Band 
Zweyter Theil [2].
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1284
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I 2 g 4 Richter.

weder Personalangabe, noch den Namen des Ver-fertigtes an sich. Seine oben angeführte Unter-weisung u. s. f. wird hier naher: Unterweisungim Zeichnen für Anfänger beyderley Ge-schlechts, mit Kupfern (Leipz. bey Klein 179t.V. Thle. Fol. Pr. Z Rthl. 18 gr.) rubrizlrt, »ndüberdieß von ihm genannt: Kurzgefaßte An-weisung, Blumen sowohl zum traben undSticken, als auch nach der Narur zu zeich-nen und zu entwerfen (Leipz. 1790. Pr. 1 Rthl. üEndlich heißt es hier: „Ob er (r8n.^ noch amLeben und zu Leipzig seyn mag, ist uns unbekannt."

Richter (Joh. Tobias), des Raths und Bau-meister (?) der Stadt Leipzig ; starb 178«. Derselbe istdurch viele Schriften bekannt. S. ob. Easp. Richter.

— — (Johann Zacharias), Kunstdiletkaiitezu Leipzig im XVlll. Jahrhundert. DesselbenDildniß hat Beringeroth, nach Hausmanns Ge-mälde und Oesers Zeichnung gestochen.

— (Johanna Juliana Friederica, oderkurz Friederica), vermahlte Bacciarelli , s. denArt. ihres Gatten, Marcell's Bacciarelli. Die-selbe war als Miniaturmalerin auswärtiges Mit-glied der Dresdner-Akademie, und ließ sich zuWarschau nieder. Der Bönigs Sachs. Hofkal.von ,8ri. führt sie als noch daselbst lebend auf.Auch von oder nach ihr wird irgendwo ein Bild-niß des Königes Stanislaus Augustus von Poh-len angeführt.

— — (Jonas), Goldschmied zu Freiberg inSachsen ; er lebte in der letzten Hälfte des XVII.Jahrhunderts. Mrc.

— — (Joseph), Staffirmaler zu Ostritz inder Oberlausitz . Man gedenkt seiner 1787., woer für die Kirche des unfern gelegenen Friedersdorfam Queiß , einen von I. Ieiitzsch verfertigtenLauf-Engel (zur Haltung des Taufbeckens > staffirteund ausmalte. G. F. Drt 0 Aires und Fleuesvon Friedersdorf (Görlitz 179z. /,.) S. ö 5 .

— — (I-C), Zeichner und Kupferstecher, derum 1796. zu Breslau für Buchhändler arbeitete-damals aber noch keine großen Fortschritte in derKunst gemacht halle. il^c.

— — (J.E.A.), s obenEarlAugustRichter.

— — (Matthäus), s. oben Johann AdamRichter.

— — (Michael), Gießer zu Eilenburg inSachsen , wo er i 665 . in den Rath aufgenommenwurde. ikkc.

— — (M.), zeichnete zu DippoldsBeschrei-bung der Landschule Grimma in Sachsen (178Z.)einen Grundriß derselben in 4., welchen Gr. (wohlGrünler) in Kupfer gebracht hat. Adelungsverzeichn, der Landkarten u. topographisch.Blätter der sächsischen Lande S. 184.

— — (Romanus), Maler, dessen Name1626. bey Gelegenheit einer Reparatur der KirchezuKrumbhcnnersdors unweitFreyburg in Sachsen ,erscheint, CG- N) «lisch Birchenhistorie derStadt Freyberg (Leipz. 1787. 4.) Th. II. S./,»o.

* — — (Rudolf Heinrich), führte 17z/,- denBau des Marggräflichen Schlosses zu Schwebt.Er zeichnete die sämmtlichen Schlösser und die ganzeschöne Gegend um Schwebt, welche Wolfgangauf 12. große Plane 1741, in Kupfer gestochen.Sie sind selten, da sie nie znm Verkaufe kamen.Er starb zu Bayreuth 177«. Noch bringt Spiesin seinen Brandenburg,scheu Mnnzbelustigun-gen über ihn bey, daß er aus Königstein i» Meißen (das Lexic. sagt mithin wohl irrig aus Alkenburg)gebürtig sey. Bey Einrichtung der Kunstakademiezu Bayreuth 1766. wurde er als Vorsteher undLehrer in der Zeichenkunsi und Malerey, und dann1761. als Rektor bey derselben, die jedoch schon1763. Wieder erlosch, bestallt, i. 0. Lh> III. S. 92.

Richter.

seq. Uebrigens war er schon ,74 s Bauinspekto»zuBayreuth, welchen Titel er sich auch auf demvon ihm gezeichneten und von Tobias Lobeck ge-stochenen Titelkupfer der in gedachtem Jahre er-schienenen: lkl>!tor>a Hoacwmlkie kUecloricianaeLrlanFensis (Erlangen Fol.) beylegt. Ob es dernämliche Künstler sey tda der unsrige, im Lex.ebenfalls als Maler und zwar von Deckenstückenerscheint), von dem es im Tübing. Morgenbl.I8uc>. S. 996. heißt: „Daß der Cyklus (!) dervier Evangelisten an, Plafond der Er. Pewi-Kirchezu Berlin von R. H. Richter in dem damaligenBrande dieses Gebäudes zu Grund gegangen, istuns unbekannt.

Richter (Samuel Christian Hieronymus),Kömgl. Miniaturmaler bey der Porcellainfabrikzu Meißen , wie man ihn in 17h. . benennt, undals welcher er 1776. verstarb. Gedachtes erhelltaus den gedruckten Neujahrszetteln einer Gesell-schaft zu Dresden , deren Mitglied er war; dieseZettel führen den Titel: Ebrendenkmal christ-licher Milde und ehlicher Liebe (Dresden . 4.)

— — iSiegmund Gottlieb). Unter diesemNamen erscheint in: Dresd . z. Bennrniß sHäuser ein dortiger Landschaftszeichner in 1798.und eben so noch ,8ro. im Dresdner-Adreß-kalender S. 18Z.

— — (Stephan), ein Stukkaturer, welcher1769. n. w. in den schönen Gebäuden, bieder be-kannte Madai auf seinem Gute Benckendorf inThüringen aufführen ließ, beschäftigt war. S. einehandschriftliche Nachricht von Joseph Heeriugüber die Güter Benckendorf und Dclitz am Berge(l? 7 v).

— — (Theresia), Malerin zu Dresden , Toch-ter eines dornigen Kriegsrakhs, und daselbst gebo-ren um 1780., eine würdige Schülerin derDemoi-selle Friedrich, zwar bloße Dilettantin, die aberden Pinsel so gut wie ein Maler führt. SchöneArbeiten von ihr sah man schon auf den Salonszu Dresden 1797. 98. i8uo. u. s. f. Dann > 8 « 5 .namentlich ein Geranium in einem Blumentopfu si f. bis zur höchsten Täuschung ausgemalt, bisauf eine — Fliege, welche die Künstlerin — unaus-geführt gelassen habe. In 1806. ein Fruchtstückin Oel, zwar Vortheilhaft kolorirt, aber freylichnicht so vollendet im Ausdruck, wie ähnliche Ar-beiten ihrer Lehrerin (I. c 11 . 1. 99.). In 1807.drey vortrefliche Bilder in Wasserfarben: Darun-ter zwey Frachtstücke, und die Oasula ooccinea.In 1808. einen lebendigen Karpfen, von einigenVegetabilien umgeben, in Oel; in Beleuchtung,Farbenton und Haltung von besondrer Wahrheit,worüber bemerkt wurde: Es sey eine schwere, undvielleicht hier zum erstenmal gelöste Aufgabe, dasLeben eines Fisches darzustellen; dann einen Blu-mentopf mit Hauslaub, und einen Zweig von derstüilica erlc-obles, beyde in Wasserfarbe. Lonf.Mensel's rJ. B. L. und Ebendess. Arch. I.(Z.) 8. — (4.) ich. 14,-42.

— — (Thomas), Kaufmann zu Leipzig,dor- tiger berühmter Kunstdilettante des XVI 11 . Jahr-hunderts.

* — — (Wilhelm). Derselbe lebte um i 665 .und noch früher zu Weimar . Seine Studienmachte er vermuthlich in Italien , da man irgend,wo eine Handzeichnnng von ihm dargestellt rubri-zirt findet: „Eine Zeichenakademie in Venedig ,in Kreide auf grau Bapier scizzirt: qu. Fol. vonw. Richter". Nach ihm radirt (außer dem imLey. angezeigten Stiche) findet man noch einenProspekt von Dornberg im Weimarischen, in Me-rlans Topographie. NAIHelin etzte auch selbst,wiewohl mittelmäßig. So kennen wir von ihmzwey sehr seltene Blätter in qu. 8.: Das (ehmalsflorirende) sogenannte Lindcnhaus im Garten zuWeimar; und (auf Callot's Art) einen gehendenBettler, der den rechten Arm in der Binde trägt,und auf dessen linken Fuß ein Hund sein Wasser