R a t a b o li.
lebte nm die Mitte und letzte Hälfte des XVII.Jahrh, zu Leipzig , aus welcher Stadt oder ausdem unfern dabey gelegenen Städtchen Pegau ,wo ihre Familie früher vorkommt, sie vermuth-lich auch wohl gebürtig war. Nach ihr habenz. B. I. Dürr die Bildnisse der Theologen S.Lang und Hulsemann, und I. C Hoekner das-jenige von Ph. Müller IVI. bic. gestochen.
Rarabon ( ), SürintendentdesBatiments.
So heißt bey Gaulr de St. Germain, ohneWeiteres, ein französischer Kunstliebhaber desXVII. Jahrhunderts.
Rath (Henriette), Miniaturmalcrin, Tochtereines Uhrenhändlers von Genf , geb. daselbst 177 .konnte, vielleicht (heißt es in einer unserer Hand-schriften) aus Eifersucht auf ihre frühen Talentein ihrer Vaterstadt keinen Meister finden, und sahsich daher genöthigt nach Paxis zu gehen, wo siedas Glück hatte, Jsabey's Unterricht zu erhalten.In kleinern und großern Formen arbeitete sie dortinit dem glücklichsten Erfolge und wurde zu denvorzüglichsten Künstlerinnen ihrer Gattung gezahlt.Dennoch kehrte sie um i8o3. wieder nach Genf zurück. Dort lebte sie, unsers Wissens, noch1810. im Hause ihrer Eltern, von jedermann ge-liebt und geehrt; war (die einzige ihres Geschlechts)Mitglied der dasigen Gesellschaft der Künste, undwurde, da sie mit ihrer Kunst eine seltene Geistes-kultur verband, von den angesehensten und gebil-detsten Männern und Frauen sowohl für persön-lichen als schriftlichen Umgang gesucht. Fiorillo111.522. Verschiedene Emailbilder von ihr
sah man wieder auf dem jüngsten Pariser-Salon1810.
Rarhbone ( ). So heißt bey /iorillo
V. 82g. ein englischer Maler neuester Zeit, dersich bey dem Salon von 1804. nebst einigen An-dern , durch seine Landschaften nach der Natur inder Grafschaft Wales ausgezeichnet habe.
Rathes ). So hieß schon in Mensel'sjssiisc. VII. 6^. (somit um 1782.) und seither nochin seinem jJ. A. L- ein wahrscheinlich noch leben-der Landschaftszeichner bey dem Fürsten von Schön-eich zu Earolath in Schlesiens?), der unter Oesernzu Leipzig studirt und in Bachs Manier gearbeitethabe — der aber, wohl zuvcrläßig kein anderer,als der Christoph (Jache in den gegenwärtigenZusätzen ist.
Ratbgeber ( ), ein deutscher Bildhauer.
Von ihm befand sich eine weibliche Büste aufder Wcimarschen Kunstausstellung des I. 1804.Seit 1811. erscheint er als Hofbildhauer zu Gotha .
Rarbier ( ), gab, gemeinschaftlich mit
Baumer (». h. Beauuier, Sohn) seit einPaar Jahren ein gerühmtes Werk: kecueil 6e8llostume8 b'ranqai8 6epu>8 0Ic>vl8jusqu'ä I.oui8XV. clecUö ä 8. lVI. l'lmperatrics jc»8epkine,publie, c>688inö et recliz;ö par R Säumer et/tatüre,', so daß uns freylich nicht bekannt ist,welcher von beyden der Zeichner oder Stecher,oder hinwieder der Redakteur sey. Das Heft be-stand aus 8. Bl. und 1. Bogen Texte, kl. Fol.und kostete 4- Fr., auf Velin 7. Fr. Auch lie-ferte man einige in Aquarell ausgemalt. Dasneunte, welches an den Schluß des zweyten Fran zösischen Königsstanim reichte, erschien im Julius1810. Wohl derselbe, welcher anderswo Schü-ler von David heißt. Von diesem sah man auf demPariser-Salon r8io. das Bildniß Herrn P * * *,Kais. Gardeoffiziers und Mitglieds der Ehrenle-gion, in ganzer Statur.
Rarbzo (Radislaus). So heißt in M.Fuhr man»r's Beschreib, v. Wien (III. 421.)ohne Weiteres, ein in 1609. dort arbeitender Glo-ckengießer. .
Rarra (Paul). Ein solcher malte das Altaz-blatt der Kapelle Sr. Dominikus in der Kirche
Rauch. 1209
St. Maria sopra Minerva zu Rom . Koma nra-sterua p. 629.
* Rarri ( Carl Josephs, Ritter, des nachfol-genden Job Augusiins Sohn, dessen das Lex.unter dem Art. seines Vaters gedenkt, geb. zuGenua , war auch Schüler von Mengs und starb179^- 60. I. alt. Lanzi II. 2. im Register.
* — — (Joh. Augustin) st. 1776. zu Genua 7b. I. alt. Ein Maler (heißt es bey Lauzi II. 2.346-47.) von dem fröhlichsten Humor, der die-sen Charakter auch auf seine Theatervcrzierungenübertrug, und nicht minder auf seine Kabinet-siücke lustiger Karrikaturen, die er selbst in Kupferetzte. Indessen war er eben sowohl kür Kirchen-gemälde geschickt, wie man z. B in St. Johannzu Savona sehen kann, wo besonders seine Ent-hauptung des Täufers sehr gelobt wird. Ebenso in St. Theresa zu Genua . Ein steter Nach-folger von Luti, und guter Frescante. Aber dasLustige war denn doch seine Hauptgattung; indieser zeigte sich seine Phantasie immer neu undunerschöpflich. Nichts ist drolligter als seine fürBälle u. a. Gauckelspiele erfundene Masken; seinMeister Luti sagte oft, daß er kein besseres Ta-lent dafür kenne, so daß er hierin wirklich baldGhezzi gleich kam. Geetzt hat er auch von Ernst-hafterm; wie z. B nach Marakti eine H. Familie,und einen Heiligen, der das liebe — Vieh segnet!;nach F. Deira das sehr Ernsthafte, wie Phaiarisden Perillus braten läßt u. s. f.
R<r» (Carl Friedrich), s. oben (Joack.
— — (Christoph Gottfried von), geb. zuSchmiedeberg bey Dippoldiswalda, eines Berg-meisters Sohn, studirke in der Artillerieschule zuDresden , und hatte ein Paar Campagnen dessiebenjährigen Kriegs mitgemacht. In neuernTagen erhielt er die Stelle eines Lehrers der Ma-thematik, ersten Conducteurs beym Cadetten- undzweyten Jnstruktionsoffiziers der zu Dresden siebn-den jungen Offiziercorps. In 1784. sah man vonihm eine: Anweisung zur (Aituariouszeichnungfür junge Rrieger (8°. Friedrichsstadt u. Frey-berg., mir drey planen. Er hatte sich in denAdelstand erheben lassen, und ward seit Kurzem(1810.) in Penstonsstand gesetzt. Er soll auch Ei-niges geetzt haben, wie z. B- den Plan eines vonden sächsische» Truppen um r8oo. (oder 1806.)gehaltenen Lagers bey Dresden . Haymann.
Ravaglio (Virgilius ), ein spanischer Bau-meister des XVlll. Jahrhunderts Nach seinerZeichnung war das kleine Lustcasino zu Riofrio,einige Meilen von St Jldefons erbaut, das imKleinen den Königl. Pallast zu Madrid darstellte,und spätherhin von C Freschina, P. Sermini undI. Diaz-Gamoueö Vollender wurde, ckft/ioua Lä.terx. II. 408.
Ravaulr ( ). So heißt im Almanach
6e8 Hesux-^rt8 von r8iiZ. ein damals zu Paris lebender Geschichtsmalcr, von welchem dort einallegorisches Bild: öonapsrte, iuvuquant lakortuno angeführt wird.
Raubt-ich ( Joh. Gottfried). Ein solcher warum 1783. als Kurfürst!. Hoftischlcr zu Dresden angestellt.
Rauch (Friedrich), ein junger Bildhauer vonBerlin (ob etwa des Nachfolgenden Sohn?), ver-fertigte um »807. zu Rom ein Basrelief in halblebensgroßen Figuren in G»ps, welches im dor-tigen Salon von r8ug. aufgestellt wurde: Penerlope, die ihren Vater Ikarus verläßt, um ihremGemahl Ulyß nach Jthaka zu folgen. Kenner(selbst Canova) fanden darin eine gute Anordnungdes Ganzen, die Handlung einfach und verständ-lich ausgedrückt; in der Zeichnung einen edeln,nach dem Muster der Alten geformten Styl, nndglücklich geworfene Gewänder, so daß es baldallen neuern Kunstwerken dieser Gattung vorgezo-Ppppppp 2