rogF Pilon.
Zeichnung. Bey den Coelestinern das Pult kmChor und die Balluilrade des Altars in Kupfer;dann in der dortigen Kapelle d'Orleans eine schönegewundene Colonue und eine Urne von Metall,die das Her; des Connetable, Anne von Montsmorency verwahrt. An der Kanzel bey den GrandsAngustins zwey schöne Basreliefs: St. Johannder Täufer und Christus bey dem Jacobsbrunn,und im Kloster ein St. Franzisc auf den Knieen,bloß in Gyps (mit der Jahrszahl i 588 .), jetztdurch darauf geschmierte Farbe ziemlich verdorrden. In St. Loux, a. b. St Catherine (StraßeSt. Antoine) endlich das Grabmal des Kanzlersde Birague und seiner Gattin Valentin» Bal-biana; letztere in Marmor, liegend, heftet ihrenBlick auf ein Buch das sie in der Rechten halt;vor ihr ein Hündchen, das sie ansieht; über ihrdie Bildsäule des Kanzlers in Erzt. In der näm-lichen Kirche befinden sich von ihm noch ein Kruscifix, die Statuen einer Madonna und eines St.Johann, und das Basrelief einer Grablegung amHauptaltar. Aus des Präsident Mainard's Epistaph in französischen Versen auf unsern Künstlervermuthet d'Argensville, daß sein Todesjahr ini 6 « 5 - zu setzen sey, nennt ihn dann ein nochgrößeres, zärtcres und geistvolleres Genie alsGougeon; immer graziös, obwohl bisweilen inscorrekt, könnte man ihn den Corregio unter denBildhauern nennen In einigen seiner Werkefinde man die schöne Arbeit und die Feinheitender Alten vereint; der anmuthige Charakter dersselben mache vergessen, daß seine Manier zu draprpiren ein wenig trocken, und seine frühern Arbei-ten überhaupt noch etwas von dem gothischen Gesschmacke früherer Zeiten an sich tragen. SeinenTod setzt lVareler in i 6 « 5 .
* pilon ( ), der neuere Bildhauer von
Paris , wohl mit obigen pillon Einer und Derselbe.
pillot (Madame), die Wittwe, wird im Hl-nianack äe8 öeaux-^rts IMZ. unter den damalszu Paris lebenden Kupferstichhändlern genannt.
* pilorri oder pilorro (Hieronymus ).Nach Lanzi II. i 56 . blühete derselbe um 1Z90.Nach Boschini wäre er mit seinem Meister,dem jüngern Palma , völlig zu vergleichen. Derbesser berichtete Zanerri indesscn begnügt sich, zuurtheilen, daß er den Styl desselben nicht Unglücklich nachgeahmt habe. Venedig besitzt wenigvon ihm. Er starb in ziemlich hohem Alter. Ne-ben seiner Meers-Vermählung, deren schon dasLex. gedenkt, rühmen Einige sehr von ihm seinenSt. Biagius für's Hochaltar von Fraglia in Rosvigo, das in einer sehr angenehmen Manier ge-malt und mit seinem Namen bezeichnet seyn soll.
* Pilsen (Franz), geb. zu Gent 1676. Hierwar auch sein gewöhnlicher Aufenthalt. Bey kost VI. Zuo—Zoi. wo von ihm, neben den schonim Lex. bemerkten Blättern noch: Maria, welcheMilch in den Mund des Jesuskindes — drückt,und das Urtheil des Midas, beyde nach Rubens ,angeführt werden, heißt es bann: Es sey nurzu bedauern, daß er sich so wenig mit seiner Kunstbeschäftigt habe. Seine Bekehrung des GrafenBavo, ebenfalls nach Rubens , nennt auch FußliIV. 182.
Pilz ( ). So heißt ein deutscher Quidam
aus der letzten Hälfte des XVIII. Jahr. welcher(vermuthlich in Sachsen ) Silhouetten schlecht ge-nug geätzt haben soll.
pimenow ( ). So heißt bey Fiorillo
(K. S. II. 86.) ein junger russischer Bildhauer,der in i 8 « 5 . von der Kaiser!. Akademie zu St. Petersburg die große goldene Medaille erhielt,welche, außer andern Vorrechten, als Degen,Patent u. s. f. noch den — bessern Vorzug ver-schafft, drey Jahre im Auslande, auf Kosten ge-dachter Äkademie studiren zu können.
Pimente! (Emanuel), ein Portugiese, gab
Pinas.
(ob selbst ausübender Künstler, ist uns unbekannt)in 1725. ein Werk vom Festungsbaue. RarhlefsForrsey. von Goetten's gelehrt. Europa VIII. 37 «.
pimmel (Friedrich Albrecht), Gold- undSilberarbeiter zu Nürnberg , geb. 166Z. ist unsallein durch seine Bildnisse bekannt.
* pinacci (Joseph). Auch Lanzi ( 1 . 3^2.)rühmt vornehmlich seine Kunst, den Pinsel allerMaler nachzuahmen.
pinaigrier (Ludwig und Niclaus), s. dengleich folgenden Art.
* — — — ( ) hieß Robert. Zeit
und Ort seiner Geburt und seines Todes sindgänzlich unbekannt. Alles, was man Geschicht-liches von ihm weiß, ist, daß er ein Zeitgenossevon Johann Cousin war, mit dem er um denVorzug stritt. In der Pfarrkirche St. Hilar zuChartres sah man von ihm, mit 1627. und 3 «.datirte, sehr wohl gezeichnete und trcflich colorirteFenster, unter welchen namentlich eine — manweiß freylich nicht recht ob religieuse oder politi-sche — immer lebhafte aber seltsam dargestellteAllegorie von der Gnadenkraft des Bluts Jesusich ausnahm. Eine Beschreibung derselben, undüberhaupt mehrcrcs Bemerkenswerthes von denArbeiten dieses Künstlers s in Sauval's Hnti-guirös äs ?aris p. 33 . und in den Zusätzen zumersten Bande: Art. äs Vitrss riäicules. SehrSchönes besaß tob jetzt noch?) Paris von ihm:In dem Chor der Pfarrkirche St. Gervais dieGeschichte des Gichkbrüchigen und des Lazarus:dann in der Kapelle St. Michel: Den Welklaufjunger Wahlfahrter, die, nachdem sie den Gipfeldes Felsen der Abtey dieses Heiligen in Tumbaerklimmt haben, sich mit Tanz u. a. ländlichenFreuden belustigen. Dieses Stück war für kor-rekte Zeichnung, Wahrheit in der Zusammen-setzung, und schönes Colorit, immer ganz beson-ders geschätzt: II estkorms (heißt es bey de Fonrrenai en Partie äs verrs äs couleur8 en tadle,äesoups suivant le8 contour8 äu äe88'm, eten partle couske ä'emaux. Ueberhaupt wurdeer, wo nicht für den Erfinder, doch für den Ver-vollkommnet der Schmclzmalerey in Frankreich gehalten. Von Sauval wird ihm auch die Zeich-nung zu den Fenstern der Kapelle St. Clair inder Abtey St. Victor zu Paris zugeschrieben,welche theils die Geschichte des verlorenen Sohns,theils diejenige von St. Leger zum Gegenstandhaben, und, besonders der herrlichen Kopfe we-gen, immer für die schönsten zu Paris gehaltenwurden. Ein Rest von gothischem Geschmack undFehler gegen das Costum (was bey einem solchenMeister seines Zeitalters kaum einer Rüge ver-verdient) ist alles, was etwa die Nachwelt andem mistigen auszusetzen fand. Er soll meist zuTours gewohnt haben, wo — die einen sagen Ro-berts Söhne, die andern seine Enkel, jsliclaus undLudwig desselben Kunstfortsetzer waren, und be-sonders der erstre ebenfalls großeLalente dafür besaß.Beyde arbeiteten an den Fensierbildern der St.Paulskirche zu Paris - äe — Noch
nennt Millin (Antiq. national. I. i.) von Robertdie Fenster bey den Coelestinern zu Paris mit denBildnissen der französichen Könige von Carl V.(i 563 .) an, bis auf Heinrich ll. (1669.).
— — — (Thomas). So nennt auch
Gaulr de Saint-Germain S. 188. nach de laFerre, unter der Rubrik der Landschafts - Archi-tektur- Schlachten - Marinen-und Gattuugsmaler,einen uns sonst ganz unbekannten Künstler, der vonParis gebürtig gewesen, und i 633 . 37. I. altgestorben seyn soll.
Pinard ( ), ein Baumeister zu Paris ,
s. unten Glutrot.
* pinas (Johann und Jacob). Nach ihnenhaben A. Jacobi: Das Unmögliche (den Gold-