Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1063
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Perrier.

perrier ( ). So heißt auch ein Kupfer-

stecher neuerer Zeit, welcher für die Vo^a^esxittoresgucs rl'Italis und ds la ^U'lsse (für letz-tere Carlen)/ hauptsächlich aber für ein uns un-bekanntes Werk über den siebenjährigen Krieg ge-stochen hat. Ein Verzeichnis; meines sei. Vatersführt über 5 o. Blätter an, die zu diesem gehörenmögen.

perrin (O), ein französischer Maler derneuesten Zeit. Schon im I. IX. gewann derselbeden Aufmunterungspreiß von 2000. Fr. mit sei-nem Sokrates, der den Alcibiades bey einer Dich-terin findet. Kenner rühmten daran die wohlgeord-nete anmuchjge Coniposition, den sanften Pinsel,die Harmonie der Tinten, und selbst die correcteZeichnung. Nur fanden sie diese zu gemein und zuweit von» schönen Ideal entfernt. Eben so tadelteman die demüthige Stellung des Sokrates, denunbedeutenden Blick seines Zöglings, und den»nachten Reiz der diesen letzter» umlagernden He-tären. Für den Salon des I. X. malte er dasKind Cyrus, welches Harpages, auf Befehl desAstyages, ums Leben bringen sollte. Auch diesesBild erhielt vielen Beyfall durch seine verständigeund einfache Coniposition, so wie durch das Ko-stüme und die Architektur, welche ziemlich gutan den Ort und die Zeit erinnerten, wo die Ge-schichte vorfiel. Im Salon von, I. XII. sah'man von ihm wieder den griechischen Weisen,der seine Freunde im Gefängnisse bittet, Frauund Sohn zu entfernen, um seine letzten Augen-blicke dein Nachdenken über die ewige Fürdauerder Seele zu weihen. Obiges Urtheil über diebeyden erster», nebst Abildungen im Umrisse, fin-den sich bey Landon (Annal. III. u. XI ). Wei-ter für den Salon 1806. gab er ein für das großeAltar der Kaiser!. Kapelle in den Tuillerien be-stimmtes Gemäld, welches das von der Religionunterstützte Frankreich vorstellt, wie es die überden Feind eroberte Fahnen der H Jungfrau dela Gloire weihet. Ein sehr strenges, aber wohlmotioirteS Urtheil darüber fallt der pausaniasFran^ais S- 227—ön. und nennt es, für Erfin-dung , Zeichnung, Ausdruck und Colorit, umwenig zu sagen, mittelmäßig, voll von Reminis-cenzen der ehemaligen akademischen Maschinerie,ganz entblößt von der Kraft der neuern Schule,und besonders auch der Stelle, die es einnimmt,unwerth. Für den Salon von 1808- endlich gaber: Den Sturm nach Geßners Mists und Lamon,welcher sich ebenfalls bey Laudon (balon 1808.p.ioZ.)abgcbildet beschrieben findet,», dock für reineZeichnung und Ausdruck gerühmt wird. Im Tub.Morgenbl. I8n8. S. rräi. heißt es davon:Wenn gleich die Phantasie dabey nicht sehr vie-len Antheil habe, so sey doch die Ausführungartig und das Colorit lieblich. — FioriUo dann(lll. 529 — 80.) nennt perrm einen Künstler, derzu den größten Hoffnungen berechtige, und führtvon ihm: Den von seiner Mutter über die Ge-heimnisse des römischen Senats befragten Papi-rius an, als ein Bild, welches »»gemeinen Bey-fall gefunden, und, als Seitenstück desselben:Cleopatra zu den Füßen Augusts . Der Alma-nach des stesux-^lrts 180Z. kennt noch von ihm:Den Tod (a. h. die Himmelfahrt) der H. Jung-frau, und: Die ersten Menschen. In 1809. kün-digte ohne Zweifel der nämliche Perrm «.jetztunter dein Naiven eines Schülers der Akademievon Berlin ?), gemeinschaftlich mit P. Marechal(Mitglied der celkischen Akademie und eigent-lichen Herausgebers), Heftweise an' t-alerie «losmoeurs, usa ^es et costumes des stretons deI'.grijuorigue.

— — ( ) So heißt auch ein uns sonst

unbekannter Künstler, nach welchem P. Landry(,I>7/j.) das Bildnis; des Cistcrzienser-Abts I. Pe-tit gestochen hat.

* — — ( ) der Glasmaler, hieß Franz.

Die beyden Fenster, von denen das Lex. spricht,

Persecouter. rv6z

befinden sich gegenwärtig im Museum der fran-zösischen Denkmäler, und sind in A. le lJoic'sblistoire «le In peinture sur verre abgebildet;und eben so in Landon's Annalen XI. 121. dieH. Jungfrau und Joseph, wie sie ihren Sohn,den sie im Tempel unter den Lehrern gefunden,nach Haus führen, gleich jenen nach le Sueur,ganz in der schönen Einfalt desselben nachgebildet.Noch spricht Gaulr de Gt. Germain von einerFlucht in Egypten, die ebenfalls im Museum derfranzös. Denkmäler aufbewahrt werde.

* Perron eau, s. peronneau.

* perroner (Joh. Rudolph). Derselbe warerster Ingenieur der Brücken und Damme, auchRitter des St. Michaelordcus. Dieser Künstlerließ 177Ü. fein Memorial über die Mittel, diebeyden Flüsse Pvette und Bievre in der Seine nach Paris zu leiten, drucken, und dasselbe wurdevon ihm der Akademie der Wissenschaften zurBeurtheilung vorgelegt. Ohne Zweifel derselbe,der (nach der Bibl. f. r. u. b. Künste I. 2. 19g.aus der Schweiz gebürtig) die berühmten Brückenzu Nantes und Neully (die schönsten in Frank-reich ) baute, und (1791.), als drey und achtzigjähriger Greis, bey der ihm eigenen Thätigkeit sichnoch immer von körperlichen Kräften aufs glücklichsteunterstützt sah. Dieser edle Künstler widmete stetseinen Theil seines Gehaltes dazu an, Zöglingender Baukunst, die er immer als seine Kinder be-trachtete , die Anschaffung der Hülfsmittel zuihren Studien zu erleichtern. Von oder nach ihmführt der Katalog von Brandes ein schön ge-nanntes Blakt, rndrizirt wie folgt, an: Vuepersvectivs de !a piace Douis XV. et «lu PontDouis XVl. commence en IVIars 1787. «leprösle projet cie Nr. /'e-'ronet, Lkevalier etc. k'.irisckex Üertliault tr. ßr in kol. en trav. S. mehrvon ihm in: Sammlung nürzl. Aufsätze:c. dieBaukunst betreffend 1798. Fol. Erster Thl. 8°.Berlin .

perröt (Catharina), s. den Art. zJic!.berr in den gegenwärtigen Zusätzen.

— — (Jos.). Nach einem wenig bekanntenKünstler dieses Namens hat C. N. Cochin 1789.gestochen: I^eispective de la decoration «je laTerrasse 6s Versailles pour le manage deDon sttiiiipps avec IVIadsnie prenuere de b'rance.Bey Hemecke (Idee Aenörale p (so. et/jä. erscheinter überhaupt unter den Zeichnern zu dem Werke:bavre äs Douis XV. ^r. in bol. 1722. und:Pompes kunöbres et dlkl'erentes b'ekes arriveesdans la lamilie ro^ale 17Z5. etc. Auch in den:st^ombeaux des princes et autres kowmes illus-tres «le la Zrancle breta^ne vers la stn clu X VII.et le cornmeucement du XVIIi. 8iecie befindetsich ein Platt nach ihm.

— — (L.). So nennt der einzige Basan(Dd. sec.) einen Künstler, der in 1787. zu Paris eine Landschaft mit Figuren nach Säblet gesto-chen habe.

* perroreau (Georg), arbeitete vermuth,sich um die Mitte des XVII. Jahrh. Gestochennach ihm haben Doulanger das Bildniß des Franrziscanermöuchs Poes de la Croix, I. Humblotdes Erzbischofeu von Gens L. H. de Pardaillonde Gondry, und des Erzbischofs von VienneP. de Villars; M. Lasne des Raths F de Ha-legont, und N- Poilly Ludwigs XIV. 1668.

Perroup ( ). So heißt in Meusel's

N. K L. ohne Weiteres, ein in 1809. noch lebenderMiniaturmaler zu Hamburg, geb. in Deutschland .

perry (F.). So heißt irgendwo ein, ver-muthlich englischer Kupferstecher, der um 1761.die Bildnisse der Könige Eduard VI. und Carl II.von England nach Schaumünzen von Th. Simongeätzt habe.

* persecouter, s. perjecourer.