ng4 Radig.
ohn« Weiteres, ein Künstler, der um 1784. aufder Akademie zu Casiel studirt habe und vielleicht«in Nachkömmling der Obigen ist.
Radig ( ). So heißt bey Fiorillo (K.
G. II. 71.) ein Künstler in Rußland / der in 1794.zum Akademierath erwählt wurde/ und überschwer«tich ein Anderer, als der nachfolgende Radiguesseyn dürfte.
* Radigues (Anwn), geb. zuRheims 1719.Zu Petersburg befand er sich um 1771. und 1780.noch, und war Mitglied der dortigen Akademie.Von seinen Bildnissen kennt man z. B. diejenigender Kaiserin Catherina II. nach Erichsen; desFürsten (Admirals) Michael von Gallizin, nachAraunoff (ein vortrefliches Blatt); des Fürsten (Marschalls) Alexanders von Gallizin, und derFürstin Daria von Gallizin, diese beyden nachRoslin ; des Prinzen Alexander Kurakin nach Rosslin (meisterhaft); des Prinzen Boris Kurakin nachRocotof; der Prinzessin Hel. Steph. Kurakin, geb.Apraxin, nach Rotari Rost VIII. 178 FiorilloR S. II. ^rr. Noch werden von ihm ange-führt: ?rose88icm äs älaäame äs la Cka88Säs 8t. 6enevieve 1709. und: ?roce88ic»n äsI^Isäame äs la ?088S st lVIirssle äs la psroi 88 Säs 8 t. NsrZuerithe 1725. wahrscheinlich für irgendein historisches Werk. Schwerlich ist es noch eben-derselbe , sondern etwa sein Sohn, welcher noch1804. im St. Petersburger -Hofkalender als dor-tiger akademischer Rath der Kupferstccherkunst er-scheint.
Radius (I. D ), ein uns sonst ganz unbe-kannter Maler aus der ersten Hälfte des XVlll.Jahrh., nach welchem I. M-Bernigeroth (1768.)das Bildnik des Fürstl. Brandend. Culmbach.Geheimden Raths, Amtshaupkmanns zu Baurcuthu. s. f. A. C. S. de Beckendorf, gestochen hat.
Radnor (der Lord ), ein englischer Kunstlieb-haber des XVIII. Jahrhunderts. Auf seinemSchlosse zu Longford-Castle sah man z. B. einBildniß des Erasmus von Holdem, welches eraus der Sammlung des Doktors Mead in 1754.um 110. Livr. Sterling gekauft hatte. Dallanmi,II. 214.
Rados (Ludwig). So heißt in öffentlichenNachrichten ein Kupferstecher, gebürtig von Par-ma, der in 1809. zu Mailand ein Bildniß desHerrn Vicekönigs nach Jacob, und 1810 einzweytes nach Boflo, und von Prud'hon über-tuscht, geliefert habe.
Rade (Anton). So heißt hin und wieder,durch Druckfehler, der oben angeführte KünstlerRadi.
Raedlmayr (Franz Xaverius) von Regen-spurg, ohne Aerme geboren, konnte aber mit denFüßen mit vieler Geschicklichkeit zeichnen, schrei-ben und andere Arbeiten verrichten. In 1781.ließ er sich zu Zürich öffentlich sehen. Neuereshaben wir nichts von ihm vernommen. Sein Bild-niß, von einem Ungenannten geetzt, ist äußerstselten. S. unten auch Roedelmayer.
Raehmel (Achatius Gottlieb), ein geschick-ter Bildnißmaler, geb. zu Berlin 1732. lernte beyRosina Lisieuwsky- hielt sich einige Zeit zu Prag (um 1770. vielleicht zu Leipzig ) auf; dann setzteer sich zu Wien (dort befand er sich noch 1780)und endlich zu Preßbürg. Nicolai Reisen(IV. 5 i 8 ) und Mensel (N- K. L.) der ihn 1809.noch unter die Lebenden zählt. Nach ihm gesto-chen von I- D. Sysang zu Leipzig kennt mandas Bildniß des dortigen Gotesgelehrten, I. F.Frisch/ und von Barsch in Dresden dasjenige des1806. verstörbenen Ritters C. H. von Seibt, Leh-rers der Schönen Wissenschaften und der Moralzu Prag .
Raenscher ( ), ein Maler, wird, ganz
»hnr Weiteres, von Daurv S. i 3 i. angeführt.
Nager.
* Raen; oder Ren; (Joh. David und Joh.Lorenz Wilhelm). Ren; dürfte vielleicht der rich-gere Name seyn. Joh. Loren; Wilhelm reiste17(19. nach Italien , und st. »777- zu Berlin .
In dem offenen Tempel zu Ganssoucy stehen vonihnen die sitzende Statüe der Frau Markgräfin von Baireuth, Schwester Friedrich des Großen,den Kopf auf die linke Hand stützend, in derRechten ein Buch und ein Maltheserhündchenunter dem Arm, die Stellung sehr edel und un-gezwungen (nur Schade, daß sich in dem Blockeinige Adern fanden); dann in dem Unterumfangedes Grottensaals 16. Kinder in Haupkrelief; Allesaus carrarischem Marmor, „mit vieler Kunst undGeschmack gearbeitet", sagt M. GesterceichS. 5 der Beschreibung, und S. 5 o. u. 53 . derBeschr. und Erklärung. Endlich sieht man aufdem Wilhelmsplatzc zu Berlin die von diesen beyssen beyden Brudern (1773—76.) v-rferligte Sta-tüe des in 1758. bey Mols gebliebenen General,Lieutenants von Winterfell) in römischem Kostüm,dabey aber auf dem Haupt eine steife Perüke,und auf dem Mantel der Stern des PreußischenAdlcrordens; das Ganze überhaupt plump undohne alle Grazie S die Zeitschrift: ksrlln I.( 3 .) 247. und Täb. Morgenbl. 181,7 S. 927.wo dieses Bild ebenfalls ein vollendetes Musterdes schlechten Geschmackes heißt, „das man,um dem dargestellten Helden einen Beweis vonNationalachtung zu geben, zertrümmern sollte."
* — — s. auch Ren;.
Raespell vd Raspelt (Hans) ward 1672.in Berlin vom Kurfürsten Johann Georg zumBaumeister auf acht Jahre angenommen. In bermeldtem Jahre baute er am Schlosse zu Köpenik,und ward auch beym Festungsbauc zu Küstrin ge-braucht. rJicolai.
— — (Martin), Hansens Bruder, baute,nach Graf Lynars Angabe, i 58 o de» Stall unterdem alten Zeughause zu Berlin . zJicolai.
Raeven (Servantius). So nennt HeineckeII. 426. einen uns sonst ganz unbekannten Künst,ler, der eine Madonna mit dem Kinde und Et.Johann aus der Florentinischen Galerie nach Rasphael, »aber nicht zum Beßten", gestochen habe.
* Ra ffa elIi (Franz). Nach Sacchi's Bilde
in der Kapuzincrkirche zu Rom hat derselbe dieAuferweckung eines Todten durch Sanct Anton von Padua , und nach Maratti, in der Kirche St.Croce di Gicrusalemme ebendaselbst, einen St. Anton den Abt zu den Füßen Jnnocenz II. ge-stochen. Dann nach eigener Zeichnung
eben diesen Papst auf dem Thron, vor ihm St.Bernard u. a.
— — oder Raffaele (Jacob), ein neuergeschickter Musivarbeiter zu Mailand , dessen Werk,siätte der König und die Königin von Bayern ,wahrend ihrem Aufenthalte zu Mailand in 1807.mit ihrem Besuche beehrten. Geffentl. tAachr.E. auch den gleich ff. Art.
— — — (Philipp) , ein römischer Bild-hauer, trug bey dem mailändischen Concurse von1808. den Preiß davon mit einem Modelle in Re-lief, dessen Jnnhalt uns unbekannt ist. Geffenrl.rJachr. Ob er etwa mit dem Obigen seines Ge-schlechts Eine Person seyn dürfte?
« Raffaellino. Diesen Beynamen trugenauch Raphael deÜa LoUe und Raphael del Garbo.
Raffaello (Pater), Kapuzinerordens, einitalienischer Geschichtsmaler, lebte um i 8 o 3 . undnoch 1810. in Rom , wo sich von ihm verschie-dene öffentliche Arbeiten finden. Meus. Arch.II. 1. 127. anr Kam r-on 1810.
Rager (Johann), ein Goldschmied von Bah-rtuch, der sich (das Einzige, was wir von ihmwissen) 1679. verheyrarheke S. Srammregisterderer Dimpfel (Regensburg ) i/56 Fot. S. i3.