iZv8 Robert.
geld. Erst nach zwölf Jahren (1767.) kehrt erzurück, und wird sofort zum Mitglied der Akade-mie aufgenommen. Sein „wohl gelungenes" Re-zeptionsstück stellt den Hafen von Rom , mit derAnsicht der Rotouda und einem Flügel des Kapi-tals (wie sich das Alles reimen mochte?) vor. DieKaiserin Catharina II. bietet ihm vergebens eineStelle zu St. Petersburg an: Er schlagt sie, alsPatriot, aus. Wahrend der Revolution theilte er,unter Roberspierre, das Schicksal mit so vielenguten Bürgern, in zehnmonallichem Verhafte.Auch hier war die Kunst sein Trost; in Landon'sl'sblsaux ds 6enre IV. rü. findet sich die Nach-bildung eines Stücks, welches er im Gefängnißauf einen Teller gemalt. Ueberhaupt ist die An-zahl seiner Gemälde (Landon spricht von öooo.),die Zeichnungen ungerechnet, fast unglaublich. Esgab eine Zeit, wo keine Bildersammlung ohne Etwasvon seiner Arbeit sich nennen durfte. Endlich starber zu Paris is Apr. 1808. 7b. I. alt, vom Schlaggetroffen, plötzlich, mitten unter der Arbeit in sei-ner Werksiatte. Sein Nekrolog im Franz, publr-Zlsie vom 18, Apr. d. I. sagt von ihm: „Mitallen erforderlichen Eigenschaften zum ausgezeich-neten Künstler geboren, mangelte ihm nichts, alsdie Kraft, dem Eigensinne der Mode und deselenden Geschmacks seiner Zeit Widerstand zu lei-sten. Frühe gieng er nach Rom . Die Majestätder alte» Ruinen dieser alten Hauptstadt der Weltmachten einen tiefen Eindruck auf den Jüngling,und bestimmten ihn, hauptsächlich diese zu seinerGattung zu wählen. Er nahm daher Unterrichtbey dem berühmten Pannim. Auch findet man inseine» frühern Werken die schöne Färbung undzugleich die Wahrheit dieses seines Meisters. Alleinbey seiner Rückkehr ins Vaterland konnte er sichnicht erwehren, den damals herrschenden Götzenzu opfern. Von da an wurde seine Manier min-der natürlich, nachlaßiger, und Alles nur grob hin-geworfen ; doch dieß nicht ohne Ausnahme. Eineseiner beßten späthern Arbeiten besitzt H. de la Borde,worin alle römischen Monumente des südlichenFrankreichs vereint vorgestellt sind (was indessenselbst schon von schiefem Geschmacke zeugen möchte).Redendem versuchte er sich auch in der Geschichteund der eigentlichen Landschaft; in ersterer ganzohne Erfolg, in letzterer um weniges besser, un-geachtet er in der Theorie irregulärer Gärten sehrbewandert war, und z. B. den Plan zu dem Gar-ten von Mereville, und die Zeichnung zu dem Fel-sen im Apollo-Bad des Parks von Versailles gabEben so zahlreich, als seine Gemälde, sind seineHandzeichnnngen, welche Kenner, ihrer geistvollenLeichtigkeit wegen, den erstem noch vorziehen, undbesonders seinen Studien nach der Natur (?) großenWerth beylegen. Dieser Künstler war von sehr ro-buster Leibskonstitution, und dabey von ungemei-ncr körperlicher Gewandtheit. Von der Kühnheitwelche diese beyden Eigenschaften ihm gaben, er-zählt man verschiedene Züge, wovon einer de Liliezu einer Episode in seinem Gedicht über die Einbil-dungskraft den Stoffgab. Auch in Reichardr'svertraurenBriefenl. 481—82, liest man: „Ro-bert arbeitete, und — tanzte noch, als ein Sie-benziger, in Paris im I. 180Z. Neben seinem At-telier hatte die schöne Frau von Recammier einkleines Zimmer zu ihren Studien im Landschaft-zeichnen zurüsten lassen, worin ein Fortepiano undein angenehmes Ruhebett, zur Erholung von deneinförmigen Strichen nicht vergessen war. Robertselber schien indessen nur noch Architektur malenzu können, womit er alle seine neuen Arbeitenüberhäufte". Noch heißt es anderwerts von ihm:„Von lebhaftem und gebildetem Geiste und tref-lichem Herzen, war sein Umgang ungemein ange-nehm und gesucht. Von mehrern Kindern über-lebte ihn keines. Allein Wittwe und Freunde trauer-ten über seinen Tod". In Deutschland besitzt, un-sers Wissens, die einzige Münchner -Gallerte einesseiner Bilder auf Leinewand. Von ihm selbst, miteiner leichten und geistreichen Nadel geetzt, kenntman mehrere Blatter; neben Anderm, unter dem
Robert.
Titel! 8 c»iröe 8 sie Korne, eine Folge von ro. sehrartigen Landschaften mit antiken Denkmälern. Hin-wieder haben nach ihm gearbeitet: Aliamct, Ber-teaux, I. B. C. Chatelain, Choffard, Demoulins,Dunkcr, Dupin, Germain, de Ghent, Gutten-berg, Helman, F. Janinet, I. B.Lienard, P. A.Martini, Maugin, C Natoire, St. Non, Que-villiers, le Roi, le Veau , Weisbrodt: Das Meistefür die Nableaux pittoresguss de dlaples. Dannaber auch einiges Geschichtliches, wie z. B. (lesenwir irgendwo) C. Natoire eine Kindheit Johanndes Täufers (wohl eher, gerade umgekehrt, Ro-bert nach ihm); dann von Gattungsstücken Cha-telain : la Luisinisrs Itslienne und la Osvideuse.
* Roberr (Johann), derBildhauer. JnTho-massin's Sammlung N°. 214 findet sich nach ihmeine Vase mit — musikalischen Instrumenten.
* — — (I.). Der Kupferstecher des Lex. nachGandelllni ist vielleicht derselbe I. Robert, der,nebst Chauvin, zu Grenoble die 60. Kupfertafelnzu Vikars: Ristoirs des plante« du Dauphins(Z. Theile in 8". ,786—89.) verfertigte; oder dannein jüngerer gleiches Namens.
* — — — — Maler und Kupferstecher.Gestochen nach ihm haben Bildnisse, meist fürOdieuvre s Verlag: Bassevorte, Delobel, Fiquet,I. C- Francois, R. Gaillard, Pinsso, Poilly.Dann Avelim einiges Geschichtliches < wahrschein-lich für irgend ein historisches Werk, wie z. B. dieSchlachten von Mvnlhery 1466. und von Nancy 1477. u. dgl.
* — — (I. F. E.). Einer Anzeige des Lelp-Ziger-Jndustriokonrptoirs zufolge gab dort r8in.(Pr. 3 . Rthlr. 12. Gr.) derErbmarschall von Bohrzu Stellichte ein Merk über die Nelken in zweyHaupttheilen, unter folgenden Titeln: System derNelken, nach der Natur aufgestellt vom Erbmar-schall v. (B.), Pfarrer Münze! u. a, gemalt vonI.F. E-Robert (dabey einTitelkupfer und 24. aus-gemalte Nelkenb!atter);dann: GründlicheAnweisungzur Wartung und Pflege eines Nelkenflors durchsganze Jahr; herausgegeben von F. (a. h. ss.) A.L. von Bohr, Erbmarschall (dabey ein Titclkü-pfer und zwey gestochene Zeichnungen).
— — (I. I.), ein Maler (vielleicht in Sach-sen ) um 1728. Ein Bilvniß von Christian Kluge«en. hat I. G> Krügner zu Leipzig »ach ihm inFolio gestochen.
* -- — (Niclaus), Miniaturmaler, Zeichnerund Kupferctzer. Derselbe trug den Titel einesHofmalers von Ludwig Xl V. Auch in dem Mu-seum zu London sieht man von seiner Hand 60. Bl.deren jedes mit fi. Guineen bezahlt wurde. AlsKupferetzer kennt man, neben dem im Lex. Ange-führten, von ihm: Vörderst die (Zg.) Blätter, welcheer, gemeinschaftlich mit A. Bosse, für die iVIs-molres pour servir ü l'blistoirs des klantes,par Docim t. §r. in kol. Karls 1676. geliefert. S./semecie Idee Generals, wo sich über die Fortsetzungdieses Werkes (verworrene) Nachrichten finden.Dann gab tJiclaus für sich selbst noch Mancher-ley; wie z. V. ein schönes Musterbuch zum Nutzender Sticker, mitdem Titel: Icones varias etmnlti-forrnesstorum exprssseead vivum (chexkoillz-);Wieder: Dsux Divres de kleurs, 29. Bl, (Kornst 64 v.), und: Or> rno^sn bivre (?), 16. Bl. —Osux bivres d'Oisesux (24. Bl.) d'aprss ceuxds la Nena^eris ds Versailles; eine Folge von6. Vasen nach G. Charmeton, und (vielleicht apo-kryphisch) 5 o. Landschaften nach A. van der Ka-bel. Earherüie perror, seine Schülerin, gab ineiner eigenen Schrift: Anleitung, solche natürlicheGegenstände, wie ihr Lehrer meist abgebildet hak,mit den erforderlichen Farbe» zu malen. FioriUoIII- 54 ». Rost Vll. ijo. /bksc. Die Fortsetzungseiner naturhistorischen Darstellungen fur'S Kvnigl.Kabinet, welche Gaston von Orleaus zuerst um