m8 Plesch.
plesch (Joh. Ernst Constantin), nicht Joh.Ernst August, wie es bey Reller heißt, Zei,chenmeistcr zu Dresden, geb. zu Meißen 175-2.Sein Lehrer war Dietrich, der ihn, da er dessenTalente bemerkte, selbst zum Schüler wählte. Beydemselben blieb er sechs Jahre, bis an seinenTod. Von da an sah man von ihm mehrere Zeich-nungen bey Anlaß der akademischen Ausstellungen.„Ueberhaupt" (heißt es von ihm bey Meusel H.also 1789.) „machte er sich um die Ausbreitung derZeichenkunst und Liebhaberey verdient, indem ersein Auskommen größtentheils durch Unterricht er-wirbt, den besonders viele Adliche von ihm erhal-ten". Neueres haben wir nichts von ihm ver-nommen, außer daß Mensel R. L. Vh A-(also 1809.) ihn noch unter die Lebenden zählt;eben so Haymann, der ihn wieder Joh. ErnstAugust nennt.
* Dlessis ( du), der Bildnißmaler, hießI. S. Nach ihm kennt man Mehreres von A.de St. Aubin (Neckers), P. C- l'Evesque, B. L.Henriquez (die Herzogin L. M. Adclaide von Char-tres, schön), S. C- Miger (Gluck), P P. Mo-les, Tardieu und Walpergage. Ein irgendwonach einem du plessis angeführtes des Joh. de lala Brunere, von B. Picart 1719. gestochen, kannwohl kaum dem Uusrigen zugchören, der noch1779. lebte und damals Mitglied der Kvnigl.Akademie war. Li-auäeL s. v. Duplessis.
s)Ietliix (Daniel), ein junger Bildhauer vonBrüssel, erhielt in 1808. den großen Preiß derAkademie von Gent für sein Büste von FranzDuqucsnoy. Oeffenrl. lJachr.
pletzger (Joh. Jacob), gebürtig von Berch,tolsgaden, ließ sich um 1698. als Bürger undMaler in Landshut nieder, wo einige wohlgera-thene Kirchcngemälde von ihm anzutreffen sind.
* pleydenwurf (Wilhelm). Seine inHol; geschnittenen Bildnisse (wir denken eben fürGchedels Chronik) sind meist von Juristen; darun-ter des Reichskanzlers Caspar Schlicken. Uebri-gens werden er sowohl als M. Wohlgemuth in er-meldter Chronik bloß als Maler und der Mathe-matik kundige Männer angeführt. Heinecke' s
Vlachr. i 5 o.
plickner oder pstickner (Daniel) wurdei 5 g 4 - zum Münzmeister des Stiftes Murbach er-nannt. S- Hirsch deutsch . Münzarch. Vll.S. 5 i 6 .
pli innrer ( ). So heißt bey He>-
necke (läse ^önör. p. 10Z.), ganz ohne Wei-teres, ein Kupferstecher, der in 17V9. und ff. Jah-ren, nebst so vielen Andern, für Boydell's Ver-lag gearbeitet habe.
* PIlNlus, der jüngere. Als Proprätor inBythynien trug er eine besondere Sorge für alledie Bauten, die zu öffentlicher Zierde und Be-quemlichkeit dienten. Zu Nikodemien wurden diedortigen Bäder unter seiner Veranstaltung errichtet;eben so das prächtige Theater zu Nicäa , und derKanal, welcher den dortigen See mit dem Meerevereinigt. Als Consul zeigte er so viel Einsichtund Geflissenheit, namentlich auch in Baugeschäf-ten, daß der Kaiser Trojan ihm die Generalin-tenden; über die Wasserleitungen und Anderes auf-trug , was vor ihm Frontin besorgt hatte. Wasihm dann endlich am meisten Ehre brachte, warder edle Gebrauch, den er von seinem noch somäßigen Reichthum« machte. Außer seinen Lust-häusern (dem Laurentinum, und demjenigen beyBorgo St Sepolcro- welche Scamozzi und Feli-bien nachgebildet haben) stellte er in seiner Va-terstadt Como eine Bibliothek auf, die er zur Un-terhaltung von Schülern beträchtlich dotirte. Auchdas benachbarte Mailand u. a ^ Orte hatten sichseiner Wohlthaten und seines thätigen Kunstsinneszu erfreuen. E/rÄa Lü. ter2. 1. 83 — 8 ^.
Dloennies oder ploennr» (Erich Phi-
Ploos.
kipp von), Baumeister und Geograph«, geb. zuSpeyer , warum 1703. Professor der Mathematikzu Gießen , und zugleich Hessen-DarmstadtischerOberbaumcister. Um 1708. wird er gelegentlichzu Wesel genann. Späterhin erscheint er als Land-baudirektor in Nassau-Siegischen Diensten. Erstseine Söhne (ob ebenfalls durch eigene Ta-lente?) scheinen den Adelstand erlangt zu haben.Strieb er's Hessische (öelehrreiigeschlchreTh. H. S. 122.
ploetrner, ist eine verhunzte Orthographievon Blaerrner.
ploetz ( ) , ein in 1809. noch lebender
Miniatur- und Emailmaler, auch Tonkünstler, zuHamburg , auswärtiges ordentliches Mitglied derAkademie der Künste zu Berlin, geb. im Holstei-nischen, lebte ehemals als Hausgenosse und Ge-hilfe Bonnet's, bey demselben zu Genthod, nach-werts zu Berlin und Kopenhagen . Gleich starkin der Miniatur- und Schmelzmalerei) arbeiteteer jene in einer selbst erfundenen glücklichen Ma-nier und Zubereitung des Elfenbeins, und diesemit großer Kunst und einem seltenen Grade derVollkommenheit.^ Sein Email ist nicht punktirt,sondern mit kräftigem Pinsel gemalt, und dieFarben schmelzen weich in einander. Seine musi-kalischen Talente gehören nicht hieher. Noch ister ein sehr geschickter Verfertiger mechanischerWerkzeuge; z. B. einer Maschine zu Abbildungeines Menschen oder irgend eines Gegenstandes,und zur nachherigen Verkleinerung oder Vergi-ös-serung desselben, so wie zur Bewirkung der spre-chendsten Aehnlichkeit. Mensel R- A.
Ob er derselbe ploey sey, von dem es in denDeutsch . Runstbl. 40. 1799. Anz. S. n heißt,baß, nach ihm und Hornemann, Meno Haas zweyschöne Bildnisse von des jetzigen Königes und derKönigin von Preußen Maj. in Schwarzkunst ge-schabt habe, ist uns unbekannt.
ploeyer ( ), Mechauikus, und', wie
es scheint, auch bildender Künstler zu Kopenha-gen . Nach dessen Zeichnung hatte Clemens 1810.das Bildniß des Königes Friedrich VI. sehr schön,und so kenntlich, wie noch Keines, gestochen.Oeffenrl. Vlachr.
ploja (Peter Paul Hieronymus), ist eine ver-hunzte Orthographie von p. p. H. f)iola.
* f)loos (Cornelius von Amstel), geb. zuAmsterdam 1731. oder 02. und gest. daselbst 1799.Der Werth seiner Blätter ist um so viel mehr zubewundern, da er seine Manier so gut als erfun-den hatte. „Durch Ansicht" (heißt es 1787. ineinem Aufsätze des Meuse Ischen MuseumsII. 55 — 57 -) „französischer Blätter en Crayon,und ohne die englischen von Knapto» und Pontgesehen zu haben, kam er auf die Erfindung,ähnliche Abdrücke!?) von Handzeichnungcn in allenFarben zu machen, so daß er dazu weder Grab-stichel, noch Etznadel, noch Ponze gebraucht, son-dern sie durch gewisse Grundfirnisse, Pulver undFeuchtigkeiten auf seine Platten überträgt. Aller-dings ist die Erfindung zum Bewundern, und eslaßt sich nichts Schöneres, Sanfteres und Na-türlicheres denken, als diese neue Art Kupfer.Bis jetzt hält er zwar sein eigentliches Verfahrengeheim; doch scheint er eine schriftliche Nachrichtdavon zurückgelegt zu haben, weil er versichert,seine Absicht sey nicht, der Nachkommenschaft dieseErfindung vorzuenthalten. Schon um 1758. gaber „ach H. Zaftleven die zwey ersten Platten einerSammlung, welche nachwerts nebst dem Titel zu35 . Bl- angewachsen, und 200. fi. kostete. Donallen diesen erschienen nach und nach Berichte inden: Vaterlencjsoüo I^otrer-OefeninAen. f)loosWar selbst Besitzer eines reichen Cabinets von allerGattung Merkwürdigkleiten, die nach seinem Todeverauctionnirt wurden. Rost VI. 025—29. undder Winklersche Katalog kennen und beschreibengenau, jener H 5 . dieser vollends 60. (alle) Bl. vonihm, wie man weißt, von der abwechselndsten Art.