Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1300
JPEG-Download
 

izoo Rinaldi.

Das Original scheint in der Zeichnung Fehler ge-habt zu haben, die nun auch in dieses Werk über-gegangen sind; sonst soll das Bild ziemlich ahn»lich, nur etwas zu schwach gehalten seyn. Manvermißte gefällige Halbschatten; und die Ueber-gänge von lichten Stellen zu dunkeln, wie z. B.am Rücken der Nase, hatten eine Harte , die dasAuge beleidigte, aber in der Skeinmanier unver-meidlich *) seyn soll. In i8io. reiste er damitnach Paris , und soll 3 ooo. Scudi dafür erhaltenhaben. Tüb. Morgenbl. 1808. S. n 74 > und1810. S. 6 i 5 .

Rinaldi (Hieronymus ), ein Architekt, der in1628. die Kirche St. Girolamo und Lustachio,gewöhnlich le Acque genannt, vor dem Thore St.Mammolo in Bologna erbaut hat. Mrc.

— (Santo), genannt Tromba . LanziI. 245. heißt ihn einen Zeitgenoß von Pandolfo,aber zu Florenz minder bekannt, als dieser.

— — ( ) Baumeister aus Rom . Derselbe

gicng nach St. Petersburg und wurde hier 17hg.ais einer der vorzüglichsten Künstler dieser Haupt-stadt aufgeführt. Das Neueste aus der an-muth. Gelehrsamk. Lenzmond 1769. (Leipzig 8°.S. 2 i 5 .).

R-nck, s. Rrngk.

Rinckenraee (H. G.)> So nennt eine(freylich sehr unsichere) Quelle, d. h ein Gant-katalog, einen Kupferstecher von Bildnissen, ohnejedoch dieselben, beliebter Kürze wegen, anzugeben.

* Rincon (Anton). Seine Verdienste umdie Vervollkommnung der Kunst in Spanien wa-ren sehr groß. Vorzüglich in Rom hatte er sichzu einem wackern Maler gebildet. Palominobeschreibt mehreres Geschichtliches, sowohl alsBildnisse, von ihm, die aber in einem Brandezugrundgegangen sind. Indessen hat sich noch einesseiner Hauptwerke in der Landschaft von Robleda,am Hauptaltare der dortigen Parochialkirche erhal-ten, das aus einem in 17. Felder getheilten Bildebesteht, welches ausdrucksvoll und geistreich aus-geführt , aber hie und da von einer ungeschick-ten Hand ritoccirt ist. Fiorillo IV. 58 ^ 59 . Un-ter den Biographien des Palomino ist Rincon'soder del Rincon's seine die erste, obgleich esallerdings weit altere spanische Künstler gab. Tüb.Morgenbl. 1808. S. 1264.

* — — (Fernando del). So nennt FiorilloIV. 5 g. ohne Weiteres, einen Sohn und Schülerobigen Anrons, Maler, der sich gleichfalls einenNamen gemacht habe, und mit demjenigen Fer-nando del Rincon kaum Eine Person seyn kann,welcher im Lex. unter dem Art. Peri-Iuan alsBaumeister angeführt wird.

Rindfleisch (Joh. Christoph), Maler, derin seiner Kunst berühmt gewesen seyn soll. Erwurde zu Breßlau geb. und st. i6Zi. (oder iköo.)zu Paris 20. I. alt. Sein Bruder, ein Arzt, dersich der spanischen Inquisition als Ketzer verdäch-tig gemacht hatte, dieserwegen die katholische Re-ligion annehmen mußte, und zu Paris Mönchwurde, brachte ihn, einen Protestanten (ekeu!),noch auf dem Todtenbette zur Aenderung seinerReligion. I T- Bundmann: 8ile8ia in Gum-mis, oder rc. (Breßlau u. Leizig 1708.4°.) S. 255 .und Stammtafel S. 228.

Ring (D.). Nach der Zeichnung eines solchenhat ein Ungenannter das Bildniß des MedizinersG. Hevermann, zu dessen chirurgischen Operatio-nen, in Oktav-Format gestochen. Möhsen'sAerzrebildnisse S. 60. Vermuthlich lebte Ringin Norddeutschland oder Kopenhagen um der Mittedes X VIII. Jahrh.

— — (Maria Elisabeths), Tochter des zuseiner Zeit bekannten Professors Ring zu Frank-

Ringgli.

fürt an der Oder; sie war nicht allein in der Ma-thematik und in mehrcrn Sprachen bewandert,sondern übte auch die Malerei), Dichtkunst undMusik. An einen gewissen Rbode verheirathetkömmt sie 171b. als dessen Wittwe vor. Ama-ranrhe's Frauen;immer-Lex. (Leipzig 17^.

5. 1649.) unter Ringin.

Ring ( ), ein neueres Frauenzimmer, das

um 177«. gelebt haben muß, und sich mit denzeichnenden Künste» abgab. So kennt man näm-lich ein Bildniß des Predigers zu Magdeburg ,C. C. Sturm, das in Octav mit: xlnx.

-Liebe so. bezeichnet ist.

— — ( ) Ein solcher war um 1796. als

Lehrer der Anfangsgründe der Zeichenkunst bey derKöniglichen Kunst- und Zeichenschule zu Berlin an-gestellt.

* — — ( de). In dem Hause zu Busch,unweit dem Haag, fand man einst in der Garderobe,neben der Schatzkammer, den Plafond (ein Blu-menstück) von seiner Hand. Dasjenige aber, wasüber dem Kamin zu sehen ist, hat Segher's gemalt.

Ringart (F.). Nach einem, uns sonst ganzunbekannten französischen Maler dieses Namens hatP. Landry (1H64.) das Bildniß des Bischöfen vonAmiens , Fr. Favre, Minimer-Ordens, gestochen.

Ringe ( ), Hofmaler zu Köche. Einen,

uns bisher nicht zu Gesichte gekommenen Aufsatzüber diesen uns sonst ganz unbekannten Künstlers. in den (interessanten) Anekdoten, Tbarakrer-zügen u. s. f. aus dem Leben berühmter undberüchtigter Menschen, Bd. II. 8°. Leipz. 8ot>.

Ringelberg (Joachim Fortius ), ein Ma-thematiker und Philolog, der sowohl in der Ma-lerey als im Kupferstichen wohl erfahren war. Eewurde zu Antwerpen geboren, an Kaiser Maximi-lians I. Hof erzogen, lehrte auf mehrern Akade-mien in Frankreich und den Niederlanden , undstarb um i 556 . Iöcher führt seine gelehrten undmathematischen Schriften an.

Ringelsd 0 rff (P. E.). So heißt irgend-wo ein Künstler, der, nach eigener Erfindung,

6. Bl. Abbildungen und Grundrisse von Garten-gebäuden gestochen habe.

Ringes (A>), ein uns sonst ganz unbekann-ter Künstler dieses Namens, gab in neuern Tagenim Reinheimerschcn Verlage zu Frankfurt am Mayn:Die unterrichtende Mutter Gottes, nach einer Zeich-nung von Correggio geetzt; dann Hymens Opfer,und Landkinder mit Blumen und Früchten (diese ohneandern Namen als den (einigen), alle um wohlfeilePreise. B'bl. f. red. u. bild. Lünste III. (1.) 55 .

* Ringgli (Gotthard). Malpö nennt ihnirrig Ringel, und setzt seinen Tod ebenfalls feh-lerhaft in - 652 . an. Bey wem er die Kunst er-lernt, was er für Reisen gethan, und überhauptdie Geschichte seiner frühern Jahre, ist völlig un-bekannt. Seine drey Gemälde auf dem Rathhausezu Bern , zu deren Verfertigung er eigens dorthinberufen wurde, rühmt Gandrarr sehr: „Sieseyen mit vielem Verstand und sehr bedachtlich ge-zeichnet und gemalt, weil man, in einem beson-ders, die Figuren von unten auf" (d. h. nachrichtigen Regeln der Verkürzung) »sehe". Eben-daselbst zierte er auch den Glockenrhurm, die Uh-ren, und malte rings um dieselben die Jahrszei-ten, Alles Bilder in Lebensgröße; ferners an derSeite des Thurms eine Figur im Kürraß, mitder Stadt Panner. Für alle dieß wurde er kost-bar belohnt und mit dem Bernerschen Bürgerrechtebeschenkt. In seiner Vaterstadt Zürch dann siehetman von ihm auf der Stadtbibliothek das Zürcher -Regimenl(?) mit den Dogreyen; zur Seite zweyallegorische Figuren: Die Religion, die den Todmit Füßen tritt; und die Freyheit, welche Bande

«) Sctwer, aber nicht unvermeidlich! Oder was wäre sonst diese Kunst? Freylich (denken wir, nicht erst seitgestern) weit weniger, als wofür das allmächtige — Herkommen sie halten will.