach

Perisini .

R. Dann! kennt man von ihm: Einen schreibendenKönig, und einen Krieger zu Pferd, der sich miteinem Knaben (». k. Mädchen) unterhalt. SeineBlätter bezeichnete er mit 6 . ?.

* perignon (Niclaus), Maler und Kupfer-

etzer, geb. zu Paris um 172». Derselbe hielt sicheinige Jahre in Italien auf. Seit 1774. war erMitglied der Königl. Akademie. Nach Gaulr deSr. Germain S. 202. st. er zu Paris 1802. 56 .I. alt. Als Maler und Zeichner in Gouache undAcquarell arbeitete er mit Wahrheit, Geschmack undLeichtigkeit. Von seinen Reisen brachte er ein starkesPortefeuille meist colorkrterZeichnungen nach Haus,welche noch jetzt von gewohnten Liebhabern sehrgesucht werden, wovon Lands» (er^sbl. 6e 6er,re II 8L. u. 85 . und IV. 17.) ganzartige Muster giebt. Lan/t ste §t. 1. c.

Dann aber war er vorzüglich leider der unglück-liche Zeichner des berühmten Pfuscher-Prachtmerksder Vableaux pittoresqusg 6e la duises, worindie merkwürdigsten Gegenden dieses Landes ganzentstellt, und hauptsächlich so uncharakteristisch,wie möglich , erscheinen. An die 160 seiner dies-falligen Schulden und Sünden sind durch die Stichevon le Bas, Planchen, Borgnet, Chenu, Dam-brun, Dequevauviller, Dreyer, Duparc, Duret,Feffart, L.le Grand, H. M. Helmann, Jourdan,Lienard, Ligon, Longueil, Masquelier, Mcrcier,I. B. Michel, D. Nee, C. Niquet, Piquenot,I. B. Racine, Schmitz und Tcxier (in besondersgroßer Zahl von Masquelier und Nee) verewigt,und, wie wir hoffen wollen, noch vergrößert wor-den. Einige von ihm selbst malerisch um 1771.geetzte Landschaften führt Rost VIII. 242. an.

* perklirr«, der Bildhauer des abscheulichenOchsen zu Agrigent ; in welchem nachwerts nichtbloß der Künstler, sondern späterhin auch Phala-ris selbst seine Strafe soll gefunden haben, lebtenugefahr 570. I. ant. Llir.Uestrigens" «bemerktWareler.) »scheint jenes Werk in Ansehung derArbeit schätzbar gewesen zu seyn. Dkodor vonS> klien erzählt nämlich, daß unter den kostbar-sten Kunstwerken, welche Jmilcar der Stadt Agri-gent raubte und nach Carchago bringen ließ, sichauch jener Ochse befunden habe: Dann habe,setzt er hinzu (und stützt sich diesfalls auf Lr'cero),26». I. später, Scipw, als er letztre Stadt zer-störte, ihn den Agrigentinern wieder zugesandt, dieihn noch zu seiner Zeit aufbewahrten. Daß ihndann diese (wie ein Scholiast des pkndar be-hauptet) ins Meer geworfen, und daß derjenige,den sie noch zu D>odor's Zeiten besessen, vielmehrden Fluß Gclon vorstelle, scheint wohl zweifelhaftzu seyn.

perkn (Augustin). So heißt irgendwo, ganzohne Weiteres, ein Bildhauer zu Rom.

s. auch perrk».

* perknk (Lucas), heißt bey Rost IV. 220.Joseph, geb. zu Rom um 1748. Dieser Künst-ler hat sowohl einige gute Blatter für G. Ha-mklron's 8 ckola Italien , als auch mehrere Sta-tuen für das Museum Elemenrknum geliefert.Für jene z. B. das Titelblatt, mit zwey männ-lichen Figuren nach M. Angelo, aus der Sixtini-scben Kapelle, welche auch Füßlk I. Z 3 34. an-führt, und schön und geschmackvoll gestochen nennt;Jupiter und Antiope, nach J. Palma dem jünger»(eine der wohlüberdachtesten Vorstellungen diesesKünstlers) aus der Galerie des Fürsten Pio zuRom ; und eine Ckaritas, nach Schidone. Danneine Kreuzkragung, große Composition nach Lamfranco; Leda, und Susann« im Bade, beyde nachRosso, u. s. f.

* (Ludwig). Derselbe schrieb eine prak-tische Geometrie « 4 °- Vene2.757. sp. liemonciini).

* perkskn, perksskn, perriskm oderperrkskn (Jacobe, geb. um i 53 o. Sein mitTortorel in Holz geschnittener Hugenottenkrieg