Band 
Zweyter Theil [2].
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1213
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R a v e i< e t.

In derselben lieferte er ganze Folgen, wie z. B.diejenigen der Russischen Czaarc bis auf Cache-rina II. Hüsgen's l(I. Ausg. S. 094-93.Meusel II.

Ravenet (Joh. Christopb) , des ObigenSohn, arbeitete mit demselben in gleichen Künstenmit Geschicklichkeit und lebte noch zu Frankfurt ,790. I. c. S. 3 g 5 .

Rausllnus (T.), s. gleich unten Rawlins.

Raute (Bernhard). Ein solcher ward um1744. zum Hofschreiner des Herzogs von Gotha ernannt, und starb um 1747.

Rautinger, auch Rauttinger (Mat-thäus), Bürger zu Regensburg , baute , 388 . einengroßen Theil der äußern Stadtmauer daselbst ausSteinen, da man es vorher für unmöglich hielt,aus so tiefen sumpfigten Stadtgräben dergleichenauszuführen. Liporvsky, nach Defele 8cript.ker. lloicar. I. 216.

* Rauzz in,'(Philipp). Derselbe arbeitete auchin der Baukunst, besonders in der Kirche St.Maria sopra Minerva, (k/sc.

,* Ravy (Johann). Nach Miliz,» (I. ,07.)hätte er selbst die Kirche Notre-Dame zu Paris ,»ach einem Zeitraume von 28. I. in , 35 ,. vol-lendet. Dort findet sich auch eine Beschreibungdieses berühmtesten gothischen Gebäudes in Frank­ reich , das 4 io^ in die Länge, i 5 t? in die Breite,und mit den Thürmen 204^ in die Höhe zählt.Das 3 g, breite schöne Schiff ist verhältnißmäßighoch, sehr regulär und hinlänglich beleuchtet; dasKreuz von nämlicher Breite; die ganze Bauteauf Pallisaden ruhend. Andere geben jene Dim-mensionen in etwas verschieden an. So z. B.de Foneenay, welcher auch die einzige urkund,liche (mit dem Lex. übereinstimmende) Nachricht vonunserm Künstler giebt, die sich »eben einer kleinensteinernen Abbildung von ihm in Nütre-Damefindet, und also lautet: L'est maitre Aean /öavi/gui fut masson äs k§ütre-I)ams staris psr1'espace vingt-six uns, et comrnen«;u cssuouvelles histoires. ?rie^ Uieu your i'ams<1e lui. Lt msirro A'ea«/e Vorite/ier, sonneveu,les s psrksits l'sn , 35 ,.

Rarv (Ulrich). So hieß ein Bildschnitzer zuNürnberg i382. u. , 4 > 3 . von Murr Beschr.der Marienkirche allda S. 12.

Rarv lins od. Raulinus (Thomas), er-sterer ist sein richtiger Name, ein berühmter eng-lischer Stempelschneider des XVIi. Jahrhunderts.Derselche scheint zwischen ,644. u. 5 >. geblühetzu haben, Fiorillo V. 3 gg Der Ebendas.(S. 3 ,i) früher angezogene ist mit ihm, ohneZweifel, der Nämliche. In einem Bücherverzeich-nisse finden wir von ihm herausgegeben: kamilisr^rckitecture w. 5 o. Lopp- ?l. (Tonst. 1768.) Toi.

Raxis (Peter de), ein spanischer Maler desXVI. Jahrh, gebürtig von Grenada , der dieKunst in Italien studirt haben soll. Die schönsteArbeit von ihm sieht man in den Kirchen seinerVaterstadt. Fiorillo IV. ,28. Ebenders. i. c.67. zählt ihn, oder dann einen andern, altern,gleichen Namens, unter die beßten Grotesken,(Arabesken-) Maler seiner Zeit in Spanien .

* Ray (Georg oder Johann) ist wohl offenbarkein Anderer, als der Georg Ran des Lex. Der-selbe schnitt verschiedene Päbstl. Schaumünzen,deren die letzte von ,vo 5 . datirt ist. Samml.berühmter Medailleurs N°. 348 .

Rayecka ( ). So heißt irgendwo eine

Malerin, die um 1780. ein Jahrgeld von demdamaligen König in Polen genossen haben soll.

Raymond (Anton), französischer Baumei-ster, der im I. 1802. in die Commission zu Unter-suchung der artistischen Entwürfe zum Andenkenan den Frieden von Amiens , in , 8 o 3 . zum Mit-

Raymondi. i2iz

gliede des Instituts ernannt wurde, und um l 8 o 5 .beym Museum Napoleon , als Mikadministratordesselben, angestellt war. In ,808. erhielt er,gemeinschaftlich mit seinem Kunstgenossen Chal-grin, den Auftrag, die Errichtung des Triumph-bogens de l'Etoile zu besorgen. Er st. ,8,,. C.auch oben Raimond.

Raymond (F.). S. den gleich ff. Art.

* (Johann), geb. zu Paris um ,700.

(wohl etwas früher) und blühend daselbst 172h.Sein Todesjahr (,804.) wird bey Rost VIII. 97.nicht angegeben; und von seinen Blättern kannteer lediglich die für das Kabinet Crozat mit demGrabstichel gestochenen, welche aber (heißt es dort)beweisen, in welchem Grad er sein Instrument inseiner Gewalt gehabt. Diese waren: Das In-nere eines Grabmals, worin ein Soldat einenvon Würmern zernagten Leichnamm, statt einesSchatzes gefunden hatte, nachHouasse; die Mannasammelnden Jsraeliten nach I. F. Romanelli, ausdem ehemaligen Kabinet der Königin im altenLouvre; Maria am Fuße des Palmbaums, mit demKinde, dem Joseph Blumen reicht, nach Raphael,ehemals im Kabinet Orleans ; und Christus, vonden Engeln ins Grab gelegt, nach Th. Zuccaro,in der Kathedrale zu Rheims (diese drey letzter»sicher für's Kabinet Crozat), und namentlich dasletztgenannte (nach Füßli I. 223.) sorgfältig gesto-chen. Lara». 6anäe//r»r. Letzterer führt ihn zwey-mal (s. v. u. an, und be-

schreibt an der erstern Stelle das Urbild des Ro-manelli sehr genau. Noch kennt man von ihm:bloms et -Zrmez stes ?rinces, 8eigneurs etMagistrats gui composent les Oonseils sousla Minoritö sto Tonis XV. 1713. In den Xou-velles stes /Zrts II. 258 . erscheint das in diesemArt. erwähnte Blatt nach Houasse, als die Arbeiteines neuern Künstlers, nämlich des oben kurz an-geführten F. Rayinond's.

* (Julius oder Julius Poisson), derim Lex. unter den Zusätzen erscheint, Hofmaler zuDresden , wurde ,754. Pensionnair und 1763. Pro-fessor honorarius der dasigen Akademie. Die Vor-namen Julius poisson (welchen letzter« Namenihm aber nur der 1765. Jahrgang des Hofkalen-ders giebt) bringt auf die Vermuthung, daß ermit dem vor dem siebenjährigen Kriege vorkom-menden Hofmaler, Julius poisson, Eine Per,son sey. Raymond erreichte ein seltenes Alter;er st. ,779. zu Dresden ,oi. Jahre alt. Hof-und Sraarskalender. Dann : Dresdner polst. Anzeiger 1779. N". V. wo er Kurfürst!.Historien -Hofmaler und Professor der Dresdner,Akademie der Knuste genannt wird. Meusel I.führt von ihm an: ivan und Syrinx, Vertumnusund Pomona, und Loth mit seinen Töchtern.

* Raymond! (Elisa). Anstatt dieses Art.im Lex. l. S. Raimondi (Eliseus), mit welchemer Einer und derselbe ist.

* (Marc Allion), genannt Francia .Dieser berühmte Künstler, der als Vater der Kurpfcrstecherkunst unter den Italienern, so wie Al-berr Dürer unter den Deutschen zu schätzen ist,war Goldschmied, Zeichner und Kupferstecher,geb. zu Bologna ,487. oder ,488. und starb ebendaselbst um 1339. Seine Lebensgcschichte ist unsdurch vasari aufbewahrt worden- So wie seineVorgänger trieb er zugleich die Goldschmicdsarbeit,und es ist zu vermuthen, daß er auch bey einen(Goldschmied die Kunst, den Grabstichel zu gebrau-chen, erlernte. Von Franz Raibolini, genanntFrancesco Francia , lernte er das Zeichnen. DasVertrauen zu seinem Lehrer war so groß, daß ersich Marc Anton von Francia nannte. Einesseiner ersten Stücke ist Pyramus und Thisbe,nach seinem Lehrer, welches er mit seinem Mono-gramm und der Jabrzahl ,502 verfertigte. MarcAnron, immer begierig, seine Kunstkenntnisie zuerweitern, begab sich nach Venedig , um sich dazu vervollkommnen; daselbst sah er die 36 . Blätter