Plaßer.
len, gehören wahrscheinlich alle dem Mclaus zu,dessen Lehrer im Malen Ph. Champagne, so wieim Stechen I. Morin war. Von Matthäusselbst dann nennt dieses Verzeichnis; wohl richtigLandschaften (nicht bloß im Geschmacke von, son-dern auch) nach Fouquiers. Dagegen führt RostV. 090—91. s. v. Monragne (unter welchem erfast überall erscheint) achte derselben (darunter zweyMarinen) die er genau beschreibt, weit mehrere aber(21.), und nach genauer beschriebene, der VDinkler-sche Catalog alle ohne einen andern Namen, als den/einigen an. Nach Mclans hiernachst kennt man: DieKananäerin von M. Ändert, eine Himmelfahrt derH. Jungfrau von E. Jcurat, und St.Paul und Silasim Gefängnisse, von L. Barbery — ferners mehrereBildnisse, ebenfalls von letzterm, E. Gantrel, I.Grignon, I. Maillet und N. Pithau gestochen;dann (dem N)inklerschen Catalog zufolge) wirk-lich auch eine kleine Landschaft, mit dem Kreuztragenden Christus staffirt, von G. Edelink. Hin-wieder von ihm selbst: Den Leichnam Christi, vonschöner Ausführung, und die h. Genoveva, ganzeFigur (1668.), beyde nach Ph. de Campagne;auch einige Bildnisse nach Ebendemselben, nachF. Clouet, und endlich mehrere nach ihm selbst, wiez. B. des bey der Belagerung von Arragon 1644. ge-bliebenen Gencrallieutenants Olivier de Castella.Seine Blätter bezeichnete er immer mit seinem ganzausgeschriebenen Namen. Rost 1 . c. 3 gi. bis Z92.
Player, s. plazer.
planen (Martin von), ein Bildhauer, deran der St. Anncnkirchezu Annaberg bey ihrem Auf-baue , um ihi2. arbeitete. Annab. Chronik S. ig 3 .
plarv (I ). So heißt bey Fiorillo V. 864.ein englischer Baumeister, von welchem in 1800.Ho. 8ketscs>e8 sor countr)' Iiouseg, villas anrirural ärvellinAZ etc. erschienen.
Playford ( ). Und so Ebendas. 679-
ein englischer Miniaturmaler von bedeutendem Rufe,st. 1780.
playeer (C. G ), Stecher in Punktiermanier,geb. in England um 1760. und blühend zu Lon,don 1780—92. Von ihm kannte man: Beatriyund Benedikt, und Rosatie und Orlando (1786.),nach S-Schellay; ferner: Lady Godiva , vor demFiscai knieend; und: Heinrich VIII. verweist demKanzler seine Willfährigkeit gegen die gefangeneKönigin Cath. Parr (1792.) beyde nach Hamilton.Rost IX. Z82—8Z. Anderwerks wird noch vonihm ein Blatt für die bekannte Prachtausgabe desShakelpear (Sc 1. des V. Akts der Irrungen)nach I. F. Rigaud, angeführt.
plazer oder Player (Jgnaz), KK. Hof-bildhauer zu Prag, geb. zu Pilsen 1720. Dielefeiner Arbeiten siehetman in erstgenannter, und bey-nahe in allen andern Städten. Zu Prag rührtalle Bildhauerarbeit in der kaiserl. Burg am Fürst-Piccolominischen und am sogenannten KolzischenHause von ihm her; so auch der H. Norbert aufder Brücke. Dann im Dobrzischen Garten, undin den Schlössern Horzin und Minschitz findet manebenfalls viele von seinen Werken. Auch zu Schön-brunn bey Wien stehen vier colossalische Statüenvon seiner Hand. Mensel l. Er (oder dannein andrer Bildhauer Jgnaz Plazer, etwa desUnsrigen Sohn?) lebte noch zu Prag 1802.
* — — — — (Johann Georg). In demGymnasium zu Breßlau findet man viele mit gros-sem Fleiß und Schönheit gearbeitete historischeGemälde vön ihm. Dann besitzt die Dresdner,Galerie nicht minder als acht seiner Bilder: Dievier Elemente; die Samniter, die dem M. Curiusvergebens ein Geschenk anbieten; einen König u. s. f.der seine Reichthümer beschaut; ein Bacchanal mitAriadne und Bacchus, und ein Dianenofer: Allevon mittlerer Größe. Dann diejenige zu Wien ,zwey kleine Gesellschaftssiücke. Dorr starb er 176«.
«) Sonderbar! Alle- Datirte von in und um i.M. r»
Plesch. mi
plazer oder Player (Joseph, vl>. Johann),Theatermaler zu Wien, geb. zu Prag , und gest.z» Wien 1806. Von ihm sah man 178Z. zwölfDekorationen für die Bühne zu Prag ; 1784. andrefür das Narionaltheater zu Wien , und 1786. einOelgemäld: Julius Sabinus , in seinem unterir-dischen Aufenthalt. Mensel II. In 179h. truger den Titel eines Hofdekorateurs und Kunstmit-glieds der Akademie, und erhielt«»», in Rücksichtseiner erprobten besondern Fähigkeiten, auch den-jenigen eines KK. Kammcrmalers, und 1799. nachnach dem Tode des Kammermalers Fuyeder, dieerledigte Hofbesoldung von 800. Gulden. Er selbststarb zu Wien 1806. Mensel« <si. Misc. II.249. VI. 82/,. Arch. II. 1. 202.
plebero ( ), ein Bildhauer. Als der
Bischof Conrad 1099. zu Utrecht eine Kirche bauenwollte, und wegen eines Morastes keinen Grundlegen konnte, so erbot sich obiger Bildhauer (oderSteinmetz) es für eine gewisse Summe zu bewerk-stelligen. Der Dischofwußte aber plebero« Sohnedas Geheimniß des Vaters zu entlocken, und legtenunmehr den Grund mit Ochsenhauten, wurdeaber darüber vom plebero, dem er nichts dafüran Gelde gut thun wollte, umgebracht. Manvergleiche hierüber den Artikel des nachfolgendenLauren; Schnürte, wo diesGeschichtgen mit an-dern Namen vorkommt. S- FabriciiHistor. derGelehrsamkeit II. 719.
Plee ( ), ein französischer Kupferstecher,
lieferte im Jahr 180h. die Stiche zu LablUardieresdlova Dollsnäiac plantarurn spccimeu. Ebenso die Platten zu Michauy flora boreali-sme-ricana, nach Redoutö's Zeichnung (II. Vol.4°. ct d°.)
* pleginck (Martin). Bartsch (?eintrs(Iravcur IX. 090—94.) führt von ihm 27. gesto-chene Blätter au, von welchen 8 . die Figuren vonPapst, Cardinal, und verlchiedner Mönchsorden,6- Reuter, 7. Krieger zu Fuß «Copien nach I.de Gheyn's, „ach H. Golzius), zwey Männer dieauf einem Brancard einen Bienenkorb tragen, auswelchem Männer- Weiber- und Kindcrköpse her-vortreten (mit 1094. datirt), und endlich eineFolge von 5 . Blätter enthalten, von denen jedeszwey mit verschiedenen Waffen Fechtende darstellt.Ucbrigens beweist jenes Datum, wie unrichtigHe > necke (zJeue »skack,richten S- 079 ) un-fern Künstler ins XV. Jahrhundert setzt. Lorif.MmL/er. Dorr und bey Malpc heißt es von ihm,daß er vornehmlich zu Venedig (um 1094 ) nachAndreas von Vincenza u. a. aeardeitet babe. Dannnennt der Catalog von Brande« (vielleicht aporkryphisch) von ihm: Mythologische (24.) kleineBlätter, welche vornehmlich die Geschichte desBacchus vorstellen , die meisten ohne Zeichen (miteinem Titelblatt ; dann: Vleu Thierbüchlingemacht und gedruckt in Onnolrbachbey Stephan Hermann, Goldschmidrdaselbften 1894.*) in sechs runden Sedezblatiern;was wohl Alles einer nahem Erdaurung — wessenanders als H. Barrsch's bedürftig wäre?
pl eister (Johann), so wird 1618. ein „zuCölln residirender Münzgeselle" bey einer Gele-genheit genannt. Hirsch teutsche« Münz-archiv VII. 45 o.
* Plepp (Joseph). Derselbe ward i 6 Z 5 . Stadt-werkmeister zu Bern und gab i 6 Z 8 . Xovsm etconi-penäiosam Orbis et ^^ri 6 ernen 8 is üescriptlo-nem Acoj;r-ipkicam mit Kupfern ans Licht.
plesch (Gottlieb Friedrich), war 1780 Land-bauconducteur im Lüneburgischen Distrikte; Ral-renbach, Conducteur zu Schwarzeneck; der Comrmissarius Johann Friedrich Meyer, ConducteurzuHittfeld, und Friedr. Wilhelm Boerncher, Bau-conductcur exlraordinarius. S Brannschrveig-Lü-neburgischer Sraarskalender.