Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1212
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Raviglione.

Maximilian III. angestellt, von dem er den Auf-trag erhielt, kalligraphische Vorschriften für diebayerschen Schulen zu verfertigen und in Kupfer;u stechen. Ein vorzügliches Denkmal seiner Schön-schreibekunst und zugleich seiner Geschicklichkeit imZeichnen mit der Feder sind die im bayerschenHausarchive verwahrten Statuten des St. Georgen-Ritterordens; dann die Psalmen Davids, die erfür die Kurfürstin Maria Anna, geb. Prinzessinvon Polen und Sachsen , schrieb; und endlichbesonders die Kursachsische Familie (Bildnisse der-selben?), die er so vortreflich gezeichnet und ge-schrieben hat, daß man sie beym ersten Anblickefür Kupferstiche hält. Auch in der Miniatur undim Malen auf Porzellan erwarb er sich einen be-deutenden Ruf. Endlich machte er auch Versucheim Etzen; so z. B. gab er (1799.) das Bildniß desMalers H. Snellinks nach Vandyck (dasselbe, dasauch Jode gestochen hat), sehr ähnlich und größ-tcntheils in punktirter Manier gearbeitet, mit sei-nem Monogramm: v. rr. Dieser Kunstdilettanteund selbst ausübende Künstler starb zu München 1802. mit dem Titel eines Kurpfalz -BayerschenRaths und Geheimsekretairs. von Rretz klsc. sp.Liporvsky et sp. me.

* Raviglione ( ) von Casalmonferrato,

ein Maler des XVII. Jahrh, dessen Meister undalle übrigen Lebensumstande unbekannt sind. Vonseinen beyden schon im Lex. angeführten Bildernheißt es bey Lanzi II. 2. 077.Nach Mussohabe glaublich Montferrat nichts Besseres, alsdieses, hervorgebracht".

Rauler (I. Z.), ein Maler oder Zeichner,vermuthlich zu Regensburg , um die Mitte desXVII. Jahrhunderts. Nach ihm hat M. Haffnerdas Bildniß des Arztes Joh. Hellwig, zu dessen:Observation. ph^sico-ineiliL. ( 4 ". Vmö.

1680.) gestochen. Moehsens Aerzrebildnisse.

Rauner (Wilhelm Michael) wird in I. Sei-ferte'« Srammrafeln gelehrt. Leure I. Th.(Stammt, seiner Familie iitter. 6.) des innernRathes und weltberühmter Juwelier zu Augsburg genannt. Er war i 665 . geb. und lebte noch 171h.

Ravoir ( de la). So heißt bey Gaulr deGr. Germain, ohne Weiteres, ein französischerKunstliebhaber des XVI. Jahrhunderts.

Raupe ( ), ein niederländischer Künstler

(in welcher Gattung ist uns unbekannt), war von denersten Mitgliedern der in 1808. ju Amsterdam neuerrichteten Königlichen Gesellschaft der SchönenKünste, oder der vierten Klasse des dortigen Na-tionalinstituts.

Rausch (Christian) ) , Gießer, s. oben d.

(Hans Heinrich)§ Art.Jac.Dape.

(Franz). Unter diesem Namen kennt

man: L/e»re»ta ^rcürtectr<»ex sei-5tr-r-ct»--a5 oeco-no»ric«5 axx»/rcata? r'u runm pe»- AeS-

nriM IVrorKar-i« et eiciem /'r or/irremL. Uuüse

1779 - 8°.

(I.), Landkartenstecher, vermuthlichzu Nürnberg , der für den Verlag von HomannsErben arbeitete. So z. B. eine Karte von An-halt und den Ländern am Rheine 1797.; dann,sämtlich nach Güssefeld , eine von Jütland 1807.u. s. f. M5C.

(Joh. Martin). So heißt irgend-wo, ganz ohne Weiteres, ein Maler, der um 17Z0.ja Wien gearbeitet hat.

(Michael) kömmt in 774 . . als Hof-goldarbeiter der Königin-Kurfürstin von Sachsen vor. Hof- und Sraarskalender.

(Nicolaus), Gießer, s. oben den Art.Zac. Pape.

ein Baumeister, der, nebst

Caspar Mans und Christoph Götze, das Rath-

Rausch ner.

Haus zu Gotha von 156777. aufbaute, doch»ciiplomatica v. T''. /f»iio/x/rr (Franks, und Lei»».Fol.) III. Th. S. ^

(W. Friedrich). So nennt uns einhandschriftliches Werk einen Bildhauer, der umdie Mitte des XVIII. Jahrh, zu Dresden lebte.

Rauscher (Franz), ein (noch lebender?) Ma-ler zu Vilshofen in Bayern , wo er auch geborenwurde. Von ihm ist in der ehemaligen Kloster-kirche zu Oberalteich ein Bild von St. Benedikt.Liporvsky.

(Hans ), Maler zu Leipzig , geb. zuNürnberg , wo sein Vater Korallenmacher war,kam aber bald zu seinem ältern Bruder, der eineCivilstelle zu Schneeberg in Sachsen bekleidete.Da er Anlage und Lust zur Malerei) bezeigte, soerlernte er diese Kunst und wanderte, nach demalten zunftmäßigen Gebrauche, ganzer 17. Jahreals Geselle in der Welt herum, bis er sich 1689.zu Leipzig setzte. Hier starb er, beynah im vollen-deten fünfzigsten Jahre, 1601. und hinterließ meh-rere Kinder. S. dessen Leichenpredigt von v.Schmuck (Leipzig 1601. 4°.).

(Johann) , vermuthlich Enkel vonobigem Hans, war Kurfürst!. Sachs. Hofland-schaftsmaler zu Dresden . Vorher scheint er sichin Dortrecht aufgehalten zu haben; wenigstenswurde ihm daselbst i 65 c>. eine Tochter geboren,die sich 7668. zu Dresden verheyrathete. Mi-chael. Frauenk. S. 588 .

( ) So heißt auch bey Meus. II:

(also 1789.) ein zu Koburg geborner und damalsnoch dort lebender Landschaftsmaler, der einigeJahre zu Düsseldorf , besonders nach Berghem,studirt habe, und 178a. nach seinem Geburtsortzurückgekommen sey. In Mensel's tsk. R. E.erscheint er nicht mehr. Ob er vielleicht ein Nach-kömmling des Obigen seyn mochte? Ein Der«lagsverzeichniß von Tauchnitz zu Leipzig (1807.)nennt diesen Künstler Hofmaler zu Koburg undführt 8 nach eigenen Entwürfen von ihm freyradirte Landschaften in qu. 4°- (Preiß 1. Rchthlr.12. Gr.) mit der Bemerkung an:Den Kunst- freunden müssen diese wohlgelimgenen Arbeiten um so schätzbarer seyn , da außer ihnen -nichtsvon dem Künstler öffentlich bekannt worden ist".Schwerer hat, für gedachten Verlag, zweyLandschaften mit Burgruinen in qu. Fol. (Preiß16. Gr.) nach seinen Gemälden gefertigt. S. auchden gleich ff. Art.

( ) So wird in irgend einer Schrift

von 1794. neuerer Maler genannt, von wel-chem sich in dem Fürstl. Kabinette zu Rudolstadt vier Landschaften mit gebürgigten Gegenden fin-den.Dieselben" (heißt es dort)sind rein undniedlich für das Auge gemalt und die Baumästeschön geworfen; aber die Lüfte sind schlecht gera-then und scheinen alle von einer Palette zu kom-men. Sollte nicht auch dieser Künstler mit demObigen einer und derselbe seyn?

Rauschmayr (Joseph), ehemals Pfarrerzu Feldmoching , jetzt zu Peterskirchen im Salzach-kreise, geb. zu München 1758. Von ihm kenntman mehrere in Punktirmanier treflich gestocheneBildnisse, wie z B. des jetzigen Königes undder Königin von Bayern Maj. nach M. Keller-hoven, in dem F. Halmische» Verlage zu Mün­ chen ; des Geheimen Staatsraths von Preysingnach Ektlinaer u. s. f. Liporvsky.

Rauschner (Christian Benjamin), geb. zuNaumburg an der Saale 1722. that große Rei-sen in nördliche und mittägige Gegenden von Eu­ ropa . Endlich setzte er sich 1747. zu Frankfurt am Mayn, wo er die meisten Säle und neuenHäuser von außen mit Stukkaturarbeit zierte. Erbossirte auch Landschaften und Geschichten in ge-färbtes Wachs und verfertigte die zu Rom erfun-dene schöne rothe Corallenmasse, die zum Abformen