P i ii a u l k.
wacher); N- Lastmann Landschaften; B. LrnsTobias, vom Engel geführt (geschabt); M. dePaas den Fluß Alpheus, der die Arethusa ver-folgt, in einer schönen Landschaft, und N. Petri(1609.) den befreyten St. Peter (meist selteneBlatter) geliefert.
pinaulr ( ), Stecher mit der Nadel und
dem Grabstichl, geb. zu Paris 176a Schüler vonMacret, und gest. »78h. demselben Jahre, wo manvon ihm die beyden Blatter sah: Ois^race lls6sbrieIIe rl'Lströes, und iietour «le Henri IV.vers eile, beyde nach Chcvaup. Rost VIII. 354.
Pincard oder pinchard (P.). Derselbearbeitete vornehmlich zu Lyon . Von ihm kenntman die Bildnisse der Aerzte Th. Bartolinus, I.Ferne! und R- de Graaf, ohne Namen des Malers.
pinchon (I. A.). So heißt im ülmsnsck äeskeaux-^rts 180Z. ohne Weiteres, ein damalszu Paris lebender Miniaturmaler.
— — ( ). Und so ebendaselbst, gleich-
falls ohne Weiteres, ein damals zu Paris leben-der Bildnißmaler, welcher dort ausdrücklich (durchdie Wohnung) von obigem Miniaturmaler unter-scheiden wird. x
pindar (Peter), der bekannte englische Sa-tyriker. Von ihm wurden, neben Anderm, vierJahre nach einander, in einer Reihe von soge-nannten Lyric-Odes die Ausstellungen der Königl.Akademie, mit eben so viel Bitterkeit als Laune,doch nicht ohne Kenntniß der Kunst, gezüchtigt.Hauptsächlich aber ging dabey sein Absehen aufden Konig, als eifrigen Beschützer von B. West.S. auch seine: Subjects ok Printers 8°. 789.und 8ix picturesyuo vievs krom paintm^s b)t/hte»- Buäar Lscz. en^raveä in syua tinta^/Lo» etc. Ho, Honct. 779. Ui^kts ok Xin^sloMl Oäcs to äislo^sl /Zcaciemicians, was be-sonders auf Th. Lawrance zielte, Fiorillo V.681. 86g. S. auch von ihm oben den Art. Opie.
* pine (Johann), Zeichner, Kupferstecherund Gelehrter, geb. zu London um 1700. undwohnhaft daselbst. SeinHoraz dann, den Breit-kopf(Gesck. der Schreibekllnst S. 77.) »735.erscheinen laßt, war das erste ganz in Kupfer ge,stochene Buch in Europa , und dabey für Schriftund Verzierungen so schon, daß es schwerlich vonjemand wird übertroffen werden. Von ihm kenntman noch überdies eine beträchtliche Zahl Blät-ter, die ebenfalls ihre Verdienste haben. RostIX 14«,. Die Tapete im Zimmer der Pairs,welche er gestochen, war die Arbeit von FranzSpirinx. Eine Beschreibung derselben s. in öenr-lemsn's Na^ar:ine I'. I.XX. ?. II. p. 637.
* — — (Johann Ellas), s. den Schluß desgleich folgenden Art.
* — — (Robert Edge), ein neuerer engli-scher Künstler, der schon 1760. (a. d. 1762.) fürein Gemäld, welches das Betragen Eduard III .
. gegen die Bürger von Calais darstellt, und aufdem Rakhhause der Stadt Newbury gezeigt wird,den ersten Preiß von der Gesellschaft zur Beför-derung der Künste und Manufakturen zu London erhielt. Um 1771. zeichnete er sich auch als Bild-nißmaler aus, der aber weiterhin auch historischeGegenstände mit Freyheit und Ausdruck zu be,handeln wußte Zu seinen beßten Arbeiten zahlteman: Amerika , welche das Unglück des Kriegsbeklagt, und sich nach dem ihr angebotenen Frie-den sehnt (1778); dann die Schauspielerin Sid-don's, alsMiranda, die ihren Ferdinand erblickt,nach Shakespear's Sturm , und Ophelia, wie siedie Raute austheilt, Fiorillo V. 6 v/,- 65 . NeueSann,,!, nützl. versuche lV 778. Ob er dernämliche sey, welcher bey Rost IX. 14». alsSohn des obigen Johann pine's erscheint, derVirgils Pucolica und Georgica, im Geschmacke desschönen Horaz seines Vaters, herausgegeben, istuns unbekannt. Noch dürfte letzterer vielleicht
Pinelli. logg
eher der Johann Ellas des Lex. seyn. NachRobert Edge dann giebt der Katalog von Bran-des und ein Nerzeichniß meines sel. Vaters ein«Menge vortreflicher Blatter von F. Aliamet, M.Ardell, W. Dikinson, van Green, R. Houston,Kitchemann, I. Strutt, I. C- Shervin, C- undS. Smith, I. Watson und B. Wilson, theilsgestochen, theils geschabt, von welchen sich vor-nämlich auszeichnen: Canut der große, der dieSchmeichler an seinem Hofe zurückweist, und dieoben erwähnteUebergabe von Calais an Eduard III. beyde von Aliamet; Mr. Löwe undMistriß Cham-berö im Charakter des Cap. Macheath und Polly's,und die Wuth, beyde von Ardell (selten); eben-falls diese letztere; dann Mistriß Aares im Cha-rakter der Medea:.^ I.acl^ er Oiiilllren (MißJmhoff), und das Bildniß des Csq. I. Taylor,alle viere von Dikinson; M. Garrik'ö Bildniß,und Reddish im Charakter des Posthumus, vonGreen; Wilkes Bildniß von Kitcheman; die obenerwähnte Allegorie auf die Zerwürfnisse mit Ame rika (mit einem Erklarungsblatte) von Strutt;endlich die beyden genannten Miranda und Ophe-lia; dann Mistriß Siddon's auch im Charakterder Euphrosine, und endlich Garrik's Apotheosevon Shakespeare , alle viere von Caroline Watson.
pine da (Franz Peretz de), ein spanischerMaler aus der ersten Hälfte des XVII. Jahrh,bestrebte sich, im Geschmack seines Lehrers Mu-rillo zu arbeiten, und war Mitglied der Aka-demie von Sevilla . Fiorillo IV. 3 oo.
— — (Franz und Andreas), Söhne desObigen, und seine Schüler. Franz war zugleichDichter, und in seinen Erfindungen nicht unglück-lich. Andreas entfernte sich zu weit von Murillo'sGrundsätzen, und gehört mit allen seinen zahlrei-chen Bildern zu Sevilla bloß unter die mittelmas-sigen Künstler. Ebendas.
pinehas ( ). So heißt in Mensel's
Mus. I. -j8. und in Ebendess. R. L. l. einum 1789. noch lebender jüdischer Hvfminiaturma-ler zu Anspach, vormals und bis 1769. am Day-reuthischen Hofe, und wird dort von ihm gesagt:„Derselbe arbeitet, ungeachtet seines herannahen-den Alters, mit Geschmack, und punktirt seineBildnisse, die besonders treffende Aehulichkeit ha-ben sollen, noch mit außerordentlichem Fleiß. An-dre Arbeiten, als Antiken z?), Historien u. dgl.sah ich nicht von ihm, weil solche, wie er mirsagte, nicht gesucht werden. In seiner Jugendwar er ein sogenannter jüdischer Kalligraph oderZehengebotschreiber; und daß er schon damalseine gute Anlage im Zeichnen gehabt habe be-zeugt ein hebräisches Manuskripte auf Pergament(ein liitusle ?s8ckstv8) von ihm, das m derherrschaftlichen Bibliothek aufbewahrt und ( 1 .0.49.)näher beschrieben wird.
* pinelli (Antonia). ssanzi II. 2. 147.redet dafür (man siehet wohl, irrig) von einemAntonio.
— — (Bartholome). So heißt im: Al-manach aus kom 1810. 8. 376. zuerst, ganz ohn«Weiteres, ein damals dort lebender Kupferstecher.Dann aber liest man (l. c. 8. 288.) ohne Zweitfel von Ebendemselben: „pinelli, ein junger ge-schickter Zeichner, giebt eine Sammlung von . abir-ren Quartblättern, auf welchen in kleinen Com-pofltionen von Landschaften die Trachten, Sirrenund Tänze des Kirchenstaates vorgestellt werden.Das Unternehmen ist löblich, und die Sammlungwird wohlfeil werden. Nur wäre zu wünschengewesen, daß der Künstler sich (freylich eine Haupt-sache) mehr an die Natur gehalten halte. Nochist zu bemerken, daß es bloß Umrisse sind. AufVerlangen liefert er sie aber auch colorirt".
* — — ( ) /Äre// kcc. ?. 1^. sc. So wird
irgendwo die Bezeichnung eines Blattes: Uollioamat uoslram, guamvis esc rustica, iUusnm
Aaaagaa 3