P i ß l e r.
„Derselbe malte(1788.) hübsch'angeordnet und mitkräftigem Pinsel, in lebensgroßen Figuren, den ster-benden Antonius, nach welchem Leybold (180Z.)im Frauenholzischen Verlage ein Blatt gestochenhat. In 1792. that dieser Künstler eine Reise nachPrag, wo er (nicht wie Andre sagen, zu Wien )im Schauspiel vorn Schlag gelobtet ward. DieGalerie zu München besitzt von ihm ein Gaktungs,bild: Schenke, in welcher sich Werber belustigen.Eine ausführliche Beschreibung seines sterbendenAntonius und großen Prciß desselben (obgleich derKünstler solches bey seiner eilfertigen Abreise ausRom unvollendet hinterließ *), s. in: Italien unäDeutschland , von /Dorrte unä II. 81—86.Dort wird Gruppirung und Ausdruck daran beson-ders gerühmt. Eben so das Colorit, Haltung undEffekt des Ganzen, in so weit alle dies an demnicht fertigen Bilde bemerklich seyn konnte. Zueinem Pendant desselben sah' man von ihm eineZeichnung: Den Tod der Kleopatra, in dein Au-genblicke, wie die römischen Soldaten eintreten,und über den heldcnmüthigen Tod der Königinstaunen.
pitzIer ( ), Baumeister zu Haste in Sach-
sen ; erlangte daselbst, und in den umliegendenOrten einen ziemlichen Ruhm. Starb um 1710.Marperger.
pizigano (Franz und Dominicus) von Ve-nedig ; zeichneten um 1267. auf Pergament in derGröße von zwey Ellen eine mit der Feder und inMiniatur sehr fleissig ausgeführte Landkarte vondem ganzen, damals bekannten Erdboden, welchesich noch in neuern Tagen im Besitze von Hiero-nymus Zanern befand. E. die Schrift diesesletzter»: Dell Orions äi slcuni Arti Principal!appro88v l Vinc^lani p. H6.
p 1 z z a r d 1 oder p l z; a t l ( ), Name ei-
nes uns sonst unbekannten Künstlers, der nachS. Bombest! das Bildniß des I. F. Barbadicusgestochen hak.
* pizzaro (Anton), Schüler des Greco,blühete zu Anfang des XVII. Jahrhunderts zuToledo . Sein Hauptwerk, das sich durch Correkt-heit und blühendes Colorit empfiehlt, ist das schonim Lex. benannte. Drey Blätter nach seiner Zeich-nung hat 1618. Alard Pompo zu Toledo gestochen.Fstorillo IV. 182.
— — ( ). So nennt Ebenderselbe I.
c. iHg. einen berühmten alten spanischen Goldar-bester, Schüler des in 1/187. verstorbenen Fr. Juande Segovia , welcher eine von diesem letztem an-gefangene Custodia für das dortige Hieronymsten-Kloster vollendete.
* Pizza ro (Johann Maria). Von ihm istin 1682. nach P. Spagna's Zeichnung, der Engelam Altare der Madonna in der St. Marcuskirchezu Venedig in Mosaik gebracht worden. Breit-kopf Gösch. d. Schreibet. S. 127.
*pizzoli (Joachim). Lanzi II. 2. 1 5 g. nenntihn auch einen Landschaftsmaler.
pizzolo (Niclaus), starb gegen das Ende desXV. Jahrhunderts. Nach Lanzi II. 40. wäredas Alrargemäld in der Capelle der Eremitenkirchezu Padua (eine Himmelfahrt der H. Jungfrau),dessen schon das Lex. gedenkt, ganz sein Werk;und eben so ein al Fresco an einer Hausfa^adedieser Stadt, mit der Unterschrift: Opua Xiccr-ketti; in beyden aber wäre er seinem MitschülerMantegna nicht bloß ähnlich, sondern demselbennahe gekommen.
* plaars (David van der). Auf diese Artwird David van der plas zuweilen geschrieben.
place (Franz van), Maler, Zeichner, Ku-pferetzer und Stecher in Schwarzer Kunst, geb.
») Wo dies Bild sich befinden mag, könnten uns vielKünstlers ehinaliger Mitschüler und Freund, am
Plack. HlZ
zu Dimsdale in der Gegend von Durhain umi 65 o. und gest. zu Aork 1728. ward mit den glück-lichsten Anlagen zu den schönen Künsten ausge-stattet. Von frühester Jugend an malte, zeichneteund etzte er; die letztre Kunst soll er von Hollargelernt haben. Sein Vater, ein wohlhabenderEdelmann, bestimmte ihn für die Jurisprudenz;er wollte sich dessen Willen fügen, und hatte schondas Amt eines Prokurators zu London übernom-men, als eines Tags die Justizdiener kamen, um,unter dem Vorwaude, daß er als Ketzer im Ver-dacht stehe, sein Haus zu beschließen DieserUnstern machte, daß er London verließ, seineLaufbahn änderte, und sich andern, seinem Ge-schmack angemeßnern Beschäftigungen wicdmete.Den Kopf voller Plane, begab er sich nach Port,wo er eine Erde entdeckt hatte, womit er Porcel-lan zu machen vermeinte, beträchtliche Summendarauf verwandte, sich aber bald genöthigt sah,diesen Plan aufzugeben. Jetzt trösteten ihn dieschönen Künste über den schlechten Erfolg auchdieses Unternehmens. Da er indessen bloß zu sei-nem Vergnügen arbeitete, so sind seine Werke sel-ten, und dabey zu bedauern, daß sein Fleiß nichtseinem Genie gleich kam. Er hinterließ eine MengeZeichnungen »»beendigt, wechselte beständig in sei-nen Versuchen, und liebte die Unabhängigkeit überAlles. Unter Carl II. hatte er ein Jahrgeld von6c>«> Pf. Sterling ausgeschlagcn, welche ihm an-geboten ward, um die Schiffe des Königs zuzeichnen. Als Kupferstecher kennt man von ihmmehrere Bildnisse in schwarzer Kunst, nach Green-hill, Kneller, Soest , u. a. auch einige ohne wei-ten, Namen als den seinigen; wie z. B. des JohnMoyzer's de Beverley , seines Busenfreunds; desKupferstechers R. Tompson, und des GlasmalersHenry Giles. Dann eine Folge verschiedner Vo-gel: klultsr et cliver8ss svium 8pecie.s. R La,--/E inv. 6. Bl- — Eine andere Folge von Land-schaften und Vögeln, nach I. Griffier 7. Bl. wo-rin man die Freyheit der Nadel und die Behand-lung des Blätterwerks bewundert; mehrere Ansich-ten englischer Gegenden und Orte, die sich in:Ka/püi Uraresür/ DucstN8 Deocliiiensis befinden;einige Schlösser (Hurst, Rochester, Cows), dieer gemeinschaftlich mit Hollar etzte; 2Z Bl an-tike Kopfe (1665-67.1, welche wahrscheinlich zuseinen frühesten Arbeiten gehören. RostIX. 79-82.
Auch der Catalog von Brandes nennt vonihm, als eine (vollständige) seltene Folge, 6. kleinegeetzte Blätter, welche Meerports darstellen.
place (Franz). So nennt /iorillo V. 728.einen uns bisher unbekannten englischen Marine-Maler, dessen, und Peter Monamy's Geschmackviele Andre gefolgt, bis um 177». Dom. Serresdießfalls eine bessere Schule stiftete. Ob er viel-leicht mit Obigem Eine und dieselbe Person sey,ist uns unbekannt.
— — ( ). So nennt Ebenders I. c.
871. einen englischen Maler neuerer Zeit, Ehren-mitglied der Akademie zu Liverpool, dessen Arbei-ten auf einem dortigen Salon von 1787. mit zudem Beßren gehörten.
plach er (Sebald), ein Gießer, der zu Gör-litz in dem Jahr i 6 i 5 . vorkömmt. Ebendaselbstwerden noch genannt: Abraham Sievert oderSerffert 1678. (andern Orts auch 1692.), undFriedrich Gotthold Roerner 1774. arbeitete zuSoran. — Joachim Franz von /'rankenstein,goß i 5 Zi. zu Zittau Geschütz für die Stadt Lau-ban; und Georg Hübner'n führt man i 556 . zuLöwenberg an. Alle diese Gießer findet man indes I- Gregorius historischer Nachrichtvon dem pfarrkirchrhurine zu Lauban . (Da-selbst 1775. 4 °.) S. g. 6 9. "> u. 17.
plack (Valentin), wird bey einer Gelegenheitals Münzmeister der Stadt Nordheim 1617. be-merkt. H irsch teutsch. Münzarchiv IV. S. 91.ü»t wohl H. Hirt, oder H. Schmi- in Neapel , bc-)cßren sage».
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