R e t o r.
Maler» (unter Meptens Aufsicht) verfertigt wur>den, sich im Bclvedere zu Wien befinden und dievornehmsten Ceremonien der Kalserkrönuna zumVorwürfe haben. Fuhrmann'« Beschreib,von Wien III. 3 o.
Retor (Madmois. vielleicht Magdalena). Ineinem Kupferstichverzeichnisse finden wir: EineDame besucht ihr, von der Amme auf dem Schooßegehaltenes Kind, nach I. van Geel. M/e. Ketor8c. kl. Fol. Ohne Zweifel die nämliche Madmoi-selle R eror, welche bey Basan (L6. sec.) einevon Paris gebürtige Künstlerin heißt, von derman allerley Kleinigkeiten, wie j. B. Vignettennach Marillier kenne.
Retsch, s. unten Retzsch.
Rerrel oder Redtel (Daniel), ein Malerzu Stettin . Ihn führt <t. T. Rango in der Ein-weihungspredigk einer neuen Kanzel der St. Ni-colaikirche genannter Stadt-(das. 1680. 4°. S. 75.)an; indem er sagt, daß Daniel, der schon überzoo. Jahre (heißt es 1680.) verstorben sey, dieehemalige alte Kanzel ausgemalt habe. Ob der-selbe mit dem nachfolgenden David Eine Personsey, ist uns unbekannt.
— — (David V So heißt bey Friede-born Alr-Srerrin Buch lll. im Anhange, ohneWeiteres, ein Maler, der in 1891. zu Stettin verstorben sey.
— — (Heinrich), Bürger und Altermann derMaler zu Stettin (wohl Nachkömmling eines derbeyden Obigen). In it>8o. malte er, der damalsschon in einem hohen Alter stand, die Kanzel derdastgen St. Nicolaikirche aus. In dieser Kirchefindet man auch nachfolgende frühere Gemäldeseiner Hand, als: Die vier Evangelisten, an denPfeilern der Kanzel gegenüber; und dann ein schö-nes Bild mit dem jüngsten Gerichte, 16. Ellenhoch, 8. Ellen breit, was die Compagnie dererKrämer, unfern ihres Stuhles, aufrichten ließ.Auf letzter», bemerkt man, nach dem Geschmackeder damaligen Zeit, die Bildnisse gedachter Com,pagnicverwandten. Rangs'« (oben unter Darniek Rerrel angegebene) EinreichungspredigrS. 75 - 7 ?.
Rettenbach (Carl). Von einem solchenrubricier Bisher in der Specifikation der Schil-dereykammcr zu Weimar (das. 1729. 4°. S. 27.)zwey Gemälde mit Fruchtstücken. Gedachte Gal-lerte verunglückte aber, schon vor Jahren, in einemheftigen Brande.
Rerri ( ). So heißt irgendwo ein Italiener,
der, gemeinschaftlich mit Frisoni , die Herzoglich-Würtembergische Residenz Ludwigsburg gebauthabe. S. auch den gleich ff. Art.
— — ( ) Fürsil. Anspachischer Baudirek-
tor gegen der Mitte des XVIII. Jahrhunderts:der in dem alten Fürstl. Schlosse zu Cadolzburg den sehr großen Saal wieder in einen brauchba-ren Zustand setzte; ohne Zweifel kein Anderer, alsder gleich vorhin Angeführte. M. Walther'sCadolzburgisches Denkmal (Onolzbach 1751.4°)S. 5 .
— — s. auch unten den Art. Zocha.
* Rerr 0 (I.) ist ein auf dem im Lcx. bemerk-ten Blatte von Lisibetten ganz irrig gestochenerKünstlername, und sollte G. Ren, heißen, danämlich Corn. Visscher völlig dasselbe Bild einerSusann«, nur in etwas größerm Format gesto-chen, und ordentlich mit: 6uiäo kein yinxitbezeichnet hat. Er.
Rerwin (Georg), Maler gegen die Mittedes XVI ll. Jahrhunderts. Nach ihm hat G.Bodenehr das Bildniß der Kaiserin Maria The-resia in Schwarzkunst geschabt.
Retzsch (Adam). So wird im Tnb. Msr-genhlarr 1807. S- 435 . ein junger Maler von
Dresden , als einer der ausgezeichneten Schülervon Grasst angeführt, der aber wohl sicher keinAnderer, als der gleich folgende Mori; Retzsch seyn wird; so wie auch in eben dieser ZeitschriftI. c. S. 422. die beyden Gebrüder August undMoriz, kurz der Bildniß- und Landschaftsmaler,beyde gleich als August getauft find.
Retzsch oder Rersch (August), ersterer istwohl der richtige Name, Landschaftsmaler zu Dres-den , dort geb. um 1780. (Tbkc.), lebte daselbst noch1809. Von ihm führt Merisel « A. D. B L-und Archiv II. z. 9. eine Gegend aus dem Hof-lösnitzer-Grunde bey Dresden auf dem dortigenSalon von 1806. und drey auf demjenigen von1807. ausgestellte, gut ausgeführte Bilder an, dar-unter eine Kopie nach Cl. Lorrain an, welche(heißt es im Tüb. Morgenbl. 1807. S. 422.)eben so, wie zwey getreue anmuthige kleine Land-schaften nach der Natur, Vielen besser gefielen,als sein Mondschein nach Ofsians Temora, undnoch ein ähnliches Bild von ihm. Ueberhauptheißt es von ihm in gedachtem Arch. I. 4. ii 5 .er verdiene als Landschaftsmaler in Oel alleAchtung.
— — (Moriz), des Obigen Bruder, Zeich-ner und Geschichtsmaler zu Dresden , dort geb.um 1782. (il/rc.), Schüler von Grassi, lebte da-selbst noch 1809. Don ihm führt Mensel'«D. R. E- mehrere auf den dortigen Salonsvon i 8 o 5 ., 6. u 7. ausgestellte Bilder an; als;Ajax Oileus, der sich eine Schlange zu seinemUmgang erzieht; eine Diana, Kniestück in Lebens,große; die Erfindung des Saitenspiels; Bacchus,der als Kind auf dem Tvger einschläft; St. Annaunterrichtet die kleine Maria im Lesen; der Leich-nam auf dem Echooß der Mutter; Bildniß einerDemoiselle Füßli in arkadischem Echäfercostum.Von dem erstgenannten dieser Bilder wird imMeuselschen Arch. l. 4. " 4 - etwas seltsamgeurchcilt: „Es habe, außer einigen Zeichnungs,fehler» , ein vorzüglich angenehm warmes undkräftiges Kolorit". Die Diana bann mit vielGrazie und gefälligem Kolorit dargestellt, ver-diene alles Lob; und überhaupt verspreche dieserjunge Künstler, in der Folge weit Mehrereü leistenzu können. So , 8 v 5 Seine Erfindung des Sai-tenspiels dann (1806.) heißt I. c. II. 1. 99. rieh,tig gezeichnet und gut beleuchtet, aber zu eintönigkolorirt; sein Bacchus hingegen wird auch in Ab-sicht auf die Färbung gerühmt; »nur hätte H.Retzsch die zarten Nuancen des jugendlichen Kör-pers beyer im Auge behalten, und sich mehr nachdem Gegenstand seiner Darstellungen richten sol-le» (?)". Ueberhaupt aber wurde dieses Bild zuden wichtigern Erscheinungen auf dem Salon vomI. 1806. gezahlt. In 1807. wird I. c. II. Z. 8,seine St. Anna, welche die jnnge Maria lesenlehrt, „lieblich kolorirt, gut gehalten und voll Aus-druck" genannt. Dieß und der Leichnam Christi(eine Pietät, beyde in Oel, waren sür Hauska,pellen bestimmt. Im Tüb. Morgenbl. 1807.S. 099. wird über diese Bilder das Urtheil gefallt;„Beyde zeigten Gewandtheit in der Behandlungder Oelfarbe^ Allein daS letzte (so sehr auch -eremporgerichtete Kopf der Maria gefiel) war imKolorit des Fleisches zu kalt und bleich; auf demerster» dann war der Kopf der kleinen Maria zartund lieblich empfunden, allein das Gesicht vonSt. Anna wieder durch die vielen Schatten undReflexe unangenehm zerschnitten". Endlich heißt(l. c. II. 4. i 44 ) auf dem Salon 181,8. von. ihmausgestellt: Amor und Psyche, die sich in denWolken umarmen, „eine liebliche Darstellung, diesich vorzüglich durch den leichten Lufrron i»den Gervandern auszeichne", und ein Bildnißseiner Schwester „wohl getroffen und sehr gutgemalt", ganz in der Manier seines Lehrers. Auchdie Ausstellung von , 8 o 5 . wies gute Bilder vonihm auf. Eben dieser Künstler zeichnete für Betcker's Auguste»», B. II. H. 1. 3 . u. 5 . wohl vielleicht auch für die übrigen. ^
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