Petermann.
gemälde, und eine Artemesia in Besitz des H.Hanptmann Bergers zu Pirna ; dann verschiedneEopicn nach großen historischen Bildern nach Diet-rich, Trevisano, Carlo Dolce, Bildnisse nach Grafin Lebensgröße, und endlich verschiedene Zeichnun-gen. Haymann (Regist.) scheint ihn noch unterdie Lebenden zu setzen. Bey Mensel findet er sichnirgends.
perermani, (Joh. Christian), geb. zubey Leipzig 17 . Von ihm kannte man Land-
karten und Vignetten; doch schien er sich vorzüglichauf das Schriftstechen zu legen. Um 1784. etzteer mancherlei (ziemlich Schlechtes), wie Schatten-risse u. dgl. für die Buchhändler. Er lebte nochzu Leipzig i 8 »g. Schul; Leipzig S. Zso. u.
* perers (Anton). Ob dieser Künstler, vonwelchem der Catalog der Galerie zu Schleisheimeine Landschaft mit Felsen, den Vorgrund mit ei-nem Jahrmarkt und Schiffen auf dem vorbeyfiiefssenden Strome staffirt, anführt, wirklich ein eige-nes Ens, und nicht einer der beyden nachfolgen-den Brüber Bonavenrura oder Johann sey, istwohl die Frage.
— — (A. de). So heißt bey Rost VIII. 238 .8. V. I. C. >e Vasseur, ein uns sonst unbekannterKünstler, nach welchem letztrer einen Tarquin undLucretia gestochen habe. S. auch unten den dä-nischen Hofmaler perers.
* — — (Bonaventura). Man hielt ihn für
den beßtenMarinenmalcr seines Jahrhunderts; seineStürme erwecken ordentliches Schrecken. Alle seineBilder waren mit einer Menge fein und geistreichtoccirter Figuren angefüllt. Bilder von ihm be-sitzen in Deutschland alle großen Galerien: Wien 5 . Lichtenstein 1. München 1. Dresden 1. Salz-thalum 1. Alles Seeaussichten. Der Catalogvon winkldr will vier Blätter in Quarto, welcheSchiffe auf dem hohen Meer vorstellen — dreyandre ähnliche, mit Häusern auf Felsen, und wie-der viere mit schönen Gebäuden kennen, die mandiesem Künstler, als von ihm selbst gectzt, zuschreibe,und eines mit 6. kietrss lnv. ein andres 6. k.inv. wieder eines k. keetsrs sc. drey 6. k. so.und dreye überall nicht bezeichnet seyen. Gesto-chen dann nach ihm haben: I. Dacheley Vus äsI'entrse äs 1a IVleuse (ein schönes Blakt'; Eben-derselbe 1a kcäoute äs 8cbenk; F. Basan eineGeeaussicht; le Charpentier XaulrsFe anx In-äes (schön); I. B. Derrey le psssa^er ä'lion-üeur auläavrs äs Orace; I Gouaz kin ä'Ora^e(schön); W. Hollar Vus maritims äs (.ouvinxen ä'Irlanäe; Th- Major eine Marine bey stil-lem Meer; Premier kort äs mer'kurcund /^tta-gue äss Durcs sur un bastion , aus der Wiener-Galerie; F. le Veau ^rrives äs klessIriZUs undkort äs klessingue (schön), S, MräeL./sssc.
— — (Carl). So heißt in Mensels Ar-chiv I. 4. 19Z. ein junger Künstler von Prag , derin i 8 o 4 - von der dortigen Privat-Gesellschaft patrio-tischer Kunstfreunde den vierten Schulpreis von i».fl. für die Copic eines mit Leichter Schattirung ge-zeichneten Kopfes erhalten hatte.
— — (Friedrich WilheliM, ein in 1809. nochlebender Künstler an der Neustadt zu Dresden ,verfertigte architektonische Modelle von Maschinenund mechanischen Kunstwerken, deren er mehrereauf dem dortigen Salon ausstellte. Er beschreibtsie selbst in den Dresdn. Pol. An;. 1802. St.3 g. — 1806 St. 27. — 1808. St. 38 . SeinerMandel- und Wäschrolle wird im I. Band desRiemischenModellmagaz. erwähnt. HaymannG. 4 ^ 4 -
* — — (Joh.), des Vonaventura Bruder.Nach ihm kennt man, von Bacheley: Ein Ungc-witter, an den Küsten von Grünland; von W.Hollar, Tyrus und Sid on, und die Städte Dort-recht und Rehnen; von C. Lanwers und L. Dorster-mann: Oiversi vlste äslle citta in Lanäia,
Peters. 1069
IVlalta e nell' ^rctiipels^o (12. Bl.); von Vorfielmann allein: Divers: visce äells contraäs äl öar-baria e 11 stretto äi Oibrsltar (12. Bl); und Di-vers: viste äelli Daräsnelli etc. Endlich (wasuns aber der Jahrzahl > 638 . wegen, wenn sie an-ders richtig ijl, zweifelhaft scheint): Vo>a^e erDntrss äs IVIsrie äs hleäicis äuus les Villesäs krovlnces unies (12. Bl.).
perers (I), der englische Bildnißmaler, hießebenfalls. Johann. Um 1770. war derselbe Mit-glied der Königl Akademie. Seine Arbeiten sindim Geschmack großer Meister gemalt. Nach ihmkennen wir einzig das Bildniß einer Madm. Ho-ward, von I. Faber geschabt.
— — (Wenceslas), nach den Einen von Ge-burt ein Böhme, nach Andern ein Niederländer,befand sich schon in dem letzten Viertheil des XVIII.Jahrh, zu Rom , war dort ansässig geworden, Undlebte noch daselbst 1809. Fernorv's Sirren-Cultur-Gemälde von Rom , S- 233 . und seu,her die Schrift: KOinkelmann u. s. Jahrhun-dert S. 247-48. nennen ihn einen eben so ge-schickten als fleissigen Künstler, und zumal einenwestlichen Lhiermalcr, der in seinen Darstellungenmit reinem Natursinn noch die lockenden Eigen-schaften einer schönen markigren IBehandlung undglänzender Farbe vereinige, auch, neben seinemHauptsache, nicht ohne Lob, historische Darstel-lungen und Bildnisse verfertige. Meusel's tI.L L. nennt ihn auch Dccorationsmaler. Schon aufder Ausstellung zu Berlin 1799. (warum dort?) sahman von ihm drey Viehstücke, welche für Wahrheitder Zeichnung u. Färbung allgemein bewundert wur,den. Indem: ^lmsnacbaus ttomf. i8ic>. wird vonihm, ohne weiteres Urtheil, ein großes Bild, dasParadies, angeführt. Unbekannt ist es uns, obsolches zu den Arbeiten gehöre, die von ihm aufdem dortigen Salon von 180g. ausgestellt wurden,und von welchen es irgendwo in öffentlichen Blät-tern heißt: Daß solche seinem bisherigen Ruf nichtentsprachen, da sich in denselben nicht der geringsteGeschmack und Kunstsinn für das Charakteristischeseiner Thiere aufgefaßt fand, sondern dafür bloßsklavische Nachahmung des äusserlichen materiellenStoffes, ohne alles Bestreben, die Natur durchErgreifung des Geistigen zu beleben. Bey so ver,schiedenen Urtheilen m chte man, wie so oft, fra-gen: Was ist die Wahrheit?
— — ^Wilhelm), ein englischer Künstlerneuester Zeit, der den Maler und Seelsorger insich vereinigt, dessen Phantasie aber, was die bil-dende Kunst betritt, nur aus einer grobsinnlichenNatur entlehnt, so wie seine Farbengebung sehrübertrieben, obgleich nicht ohne Verdienst ist Fürdie Shakspearsche Galerie schilderte er aus: IVIuciisäc» sbout nctchinA die Scene, wo Beatrix dieUnterredung zwischen Hero und ihrem Mädchenbehorcht, dann andere Auftritte aus Heinrich Vlll.welche aber alle, zumal in Absicht auf den angemesse-nen Ausdruck, unter seinen Händen mißglückten.Für etwas besser hielt man seine lockern Dirnen ausden Weibern von Windsor, und fand besonders dieStoffe darin mit täuschender Wahrheit dargestellt.In der Macklinschen Galerie dann sieht man vonihm eine Scene aus Milton, „wo Eva aber"(wie es bey Josiezr S. 8j uns unverständlich heißt)„wahrscheinlich nicht als Adams jungfräulicheBraut, sondern, vielleicht um seine philologischenStudien zu erkennen zu geben (?), als Mutter derLebendigen erscheint". Sonst herrscht überhauptin den Werken dieses Künstlers viel süßlichke Em-pfindeley, wie z B- sein Triumph der Tugend, seinSchutzengel der eine Kinderseele zu ihrem Schö-pfer zurückbringt, u. a. m. beweisen. JiorilloV. 796. Einiges Biographisches über ihn, findetman in: Oentlemans IVlsjzur:. k. DVI. k. l. p.02. (1786.1, und Fester S. 79 Geschabt undin punktirter Manier gestochen nach ihm habenvornehmlich: I. Dean, W. Dickinson R- Dun-karton, I. Hoog, R. Marcuard, I. B- Michel,