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ic>66 Peruzzi.
so, daß er auch in Mosaik gearbeitet, und end-lich nach Hugo da Carpis Manier, noch besserals dieser, Helldunkel in Hol; geschnitten habe.Bon ihm selbst nämlich soll das (vielleicht herz-erleichternde!) Blatt seyn: Apollo, Minerva unddie Musen, nebst Herkules, der das mit Schätzenbeladene — Ungeheuer, den Geiz, vom Parnaßjagt, und vor ihm — dem Tapfern — hertreibt.Auf der einen Seite des Blattes steht: 6 s 1 . 8en.auf der andern ?er p§c>. Die näm-
liche Darstellung nach ihm kennt man dann auchvon Bealrizet (mit k. auf einem Würfel) undBuonasone, und in spätern Tagen von B. Böhm.Der wlnklersche Katalog hienächst nennt, nebendiesem seltenen Blatt, noch ein Paar andere, wel-che wahrscheinlich ebenfalls seine eigene Arbeit sind:Einen St. Peter, ganze Statur, mit Buch undSchlüssel, in grün Camajeu, und einen liegendenCentaur, mit Kindern umgeben; dieses geätzt undvon großer Seltenheit. Malpö endlich kennt vonihm einen Mutius Scävola vor Porsenna (dieguten Abdrücke ohne das Zeichen von Andreani,der in 1608. das Blatt ritoccirt hat). Vlach ihmdann haben gestochen: A. Carracci die schon ge-nannte Geburt, wovon das Urbild im PallastBentivoglio zu Bologna steht, und welches ander-werts: Die Anbetung der Könige heißt; ein präch-tiges Kapitalblatt, eigentlich auf sieben Platten,die zusammen 42" Höhe und 09" Breite halten.Dann ebendasselbe, von C. Cvrt angefangen undvon B. Dolendo (1620.) vollendet; dieß 42" breitund 02" hoch, weil dort die Luft, und Gott derVater in derselben, nicht erscheint. Vom Grafenvon Caylus und N. le Sueur in ihrer bekanntenManier, nach einer seiner Zeichnungen, den jun-gen Sklaven und den erkenntlichen Löwen; vonN. Chateau und E. Surugue einen St Hiero-nymus. Von Ph. Lhomaffin die Gemahlin vonAsdrubal , die sich mit Kindern und Habe ver-brennt, und Apollo mitten im Tanzchor der neunMusen. Von G. van Veen Christus mit denJüngern von Emaus in einer Landschaft (in einerEcke das Medaillon des Malers). Von F. M.Visconti das Bildniß Pandolfs Petrucci, Herrnvon Siena . Don P. Vvciriot Phalaris, der denKünstler Perillus in den ehernen Stier schließenlaßt. (Andere schreiben auch ihm die Frau von As-drubal zu). Von Ungenannten endlich seine Bau-ten Ghisi (die Farnesina) i5i8. und Massimi »532.Im Lex. (Art. Gcamozzi) wird eine Illea ll'Hr-ekitettura universale k'ol. Venet. 6i5. ange-führt; in einem unserer Verzeichnisse hingegen,welches die Blatter »ach unserm peruzzi ent-hält, findet sich ebenfalls: I>ibro 6'.4rckitetturn(gleichfalls Venet. 6i5 ) mit dem Beysatze : 8ca-inv. ö. ZLittom 80. und endlich wieder imLex (Art. pirroni) die Notiz, daß letzterer um1260. nach peruzzi gestochen habe. Wie dasAlles nun zu vergleichen sey» mag?
* peruzzi (Johann und Paul), im Lexikon,sollen peruzzin heißen.
* -(Sallustius), Balrhasärs Sohn, des-
sen im Lex. kürzlich unter seines Vaters NamenErwähnung geschieht. Derselbe gab, neben An-dern!, die Zeichnung zu der Vorderseite der KircheSanta Maria Traspontina, nach welcher man eingestochenes Blatt kennt.
* pe ruzzini (Johann). Lanzi II. 2. nenntihn Cavalier Johann oder Dominicus. ZumRitter hätte ihn der Hof von Turin geschaffen,und die dortige Jugend hätte er in der Kunstunterwiesen. I. c. Z/ 3 . Nach einer alten Hand-schrift indessen wäre er nicht ein Anconitaner, son-dern ein Pesareser, und Schüler von pandolfogewesen. Wie dem immer seyn mag, so besitzensowohl Pesaro als Ancona mehrere seiner Arbei-ten. Ancona bey den Carmelitern eine St. The-resia mit idZ 5 . datirt im Styl von Baroccio,und im dortigen Spithal eine sehr schön« Enthaup-tung St. Johann des Täufers, welche mehr auf
» Pescia.
die bolognesisch- Schule zielt. „So" (sagt Lanzi1. c. 121.) „erschien er mir auch anderwerts, alsKünstler der seine Manier nach den Carracci, Guidound Pesarese bildete, dann den reisenden Malermachte, und für Schaubühnen wie für Kirchenarbeitete — wo nicht mit vielem Studium, dochmit ziemlich richtiger Zeichnung, mit großer Ver-ständniß der Perspektiv, und einer gewissen Leich-tigkeit, Schönheit, und munterm Geiste. ImKirchenstaat findet man Vieles von ihm, bis nachAscoli ; auch zu Rom selbst, zu Bologna , zu Tu rin , und zu Mailand , wo erstarb".
* peruz;ini (Paul), Johanns Sohn und
Schüler. Die obenerwähnte Handschrift nennt ihnkurz einen guten und fertigen Maler, der um 1670.zu Rom arbeitete. II. 2. 121.
*pesanr (Vincenz), Formschneider, Schülervon N. le Sueur, arbeitete zu Paris 1741- e >-necke rJ. Aachr. iäi.
* pesari (Johann Baptist). Bey Lanzi (II.2^5.) der, wahrscheinlich irrig, ihn noch i 55 o. lebenlaßt, heißt es von ihm : Guido war entweder seinLehrer, oder doch sein Vorbild, wenn man andersaus einer Madonna von ihm in der St. Pauls-kirche zu Modena , auf seine übrigen Werke schlies-sen darf. Bekanntlich starb er jung in Venedig ,ehe er sich einen Namen machen konnte.
* pesaro (Niclaus de), mit dem BeynamenTromerra. Derselbe malte Vieles in Ära Coeliju Rom ; aber sein Beßres ist ein Abendmal inder Sacramentskirche zu Pesaro , ein wohlgedach-tes, harmonisches, und an malerischen Zierathenreiches Bild, das man unter die beßten dieserStadt zahlt. Barocci soll unsern Künstler sehr ge-schätzt haben. Allmäiig aber wurde er, wie Bag-lioni bemerkt, ein seichter Prakcicus, und verlor(wie tS sich gebührte) Rufund Glück. I. 4ch.
pesce (Joseph), ein römischer Maler, arbei-tete um i/ 58 . zu Neapel , unter der Anleitung desdortigen Prinzen Raimond de Sangro Sän Se-vero, in der Wachsmalerey. Eine H. Familie vonihm siehet man in der Wiener.Galerie. In demMechelschen Katalog wird solche dem erwähn-ten Fürsten selbst zugeschrieben, und doch die Un-terschrift derselben: Romsno öi-
pinse in dlspoli 1758. zugleich angeführt; nebstder Bemerkung, daß sich auf der Hinterseite eineZueignungsschrift an die Kais. Maria Theresia be-finde , welche wohl von dem erstem herrühren mag;oder, daß er selber das Bild nach pesce mochtecopirt haben?
pescheux ( ), ehemaliger Maler des Kö-
nigs von Sardinien , und auch in neuern Lagenwieder Professor der Malerey zu Turin , und, ver-möge französ. Kais. Edikt von, 24. Frim. I. XIV.zum Mitgliede des großen Raths dortiger Uni-versität ernannt. In den Memoiren des franz.Nationalinstituts von i 8 o 3 . oder 4. fanden sichvon ihm zwey Aufsätze: Ueber die Schönheit inBeziehung auf die Maler- u. Bildhauerkunst, und:Ueber die Harmonie in der Malerey.
* pesci (Prosper oder Caspar). Lanzi II.2.210. nennt ihn Caspar, und nach ihm lebte er noch1776. Algarorri hielt viel auf ihm; mehrere vondessen Briefen sind an ihn gerichtet, und des E»stern Erben besitzen noch zwey Bilder von unsermKünstler, welche alte Architektur darstellen, undmit kleinen Flecken stafflet sind, welche Figurenbedeuten sollen.
* pescia (Marian da Gratia Del), von sei-ner Heimath also genannt. Sein Meister R. Ghir-landajo mußt' ihn sehr lieb haben, da er daSAltarblait der schon im Lex. benannten Capelle,deren Plafond seine Arbeit war, von dem Schürler malen ließ: Eine H. Familie, in einem ebenso gründlichen als angenehmen Geschmacke, unddaS einzige bekannte Bild, das von diesem in der