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Richard.
Richards ). Ein solcher war als Königl.Französischer Botanikus 8. Jahre in Cayenne ge-wesen, hatte auch die Antillen besucht und sich soeine schöne Sammlung von Pflanzen zu eigen ge-macht. In 179a. war er (zu Paris ) beschäftigt,diese seine Sammlung z» einem botanischen Werkezu verarbeiten, in welchem einzig neue oder nursehr wenig bekannte Pflanzen beschrieben, undnach seine» eigenhändigen Zeichnungen abgebildetwerden sollten. Römers neues botanischesLNagaz. (Zürich 1794. 1 . Band G. 327.) u. a. m.Es scheint aber fast, als ob dieses Werk nicht er-schienen wäre. Indessen ist dieser Richard ohneZweifel der nämliche, den Ersch F. M E oderL. <t- Richard de Hauresierck (ci-6. Lke-
valier <ie I'Orclre sie 8t. Nicket, Premier Necl.cles /Xrmees <tu koi, Ingpecteur Aen. liespitanx mlli'taires, und spätherhin (1798.) ?ro-sesseur s'blistoire naturelle, Nstiers nielllcaleet UotanlHue aux ecoles lls Kante äe parlg,Nemkre se l'Instltut nat. pour l'^natomle etla 2 ooloAte etc. auch tVlemkre äe I'/Icaäsrniecle 6ottin§ue nennt, und von ihm, nebst man-cherley Aerztlichem, eine neue Ausgabe von Bul-liard's: Dictionnairs 6e Uotanlgue mit seinenZusätzen, auch Memoires in denjenigen des Insti-tuts, und der Gesellschaft der Naturkundigen zuParis anführt.
— — ( ) ein ausgezeichneter junger fran-
zösischer Geschichtsmaler, Schüler von David,hatte seine Fertigkeit in der Kunst zuerst durch einBild bewährt, das die Feyerlichkeit beym Todevon St. Blandina vorstellt Allein de» vorzüg-lichen Ruhm erwarb er sich in 1801. durch eineSchilderung Valentina's von Mailand, die denTod ihres Gemahls, des Herzogs Johann vonBurgund , beweint. Sie sitzt, lehnt ihr Hauptvoll Anmuth und Ausdruck auf die Rechte, undihre Linke ruht auf einem Hunde, der sie anblickt,und Theil a» ihrem Kummer zu nehmen scheint.Vor ihr steht ein Tisch mit Büchern, und einemZettel mit ihrem Wahlspruche: Kien ns m'estplus; plus ne m'est risn. Kleider, Geräkhe,selbst die Fenster, worauf das Wappen von Mai-land erscheint, sind aufs Genaueste im Geschmackedes Zeitalters ausgeführt. Das Ganze macht durchdie lebhafte Beleuchtung, die durchsichtigen Töneund die schöne Harmonie der Farben eine über-aus angenehme Wirkung. Noch mehr erwecktenzwey zur Ausstellung des I. X!I. gelieferte Ge-mälde dieses Künstlers allgemeines Interesse. Aufdem einen sieht man Carl Vll. im Begriffe, derAufforderung von Agnes Sorel zu folgen, sich andie Spitze seines Heers gegen die Engländer zustellen, in dem Augenblicke, wo er mit der Degen-spitze auf den Fußboden das letzte Lebewohl anAgnes stellt:
6ents gut taut loi» m'evsncs,
O-mx le mien euer Usworera,
klux que i'^nZIoin en notrs Trance.
Auf dem andern Franz I. der den Vers, den ermit einem Diamant auf die Fensterscheibe gekcitzt:
Louvent kemme varie,
Kien kol g»i x'x 6s —
seiner dazu lächelnden Schwester, der Königin vonNavarra , zeigt. Ein drittes hat Gresset's Ververtim Käfigt, wie ihm das Mädchen Zukermandelnreicht, ein viertes die Werkstücke eines Malers zumGegenstand. Fiorillo III. 477—78. Landen'sAnnal. IV. 4 — 5 . TVorw. cie§ II. 33 . I V- 4 ?«wo bemerkt wird, daß besonders zu seinem: Kon-vent komme varie sich täglich eine Menge Men-schen zudrängten. Noch ward Mehreres von ihmauf dem Salon von 1806. ausgestellt, Alles vonsehr kleiner Dimmension, eines ausgenommen: Lud-wig XI V. in seiner Jugendblüthe, der des Nachtszu der la Balliere kömmt, und sie über dem Lesen ei-nes Briefs von ihm antcift. Dann: Ebendieselbe,als Karmeliter!»; ferner: Der junge Ritter in derKapelle, der am Fuß eines Grabs sein Gebet ver-richtet; der Tempelherr Jacob Molay, im Begriffzum Tode zu gehn, und endlich: Heinrich IV. von
Richards, 1277
dem wüthenden Volke im Gewölbe zu St. Denisaus dem Grabe gerissen. Alle diese Bilder werdenausführlich im Ganzen mit großem Lobe beschrie-ben in: Meusel's Arch. II. 4. 3 — 7 - und über-haupt von diesem Künstler geurkheilt: Seine Bil-der seyen eben so verständig gedacht, als voll Rei>zes und Gefühls; die Komposition meist von schö-ner Einfalt, der Ausdruck voll Adels; nur seltenetwas Gezwungenes in den Stellungen, oder Stei-fes , oder hinwieder auch Unbestimmtes in der Zeich-nung; das Kolorit bisweilen violet, und das Lichtnicht gehörig abnehmend, anderemale hingegen ver-ständig vertheilt und voll angenehmer Wirkung. Be-ständig aber gebe er seinen Arbeiten eine Art Po-litur , wodurch sie einigermaaßen das Aussehn ge-färbten Elfenbeins erhalten. Vorzüglich aber wirdjenes letztgenannte wegen seines großen Effekteshochgepriesen. Von der Valentins von Mailand giebt Landen (i. c.), nebst der Beschreibung, zu-gleich die Abbildung im Umrisse. Auch auf denfolgenden Salons sah man wieder sehr schöne Bil-der von ihm in seiner gewohnten Gattung, undnamentlich 1809. zwey allerliebste, „mit seiner be-kannten Kunst in der Luftperspektiv" (heißt es imTüb. Morgenbl. i8lo.) „ausgeführt": Die alteKönigin Bianca von Castilien, wie sie ihren Sohn,Ludwig den Heiligen, von dem Bette seiner krankenGattin, Margarithe von Provence , entfernt, weilsie befürchtet, daß sie wegen dieser vernachläßigtwerden und um ihren Einfluß kommen könnte;und Maria von Schottland , welche im Kerker dieihr von dem Pabst übersandte geweihte Hostie zusich nimmt. Dann 1810. die Ainay-Kirche in deralten Abtey dieses Namens zu Lyon , mit demRitter Bavard staffirt, der, im Gefolge seinesFreundes Balabre dort seine Waffen der H. Jung-frau weiht; dann den Kirchhof zu Grignon, einemThal in Grestvaudan; Gilblas, der von der DameHyacinthe Unterricht anhört, wie er sich dem Dohm-herrn Sedillo gefällig machen soll; und endlich denguten Heinrich I V. wie er dem Herzoge von Belle-garde , der sich bey Gabrielle d'Estrees unter dasBeth versteckt, Konfekt mit dem Worte zuwirft:„Alles muß zu leben haben!"
— — ( ) So heißt irgendwo ein geschick-
ter Maler in Lyon (1809.), der eine Sammlungfranzösischer Alterthümer von großem Interessebesaß. Ob er nicht mit dem oben angeführtenRevoil Eine Person sey, und der Eine dieserNamen fehlerhaft seyn dürfte?
— — ( ) Und so irgendwo, ganz ohneWeiteres, ein Architekt, der die Kommunions-kapclle in der Kirche St. Mederic zu Paris er-baut habe. S. Dürrer in künftigen Nachträgen.
* — — oder Richacr, s. Rpkaerr..
Rieh «ediere (M Bourgeois de la), einKünstler zu Paris , gab im I, 1804. nach derZeichnung von Aug. Desnoyers ein Büstebildnißvon Kaiser Ale/ander I. in schön punktirter Ma,nier, welches äußerst ähnlich seyn soll, und zumPendant desselben (i 8 o 5 .) eines des Kaisers Na-poleon im großen Costume, nach A. DumontsZeichnung; dann 1806. eines des Kaisers Franz II. wieder nach Dumont. Geffenrl. lJachr.
Richarden ( ). Nach einem Künstler
dieses Namens hat Cl. du Flos die in r 56 o. zwi-schen Catharinen von Medicis , dem Kardinal vonLotharingen und dem Herzog von Guise gepflogeneKonferenz gestochen.
Richards (B.), ein guter englischer Stecherin Echwarzkunst um 1766. Von ihm kennt man,neben Anderm, ein Blatt: rke 8ckc>ol, nachHemskerke. S. auch den gleich folgenden Art.
* — — (Johann, I G. und John Jnigo).Wir vermuthen, daß diese drey Namen den näm-lichen Künstler bezeichnen, und daß vielleicht auchder obige Siecher B- mit ihnen Einer und derselbeseyn dürfte. Nach einem Johann gestochen ken-