Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1298
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12^8 Rigaud.

Tboinassiri (8.), Tournelle, A. Trouvain, S.Vallee, L. veririeulen (8.)/ I. (6. Wille (ü.).Schwer ist es, unter diesen dritthalb hundert Bild-nissen mit gehöriger Gründlichkeit diejenigen zubenennen, welche vorzüglich den Geist ihrer Urbilderverrathen, und zugleich denselben treu wieder gege-ben haben. Immerhin gehören zu den preißwür-digsten: Ludwig XI V. in ganzer Statur, im Al-ter (von welchem uns einst ein eben so großer Men-schen- als Kunstkenner sagte: Man könne es kaumbetrachten, ohne von einer Art ehrfurchtsvollen —Schauers erfüllt zu werden), von Drevet, demVater, gestochen; dann von Drevet, dem Sohne,das berühmte Bildniß von Bossuct, nebst denje-nigen von Samuel Bernard und Robert Cotte;und endlich, von G. Edelink, des Bildhauers Dcö-jardings und des Künstlers eigenes. Noch nennenwir von unsern Deutschen: G. F. Schmidt dasvortrcflichc P. Mignards, und von I. G. Willediejenigen der Maler L. von Voullogne und Jos-Par-rocel. In der Orcsdner-Kupferstichsammlung fin-det sich Rugauds Werk, von ihm selbst, für dendamaligen König von Polen , wie man denkenkann, in den beßten Drücken gesammelt, //eineckeIcise Generale p. I/I. Von ihm selbst geschrie-bene Anekdoten aus seinem Leben sandte er, nebstseinem Bildnisse, an den Großherzog zu Florenz ,ste Xt. p. i 55 — 5 -j.

* Xigaud (Johann und Joh. Baptist), Va-

ter und Sohn. Gaulr de Sr. (öermaui S. 298.nennt den Johann Jacob, und den Joh. BaptistJohann, und zwar letzter» nicht Sohn, sondernNeffen von ersterm (beydes, wie wir glauben, irrig).Das Hauptwerk des Vaters trug zum Titel: hosizisisoris lkoZ'ales et sutres pslsls remsrgusb-les en kronce, und war theils die Fortsetzung,theils die Restauration. wenn wir's so nennendürfen, jenes altern Werkes , nach den seitdamals erfolgten Erneuerungen u. s. f. Ob vonihm oder von dem Sohn die Blatter: souste sur!a 8eine en 17I9. — lkeeeptlon des Ebevsliersde l'Ordre de ät. ksprit 172). — ülaris^e ciuprince d'Orsnge 17'z.. nach Kcnt's Zeichnung —Kon Voys^e! I! a. dgl. herrrührcn, ist uns un-bekannt. Vlach dem Vater wahrscheinlich, hatdann G- Duchange gestochen: Oitlerens Vsis-sesux conskruik« en krsncs 1689. 6, Bl. Jo-hann st. 17^. b)d. see. Dort wird Joh.

Baptist ebenfalls Johanns Neffe genannt.

Zu diesem Art. erhalten wir so eben von einemunsrer Freunde ff. Zusatz: »In dem Verzeichnisseverschiedener Kupferstiche (des C. H. von Hei-

' necken>, welche aus freyer Hand verkaufrrver-den sollen (Dresden u. Leipzig 1786.8°.) G. i— 3 -findet man die einzelnen Art. seines Werkes so ziem-lich vollständig aufgeführt. Als: Vue de ksrissvec Uieetre et 1 s 8slpetrerie, 25 . Bl. — Vuesde Verssilles. 2^. Bl. — Die übrigen französ. Lust-schlösser, 72. Bl.— Vuesds Marseille du tems deIs peste, 2. Bl. — Dieselben, größeres Format,2. B>. — Die Reception der Ritter vom H. Geist-orden in der Kapelle zu Versailles , i. Bl. — Vor-stellung der Belagerung eines Platzes, i.Bl. — Ma-rinen 12. Bl. — Verschiedene in derProven^e üblicheLustspiele, 6.BI. — Folge von Landschaften (X^. 1.öon Vo^g^e, k§o. 2. ^rrivee su LUte, X". n.IIssont Xsukrs^e, 12. lheur stetourcbe^ eux.),i2. Bl. — Eine Folge von großen Landschaften mitbiblischen Historien, 6. Bl. — In England stach ereine Anficht von Hamptoncourt, sowohl ingrößermals kleinerm Format, 2.Dl. — Ansicht des Parkesvon St. James, ebenfalls in verschiedenem For-mate, 2. Bl. — Ansicht von Greenwich und danndes dasigen Hospitals, 2. Bl. (Im Ganzen 169. Bl.).Redendem hat noch B. l'Epicie eine Ansicht d. Schlos-ses zu Grosbois 1755. nach seiner Zeichnung, ingr. Fol gestochen. Diese sämtlichen Stiche wurdendem H. von Heinecken mit 3 n. Rthlr. bezahlt".

* — — ( ) der jüngere. Nach einem sol-

chen (der aber doch wahrscheinlich kein Anderer alseiner der eben Angeführten ist) nennt der Katalog von

R i l a n d.

winkler ein Bildniß des C. N. Taffoureau's deFontaine (Xpiseopl Klectensls) von F. Ehercau.

kxigemorres od. kxegemorres ( ),

ein Ingenieur, gab 1771. eine Beschreibung dersteinernen Brücke über den Fluß Allier zu Mourlins, mit 16. Kupfertafeln und Auslegungen inAtlasformat, zu Paris ans Licht.

Biger, s. oben Rieger und unten Rüger.

* kvigbi (Andreas). Lau;» I. 25 ä- nenntihn einen Florentiner.

RighlNl ( ). So wird im Tüb. Mor-

genblatt 1809. S. ini 5 . ein damals »och zuBerlin lebender vorzüglicher Künstler (in welcherGattung ist uns unbekannt) genannt. Ob er etwaein Nachkömmling des folgenden Righino seyndürfte?

* Righino (Peter). Ein Gantkatalog, derihn p. Rlghinl nennt, führt an, daß man nachseiner Zeichnung 8. Blätter kenne: TheatralischeVeränderungen einer Oper in Folio.

Rigo (Michael), von Genua gebürtig, fran-zösischer Maler neuerer Zeit, Mitglied des Insti-tuts von Egypten, brachte von dort eine MengeStudien, nach der Natur dieses Landes und seinerBewohner gezeichnet, mit sich nach Frankreich zu-rück, wozu ihm besonders die Nubische Caravane,welche er zu Cairo traf, den reichsten und man-nigfaltigsten Stoff gab. Die seltsamen Abentheucr,welche seine Kunst mit den Gegenständen derselbenbestehen mußte — da namentlich die gemaltenPersonen, so wie er einen Kopf, Bei», Handderselben u. s. f. auf die Leinwand warf, in derschreckenvollsten Einbildung standen, daß er sie —verstümmle, liest man in: )Vorme//. stes ^i ts III.2vZ—4. Auf dem Salon des I. Xlll. sah manvon diesem Künstler: Die Predigt eines orienta-lischen Fanatikers, ein Bild, das zwar für denAnblick nicht angenehm ist, aber dafür viel Feuer inder Komposition hatte, und Züge und Kostümevieler Völker sehr charakteristisch darstellte; somitals historisches Denkmal immer von großem In-teresse war. /ü. IV. 116. Für den Salon von

1807. lieferte er zwey große Bilder, welche Bona-parte's Mj^e gegen den aufrührerischen, Divanvon Cairo und gegen eine arabische Familie zumGegenstand hatte, deren Vater er, auf Verbitte derMutter, die ihren nackten Sohn in seine Hände —wirft, das Leben schenkt. Man fand darin, nebstzn wenig Schatten — noch weit ärger, auch zuwenig Ausdruck; und Spötter sagten, daß dieseBilder wohl selbst der Milde Napoleons bedürf-tig waren. Tüb. Morgenbl. 1807. S. 7-j. Um

1808. arbeitete er an einem Gemälde, das denErzbischof und die Deputirten des Senats vonGenua in dem Augenblicke darstellt, wo sie demKaiser den Wunsch der Nation vortragen, Ligurrien mit dem französische» Reiche zu vereinigen.I. c. S. ib. Endlich gab dieser Künstler auchfür den letzten Salon des I. 181». ein Bild,weiches den Kaiser Napoleon am Grabe Fried-rich II. darstellt. Zu bemerken ist, daß Landonin seinen Kunstannalen und Salons Rigo's keiner-lei) Erwähnung thut.

Rigorri (Marin), f. Uilielmo de Grandi,in den gegenwärtigen Zusätze».

* R-gouldts, s.J. Phil. Thielen.

Rignel (Melchior). So heißt bey Fiorillo I V.271. kurz, ein spanischer Maler, der in i(i«>Z einigeChorbucher der Kathedrale zu Sevilla mit Minia-turen geziert habe.

Rigueur ( ). Nach der Zeichnung eines

solchen soll Rapinois ein Bildniß des GeneralsPichegrü um 1796. (Preiß 6. Gr.) gestochen haben.

* R'kaerr (David), Ryckaerr.

* Riland, s. kyia"d.