nbo Prachner.
prachner (Peter). Und so ein dort 1807. ver-storbener Bildhauer in Figuren und antiken Ver-zierungen/ Mitglied verschiedener Akademien, l. c.und Hkc. In einem Nekrolog von ihm (Meus.Arch. II. 3 . I/I.) heißt es vollends: «Ein berühm-ter Bildhauer, der sich durch seine Reisen in Ita-lien, England, Holland und Deutschland so vielKenntniß, Erfahrung und Ruhm erworben, daßer, nicht nur in Hinsicht seiner gelieferten Kunst-werke von auswertigen Akademien zu London ,Mannheim u. s. f mit goldenen und silbernen Me-daillen beehrt wurde, sondern auch in Prag meh-rere (dort ungenannte) Meisterstücke aufstellte".
— — (Wenceslaus). Und so der dort ge-borene und in 18(19. noch daselbst lebende Sohnperers, ebenfalls Bildhauer.
pradalho (Gaucel'n de). Und so ein Bau-meister, oder doch Bautenleiter, der in i 366 . vondem damals von Avignon nach Rom zurückkeh-renden Padst Urban V. den Auftrag bekam, denvatikanischen Pallast auszubessern und zur Woh-nung einzurichten.
* prado (Blasius de). Nach demAbtponzwird derselbe mit Unrecht zu den Schülern desBerruguete gezahlt, da seine Werke einen ganzandern Lehrer, und nämlich die Bildung nach den«dein Formen der Antiken und den großenMeistern verrathen, welche damals in Italien blü-heten. Seine Arbeiten zu Marocco brachten ihmin kurzer Zeit große Reichthümer ein; er kehrtenach Madrid zurück und starb daselbst, weder i 5 i/.wie das Lex. noch auch, wie andere sagen, 1677.60. I. alt, sondern lebte noch wenigstens 129Z.damals als besoldeter zweyter Maler der Kathe-drale von Toledo (Ludwig de velasco war dererste). Ob er auch Blumenmaler war, ist nochungewiß. Einige Bilder, die ihm Palomino zu-schreibt, sollen von andern Meistern herrühren.Ein sicheres, von ihm und L- de Carbajal ge-meinschaftlich ausgeführtes ist das große Altar-blatt bey den Minimen zu Toledo: St. Basilius ,als Bischof, mit andern Heiligen. Auch Bour-going Ckableau äs l'Lspa^ne moderne III.Zio-ii.) hält eine vortrefliche Krönung der H.Jungfrau im Kloster der Kathedrale von Toledo (die Arbeit L. de Velasco) irrig für die seinige.Eine solche merkwürdige befindet sich hingegen inder sogenannten Neuen Colonie von St. Helena ,welche die Schlacht de las Navas de Tolosa dar-stellt , wahrscheinlich aber bloß die treue Copieeines weit älter» Gemäldes, wie aus dem ganzenStyl derselben erhellen soll. Fiorillo IV. 121—20.
praelar( ). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein vorzüglich (?) genannter Zimmer-maler zu Prag um 1802.
praenest (Joseph Sincerus). Und so ineinem Gantkatalog ein uns sonst unbekannter Künst-ler, nach welchem I. H. Frezza in 4. sehr großenund 2. kleinen Blättern gestochen hab«: evexsn-drr N. profectlo per ^eß^ptum sä Usmmonisoraculum consulenduni, in Isttkostroto ?rse-nestino reprcesent. c. interpretstione.
* praet (Stephan de). Von ihm kennt manein seltenes Blatt nach W. Hondius Zeichnung,welches wir irgendwo rubrizirt finden: Invenriondu trsnsport de terre ä van^iA psr Widert^dsm van Htsrlinxen, und dann ein Bildniß derPolnischen Königin Ludovica Maria Gonzaga(1646.) ohne andern Namen als den seinigen.
praerorius (Joh. Philipp) , Köuigl. Hof-conditor zu Dresden und Künstler seines Faches.Zwey Aufsätze, die er in i/ 35 . für den Hof ver-fertigte, werden im Lern Dresdnischer Merk-wördigk. gedachten Jahrs beschrieben. Vergl.den Hofkakender.
Präger (Kilian), Waradein der Dresdner-Münze in 1682. Wecke Dresden S. sZs.Derselbe war vermuthlich von Freyberg gebürtig,
Praxiteles.
wo diese Familie damals in verschiedenen Ehre»und Aemtern stand. — Zu selbiger Zeit war CasparHase Münzwaradein zu Freyberg. Nach dessenTode (1604.) folgte ihm sein Sohn gleiches Na-mens in dieser Deamtung, der wahrscheinlich in1606. ebenfalls gestorben seyn muß, da in letztge-dachtem Jahre Chr. preist an seine Stelle er-nannt wurde. Hirsch D- M- A- III. 2ZZ.und 249 — Noch ein Caspar Hase bekleideteschon früherhin dasselbe Amt und starb zu Freyberg1566. A- M 0 ller'sFreyberger-Chronikl. 480.
prall (Dirick, d. i. Dietrich), stand alsMünzmeister in Diensten der Stadt Lüneburg umi 5 io. Hirsch D. M. C> I. 182.
prange ( ), Professor der Zeichenkunst
und Malerey auf der königl westphähl. UniversitätHalle in Sachsen , wo er solche noch 1809. theo-retisch und praktisch lehrte, und um dieselbe Zeitauch über die Geschichte der alten und neuen KunstVorlesungen hielt. Oeffenrl. lJachr.
prasch (Johann), geb. zu Augsburg i 544 -lernte daselbst die Goldschmiedekunst, starb aberschon 1667. Seifferr's Srammras. gelehrt.Leure Th. II. Die seiner Familie den. 5.
* — — oder Brasch (Magnus), letzterersoll der richtigere Name seyn. Im Lex. erscheinter unter dem Art. seines Vaters und Lehrers w.I Brasch's. Derselbe war geb. zu Nürnberg17Z1. und st. 1787. Um 1781. gab er eine vollständigeSammlung aller bekannten Hundegattungen illumi,nirt ans Licht Dann malte er auch Schlachten- undholländische Gattungsbilder. Mensel l- II. (Ikrc.
praslin (Herzog von). Denselben zähltGaulr de tAr. Germam (trois 8ieeles de laUeinture en krsnce p. 32».) unter die französi-schen Kunstliebhaber des XVIII. Jahr. welche Ge-mäldesammlungen besaßen.
prata (Ranunzius), ein mailandischer Ma-ler, arbeitete zu Pavia um 16ZH. mit Ruhm.
II. 455.
* praro (Franz del), erst Goldschmied undKünstler in eingelegter Arbeit, dann späterhinnoch Maler und Schüler von Fr. von Salviaki.Da er ein guter Zeichner war, gelang es ihm bald,Stafeleybilder zu liefern, von welchen vasari einenLimbus, und die Schlangenplage sehr schön nennt.Nicht unwahrscheinlich, daß Einiges, was heutzu Tage seinen Meister zugeschrieben wird, pra-ro's Arbeit ist. Lausr I. 184.
prarrent( ). So nennt der einzige Ba-san (Ld. sec.) einen Stecher und Kupferstichhänd-ler zu London , von dem man einige mit 1787. dartirte Blatter in punktirter Manier kenne.
praun (Johanna Sabina), eine Wachspous-sirerin zu Nürnberg (zu welcher Zeit?), da unssolche nämlich einzig durch ihr Bildniß bekannt ist.
— — (Paul), Kaufmann von Nürnberg , eingroßer Liebhaber und Kenner der Alterthümer undschönen Künste; sammelte ein berühmtes Cabinelwelches als ein Fidei-Commiß noch heut zu Tagein seinem Vaterland gezeigt wird, und starb zuBologna 1616. 68. I. alt.
* Praxiteles. »Derselbe", heißt es beyplinius) „war in Marmorarbciten am glücklichste»,und also auch durch diese am berühmtesten. In-dessen hat er auch in Erzt sehr schöne Werke ge-liefert; wie z. B. den Raub der Proserpina, Ce-res die ihre Tochter zurückführt, einen Bacchus;die durch einen Satyr personificirte Wollust, vonden Griechen cathexochin peribonros (der Be-rühmte) genannt; eine Venus, die zu Rom imTempel der Fortuna stand, und in einem Brandunterging; die Kranzeflechterin. Dann wiederein unsauberes altes Weib, und einen Sklavender Wein trägt; die Tyrannenmörder Harmodiusund Aristogiron, welche Terxes den Atheniensem