Robert.
i 65 o. veranstaltet hatte, soll (wenigstens was dieArbeit der Madm. Basseporte betrift) weit unterder seinigeu stehn.
Robert (Niclaus). Einen andern altern Künst-ler dieses Namens,ebenfalls französischen Ursprungs,nennt Lan?l II. 2. 55 1. nach irgend einer Hand-schrift , als Herzoglich-Savoyischen Maler von1470-77. dessen Arbeiten aber zugrundgegangen,oder vielmehr unbekannt seyen, und der wahr-scheinlich ein Miniaturmaler, oder gar bloßer Bü-cherilluminist gewesen seyn mochte.
*— — deSery (Paul Ponce Ant.). Nachseiner Rückkehr aus Italien erhielt er ein Jahr-geld von dem Kardinal Rohan, und den Titel einesMalers desselben. Nach Einigen starb er erst um1740. Indessen zeigt sein Grabmal ausdrücklichdas I. 1755. an, und rühmt, nebst seiner Kunst,auch seine übrigen Kenntnisse und seine Rechtschafrfcnheit. — Diesem Künstler trug Erozar, nachder Herausgabe des ersten Bandes seines Kabisnets die weitere Leitung dieses Unternehmens auf,wozu jener fortfuhr, die Mittel zu liefern. Robertvermehrte die Sammlung mit 110. neuen Stichen,und bey seinem Tode fand sich dieselbe in dem Zu-stande, worin wir sie dermal kennen (-/emecLeIllee ^eueralL p. 77—79.). Auch als Künstlernahm er sehr thätigen Antheil daran. MehrereBlatter nach Zeichnungen großer Meister hatte erselbst geetzt, die nachher von N. le Sueur in Hell-dunkel in Holz geschnitten wurden. Dahin gehö-ren: St. Prisca , von St. Peter getauft, nachI. Baglioni; St. Paul, nebst zwey Heiligen,nach Dagnacavallo ; das- Opfer Eliä und derBaalspropheten, nach Malurino; die Himmelfahrtder H. Jungfrau, nach I. Passen; Jesus übergiebtSt. Peter die Schlüssel, und ein Studium für dieSchule von Athen, beyde nach Naphael; undTimoclea, von Alexander gerechtfertigt, nach P.dcl Vaga. Noch kennt man von ihm, nach eige-ner Erfindung: Loth bittet die Engel, bey ihmEinkehr zu nehmen, das Kind in der Krippe,eine schlafende Bacchantin u. s. f. Hinwieder auchnach ihm Mancherley. So z. B. seine Marterdes St. Fidelis de Sigmaringa, von M. Magd.Basseport; ein Bildnis; des Tonkünstlers L. Mar-chand, von C. Dupuis, und ein Mädchen mit derKatz' im Arm, von Maria I. R. Dubos. RostVIII 5 i 55 . MMer-. S. auch den gleich
folgenden Art.
----- (Peter Anton), einen solchen nenntFiorillo III. 296. als Maler und Schüler vonP. I. Cazes, der aber wohl sicher kein Anderer,als der Obige ist.
* — — oder Ruperr (von der Pfalz amRhein), geb. 1620. der im Lex. 8. v. Pfalz imArt. seiner Schwester erscheint, und in den gegen-wärtigen Supplementen, unter diesem Namen, ausVersehen nicht bemerkt wurde. Dieser, durch seineTapferkeit und Ergebenheit für Carl I. in Englandso bekannte Prinz (dessen einzige Erholung vonseinem eigentlichen Berufe das Studium der Künsteund Wissenschaften war) gieng bey den dortigenUnruhen nach Frankreich , und von da nach Deutsch-land, wo er von dem Obristlieutenant von Sichem das Geheimniß der Schwarzkunst erlernte, undsolches nachwerts, bey seiner Rückkehr unter Carl II.einigen Künstlern zu London entdeckte, denen esanfangs nicht damit gelingen wollte, die aberspätherhin diese Kunst auf eine solche Stuffe vonVollkommenheit zu treiben wußten, daß es kaummöglich ist, fernere Fortschritte darin zu thun. Erselbst hatte solche schon weit gebracht. Die An-zahl seiner Blätter ist, leider! nicht groß; die we-nigen haben sich dabey äußerst selten gemacht. Diezuvcrläßigsten sind: Sein eigenes Bildniß auf hal-ben Leib; er hält mit der Rechten einen Waffen-spieß, und legt die Linke auf eine Art Gürtel, andessen Ende man liest: 058 . ke («. K. i 65 ki.)(Eine sehr schöne Kopie davon kennt man vonW. Vaillank); dann, nach Match. Merlan, eine
Roberts. 1309
St. Magdalena im Nachdenken: v. 6.
L. p. Ö. 6. ?rincep8 Impsrü» animi gratisIa8it; ferner nach Spagnoletto: Ein Scharfrich-ter, Kniestück, der mit der Rechten ein Haupt(wahrscheinlich Johann des Täufers), mit der Lin-ken ein Schwerdt hält, auf dessen Schneide einU. p. s. und darüber ein Kurfürstenhut steht,ein sehr großes Blatt. — Ungewisser sind, undmit keinerley Monogramm von ihm bezeichnet. Einvom Fuß bis zum Kopf bewaffneter Soldat, nachP. della Vecchia; ein niederschauender Frauenkopf,ohne Namen des Malers; eben so ein Schwan,eine Eule und ein Paar Landschaften. Rost I.298—99. 8. v. La/uecüt. )ILrc.
Robert, u. Robert de vogondy ( ),Vater und Sohn, beyde Geographes ordinaircsdes Königs, die um die Mitte des XVIII. Jahrh,zu Paris lebten. Sie waren sowohl Landkarten»zeichne», als Verleger; ihre Arbeiten stehen in sehrgutem Rufe. Der von ihnen herausgegebene : ^t-l»8 univernel wurde von D- < 5 . F. Delamarcheum 1794. verbessert, wie es hieß, und vermehrtmit der Eintheilung Frankreichs in Departements,auf 111. Bl. (Paris . Preiß 5 o. Rlhlr) von Neuemherausgegeben.
*— — ( ) der bey Basan (kä. 8ec.) ganz
kurz als Maler erscheint, und für die Kapuziner-kirche du Marals zu Paris gearbeitet habe, istkein Anderer, als p. p. A. Robert de Sery.
* — — s. Lnsarchc.
— — Lefevre, s. Febure in den gegen-wärtigen Zusätzen, Unter Robert erscheint er imKatalog des neuesten Salons von 1810.
Roberten i (Aurelius). Von einem Künst-ler dieses Namens findet sich an einer Säule imDome zu Savona ein (bey Rarri schön genann-tes) gemaltes, und mit 1499. datirtes Bild derMadonna, das noch heut zu Tage von dem Volkebesondere Verehrung genießt. II. 2. 286.
* Robert, (Dominikus), der Perspektivma-ler. Derselbe (heißt es in einer unserer Handschrif-ten- arbeitete auch in England. Ob er derselbe„gewisse Robert," sey, der, nach FiorlUo V.527. in einem der frühern Dezennien des XVIl.Jahrh, das Erdgeschoß von Couvray, einem Pal-laste des Lord Mvntacute erbaut habe, ist uns un,bekannt.
— — (Gerard). So nennt Hemecke (läse^enersle, im Register) einen englischen Maler undStecher, dann aber im Text ( 1 . c. io 5 .) bloß einenStecher, der für Boyvell gearbeitet habe, und wohlzuaerläßig kein Anderer als einer der nachfolgen-den Roberts oder Robertson seyn mag.
— (H.), etzte, nach Angabe eines Gant-katalogs, einen Scharmützel nach van der Meulen.Ob er etwa etwa mit Hubert Robert derselbe sey?
* Roberts (H.). Nach einem Gantkatalogkennt man von einem solchen ein Bildniß in Folio:Msrßar. kinck, passn ok tbe 6^p8iss at Xor-vvooä. Ob er etwa mit obigem H. Robert, odermit dem nachfolgenden James Roberrs EinePerson seyn dürfte? — Dasselbe fragt sich nochweit mehr von einem solchen H. Roberts, vonwelchem man in dem aus dem Englischen des Job.Ellis ins Französische übersetzten Werke: k88si8ur l'Ni3toire naturelle cie8 Lorallines (a laRaz?e 1756. 4 ") mehrere nakurhistorische Blätterfindet. Sonder Zweifel besaß der holländischeVerleger die Kupfertafeln der englischen Urschrift.
* — — (James), geb. zu Dcvonshire 1725.Gemeinschaftlich mit W. Byrne hat derselbe vieritalienische Landschaften (neben andern, der VillaMadama bey Rom ) nach R. Wilson, dann fürsich vier englische nach Barrel, sechs Blätter Dlu-menvasen nach Glazier, sechs Landschaften nachTh. Joncs, Ansichten nach P. Sanby und Smith