Band 
Zweyter Theil [2].
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1064
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ro 64 Persinus.

*persinus, s. perisin und persyn.

persky ( ), ein (irgendwo: Vorzüglich,

genannter) Zimmermaler (?) zu Prag um 180s.

* Person (Carl), s. poerson.

* (Niclaus). Von ihm kennt manauch ein Bildniß des Arztes P. Zacchias mit1688. batirt, ohne Namen des Malers.

( ). So heißt auch im ^Imanaoli

«les Keaux-Hrts 1800. ganz ohne Weiteres, eindamals in in Paris lebender Baumeister.

* persyn (Regner), wegen der Schönheitseiner Gesichtsbildung ^arcissus genannt, geb.zu Amsterdam um i6no. Derselbe ging zuerstnach Paris , und alsdann nach Rom . Als Malerist er nur wenig bekannt. Die Galerie zu Wien besitzt von ihm ein Kniestück in Lebensgroße: Derblinde Delisar in einer Höhle, eine blecherne Büchsein der Hand, um das Allmosen zu empfangen.Hinter ihm liegt sein Helm. Nach Gandellinlhielt man ihn für den beßten holländischen Stechermit dem Grabstichel unter seinen Zeitgenossen, derbesonders im Nackten und im Ausdrucke der Af-fetten vortrcflich gewesen sey. Eben dieser Schrift-steller nennt seine Frau, welche ihn für die Kunstschläfrig machte, nicht bloß reich, sondern auchschön. Ein Bildniß des Arztes Hermann a Per-son von ihm nach F. Menton ist:

kil. so. unterzeichnet, so daß er vermuthlich aoder de persyn hieß. LNöhsen S- io 4 - Ge-stochen hat er noch, neben Andern,: Nach A. Ca-uiassei einen orientalischen König: IVIss mann8nt 83 ta; nach einem der Carracci uns Unbe-kanntes; nach Rubens : Vieille, lo 8olllat,

la 8i^noi--l; nach I. Sandrart die Bildnisse desArztes S. Coster und P. C- Hoost (1642), diedrey Monate: Julius, October und November,und eine St. Margaretha; nach R- Sanzio Lean-ders Tod, von I. Sandrart gezeichnet, und dasBildniß Balth. a Castiglione , das sich einstim Cabinet Carl I. von England befand, undjetzt im Museum Napoleon stehen soll; nach vanTulden eine St. Constanlia; nach T. Vecelli des-selben und L. Ariosto's Bildliche; nach Zampieridie Werke der Barmherzigkeit von St. Cäciliageübt, nach dem Urbild in einer Kapelle von St.Luigi degli Francesi zu Rom ; endlich, ohne Na-men des Malers, etliche Bildnisse, wie z. B. sei-nes Schwiegervaters Th. und W. Crabeth's,auch das Titelblatt eines Buches, auf welchemJesuitenbildnisse erschienen. Lonf.

MuL/er ot Lrmrckn. Letzterer nennt alle von ihmangeführte Bildnisse schon.

perrinax (Aelius) oder publius Helvius.Sein Vater war ein Tischler und er selbst erhieltwegen seiner großen Lust zu Holzarbeiten den Na-men pertinacis- Er stieg nach und nach biszum Kaiser von Rom nach dem Tode des KaiserCommodus , wurde aber schon im sechsten Mo,nate seiner Regierung (I. 19Z.) in seinem Pallastegelobtet. Jacher.

perrus ( ), ein Landschaftsmaler, blü-

hete zu Saragoßa um ,68» wo man einige sei,ner Meisterstücke in Privatsammlungen bewundert.Seine Arbeiten sollen äußerst selten seyn.

* perucci (Horaz ), st. ,624. 76. I. alt.Derselbe war Schüler von Lelio Qrsi. In St.Johann Evangelist« zu Neggio sieht man von ihmeinen St. Albert. Auch sotten dort einige Häuservon ihm bemalt seyn und von seinen Gtaffeley-bildern sich mehrere in Privatcabinetten befinden.Von seinen Bauten ist nichts uns Bekanntes übriggeblieben. In seiner Grabschrift nannte ihn seinSohn (wir wollen hoffen, nach Wahrheit) snimiprL'8tsntia et worum probitste oonspicuum.

Seine schon im Lex. bemerkten: Portell'^rchitettura kustica erschienen in Folio beyVittorio Serena 16Z4.

Peruzzi.

Perugia (Bernard da), von seiner Geburts-stadt genannt, arbeitete dort um , 56 o. Laianr.

(Joh. Niclaus da), geb. um 1478.und gest. , 544 - Schüler von Peter Pcrugino (Varnucci), ein guter Coloriste, den daher sein Leh-rer gerne als seinen Gehülfen gebraucht, ob ergleich in Zeichnung und Perspektive weit unterihm stand. In der Kapelle del Cambio seinerVaterstadt sieht man von ihm Geschichten vonJohannes dem Läufer, und in der dortigen KircheSt. Thomas, der die Wunden Jesu sucht, einBild, das, die dürftige Wahl der Köpfe aus-genommen , Manches von seinem Meister hat.Da«Lr I. 36970.

(Sinibald da), ebenfalls ein Schülerdes Vanucci. Von ihm kennt man Bilder von, 52 - 4 - u. 28. batikt; neben Andern ein schönes imDome zu Gubdio, im Geschmacke seines Meisters.

I. Z70.

perug»ni ( ). Eines Landschaftsmalers

dieses Namens thut Rate, im Leben Alex. Mag-nasci kürzlich Erwähnung, und sagt, daß letz-terer seine, wie es scheint, in Mailand verfertig-ten Arbeiten mit kleinen Figuren staffirt habe.

( ) Noch ein anderer Maler die-

ses Namens starb zu Mailand , 56 ». Da»-:r (imRegister-.

perugino (Dominicus). So nennt LanziI 2Z9 nach Baglionl kurz einen Laubwerkmalcr,der denn aber doch den nicht »»berühmten Ami-vedute Grammatica zum Schüler harte.

(Lelius). Und so I. c. 35 a. einen altenMaler, der in ,021. im Dom zu Orviero gear-beitet habe.

(Stephan'», malte für die Kirche

St. Franziscus de Paula zu Rom zwey Altar-blätter, welche diesen Heiligen und den Erzengel Michael vorstellen. moäer«a.

* war auch ein Beyname von P-SanroBartoli.

perussin (Jacob), s. perisin.

perussino ( ). So heißt bey pazzi

(8erio II. ,6.) ein geschickter Landschaftsmaler,der um ,690. zu Rom gearbeitet habe.

* peruzzi (Balthasar), auch Balrhasarvon S>ena genannt, geb zu Accajano im Ge-biete von Siena (Andere sagen zu Dolterra), wo-hin sich sein Vater, ein Edelmann von Florenz ,wegen dortiger Unruhen geflüchtet, alsdann, ausähnlichen Gründen, weiter nach Siena gezogensey, und bey solchen Schicksalen alle seine Güterverloren habe. Jacher (wohl durch Druckfehler)giebt ihm 37. statt 07. Jahre. Wie dem immerseyn mag, geboren in Armuth, erzogen unterallerley Mühen, war das Leben des Sohns einestete Kette von Unfällen. Bescheiden und schüch-tern wurden ihm stolze und unverschämte Neben-buhler überall vorgezogen; bey der Plünderungvon Rom aller seiner Habe beraubt, mußte ergeraume Zeit überall herumirren und um den schlech-testen Lohn arbeiten, und starb dann, als er ebenanfing bekannt zu werden, wie man glaubt, ver-giftet, und mit dem Schmerz, eine Mutter mitsechs Kindern in größter Dürftigkeit zu hinter-lassen. Erst nach seinem Tode wurde die ganzeGröße seines Genie erkannt. Allgemein hielt mgnihn für einen der beßten Baumeister seiner Zeit,und man würde ihn auch für einen der erstenMaler gehalten haben, wenn er so gut colorirtals gezeichnet hätte, und sich selbst immer gleichgeblieben wäre, was freylich in einem so kummer-vollen Leben, wie das seinige, nicht immer mög-lich war. Den Grund zur Kunst legte er in seinemVaterlande. (Der einzige Padre dellavalle machtihn ausdrücklich zum Zöglinge des Matthco von