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Simon, I. R- Smith, und R. Thew, deren derCatalog von Brandes (bis i/gb ) sä. anführt, undbesonders einige Bildnisse von Dickinson, Smith unddann von diesem letztern: tke 0Kerub8 sehr schöneBlätter nennt. Sehr richtig beurtheilt finden sichdie beyden nach ihm gestochenen Scenen aus denlustigen Weibern von Windsor, von Simon, unddie anfangs genannte aus: Viel Larmens um Nichts,von Thew (alle in punktirter Manier), im: Jour-nal s. bilä. XÜN8(S 8. 8/. 96. 97. Alle übrigensind Gattungsbilder im Geschmacke, den schonoben FioriUo bemerkt: Belinda, Clara, Lydia;die Cremoneserin, die Parmesanerin, die Sclavo-nierin, u. s. f. S. auch unten den Artikel vonWilhelm perher.
p erers (Wilhelm Anton de), der Vater. Soheißt irgendwo, ganz ohne Weiteres, ein Minia-turmaler.
— — ( ). Und so ein Königl. dänischer
Hofmaler, der auch zu Paris gearbeitet habe undvielleicht mit dem obgenannten A. de Peters EinePerson ist, da irgendwo auch ihm die von leVasseur gestochene Tarquin und Lucrelia zugeeignetsind.
— — ( )- Und so ein Maler von Brüssel,
nach welchem Chevillet: l'^mour maternel, undein Paar andre Gattungsstückc gestochen habe.
— — ( ). Und ebenso irgendwo ein Ku-
pferstecher (vielleicht der nachstehende wild. pe-rher), der auf einem kleinen mit 17b«. datirkenBlättchen eine säugende Madonna in einer Land-schaft etwas hartgeetzt habe. Wahrscheinlich der-selbe, den Basan (L-l. sec.) einen Geschichts-und Miniaturmaler, geb. zu Cölln nennt, der ebenauch eine solche kleine Madonna mit dem Kindegeetzt haben soll.
— — ( ). Und eben so in Brandes Ca-talog ein uns sonst unbekannter Gattungsmaler,
nach welchem Chevillet 1a joune »evideuse, undI. Ch. le Vasseur: In petite lUarctianüe lle car-pe8 und 1a ^arlliniere en repc>8 (letztre zwey, schöneBl.) gestochen haben.
* — — s. auch perer, Perher, Petrus ,und perrer, theils im Lex. theils hier in den Zu-sätzen.
Peter so» (Friedrich). So heißt bey FiorilloV. 553 . ohne Weiteres ein englischer Emailmalcrder 1729. gestorben sey.
— — ( ), ein sehr geschickter Bildhauer
von Draunschweig; arbeitete in Dienstendes Her-zogs von Curland, und starb zu Mietan nach derMitte des XVI 11 . Jahrhunderts. Bernoull»III. 2.s2.
pethan 1 (Peter). So heißt im Kurs. Hof-und Staatskalender, ohne Weiteres, ein Hoftisch-ler zu Pillnitz um 17/^9.
* perher (Wilhelm), Maler und Schwarz-kunststecher, geb. in England um 17Z0. (BasanLä. »ec. sagt keckiich zu Carlisle 17Z1.), und blü-hend zu London seit 1760. als Stecher ein Schü-ler von Th. Frye, der zu den vorzüglichsten Künst-lern seiner Gattung gehört; man kann in derselbennichts Zarteres, Verständigeres und Geschmack-volleres in der Ausführung sehen. Er arbeiteteVieles für den Verlag von Boydcll; und überhauptist die Anzahl der Blätter sehr beträchtlich, welchetheils von ihm, theils nach ihm geliefert worden.Zu den erster» gehören, vörderst nach seiner eignenErfindung: Von Bildnissen sein eigenes, und das(trefliche naive) der drey Gebrüder Smith, Malervon Chichester ; ein unbekannter Maler im Schnurr-barte; dann Cupido, der einer Taube liebkost.Hiernächst nach Andern, von Bildnissen: Dasjenigeeines stehenden Mannes im Costum des X V. Jahr-hunderts nach Barberella. aus welchem man (heißtes bey Lüßli III. 22.) mehr als nach allen andern
Petit.
nach Giorgione gestochnen Bildern, eine deutlicheIdee von dem hohen Grad der Wahrheit, in welchem er die Natur nachahmte, und von seiner Stärkein Hervorhebung und Ründung der Figuren, durchkühne Anwendung der Schatten bekommen kann;dann das wunderschöne des Bildhauers Flamingo,nach le Brun; des Dr. Chandlers, nach D. D-Chamberlin; des Königs und der Königin von Eng-land , nach seinem Meister Frye; B. West s nachW. Lawrenson; des Lonkünstlers Tessarini , undTiber Hemsterhuis, nach I. Palthe; Rembrandts Frau, als Judenbraut ; Rubens zweyte Gattin,als Hirtin, nach demselben. Don historischen: DieEnthaltsamkeit des Ritters Bayard, nach E.Penny;der Herr des Weinbergs, nach Rembrandt , sehrschön; Democrit und Protagoras, nach Salv.Rosa; die Abnehmung vom Kreuze, nach dem Alrtarblatt im Collegium zu Cambridge , nach D. vonDolterra; von Gattungsstücken, nach R. Härte-sten , G- Metzu, Murillo (einen Alten, dereinen Knaben lesen lehrt); nach Rembrandt meh-rere (den berühmten Rabbiner); nach Stubbs,Teniers , C- Troost, und I. Wright, fast lauterganz vorzügliche Bläkten Rost IX. 2Z4 — 3 Ü-Beyde machen aus unserm Künstlerund obigem Wilhelm Perer Eine Person.FiorlUo V. 679. conf mit S. 796 hingegen scheintsolche zu trennen, wie wir es auch hier gethan.
perir (B. le). So heißt, unsers Wissenseinzig bey Männlich, ein von Geburt holländi-scher Landschaftsmaler, der aber um iL 5 c>. in Rom gelebt, und dort gestorben seyn soll. Seine Bil-der stellten meist Gegenden, Gebäude und Ruinenum diese Stadt und derselben Umgebungen vor,welche er mit Fleiß und Anmuth, aber ohne Kraftdarstellte. Eine kleine Landschaft von ihm besitztdie Galerie zu München .
* — — (Egidius Edmund), geb. zu Paris 1696. und daselbst gest. 17(10. Derselbe war Schü-ler von I. Chereau, und sein Styl hat viele Aehn-lichkcit mit dem seines Lehrers. Von ihm kenntman eine große Anzahl Blatter , besonders Bild-nisse, die mit vieler Nettigkeit ausgeführt sind.Rost VIII. 8^ — 85 . und ein Verzeichniß meinessei. Vaters, welches von Bildnissen an die 100.nach I. Aved, S. Bourdon, Brea, I. Chevalier,Descombes, D. Duprat, L. Ferdinand, B. Ferct,Fenoeuil, Largilliere, Liotard , Madm. Loic,Meytens , la Novelle, A. Pesne, H. Rigaud , leRoux, I. B- Sankene, M- Q- de la Tour, F.de Troy, I. P. Vanloo, L- M. Vanloo (das be-rühmte Bildniß Franz I fürs Cabinet Crozat),T-Decelli, J.Vivien, ein Paar »ach der ZeichnungvonWille, auch mehrere ohne Namen des Malers an-führt. (Als schön nennt der Catalog von Bran-des diejenigen des Erzbischofen A. I. von Rohan,nach Rigaud , und des Herzogs F. I. Potiers vonGesvres, nach C. M. Vanloo). Dann vom Ge-schichtlichen: Die Jünger von Emaus, den Besuchder Elisabeth, Maria mit dem Rosenkranz, undSt. Catharina von Siena, alle nach Frere I. An-dre; die Tagszeiten nach F. Boucher, Artemisianach Coypel, le ^eu (je I'Vvro^nerie und >ahuxure nach Fenoeuil, wieder die Tagszeitennach Lancret, die spanische Familie nach Martin,1'Hpr^s-Olne (Madm. Salle) nach Petit, Maria Magdalena (Nachtstück) nach Schalken, noch einesolche nach C. Smith , Mars und Venus, und dievier Elemente nach N. Vleughel, etwas uns Un-bekanntes nach A Wateau; Vertumnus und Po-mona, Figaro's Hochzeit (b. Bl.1, u. s. f.
— (Egid. Jacob), Egidius Edmunds
Sohn, dessen im Lex. unter dem Art. seines Va-ters Erwähnung geschieht, ebenfalls Kupferstecher.Man kennt indessen Weniges von ihm, da er,erst 29. I. alt, 1770. verstorben war. SaE-Lcl. sec.
— — (Johann Robert). So nennt der ein-zige Basan (L6.8ec.) einen, wie es scheint, um1789 noch lebenden Kupferstecher (geb. zu Rheims