Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1278
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l2-/8 Richard soii.

nen wir nämlich das Bildniß des Arztes Joh.Taylor; nach einem I. G- Landschaften von F.Hearn und L- Morris; nach einem John Inigoendlich (dieß am sichersten) die Blatter: Ansichteiner Landkirche, von T- Hearne (sehr schön); dieenglische Mühle, nach der IV. Scene des: Naläok tde NUl. von W- Wollet (sehr schön), unddas Innere dieser Gecstenmühle. ein schönes Nacht-stück, von I. M Ardell geschabt, Ob

dann ferner ebenfalls einer von diesen derjenigeRichards sey, der nach Fiorillo (V. 8i3.) in1789. mit andern englischen Künstlern Aladin'swunderbare Lampe mit 24. Veränderungen für'sTheater von Conventgarde gemalt hatte, ist unsunbekannt.

Richard son (G), ein englischer Baumei-ster, der in 1800. ein Supplement zu dem bekann-ten: Vitruvius strittanicu; gab; dann: ^ Lol-lecticm ok plans anll clevatiou; ok modern bull-tlin§8 etc. XU. Xumb. stol.

* — — (Jonathan), geb. zu London i665.und gest. 1745. Derselbe wurde anfänglich wi-der seinen Willen zum Advokatenstande bestimmt,wiedmete sich aber nach dem Tode seines Stiefvatersder Malerey und besuchte in seinem Zwanzigstendie Schule von Riley. Durch ein emsiges, vier-jähriges Studium legte er den Grund zu seinem künf-tigen Ruhm, und konnte es wagen, mit Knellerund Dahl zu wetteifern, deren Stelle er nachihrem Tode einnahm Seine Bildnisse sind sehrähnlich und drücken die englische Nationalphysiog-nvmie vollkommen aus; allein es fehlt (freylich eingroßes Gebrechen!) den Männern an Würde undden Frauen an Grazie. Eines seiner vorzüglich-sten soll Prior's in der Gallerie zu Oxford seyn.Das Mechanische der Ausführung dann, die Ar-beit des kräftigen, saftigen Pinsels und der Far-benauftrag haben ihren Werth; mit den Beywer-ken, Drapperien und Hintergründen aber wirdniemand zufrieden seyn. Er konnte sich in diesenTheilen nie zu einiger Vollkommenheit erheben,ungeachtet er eine große Sammlung von Skizzenund Handzeichnungen der berühmtesten italienischenMeister besaß, und die Theorie der Malerey gründ-lich studirt hatte. Aus eben erwähnter Sammlungwurden, nach seinem Tode, sobo. Pf. St. erlöst(^/;o.). Richards»» schrieb, mit Hülfe seinesSohns, ein schätzbares theoretisches Werk:on tke 1'keor^ c>f paintinA, and tvvo siscour-ses: i.) ^.n Llssaz? on tke vvkols art c>s Lri-ticism as it relates to stalntmA. 2) Argu-ment in bekalk ok tks Science ok a Oonnoia-seur. 80. stand. 719. (a. k. 712 ). Dann: AnAccount ok8tatue8, staarelieka, Oravvings andsticture8 in Ital^ etc. v/itk stsmarlrs b)- bilr;;./?ic/rar-ck;o»r. 8". ik. 722. Beyde erschienen indrey Theilen französisch (und zwar mit Zusätzenund Verbesserungen der Verfasser, die sich nicht inder Urschrift finden) zu Amsterdam 728. nebst einemAnhange von ren Rate: 8ur 1e besu Ideal de3peintrea. 8culpteur8 et poete;; im Deutschen ,unsers Wissens, niemals*). Da Richardsön,der Vater, in seinem Aeußern viele Förmlichkeit,Komplimente und Zicrerey beobachtete, und, we-gen der (wirklichen) Neuheit der Gedanken, seinenStyl mit seltsamen Ausdrücken mischte, so ver-höhnte man ihn, nicht nur in England, sondernauch in Frankreich und Deutschland , indem manihm mehrere unvereinbare Widersprüche vorwarf,und zu verstehen gab, daß er eigentlich reiche Di-lettanten mit feiner eigenen hochgepriesenen Samm-lung tauschen wolle. Der deskriptive Theil wareigentlich die Arbeit des Sohns, welche er nachseiner Reise in Italien , doch ebenfalls vereintmit seinem Vater schrieb; zu seiner Zeit (wahrhaf-tig zum Theil auch jetzt noch) ein brauchbaresWerk, ungeachtet die darin beschriebenen Kunstsachenso viele Versetzungen erlitten haben. Fiorillo V-627—59. Uns scheint das Urtheil des Lcx. über

Rieh er.

einen Theil jener Vorwürfe zumal, die man denerwähnten Schriften machte, sehr begründet zuseyn. Manches, theils Lesenswerthes, theils Al-bernes und Mikrologisches über die RichardsoneVater und Sohn s. auch in Hei necke« Nachr.l. 222—45. 322. 56o. 363. 4>9- 420. 427. Zuseinem Vergnügen etzte Jonarhan etliche Bild-nisse , wie wir irgendwo gelesen, für Pope; wiez. B. eben Pope's, Milton's, des Arztes Mead ,und sein eigenes; dann Theophrast's und Tenokra-les (diese nach antiken Büsten; einen Faunskopfmit ungeheuer aufgesperrtem Munde (Mlckael An-gela. st. k. bezeichnet), leicht geetzt. Hinwiederhaben nach ihm gestochen und geschabt, ebenfallslauter Bildnisse, I. Faber (Sir John Äanbrugh),E. Fisher (des komischen SchauspielersOldfield's),A. van Heacken, A. Pond (Pope's), I. Simon(Prior's), I. Smith (Steele's), G. Vertue undG. White. ^rirkter. Franste;.

* Richardson( ) des Obigen Sohn, dessenim Lex. kürzlich Erwähnung geschieht Von ihmkennt man viele Zeichnungen; Gemaltes wenig.Er st. 1771. Don seinen litterarischen Arbeitens. den vorhergehnden Art. FioriUo V. 53g.

Richarre (Don Anton), einer der vorzüg-lichern spanischen Künstler aus der zweyten Hälftedes XVlll. Jahrh, gebürtig von Valenzia, studirteanfänglich die Humaniora, zog aber die Malereyvor, welche er von Senen Vila in Murcia undeinem der Menendez in Madrid erlernt. Zu Valen-zia werden von ihm zahllose (?) Werke gewiesen,die ihm Ehre machen. Fiorillo lV. 407.

Rtchaume ( ). So heißt irgcnwo, ganz

ohne Weiteres, ein Landschaftsmaler, der um 1760.zu Marseille gearbeitet habe. S. unren Richonune.

Rlchauinonr ( ). Und so nennt Gaulc

de (Ar. Gerinain, ebenfalls ohne Weiteres, einenalten französischen Kunstdilettanten des XV-. Jahr,Hunderts.

* Riche (Paul). Die drey in Lex. angeführ-ten Bildnisse des Augenarztes Taylor, wovon A.Reinhard das seinige 1720. stach, sind bezeichnet,Lkevaller sticke (auch stvcke) stomoc pinx. wo-nach sein Aufenthalt nach Italien wenigstens füreine Zeitlang zu setzen wäre. Mohsen's Aerz-rebildinsse S. i3Z. Noch ist zu bemerken, daßdieses in seinen Angaben sonst überhaupt genaueVerzeichniß nicht dem G. Scotin, wie das Lex.sagt, sondern dem Joh. Baptist Scotin, den Stichdes zweyt genannten Bildnisses von Taylor zu-schreibt. Ak;c.

— — (le), s. Lenche.

Richelett ( ). Nach einem uns sonst

ganz unbekannten Maler dieses Namens hat Tl).de Leu das Bildniß des Präsidenten B. Drisson'sgestochen.

Richelieu (der Kardinal). Derselbe wirdvon Gaulr de Sr. Gerinain nicht ohne Grundunter die vorzüglichsten Kunstdilettanten seiner Na-tion gezählt. Zu seiner Sammlung von Antikenwar ihm, nach Dallarvay (l. S. 297.) der eng-lische Lord von Arundel in England vorzüglichbehülfiich.

* Richer (Anton), s. Richieri.

* — — (P. oder L.). Das Datum (1660.)zu Anfang dieses Art. im Lex. ist wegzulassen. Donihm gestochen kennt man auch allerley Blätter znirgend einem historischen Werke; wie z. D. lc Oa-pitaine kameux und 1'st8pagnol emkara;;^,8at^re; (16^0.); la Lomte88e de la Rollandeä l'article de la mort, ägee de 100. an; onenviron; 1'L8psgno1 ckartre äs (1ravellne8 ;Ordre de 1a öataille de ^olkenküttel; lePan-tale Lspagnol (»6^7.); l'1s8pagno1 Alck^mi8te

lind' von Aampieris St. Hietoni'-

') Ausgenommen zwei seiner Beschreibungen von A. Srcchi's St. Nomuald,mus, in Meusel'« Mus. IV. 79—9-.