Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1203
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R a m e n g h j.

Namis. iroz

FiorlUs I. s. II. 464 - 65 . der noch von unserm Rar»nenghi bemerkt, daß eine Menge Künstler nachBologna kamen, welche ihn zu ihrem Meisterwähl-ren. In Deutschland besitzt von ihm, unsers Wis-sens, einzig die Gallerie zu Dresden eine Ma,Donna in der Glorie, unten St. Peter, St. Paul,St. Dominik und St. Anton in lebensgroßen Fi-gurrn. Das im Lex. bemerkte, von Aug. Car<racci nach ihm gestochene Blatt ist eine H. Fa-milie mit St. Catherina belle Ruote, von 1676.dakirt. 6a»cie/ü«i.

* Ramenghr (Bartholomä), der jöngexs,Sohn des ältern Scipio, Neffe und Schüler desältern Barrbolsme, dessen im Lex. unter demArt. dieses letztem Erwähnung geschieht. Lanzill. 2. 61. nennt ihn einen Gefährten von I. B.Cremonini, und zahlt ihn unter die geschicktenOrnaristen seiner Zeit.

* (Joh. Baptist»), Sohn des älternBarrbolsme, blühete schon in i 6 i 5 . Von seinenArbeiten in Bologna urtheilt auch Lanzi II. 2. 41.unmaaßgeblich, daß solche mehr von dem Ge-schmacksverfall seiner Zeit, als von der Kunstseines Vaters zeugen. Gestochen nach ihm habenA. Carracci eine H. Familie mit St. Catherina,und für's Kabinet Crozat, nach seiner Zeichnung,N. le Sueur St. Paul mit zwey weiblichen Heiligen.

(Scipio), der ältere, Bruder Joh.Baptist'«, den das Lex. nicht kennt, wird vonFioriUo II. 465 . nur ganz kurz als Maler genannt.

der jüngere, Sohn vonJoh. Banst. Von ihm heißt es bey Lanziil. 2. 6i. gerade was von Barrbolsme, demjüngern. *)

Ranrey ( ). So heißt im ^Imsnack «ies

Lesux-^rts i 8 o 3 . ein damals zu Paris lebenderBildhauer, von welchem dort ei» Solo» und eineSappho angeführt werden. Eine Beschreibungund Abbildung der letztem (halb lebensgroße Fi-gur) im Umrisse findet sich in Lands n's Annal.I. 242. wo davon geurtheilt wird:Die Figur(sitzend, den eine» Arm auf die Lyra gestützt, inder andern Hand hält sie einen Brief an ihrenPhaon) ist vortreflich ausgearbeitet; die Stellunggut und angenehm, obgleich auf den ersten An-blick etwas gezwungen scheinend; der auf dieLeyer gelehnre Arm, nebst der Hand, sehr gut ge-zeichnet, minder der andere; die Deine dürftenetwas länger gehalten seyn. Ein Modell davonin Terra cvtta besaß der Medailleur-Münzdirektorla Coste zu Paris . Noch ein drittes Werk vonihm (Scipio, der Afrikaner, der in der einenHand einen Schlachtenplan hält und auf den Ruinvon Carthago sinnt; eine 5 * 9" hohe Statue imEikungssaale des Gesetzgebenden Corps), s. manebenfalls bey Lands» l. c. VIII. 55 56 . abge-bildet und beschrieben, wo es davon heißt: Die-selbe sey in edler und einfacher Stellung gut ge-arbeitet. Ueberhaupt wurde er um i8vZ. u. 4 >zu den beßten unter den jungen Künstlern seinerGattung gezählt. Auf dem jüngsten Pariser-Salondes I. 1810. sah man von ihm die Bildsäule desH. Dicekonigs von Italien , nach Auftrag der Re-gierung in Marmor ausgeführt.

Ramge (Franz Hermann) wurde im I. -755.

bey einer vorhabenden neuen Einrichtung der Fürstl.Münze zu Fulda als ein geschickter Münzmeisterzu diesem Amte in Vorschlag gebracht. Hirschdeutsches Münzarchiv VIII. 90.

Ramge ( ), f. unten Range.

Ramilli ( ), ein unS sonst ganz unbe-

kannter römischer Geistlicher, von welchem rS beyDallarvay II. i 83 . heißt, er habe die Mignatur-Bildniffe von Jul. Clovio in verschiedenen in derVatikana befindlichen Handschriften ritoccirt.

* Ramirsz (Andreas). LiorMo IV. 90.nennt ihn einen tüchtigen spanischen Miniaturma-ler, der gegen End des XVI, Jahrh, zu Sevilla blühet«, und mit dem Andreas Ramirez, dendas Lex. im Art. I. G. de Mora als Baumei-ster anführt, noch kaum derselbe seyn kann.

(Christobal), der ältere. Dieser, einZeitgenosse von Andreas, aus Valenzia gebürtig,arbeitete in derselben Kunst, und verzierte damit,neben Anderm, die Chorbücher des Klosters St.Lorenzo im Eskurial. l. c.

der jüngere. Fiorillo l. 0.270. nennt ihn kurz einen gegen End des XVII.Jahrh, zu Sevilla blühenden treflichen Zeichner.

(HieroNymus). Und diesen I. c. einenum dieselbe Zeit ebendaselbst blühenden geschicktenMaler, der seine Bildung dem Roelas verdankte.Eine Arbeit, die ihm Ehre mache, finde sich inder dortigen Kirche de la Sangre.

(Johann). So nennt ebenfalls Fio«rills >. c. 73. einen alten spanischen Künstler, derin - 536 . gemeinschaftlich mit einem andern Mei-ster, perer genannt, die Orgel in der Kachedralrkirche zu Sevilla mit Gemälden zierte, und ebenso noch andere Werke mit ihm ausführte.

* (Don Joseph), nach Fisrillo I. c.334 . geb. 1624. und gest. 1692) Ein Meisterstückvon ihm soll die H. Jungfrau mit dem Kinde imBethause von St. Philippo Neri zu Valenzia seyn.Er war zugleich Doktor der Theologie und schriebden Lebenslauf des eben gedachten Heiligen, mikeiner Zueignung an Jnnocenz XI.

(Peter). So nennt Fiorills l. c. 270.kurz einen spanischen Maler von Sevilla , der zuden ersten Mitgliedern der dort in -66s. gestifte-ten Akademie gehörte.

(Philipp). So endlich hieß nach Eben-dems. I. c. wieder ein Maler von Sevilla , derebenfalls gegen End des XVII. Jahrh, sich inBambocciaden, Stilleben, und selbst in Geschich-ten gezeigt habe. **)

RaMr's (Johann). In: Lk.

Deliciös kloroe et kaunre Insubricoe (Dicini exl^po^rsphia et Imp. blonssterii 8. 8sl-

vatoris 178688. 3 . Th. gr. Fol.) findet man vondiesem (folgenden Arbeiten nach zu urtheilen sehrmittelmäßigen) Kupferstecher, das allegorische Ti-telkupfer nebst Vignetten bezeichnet: Zosepk k«--äericus Lbiesa inv. AoM» Kam» iticm.poßr. st. Nonsst. 8. sslvst. stspiee se. unddann die vielen naturhistorischen Kupfer nach denZeichnungen verschiedener Meister, sowohl von

») Die Filiation der Ramenghi ist somit folgen-«:

-. Darthslom^, der ältere.

2. 3 Joh. Baptist», und Scipio, der altere, seine Sohne.

4. Scipio, der jüngere, Sohn von Joh. Baptist.

5. Lartholom«, der jüngere, Sohn von Scipio dem altern.

«!') Eine Filiation der Künstler dieser Familie findet sich nirgends. Hier nur die chronologische Äeihung derselbe».>. Johann, lebte >536.

2. Z. Andrea» und Christobal, der ältere, gegen End des XVI. Jahrh.

4. Don Joseph, lebte 162 z92.

7^8^ Christobal, der jüngere, Hteronymu» und Philipp, gegen End des XVII. Jahrhunderts.Damals scheint dieser spanische Künstlerstamm erloschen in sepa . ^ . ..

Das Ler. kennt einzig den Don Joseph und seinen Andreas, den Baumeister, der um ,6r». nebst An-dern , Riffe für die Baute der Jesuiterkircht und Kloster tu Aleala verfertigt hatte.