Pescia.
Jugend verstorbenen Künstler noch übrig geblie-ben ist. La»Lr I. i 55 - 54 -
*pescia (Peter Maria da). Alle Kenner sindheutigen Tages darin übereinstimmend, daß der,unter dem Namen von Michel Angelo's Siegelringbekannte Stein (der die Alterthumskundigen so vielFederkauens gekostet hat), von Oescia's Arbeitsey, den er nach Buonaroti's Zeichnung verfer-tigt habe. Der in der Epergue befindliche Fischerhat in dieser Vermuthung und Entdeckung den er-sten Anlaß gegeben. M»»'»' stibliotkequs 6e pein-ture p. ZZ 5 . Lonf. den Art. des Lex. I. Gchs.
* pe selli (Pesello), und sein im nämlichenArt. enthaltener Sohn
* — — (Franz), Desellino genannt. NachLanzi I. 56 . war auch der Vater ein Schüler vonPhil. Lippi. Von diesem kannte man ein Epifaniamit dem Bildniß Donats Acciajuoli, die sich ver-muthlich in der Galerie zu Florenz befindet. Vondem Sohn werden Bilder mit den Geschichten derHH. Cosma und Damian, St. Anton und Franzim Noviziat von Santa Croce daselbst, von^attkals etwas Wunderschönes gelobt.
* pesenri (Galmatius), genannt Sabko-nerra, Vater von Franz und vincenz des Lep.Lanzi II. 55 o heißt ihn Maler und Bildhauer,der sich aber nicht über das Gewöhnliche erhobenhabe; und wird dort seine Lebenszeit irrig ins X V.Jahrh, gesetzt Aalst I. 102. zweifelt noch, daßer Bildhauer gewesen. Von seiner Arbeit in dereinen oder andern Kunst soll nichts Bekanntes üb-rig geblieben seyn. Daß seine Sohne, wie dasLex. bemerkt, noch um 16Z0. gelebt haben, ist un-wahrscheinlich.
— — (Martyr), ebenfalls Gabionerra ge-nannt, von der Familie des Obigen, blühete um1570-1682. Lanzi II. 548 . heißt ihn einen Ma-ler und Baumeister von Bedeutung, der, nebenAnderm, auch alte Bilder von Romanino vonDrescia und Pordenone im Dome zu Cremona sollrestaurirt haben Weit Mehreres von ihm s. beyZaist II. Z-6. Dort wird er auch Erfinder vonMaschinen und Gipsbildner , und dann von ihmtheils ein Catafalk des Cremoneser - Senators P.Ali, theils eine zu Ehren zweyer Söhne KaiserMap. II. zu Cremona errichtete ebentheuerliche Ma-schine von seiner Erfindung genannt, welche ausdem Bauch eines großen Wallfisches Soldatenhervorgehen, und gegenüber eine eben so unge-heure Schlange Feuerströme gegen sie ausspieenließ. Gtukkaturarbeit endlich sah man einst vonihm im Hause des Herzogs Vespasians zu Sa-bionetta.
pesrö (P.). Nach eil?em uns sonst unbekann-ten Künstler dieses Namens hat S Lhomassin1707. das Bildniß des Pfarrhcrrn I. Lizot ge-stochen.
peskorsky, s. Tapilero in den gegenwär-tigen Zusätzen.
* pesne (Anton). Ein Bildniß des Baronsvon Kniphausen, das er 1707. zu Venedig gemalt,veranlaßte seinen Ruf nach Berlin . Dorthin ginger um 1710. als er noch vorher zu Rom die schöneTochter des Blumenmalers J.D.G.H. duBuissongeheurathet hatte. Derselbe war auch Mitgliedder Königl. Akademie zu Paris , eine Ehre die ersich durch das Bildniß des damaligen Direktorsder franz. Akademie zu Rom , N. Vleughels, er-worben hatte. Um 1724. befand er sich auch inEngland, wo aber seine Manier (die damaligeFranzösische nach der Mode) keinen Beyfall fand,und z. B. seine Bildnisse der Königl. Familie kaumErwähnung verdienen. Fiorillo V. 547 - Destomehr gefiel er an dem Königl. Preussischen Hofe,zu einer Zeit, wo bey — deutschen Fürsten nurein — französischer Künstler sein Glück machenkonnte. Dort erhielt er ein Gehalt von 1200.
Pesne. 1067
Rchthl. und die Anzahl seiner Schüler zu Berlin soll sich auf 58 . K. 4g.) belaufen haben.Auch Friedrich II. noch hielt sehr große Stückeauf ihm; in einer feiner Episteln redet er ihnalso an:
-zieciscle eroiinant vieiic «le rncs yeur?
t.lier Ion I'incesu l'oßille LU ISIIA ll«, üirux.
Was aber Voltaire in einem Trief an Madame Denis so paraphrasirt: „Dieser pesne ist einMensch, den der König nie ansieht; er ist ein —Gott . So könnt' es auch mit mir beschaffen seyn".Noch sonderbarer ist, daß der König den Namenseines ersten Hofmalers unorthographisch: ?eneschrieb, was ihm einst auch eben Voltaire empfind-lich vorwarf. „ Ueberhaupt" heißt es bey FiorilloIII. Z28—29 ) „ haben die Bildnisse dieses Künstlers,von denen sich eine ansehnliche Menge zu Pols,dam und Sanssoucy befindet, denn immer mehrVerdienst, als seine historischen Bilder". Zu denbcßten der erstern gehören: Dasjenige seiner Gat,tin; eine Baurin am Fenster, welche der GrafAlgarotti in seinem Testamente dem Könige vonPreussen hinterließ; die Tänzerin Reggiana, unddas schon im Lex. genannte Familienbildniß desBarons von Erlach. Gestochen und geschabt nachihm haben dergleichen an bieoo. Blätter : D. Ber-ger, Bernigeroth, G- Dodenehr, I Daullö,E. I. Derochers, I. Faber, Fiquet, I. I. Hayd,I. Houbraken, E. Jeurat, R. Houston, I. F. Kauke,A B. König, G. E. Petit, P Picart, Schienen,G F Schmidt, P. Tanjö > fing das berühmtedes Baron von Erlach an, wurde aber durch denTod unterbrochen). B- Vogel, I. G Wille, I.G. Wolfgang, L. Zucchi, Bildnisse meist nicht unberrühmter Männer von Stand, Wissenschaft oderKunst. Ein Dutzend derselben führt der Catalogvon Brandes an, von welchen er besonders viere(Antons eigenes dann der Minister von Arnimund Bork, und des Arzleö Eller) alle von G- F.Schmidt, sehr schön, und von Arniins und Ellcrszugleich selten nennt. Von sti >en historischen Bil-dern, (deren, unsers Wissens» keines gestochenist , nennen wir nur: Fünf mythologische Vorstel-lungen im Conzertsaalc zu Sanssouci ; den Plat-fond der Iris und die Deckenstücke im Marmorsaalund der Bibliothek daselbst; ein anderes Decken-stück: Apoll mit den Musen; den großen Saal vordem Eingang in die Galerie, mir einem Götterfest vonihm geziert. Dann von Geschichtlichem, in Oel : Sim-sen undDclila, für seine Aufnahme in die Akademie;und endlich sein letztes Werk: Einen Helenenraub,ebenfalls für eines der Königl Preussischen Cabi-nelte bestimmt, das aber erst nach seinem Todevon B. Rode vollendet wurde. Auch die Galerienzu Dresden und Salzchalum besitzen mehrere, meistGattungsbilder von ihm. Verschiedenen Detail ausseinem Leben s. in M- Oestreichs Earal d ta,biners Emdken, und Herriete (zsjachr. vonLünstl. I. sp»r8. besonders aber S. 70—74.1 der,neben Anderm, einen Theil seiner zahlreichen Schü-ler aufzahlt, und sein auch für den Künstler gu-tes Sprichwort anführt: „Durch Suche» findetman"! bann an einer andern Stelle bemerkt,daß er bisweilen die Landschaften seines FreundesC. S. Dübois, so wie die Jagdstücke von P. C. Leygebe mit Figuren siaffirt; ferner, daß er G.Flink für das Eolorit viel zu danken hatte. Unterder Regierung Friedrich Wilhelm wäre er, auf eineZeit, von F. W. Weidemann, (der dem Königeseine Generale malte), bald ausgestochen worden.Endlich, daß er zu seinem oberwahnten Raub derHelena, das er freylich erst in seinen drey bis vierund Siebzigsten angefangen, wohl Zo. Zeichnungenund Skizzen gemacht, u. a. dergs.
* pesne (Johann), Maler, Kupferstecher undKupferetzer. Basan ( 28 . »r-c), der alles besserwisse» will, als andre, und doch alles verkehrtweiß, setzt seine Geburt zu Paris in 1641 an.Ü)areler würdigt sein Verdienst als Stecher sehrgut, wenn er von ihm sagt: „Sein Stich, dessenU n u u u n 2