nk8 Price.
price (Georg). So heißt bey Fiorillo V.< 55 . ein vielleicht noch lebender Juwelier zuLondon , der zugleich ein vortreflicher Steinschnei-der seyn soll. Von ihm kennt man Cameen mitden Bildnissen von Nelson, Pitt und Fox, wel-che mit ro. Guineen bezahlt wurden.
— — (Josuah'l, Bruder des nachfolgendenwilbelm price's des altern, Künstler in glei-cher Gattung, restaurirke mir Erfolg die Glas-malercyen zu Qeens College, die von Abrahamde Linge herrühren, und durch die Puritanerzerstört wurden (r/i 5 .). Sein eigenes Haupt-werk aber ist ein Fenster mit den Vorstellungender Apostel und Propheten, Grau in Grau, inder Kapelle der H. Magdalena. Fiorillo V. 291.
* — — (W.), hieß Wilhelm, der alrere,der beßte Zögling und Nachfolger des Glasma-lers Heinrich Giles, machte sich zuerst durch sei-ne schon im Lex. bemerkte Geburt bekannt. Vor-nehmlich aber verfertigte er (1702.) den Lebens-lauf Christi in sechs Feldern zu Rerton, die in-dessen viel von ihrer Schönheit und Wirkungverlieren, weil er sie mit einem Rande von gel-bem, blendendem Glas umgeben hat. Für dieseArbeit erhielt er 260. Df. St. Nach Walpole (S.i 58 .) st. er 1722. Fiorillo V. 290 — 91.
— — (Wilhelm), der jüngere (st. 1765.),ebenfalls Glasmaler, erhielt den Auftrag, dieBilder dieser Gattung in der Westminster-Abteyzu rcstauriren. Das Parlament belohnte ihn fürdiese Arbeit, die er in den I. 1722 — 55 . been-digte. Für die Kapelle zu Winton - College ver-fertigte er ein Fenster mit der Genealogie desWcltheilandes, und für Qeen's - Maudlin- undNew- College zu Oxford einige andre biblischeGegenstände, und zwar nach Zeichnungen vonRubens und dessen Schülern, die er sich ausFlandern kommen ließ. Für den Bischof Bensonmalte er eine Auferstehung, die man in einemFenster von dessen Privatkapclle im Pallast vonGloucester bewundert; und für H. Conyers zuCopthall bey Epting restaurirke er (1758.) eineKreuzigung schon unter Heinrich Vll. gemalt, inwelcher sich die Bildnisse dieses Königes undseiner Gemahlin befanden, und erhielt dafür -joo.Guineen. Außerdem entwarf er viele Zeichnun-gen zu muftvischen Fußboden, von denen einigezu Strawberry-Hill gewiesen werden, welche vielGeist und Geschmack verrathen. Die FamilieHerbert, im Costüm des mittlern Zeitalters, ineinem Cabinct zu Wilton, ist ebenfalls von sei-ner Hand. Fiorillo V. 292. Da/ian?«,/ II. 202— 5 . Schwerlich ist dieser Künstler (einigerAehnlichkeit ungeachtet) der nämliche mit einemdritten
— — (Wilhelm), Glasermeister zu Paris
(st. 1668.'» von dem es bey le vieil 1. K. 17.heißt: „Derselbe erwarb sich, ohne einige Kennt-niß der Glasmalerey, eine ausnehmende Ge-schicklichkeit in Ausbesserung schadhafter Fenster,wovon er an der großen Rose des dasigen erz-bischvflichen Pallastes, und an den Fenstern derH. Kapelle rühmliche Proben zeigte".
prieImair (Wolfgang). So heißt, in einerunsrer Handschriften, ein um i 58 o. zu München blühender Glasmaler.
prier (C- D). Unter diesem Namen, mitder Jahrzahl 1659. findet man ein Gemäld inOelfarbe, welches Gold- und Silber-Geschirr,«inen Todtenkopf, Bücher, Teppich, Blumen u.s. w. vorstellt. Er besaß eine besondere Starke,aufgeschlagene alte gedruckte Bücher bis zumBetrug mit seinem geschickten Pinsel darzustellen.Mensel Miscell XVU. 209.
prießiittz (Johann Samuel). So heißtim Florirenden Leipzig ohne Weiteres einMaler daselbst um 1740.
Primaticcio.
* Priester (I. Jacob). Von ihm kenntman, neben Anderm, ein Bildniß König CarlXll. von Schweden : 8 i veus et guo kats etc.und dasjenige des Goldschmieds, Georg Loren;Gaap's.
priero (Maria de Loreto), eine spanischeKünstlerin der neuesten Zeit, Tochter des Nach-folgenden, und vielleicht Schülerin von D. Lud»wig Fernande;, hatte außerordentliche Talentezur Malerey und Kupferstfcherkunst, starb aberin jugendlichem Alter. Fiorillo IV. 4 ".
— — (D. Thomas Franz), Vater der Obi-gen, heißt I. c. ein braver Künstler, der bey CarlIII. in großem Ansehn stand, und von ihm dieAufsicht über alle Münzen im ganzen Reich, mitdem Befehl, die Stempel u. s. f. zu verbessern,bekam. Ohne Zweifel der nämliche, der in derSamml. her. Medaill. N°. 498. ohne Tauf-namen als wirklicher Stempelschneider erscheint,und von welchem dort eine Schaumünze mit denBildnissen Ludwigs von Velasque; und VinzenzGonzales von 1763. datirt, angeführt wird.
* prieur (Adrian le). Nach ihm haben Cl.Drevet das Bildniß von P. Calvariac, P. Dre-vet dasjenige des Staatsministers C. le Blanc,und Cl. du Flos eins des Kriegscontrolleurs L.Bazin gestochen.
* — — (Barthelemy). Von ihm ist nichtnur die schöne, mit Sorgfalt, Wahrheit undFeinheit gebildete schon im Lex. genannte Sta-tue der Maria Barbarinn de Cany, erster Ge-mahlin des Kanzlers de Thou, welche an dessenGrabmal zu St. Andre des Ares stand, und sichjetzt im Museum der französischen Monumentezu Paris befindet, sondern auch das metallneBasrelief an diesem Monumente, das die Ge-schichte vorstellt, die auf ein Buch schreibt: jsco-di ^ußusti (sliuani kistorisrum sui temporls
I. . OXXXVIII. Eine Abbildung davon s. inLandons Annal. XVl. 101 — 10Z.
— — ( ). So heißt auch im ^lma-
nacü 6es keaux-/srts 1802. ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebender Baumeister. Ob esderselbe Künstler, oder ein andrer dieses Namenssey, von welchem es in den Xouvelles «los
II. 174. heißt, daß er in 1778. zu Rom diebeyden prächtigen Leuchter gezeichnet habe, wel-che Papst Leo X . nach der Angabe von Raphaelund Michel Angelo, von B. Cellini in Maßiv-Gold ciseliren ließ, und nach welchen in 1802.zu Paris vier Blätter von C- Normand gectzt,und von I. B. kucien in punktirter Manier aus-geführt, erschienen waren, ist uns unbekannt.
* primaticcio (Franz), in Frankreich bis-weilen , wegen der ihm verliehenen Abtey St.Martin zu Troyes , St. Martin von Bologna,auch bloß il Bologna genannt. In früher Ju-gend hatte er der yandelschaft für die Kunst Ab-schied gegeben. Von Jnnocenz da Jmmola würd«er im Zeichnen, von Bagnacovallo im Colorit un-terrichtet. Alsdann zog der Ruf von Julio Ro-mans ihn nach Mantua . Unter ihm wurde er einmachinoser Maler und Componiste, und ein Ver-zicrer in Holz und Stucco in solch grandiosemCharakter, daß nur eine große Residenz der wür-dige Schauplatz solcher Talente war. Nach sechs-jährigem Studium bey Pipi, als dieser von Franz I. nach Frankreich berufen wurde, sandte sein Lehrerihn, statt seiner dahin; und obgleich Rosso sichschon ein Jahr früher dort befand und Vieles undGutes daselbst gearbeitet hatte, so heißt es doch vondem Unsrigen bey vasaci: „Daß er der Erstewar, der Stuccalur in Frankreich verfertigt, undeben so, daß die ersten dortigen bedeutenden inFresco's sein Werk seyen". Auch trug die AbteySt. Martin, welche ihm der König verliehen,jährlich die für diese Zeit ungeheure Summe von8000. Scudi ein, da Rosso hingegen bloß ein