Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1189
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Quewellerie.

des Schlosses Feriiey (3 Bl.) »ach SeguysZeichnung. Ferner mancherley Kleinigkeiten nachCochin , Eisen, Gravelot, Marillicr u. s. f. Hin-wieder nach ihm: Die Jahrszeiten von Früs-sötte; das Urtheil Paris , und das gefährlicheModell, von Pakas; andres von Davere, Lon-gucil, kouise Martinct u. s. f. Rost VIII. 283.u. Dieser Künstler lebte noch 1808. und

gab damals 24. kleine Bl. nach eigener Zeich-nung zu einem Telemach.

Eluervellerie (Wilhelm von). So nenntder Katalog von Brandes einen uns sonst ganzunbekannten Künstler, der um i 655 . mehrere Fol-gen von 6 8 Bl. in 12°. Goldschmied - undJuwelier-Arbeiten, gestochen habe.

Dueylar, s. Oueilar.

* (Quilinar ( ). Sein Bild zu Schleis-

heim, auf Leinwand, hat n" Breite zu 3 ^9" Hohe. Auch wir haben von diesem Künstlernichts Näheres als das Lex. von diesem Künst-ler erfahren.

* D.uillard oder Oluillart (Peter An-ton), geb. zu Paris 1711. Rost VIII. 146.Schon in seinem Eilften zeichnete er so gut, daßder Kardinal von Fleury für ihn von dem Kö-nige ein Jahrgeld von 200. Livr. erhielt. Dannmachte er Bekanntschaft mit dem Arzte Merveil-lcux, einem Schwerer, der eine Naturgeschichtevon Portugal schreiben wollte, und ihn dahinmit sich nahm, um für ihn Pflanzen u. a. zuzeichnen. Hier erhielt er abermals so viel Bey-fall, daß ihm der Hof ein monatliches Gehaltvon 80. Piastern verlieh, cke /ontenai.

Eluillau ( ), ein französischer Kunstver-

verleger, wie wir denken des XVIII. Jahrhun-derts. Mit seinem exc. findet man neben An-drem: kecueil sie tcrus les Costumes «lesOrclres rell^ieux et militaires.

O.u liier ie (Natalis). Derselbe war Pro-fessor adjunctus der Akademie. Seine Arbeit inden Tuillericn, deren das Lex. erwähnt, bestandin einem Kabinet des obern Apartements diesesPallastes. 6an/t lle §t. trermmn les trois 8iec-les üe la keinture en krance p. rx 5 .

Cku > n ( ), ein Kupferstecher neuerer Zeit.

S- oben Heideloff.

-( ). So heißt auch im ^Imanaoh äes

Keaux-Hrts r 8 o 3 . ein damals zu Paris lebenderBaumeister, der die Stelle eines Verlsteateurses bätimens clvlls bekleidete.

Ekulncy, s. oben «Quatremere.

Quineau (I.). So heißt irgendwo einZeichner und Kupferstecher, der um 170b. zuAmsterdam gearbeitet habe.

O.ulner ( ), ein französischer Kunstverle-

ger des XVI. Jahrhunderts. Mit seinem exc.bezeichnet, findet man, neben Andern,, das Dild-njß des Kunsttischlers A. Billaut.

D.uinerus (Egidius). So nennt der Wink-lersche Katalog einen flamändischen Maler undZeichner, dessen Lcbensumstande unbekannt seyen,nnd nach welchem Ph. Galle die vier Jahrhun-derte dargestellt habe, wovon jedes durch eineAnzahl Menschen charakterisier werde, die sichauf einem landschaftlichen Grunde beschäftigen.

* Ulttkhard (Johann Moritz ). SeineSammlung von Malereyen, Zeichnungen undKupferstichen ward 1770. in Amsterdam verkauft.Die Galerie von Salzthalum besaß von ihmdas kleine Bild einer Fischverkäuferin. Gestochennach ihm haben I. I. Hayd, I. Houbracken (be-sonders) und P. Tanje Bildnisse, von welchen«in Verzeichniß meines scl. Vaters an die 3 o.meistens Aerzte anführt. Er selbst etzte auch

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sein eigenes Bildniß. Im Katalog von Bran-des heißen sein und Tanjö's vereinte Bildnisse,mit ihren Kunst-Attributen, von dem erstem ge-malt und von dem zweyten gestochen ein schönesBlatt, und im Katalog von Winkler eben sodas Bildniß des berühmten Apothekers und Na-turforschers Albert Seba's von Houbraken. Lauf.s. v. //or-brake».

* Cluinkhard (Julius). So heißt derKatalog von Mmkler einen um die Mitte desXVIII. Jahrh, blühenden holländischen Kupfer-etzer, von welchem dort mehrere Blatter, wiez. B. eine Bäuerin, die einen Fisch aus einemFäßchen nimmt (17H6.), nach G. Metzu banndas unvollendete Bildniß eines holländischenMädchens im Hut, und endlich dreyerley Varia-tionen, desjenigen eines Mannes, der seineTabakspfeife über einer Glutpfanne anzündenwill, angeführt werden. Ob er wohl gar mitdem Johann Moritz des Lex. derselbe seynmöchte? Wir denken es doch kaum.

Lluinrana ( )." So nennt Fiorillo IV.

338 einen spanischen Maler gegen Ende desXVII. Jahrhunderts, der sich zu Banja auf-hielt, und dessen Bilder im Kreuzgange des H.Franciscus schön colorirt seyn sollen.

iQuinrer (H. C.). Von einem uns sonstganz unbekannten Schwarzkunststecher dieses Na,mens führt He in ecke (Nachr. II. 385 .) eineJudith nach Raphael an, die mit: RLinä Öum-ter bezeichnet sey.

* «Quintilltts. Der Stein (ein Beryll),dessen das Lex. gedenkt, befand sich einst im Be-sitze der Prinzessin von Piombino , geborner Lusdovisi zu Rom . Lipperr, in seinem dritten Tau-send, kennt noch einen Merkur von ihm. cie

* Eluintr'nus ( ), ein Kunstgießer zu

Antwerpen , soll den großen Medaillon auf D.Erasmus verfertigt haben. Ganz vermuthlichaber ist dieser Eluinrinus der bloße Taufnamevon CL. Meßis. Sammlung berühmterMedailleurs N°. i 5 i.

* V.uinrus. Das Fragment eines Sardo-nix von ihm, dessen das Lex. unter dem Art.seines Vaters Alexander Erwähnung thut, be-fand sich sich einst im Kabinet des Ritters V«t-tori zu Rom. üe Murr.

Suipp ( ). So heißt irgendwo, in dem

Verzeichnisse eines Kunstkabiuets, ganz ohne Wei-teres, ein Viehmaler.

Eluirico (Johann). So nennt Lanzi II.2. 35 1. einen alten Maler von Tvrtona, vonwelchem sich im Spilhale zu Vigevano ein voni 5 o 5 . datirtes Bild auf Goldgrund befinden soll.

Lluiros (Don Loren;'r, geb. 1717. in Villade los Santos in Extremadura , lernte die An-fangsgründe der Malerey von einem unbekann-ten Meister zu Bajadoz, bildete sich aber in derSchule des D. Bernardo German Llorente inSevilla vollends zu einem vortreflichen Künstleraus. In 1756. kam er nach Madrid , verbessertenoch seine Zeichnung, und gewann einige Preise.Da er mit Del - und Leimfarbe wohl umzugehenwußte, so mußte er die Triumphbogen malen,welche man zum Empfang Carl III. errichtete.Dieser Künstler hatte einen seltsamen Charakter,und verschmähte, aus Liebe zur Freyheit, denSchuh des Corredo und Mengs, der ihm sehrVortheilhaft werden konnte. Er st. 1789. zuSevilla . Unter seinen zahlreichen Werken an öf-fentlichen Orten zu Madrid ist ein großes Bildim dortigen Pantheon mit St. Joseph Calasanz,welcher der Mutter Gottes das Kind Jesusübergiebt, das vorzüglichste. Ein anderes findetsich in der Akademie Sän Fernando, welches den