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und so verschönert« er ihn durch die unermeßlichenMeisterwerke seines Pinsels *). Auf diesen Mau-ern war es, wo er, um die Menschen in Erstau-nen zu setzen, Alles versammelt, was in der Na-tur und in der Einbildungskraft außerordentlichist — ihnen Alles darbietet, was sie noch Großesgesehn, und zugleich Alles, was die ausschwei-fendsten (?) Köpfe im Lauf mehrerer Jahrhundertegeträumt haben". „Wir haben in Frankreich (inder Apolls-Galerie) von seinen Cartons unter Au-gen, worin sein ganzes ihm eigenthümliches Talentersichtlich ist. Die meisten stellen Gegenstände ausder Geschichte des Scipio dar; aber die dortigenRömer sind nicht diejenigen der Republik , unddie Karthaginenser gleichen mehr den Afrikanernseinerzeit, als den alten Feinden Roms; Alle abersind fürchterliche Soldaten. Zwey andere machenTheile einer Folge aus, die den Titel Rriegs-früchre — man denke sich, welche fürchterliche!trugen **). Nach viel Andern» Aehnlichem, liestman noch am Schlüsse: „Julius ist einer vonden Künstlern, den junge Geschichtsmaler fleißigbetrachten müßen, nicht um zu suchen, ihm nach,zuahmen, aber um ihre Einbildungskraft zu erwär-men Selbst Dichter sollten sich mit seinen Werkenumgeben, die uns in jene tiefe Träumerey versetzen,welche mit eines der Nahrungsmittel höherer Dicht-kunst ist". Milizia endlich (L«l. terr. 1.297—99.)nennt und charakterisirt die nach seinerZeichnung aus-geführten Bauten: Zu Rom jene einst allerliebste ijetztfreylich ganz verdorbene) Villa Madama; den kleinen(jetzt dem Herzog Lante zuständigen) Pällastob PietroMontorio; die Kirche Madonna dell Qrto, mitihren Kapellen von schönem Ebenmaaß; die Pal-läste Cicciaporci und Cenci Dann zu Mantua «or-derst den oftbenannten Wohnsitz seiner malerischenWunder , wo der Saal der Gigantenschlacht imStylo rustico so launenhaft überzogen ist, daßdie Wände mit samt den Riesen niederzustürzenscheinen. Der Durchmesser hält bloß 18. Brac-cien , und scheint von ungemessener Größe zu seyn.Dem Herzog!. Pallast in der Stadt gab er einegrößere und neuere Gestalt, und die fünf Meilenvon Mantua entfernte prächtige Baute zu Marrmiruolo ist ebenfalls von ihm. Bey der AnkunftCarls V daselbst führte er prächtige Triumph-bogen auf; seiner dortigen (nützlichern) Damm-arbeiten u. s. f. hier nicht zu gedenken, wohl aberdes merkwürdigen Herzogl. Edikts: Daß Nie-mand zu Mantua anders als unter seiner Leitungbauen sollte. Für sich selbst errichtete er ebenfallsein äußerst launenhaftes Gebäude. Von ihm end-lich sind auch die Benediktiner -Kirche zu MonteCaffino und die Zeichnung zur Fa<;ade von St.Petronius zu Bologna , welche für die schönste inItalien geachtet wurde, von einer einzigen Ord-nung und wundergeschickter Mischung von Gothi-schem und Griechischem, wie es sich zu dem Gan-zen schickte, mit Legat wen von bezaubernd male-rischer Grandiofltät, welche zeigen, daß er in Ar-chitektur noch der größere Künstler war. Seinbloß Angefangenes, wie z. D. der Dom und dieKirche St. Barbara, vollendete nachwerts seinSchüler Bertano, und fügte dieser letztem einenElockenthurm bey, den man für den beßten inganz Italien hält". Don Plpi's Kunstwerkendiesseits der Berge bemerken wir: Erstlich in demehemaligen Königl. Französischen Cabinette: SeinBildniß (gestochen s. solches in Filhol's IVIusöeNapoleon ); dann die Anbetung der Hirten inlebensgroßen Figuren; die Beschneidung und denTriumph der Kaiser Vespasian und Titus, bey-des weitschichtige Bilder, worin Julius seineganze Kenntniß des Alterthums spiegeln konnte,freylich nur in sehr kleinen Figürchen, welche be-kanntlich nicht das Thun dieses hohen Geistes wa-ren; vorzüglich aber die fünf (nicht die schon ge-nannten) Cartons auf Papier in Wasserfarbe, wel-che einst in St. Cloud standen und dem Herzog von
--) L'e-t tä llei biüsrremsnl ^lev^n ->»tohne seinen sonst so schäseiieivürdigen Schriftsteller —"K) Ob etwa Tallok für seine (wunderschönen) älteren
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Orleans zuständig waren. Diesen fügt Lands»,in seinen Annalen (IV. VIl!. XII. XIV. u XVI.)noch bey: Eine H. Familie in einer Landschaft,mit fast lebensgroßen Figuren, welche sich ganzdem Raphaelischen Style nähern, und in einemalten Stiche wirklich unter Raphaels Namen er-scheinen; dann noch eine zweyte mit der H. Eli-sabeth. Ferner: Venus, Vulkan und die Liebes-götter, ein kleines, bloß , 5 " hohes Bild voneinfacher Composition, aber sehr sinnreich gedacht,von großem Charakter und correkter Zeichnung,allein nur roh ausgeführt nnd trocken colorirl; dasvon Apoll angeführte tanzende Musenchor vonhohen Figuren, ungefähr von denselben Vor-zügen und Gebrechen, wie obiges; dann eine ziem-lich unbedeutende Grisaille, welche das Bild einerAbondantia vorstellt. Hiernächst vortrefliche Car-tons und Zeichnungen: Die Wegführnng der Ein-wohner einer eroberten, und Flucht derjenigen einerin Brand gestecktrn Stadt (zwey von den achtCartons, die zusammen 55 . Armes in die Längehielten, unter dem Namen der Kriegsfrüchte be-kannt waren, und, wie Einige glauben, aus Auf-trag des Herzogs von Mantua, zu Brüssel inTapeten gebracht wurden), und einen dritten Carton,von welchem Lands», meint, daß er einen Theildes sogenannten Sigismundischen Triumphs aus-gemacht habe, der auf ähnliche Weise ebenfallszu Brüssel bearbeitet wurde: Alle drey Kapital-arbeiten unsers Künstlers; und endlich eine mitder Feder entworfene und in Bister ausgeführteHandzeichnung: Fischer die ihr Netz ziehen (wahr-scheinlich zu den zwölf Monaten gehörig, welcheJulius in dem Pallaste del Le zu Mamua malte).Alle diese, so wie die bereits oben angeführten,Schätze von Julius Kunst werden bey Lands»,(I. c. dann auch l'. !II. und in den l'ablesux äe(lenre II.) beschrieben und ,'m Umrisse abgebildet,und namentlich auch jene Anbetung der Hirten ««lebensgroßen Figuren als eine seiner beßten Ar,besten in Oel genannt, und nur einige Anachro-nismen daran gerügt. Die Beschneidung hinge-gen wird, als in der Ausführung hart, trockenund nichts minder als angenehm beurtheilt, undder Triumph von Titus und Vespasian mehr fürdie bloße Allegorie, als für die historische Dar-stellung eines solchen geachtet. Plpi's Bildnißendlich ist als eine besondere Seltenheit, in dieserKunstgattung von ihm, zu betrachten. In Deutsch-land dann kennt man von seiner Hand: In der Galeriezu Wien eine Madonna, ein Buch in der Hand, mitdem Kinde, das einen Blumenkranz halt, Knie-stück, und eine H. Familie mit fünf Figuren, beydein Lebensgröße; einen Platz zu Rom mit Monu-menten und Kampfspielen, denen Phoebus aufdem Sonnenwagen zusieht; ein ic/ breites und 7^hohes Bild mit zahllosen kleinen Figuren; dieAttribute der vier Evangelisten, über welche diegeheimnißvolle Taube schwebt, ein sehr kleines Ca-binetstück- Ferner in der Galerie Lichtenstein: EinSt. Johann in der Wüste in Lebensgröße, undzwey Zeichnungen, darunter eine Amazonen-schlacht. — Zu München : Eine H. Familie, Halb-figuren in Lebensgröße; ein weibliches Brustbildüber Naturgröße, und: Thesens verläßt Ariadne ,ein kleines geistvolles Staffelcybild. Der Wankel-muts) sitzt mit — fliegendem Gewand am Ruder desSchiffes! Einige wollten darin Rinaldo und Ar-mida erkennen; allein Tasso ging bey Olpi's Todnoch am Gängelband. Aber so richtig zeigt sichhier die oben angeführte Bemerkung von Taillas-ssn l — Zu Dresden : Eine H. Familie (die Jung-frau init dem Kessen genannt; sie wascht das Kind,und der kleine St. Johann gießt Wasser zu); einschon von vasar» gekanntes Hauptbild des Künst-lers, das er für seinen Gönner, den Herzog Fried-rich gemalt, der es hinwieder der Jsabella Bo-schetta schenkte ; dann eine St. Cäcilia, die Or-gelspielerin, init vier Heiligen; Samson der die
Wer übersetzt das,
lächerlich zu machen?
äs la §»erre daraus geschöpft haben mag?