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Philister mit dem Eselsbackenbein schlägt, undPan, der einen jungen Hirten die Flöte lehrt; alleviere in Lebensgröße. In Sanssoucy: Die VerrMahlung der H. Catharina, die Erziehung desBacchus, Orion, ein Jüngling und ein Mädchenauf dem Bette nackend, und besonders Orpheus und Euridice, ganze Figuren. — Endlich zu Schleis -heim: Mars und Venus im Netz gefangen, in le-bensgroßen Figuren; derselbe Gegenstand, kleiner,mit Veränderung: Die beyden Geliebten umarmensich, und die Götter — sehen aus den Wolken zu.Man zählt über 3o». nach unserm Künstler gesto-chene Blätter. Der Katalog von winkler ent-hält, mit gewohnter Genauheit, über die Hälftederselben, meist die schönsten und seltensten Füßlidann glaubt, daß im Grund wenig Wichtigesvon guten Meistern nach Julius gearbeitet wor-den . und führt nur 26. derselben an. Vörderstjene drey Bilder aus der ehemaligen Königl.Französ. Galerie: Die Anbetung der Hirten unddie Beschneidung, jenes von L. Desplaces (sehrgut), dieses von B. l'Epicie, und der Triumphder beyden Kaiser (gut, Wurklersagt, prächtig),wieder von Desplaces; dann drey aus den vonMareler obengenannten fünf Cartons der ehema-ligen Hcrzog-Orleanscheu Sammlung: JupitersLiebschaften mit Juno, von I'Epicie (geschmack-voll); mit Alkmene von N. Tardicu (gut), undmit Danaö, von D. Poilly (meisterhaft); wiedersechs aus jenen andern von TaiUasson erwähn-ten Cartons: Den Raub der Sabinerinnen; dieVermittlung des Friedens zwischen Rom und Sabirnum; Coriolans Familie, die ihn bewegen will,die Belagerung seiner Vaterstadt aufznheben; dieEnthaltsamkeit des Scipio, dessen Eroberung vonCarthago, und Belohnung seiner Krieger, vonUngenannten; Jupiters Auferziehung (durch —groben Druckfehler, Alkmene statt Amalthea), sehrgut von P. S. Bartoli; die Einnahme von Neu-Car-thago (vielleicht nach dem oben bemerkten Carton),ein sehr sorgfältig und genau gestochenes, in gutenAbdrücken seltenes Blatt von G. Penz, mit derseltsamen Jahrzahl MDXIXXXXIX. bezeichnet;die Jungfrau mit dem Kessen (gut) von I. I.Flipart; den Feyerzug Silens zum Tempel desBacchus, von C. du Bos, und (noch besserund korrekter) von einem Ungenannten in leBlonds Verlage; Regulus zur Hinrichtung ge-führt , und die Marter desselben, beyde vonG. Mantuano; fünf Blätter des Riesensturzes ausdem Pallaste del Tö von Bartoli (der wmkler-fche Katalog zählt neune>, und ein sechtes auseinem andern dortigen Plafond (ein Bacchanaleder Götter) von D. Ghisi; Sophonisbe , demMasiniffa vorgeführt, wieder von Bartoli; undendlich Neptun auf seinem Wagen von P. delPo. — Hinwieder theilt der mehrgedachte wink-lersche Katalog die seinigen in geist- und weltlicheGeschichte, Fabel, Allegorien und Fatasienab. Geist-liche Geschichte (Hn.), weltliche (Zo.), Fabel (60.),Allegorien und Fantasien (5o.) Die Meister, wel-che dort, neben den schon genannten, angeführtwerden, sind: Marc Antonio, N. Beatrizet,D. Berger, C- Bettelst, I. Bonasone, B- und C.Bos, T- de Dry, der Graf von Caylus, I. Cor-neille, jünger, L Daris, I. David, I. Dughet,I. Episcopius, B. Franco, Ph. Galle, S. Gri-belin, I. Haussart, C. Holstein, W. Hollar , E.Kirkall, I. Lauri, F. Lonsing, M. Lucchese,Adamo, I. D- und Jul. Mantuano. Pene, I.I. Roßi, C- G. Schulze, Antonia Stell«, N.le Sueur, I. Troyen, A. Veneziano, und etlicheAnonyme, mit und ohne Monogramme. MarcAntonio, doch ohne seinen Namen, werden Izuge-schrieben: Herkul der den Löwen. und Ebender-selbe der den Anteus erdrückt; dann das (seltene)Gefecht von fünf Männern mit Löwen u. a. wil-den Thieren. (Seine, unter dem Namen vonArerins posturen bekannten, und mit Sonet-
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ten diese- letztem begleiteten so. Bi. erscheinenhier nicht). Hiernächst, außer den schon vonIüßli angeführten, heißen hier vorzüglich schön:Eine Geburt von Bonasone, und eine Anbetungder Hirten (großes Blatt) von einem Ungenann-ten; die Madonna, welche dem Kind die Füß»wascht (nicht die zu Dresden , wieder von Bonasone'Dann Remulus und Remus von der Wclfin ge-säugt , von Antonia Stell« (das Bild selber schreibenEinige ihrem Bruder Anton zu), sehr selten; eingroßes Seetreffen und Mcmnons Geburt, beydevon G. Mantuano; ein Jupilersfest in M. An-tons Geschmack; Amphitrite von L. Daris; diebestochene Justin, von einem Anonymus geätzt.Dann von ganzen Folgen die bisher noch unge-nannten Frisen (Gegenstände aus der Kirchen,geschichte Italiens) von P. S. Bartoli Endlichbemerken wir noch ein Blatt ohne Zeichen, vonwelchem es heißt, es werde Pipi selbst zugeschrle,den: St. Joachim, vom Oberpriester zurückge-stoßen, in Queerfolio. — Lons. auch den Katalogvon Brandes. Ein Verzeichniß meines sel. Va-ters endlich nennt noch Blatter nach ihm vonTh. Barlacci, I B. Bertano, P. Biart, C-Bloe,maert, R. Boivin, H van der Borcht, F. Bour-lier, P. Brebiette, B. Brizianv, I. D. Cam,piglia, F. Cbauveau, C. Cork, B. Crivellari,A. Donati, F. Gregori, St. Non, H. Paclficus,M Petrejus, B. Picart, F. Poilly, I. Th. undM. C. Prestel, M- de Ravenna, S. de Regibus,A. Scacciati, Ph. Simoneau, B. Stephani, L.Surugue, Ph. Thomaßin, M. A. Torbido, E.Vicus, L. Vorstermann, D- Zenoi. Von ganzenFolgen führt dieses Verzeichniß noch an: Zixismunril^uz;u8ti» IVlarituse aäeuntis prosectio. in ?-»-lario etc. 26. Bl. von Bartoli*); dann die Fres-co's aus der Geschichte Constantins, mit ihren Fri-st» , im Vatikan , 12. Bl. von Ebendemselben;die Geschichte von St. Magdalena und die vierEvangelisten von Trinita di Monte, jedes in4- Blättern, und die Gemälde i» der Vigna Tu-rini zu Pescia, Alles von Marc Agton (von wel-chem hier noch mehrere einzelne Blatter als obengenannt werden); und endlich ein Buch mit Gro-tesken nach Rosso's Zeichnung, von E. Vicus."Auch ein Paar Blätter nach seinen Bauten: DasWechselhaus (r5r5 ) und der Pallast Cenci (»535.)werden irgendwo angezogen. In neuesten Tagenendlich kennt man nach ihm: Für's MuseumNapoleon (Heft XXII. u. XI-VII.) die beydenschon oben angeführten Bilder: Den Musentanz,von Dütertre gezeichnet und von Gnerin zu Straß,bürg schön gestochen; und Venus und Vulkan,gez. von Granger, gest. von Morace. Dann imXXIII. Heft der Knblcaux etc. «le la Onleriese klorence eine H Familie, gest. von Morel.Ferner: ?rimn pnrete nelln 8nln «le Oixanti inhl»ntc>vs, gest. von Viviani (6. Fr.) Der näm-Künstler wollte alle in Fresco's des Pallasteö delTe geben, so wie Gigola alle Cartons im Franz.Museum. Ob das eine oder andere wirklich ge-schehen, ist uns unbekannt. Das dritte Heft derOollection «le Nötes ä'k)xpre5sion von I. undA- Sauvage hat die Unruhe, einen Frauenkopfaus dem Carton der in Brand stehenden Stadt,welcher sich in gedachtem Museum befindet. EinenMadonnenkopf endlich nach ihm, ebenfalls auseinem Bild des Museums, hat, nach Chatillon'sZeichnung, Ruotte (r. I>. tm. 0 ) gestochen.Nach seinen Zeichnungen befinden sich wabrschein,lich mehrere Blätter in der uns nie zu Gesichtgekommenen: Lollcction, congistinA os tkirt)'litchings sfter original Orsxvin^« c>fKomano, Iblickel etc. collectecl tlre
Inte Lsv. Huti, anci tke plstes executeclLsrtolorri, 2ucclii ok b'Iorence. 6rsn«l inkol. 765. publisk l'bomns öralliott.
* Pipi (Raphael), Julius Sohn, dessen im
*) Aus dieser Folge, die wir jetzt n'cht vor Augen haben, läßt sich beurtheilen, ob der in staubon's Annal. XVl.S. 77. im Umriß abgebildete Carton, der sich im Französischen Museum befindet, wirklich einen Theil desSigismudischen Triumphes ausmache.
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