Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1206
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1'/o6 Ran er.

des Staatsraths N. Desmareks nach Mignard;der Künstler Lanfranco, du Quesnoy und Zam-pieri, zu den frühesten, im größer» Maaßstabe,von Odicuvre's Verlag u. s f. Bisweilen erscheinter auch als Zeichner. So hakte z. B. nach ihm,wahrscheinlich für das schon genannte historischeWerk, I. Colin die Schlacht bey Cerignola (i 6 o 3 .)gestochen. Er scheint bis gegen die Mitte desXVIII- Jahrh, gelebt zu haben.

Ran er (Daniel). Don diesem sonst unbekann-ten Maler befand sich einst in Schleisheim einBild, welches einen alten Mann bey einer Katzevorstellte (-? Z" hoch, V 11" breit), mit demMonogramm eines k. in einem I).

Range (H. oder A.), zu Göttingen um 1^89.Nach seiner Zeichnung kennt man zwey Blattervon Fischer (und zwar, betreffend den Anfangs-buchstaben von Range's Vornamen, in undeut-lichen Schriftzügen) geetzt, in: Großen« Ma-gazin für die Naturgeschichte des Menschen.Ob er mit dem folgenden Casseler-Maler EinePerson sey, oder sonst in Verbindung stehe, istuns unbekannt.

( ) ein Maler zu Ende des X VIII.

Jahrhunderts. In dem Schlosse Wilhelmshöhebey Casscl (worin er auch Zimmer mit Arabeskenausgemalt hak) werden vier Schildereycn (Catu-mar, welcher Hermanns Sohn, Tcutomal, andem Grabe seines großen Vaters knieend trist; wiesich diese beyden vereinigen, Hermanns Tod zurächen; dann Adam und Eva bey dem gerodetenAbel; und Abraham, im Begriffe, den Jsaac zuopfern) von ihm gefunden. E. Oescription soVdibelmsböke (Dassel 1806. 8".) S. 11. U. 22. Dieser Künstler ist wahrscheinlich der näm-liche, welcher anderwerts, ganz ohne Weiteres,ein Bildnißmaler heißt, der um 1784. zu Casselgearbeitet habe.

s. oben auch Ramge.

* RaNlsch (August). Derselbe war von Dres-den gebürtig, und ein Sohn des nachfolgendenMclaus.

(Bartholome) zu Danzig ; wohl einSohn von August, und vermuthlich Baumeister.Folgendes, irgendwo angezeigtes Werk bringt unsauf diese Vermuthung: Grundrisse und Aus-züge aller Rirchengebaude der Stadt Danzig ,gezeichnet und herausgegeben von (lLL)1695. Fol. mit 41. Kupfern".

(Johann), ein Stahlschneider, vonwelchem Tenzel (Sächsisches Medailtenkabinetp. II. Dab. 94. X°. III. IV. V.) drey Medaillen(bezeichnet I. k) in Kupferstich giebt, die er zuEhren des Herzogs Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz und seiner Söhne in 1686. verfertigte.

(Niclaus), Edelstein - und Wappen-schneider zu Dresden , wobey er auch die Würdeeines Viertelsmeisters der Stadt bekleidete. Erst. 1640. 72. I. alt, und liegt in der Frauenkirchegedachter Stadt begraben. Don seinen dreySöhnen, die er hinterließ, war der eine Christian,geb. 1596. Johann Georg I. Hofharfenist, undeiner der berühmtesten Virtuosen seiner Zeit, trati6Zi. in schwedische Dienste und st. 16Z8. inStockholm . Der Andere, gleiches Namens, zogmit dem Vater nach Görlitz ; ob er aber die Kunstseines Vaters geerbt habe, ist uns unbekannt.Der Dritte war obiger August. Sachs. Rur.Lab. 1761. S. 242. und Michaelis Frauenk.S. 284 u. Zig.

(Sigmund). So heißt auch ein Künst-ler von Halberstadt , der, als man das FürstlicheSchloß zu Cöthen von 16961602. erbaute, die Ma-lereyen in demselben verfertigte. S. Leutz HausAnhalt rc. (Cöthen u. Dessau 1767. Fol.) S. 97s.

Rannequin, s. unten Rennequm.

Ra 0 u x.

Rauscher (Johann). So nennt der einzigeKatalog von LVinkler einen alten deutschen Zeich-ner und Kupferetzer in Hirschvogels Manier, dochnoch von feinerer Nadel und besseren Geschmacke;und führt dann von ihm 7. Landschaften in Queer-quartformat mit Häusern und Dörfern staffirt(darunter vier gebirgig«) an, wovon das erste mit:Fair. Ka^c/rer p. L. j. bezeichnet sey.

Rsnson ( ). So heißt irgendwo ein fran-

zösischer Blumen- undVerzicrungsmaler um 1770.nach welchem Berthault(?) geetzt habe. S. auchgleich unten Ranson.

* Ransonerre (Niclaus), geb. zu Paris 1760. Derselbe hat (1782.), neben Anderm, ver-schiedene mythologische Vorstellungen nach G. deSt. Aubin u. a. gestochen. Rost VIII. 3 Z 8 . Theilsdort, theils in einem Verzeichnisse meines sel. Va-ters werden noch von ihm genannt: Psyche undAmor nach Raphael; les ^inusemens Italiens nach Watteau ; ferner le peve, ^UeZorie surVoltaire, eben nach St. Aubin. Mehreres nacheigener Zeichnung: Klars et Venus; ie stivalseölldteur et I'Hmant ven^e (man sieht womiter, im Geist seiner Zeit, hauptsächlich umgieng).Dann freylich weiter: Xostraäamus Ie lils fairvoir a Klane äs kleäicis Ie 'frone äe llour-dons (wieweit wohl dies Fernglas gieng?); I'^r-rivöe äe fouis XVI. ä son Palais äe sustiee,und perspective äu nouvesu Palais Ko^al.Spärher (wie es sich gebührte!): Inaugurationäu Duste äe klarst. Ohne Zweifel ist dieserKünstler der nämliche V!- Ransonerre, der nochin neuern Tagen die Blätter zu Krafft's: Plans,Loupes et Llevations «les plus belles msisonsäe Paris lieferte, wovon 1802. das letzte Hefterschien; dann (180Z.) die Bildnisse der Dianavon Poitiers und Agnes Sorell, beyde nach LucasPenni (jedes zu 9. Fr.); und damals noch dieje-nigen zwey anderer berühmter Frauen (Eabrielle'sd'Estrees und der Herzogin de la Balliere) ankün-digte. //or-ueÄes ries II. 207. III. Z20.

Ransson ( ) wird im Almanach lies

Leaux-Hrts von 180Z. unter den damals zu Pa-ris lebenden Zeichnern genannt, und wohnte auxGobelins. Vielleicht ist er noch der oben ange-führte Ranson.

Ranzenbach (Vitus Jacob), Kunstdrechs-ler am Hauptzeughause; ferner Cristian Gott-fried Müller (vielleicht ein Sohn von Gott-fried M.), Hofdrechsier, und Joh. FriedrichSchumann (vielleicht ein Sohn von JohannGeorg S-), Hofsilberdreher sämtlich zu Dres-den , werden in dem Bursachs. Hof- und Sraars-kalender von 1767. genannt. Ranzenbach starb1788. zu Dresden 76. I. alt.

* Raon (Johann). Nach diesem Bildhauer

finden sich in der elenden Sammlung von Lho-massin N°. 90. 164. u. lös. die Flora von

Farnese, die Nacht und zwey Flußgottheiten.

Raoul ( ), französischer Goldschmied zur

Zeit König Philipp VI. von Valoris. Nach

Lauvi: pecbercbes bistorigues sur la Noblesselies citoz-ens bonores äe perpiAnari et <le Lar-eellone (8^. Paris 776.) II. 44. war er einer derersten Künstler in Frankreich , dem (1271.) die Ehrewiederfuhr, in des Adelsstand erhoben zu werden.

* Raoux (Johann). Derselbe war nicht,wie das Lex. sagt, Schüler von Johann Ranc,sondern von Ranc dem Vater, und dann BonBoulogne's , dessen schöne Manier, die Geschichtezu behandeln, er indessen nie zu erreichen gewußt.Sei» Aufnahmsstück für die Akademie war dieFabel des Pygmalion, wo die Richtigkeit Ver-zeichnung dem guten Farbenton und der Ordon-nanz eben nicht entspricht. Indessen hatte dieserKünstler wirklich bedeutende Theile der Kunst inne.Wenn" (sagt de Fonrenai)die Grazien (fragtsich nur welcherlei)?)den Pinsel eines Malers