l?2Ü Reiche.
Reiche (Jnl. Heinrich) kommt 1785. als Münz-wardei» bey dein Kurhannöverischen Kommunion-Bergamre (des Oberharzes) zu Zcllcrfelo vor.Hannüverisch. Staarskal.
— — oder Reich ( ), ein Maler, nach
welchem Schienen ein mittelmäßiges Bildniß,Seb. Fr. Trescho, Diakonus zu Mohrungen inPreußen, nach der Mitte des vorigen Jahrh in 8°.gestochen hat.
— — ( ) kommt in 1808. als Schüler
nud Lehrling des Hofbaumeistcrs und ProfessorsHölzcrs zu Dresden vor. Auf den dasigen Kunst-ausstellungen sah man von seinen architektonischenProbczeichuungen.
Reiche! (August), ein Schüler von ProfessorKiengel zu Dresden . Die Dresdner Kunstausstel-lung von 1808. zeigte, von ibm in Oehl kopirr,Landschaften nach Ruysdael und Klengel, undViehstücke nach H. Roos, Romain und Eandrarr.
— — (Chistoph Carl). Zu einer Disputationdie er bey seinem Abgänge aus der Fürstenschulezu Meißen (174a.) hielt, hat C. P. Lindemanneine alte Münze nach seiner Zeichnung gestochen.NachMüllersGeschichte dieserFürstenschnle ll.290.war Reiche! 1724. zu Dresden geboren, und starbals Physikus mehrgedachter Schule, des Meißni-schen Kreises und des Prokuraturamts in 1771.
— — (Franz von Paul von), ein Landrich-kers-Sohn von Straubing , wo er auch geborenist, fixirte sich als Maler zu Augsburg , und zeich-nete sich durch manche schöne Bildnisse in Minia-tur, und auch durch idealische Arbeiten aus. Erstarb nach einer sechsjährigen Krankheit i8or.Lipowsky.
— — (Georg Christian), außerordentlicherProfessor der Medizin zu Leipzig , und ein in denzeichnenden Künsten sehr erfahrner Mann. Der-selbe wurde zu Mühlhausen in Thüringen 1727.geb. und st 1771. zu Leipzig . S. Dresdnerpolir. Anzeig. Jahrg. 1771. N". Xlll. Ham-berger's gelehrt. Deutschland setzt seine Ge-burt irrig in 1717. Einer unserer Freunde fandbey dem Doktor Altenburg zu Mühlhausen , einemseiner Anverwandten, mehrere, wahrscheinlicheigenhändig von ihm radirte und zu irgend einemmedizinischen Werke bestimmt gewesene Kupferplat-ten aufbewahrt, -k/rr.
— — (H.). Nach einem uns sonst unbe-kannten Künstler dieses Namens hat L. Kilian das Bildniß des Bischöfen I Daniel von Brixengestochen.
* — — (Johann). Nach von Sterren(Kunstgesch. von Augsburg ) wäre dieser Kunst-gießer zu Rain im Altmühlkreise geboren. Nachihm hat L. Kilian auch die kolossale Statüe St.Michaels gestochen, welche aber wohl mit der imkex. angezeigten — des Kriegsgenius — Eine unddieselbe seyn dürfte. E. auch von ihm: R. A.Baeders Reisen durch Deutschland (Augsb- 79h.)I. 82.
— — — — — So hieß auch ein Kupfer-stecher zu Dresden um 1749. Lebend. Ränigi.Dresden 1720. Wohl derselbe, von dem wiranderwerts finden, daß er nach M. Kager (Un-genanntes) gestochen habe.
— — (Joseph), Kaiserlich-Königlich Oesterrreichlicher Feldkriegs-Registrator, st. 1808. (?) undsetzte die Wiener-Akademie der Bildenden Künste zur Universalerbin seiner ganzen Nerlassenschaft,mit der Bedingung ein, daß Alles verkauft, derBetrag an Interessen gelegt und diese jährlichzu einem Preis als Belohnung für ein ausge-zeichnetes Kunststück eines erbländischen Künstlers,,r sey nun Maler, Bildhauer oder Medailleur,verwendet werden soll. Die Wahl ist den Preiß-bewerbern frey überlassen; nur ist die Bedingungausdrücklich festgesetzt, daß das Objekt historisch
Reichcnbach.
seyn, und bey der Darstellung vorzüglich auf denAusdruck irgend einer Leidenschaft oder Empfin-dung der Seele gesehen werden soll. Für daserste Jahr (1809.) setzte die Akademie den Preisvon 800. fl. in Bankozetteln, welchen der Wiener,Anton Pctter, mit einem Staffeleybilde erhielt,das den Tod des Aristidcs darstellte. Es warenfür dies erstemal lauter Oclgemälde, zum Theilauch von ausländischen in Wien studirenden Künst-lern eingelaufen, welche diese Gelegenheit benutz-ten, auch ohne Rücksicht auf das Pramium, ihreArbeit der Beurtheilung der Kunstverständigen vor-zulegen. Tüb. Morgenbl. S. -204. u. a. offenrl.Blärrer.
Reiche! (I. D.). Von ihm sah man aufder Dresdner -Kunstausstellung i8>,8. zwey nach derNatur in Oel gemalte Blumeiistucke.
— — ( ) Ein uns sonst unbekannter
Künstler dieses Namens zeichnete, nebst andern,trcflich die Blätter zu dem r8oh. erschienenen Bandeder llsllorie üo ÜormitaAs zu St. Petersburg ,welche dann I. Saunders u. a. gestochen inUmrissen lieferte». Ebenfalls nach ihm sind dreyvon gleichem Sanders gestochene Laurisch-Sarma-tische und Boöphvrische Münzen, auf dem Titel-blatt von Richters: Oinsertricion sur lo Monu-ment üe l-, Keine Cosmossr^e. Ar. 8". 8t. sie-tergbourA 80h. zu finden.
— — ( ) ein Medailleur dieses Namens,
und dann auch ein Maler gleichen Namens (viel-leicht Bruder oder Vater und Sohn) passirten r8,o.dem Lhorzetccl zufolge, aus St. Petersburg in Dres den eur. S. Dresdner polir. Anzeig. Jahrg.1810. N°. i2ä. S. 2208.
Reicheld (Joh. Reinhard), Königlich-Pol-nischer und Kurlachßschcr Theatermaler, starb zuDreöden 1739. 09. I. alt. Sachs. Lur. Rah.17^9- S. 9b.
Reiche lr (Christoph), Hofmaler des Kurfür-sten von Sachsen zu Dresden . Er matte uuostaffirte um 1896. den von I. C. Guden verfer-tigten Altar der Etadlkirche zu Sorau in der Lau sitz , und erhielt 262. Thaler dafür. S. I. S-Magno Beschreib, d. Sradr Sorau cLeioz.1710. 40.) G. 2b5. Nach seiner Zeichnung (von1687.) hat Ph. Kilian die Leichprozession der ver-wittweten Sachs. Kurfürstin Magdalena Eibilla,und ferner (rtigr.) W. P. und I Kilian ebenfallseinige große Blätter zu den Funeralien des Kur-fürsten Joh. Georg l-l. von Sachsen in Kupfergestochen.
Reichen dach (Balthasar), ein Maler der172b. an dem Rathhause der Stadt Ohrdr»ff inThüringen Verschiedenes malte, und die daranausgehauenen Figuren, so wie auch die Figurendes großen Brunnens am Markte — illumlnirte.Der Erzengel Michael , der sich zu beyden Seiten derSchlaguhr nach der Marktseile zu in Lebensgröße,nebst mehrern Wappen rc. befindet, ist ebenfallsvon seiner Hand. S. I. L- Heller'« zehnSammlungen Merkwürdigkeiten der Land-grafschaft Thüringen (Jena und Leipzig 1701.4".) S. Zig.
— — (Christian und Gottfried) , beydeGoldschmiede im kursächsiichen Erzgebirge , undzwar der erstere zu Johamigeorgenstadt, der letz-tere, welcher dabey auch ein Mathematiker war,zu Eybeustock. Sie lebten gegen das Ende desXVll. und Anfang des folgenden Jahrhunderts,und waren mit Schwestern der Frau des Glas-malers Schildbach vcrehlicht. S. C- G. w eiseEtwas von dem Earecher - GeorgischenGeschlechte in Budissin (das. 1770. g°.) S. 8.
— — (Gottfried), s. den gleich vorhergehn-den Art.
— — (Johann von), Layenbruder in derBenediktinerabrey Reichenbach bey Nittenau (im