Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1317
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Röche ist.

* Rocheter (Michel), heißt bey Fiorillo III.m6. u. n 3 . das einemal Rocherel, bann wiederRöchelet, und wird dort ebenfalls unter denjenigen

enannt, die sich zur Zeit Franz I. in Frankreich durchierathen- und Grotesken--Malen hervorthaten.

Rochettef ). So heißt im Petersburger-Hofkalender von i 8 « 4 - ein Professor der Sculpturdortiger Akademie, und Collegienrath.

* Rschien ne (Peter), Formschneider, gebtzu Paris um 1620. Sein Meister ist unbekannt»Er war Zeitgenosse von Johann Cousin, und ar-beitete Mehreres für Gebetbücher» Seine Manierwar noch seh, gothisch (?) in Zeichnung, Kompo-sition und Geschmacke. Von ihm sind namentlichdie meisten Blatter in der - 55 /» zu Paris bey I»Ruelle gedruckten (.ebenso lloröe. Auf etlichenderselben, wie z. B. der Beschneidung, der An-betung der Könige u. s. f. findet man die Anfangs-buchstaben seines Namens ?. k. Selbst Papillon(sonst der einzige Schriftsteller, der von ihm spricht)kennt das letztgenannte Werk nicht, vttahse.

* Rochmann, s» Roginäntt.

Rochon ( ), ein, wie wir glauben deutscher

Künstler, der von den frühesten, freylich noch sehrunvollkommenen Versuchen mit dem Steindrucke' gemacht harte. S. Tübing. Morgenbi» 1807.S. 987. u. 998.

Rockel (H.). Nach einem uns sonst ganz un-bekannten Künstler dieses Namens hat C. Marinuseine Tabagiei gestochen.

^Rockenrhien (Carl, Hans, und Peter),sämtlich Goldschmiede zu Halle in Sachsen. Carlwird im I. cb 84 . erwähnt. Dreyhaupt Be-schreib. des Saalkreises I. Lh. S. io 56 . Hansstarb um 1VZ7. perer, der sich Goldschmied, Jube-lier und Rathsverwandter nennt, und von dem seineGrabschrift ruhmredigerweise anführt, daß er durchfernes Reisen seine Kunst gründlich erlernt habe,war daselbst 1619. geb. und starb dort 1662. —Ein andrer perer R., wird auch bey Gelegenheit16HZ. als Goldschmied zu Halle, erwähnt. I. G.Dlearius Loemiterium 8sxo-lisUen86(Wlktenb»167/,. 4°. S. r-ji-und G Dlearius Haiyrgraphia (Leipz. 1HH7. 4 °.) S. 45 s»

Rockn er (Vincenz), Kaiserlicher Sekretairund großer Schreibekünstler, hierin Schüler vonJohann Neudörffer Sen. Gewöhnlich hält man ihnfür denjenigen, der um i 5 i 9 . die Probeschrift ver-fertigte, nach welcher die schönen Typen zu demberühmten Theuerdank (vermuthlich von ^ieron.Andrea) geschnitten wurden. Breirkopf in seinerGeschichte der Schreibekunst, herausgegeb. v.Roch(S. 64. ff.) hält dafür, daß aber auch sein abge-dachter Lehrer einen guten Antheil daran gehabthaben möchte.

Rocksirob (Christian Daniel Gotthard). Einsolcher heißt in: Dresden , zurLennrniß s.Häuser 1798. Scholar der dortigen Kunstakademie.

— — (Heinrich), Dr. gab: vorlegeblärrerfür die erste Uebung im Zeichnen mir freyerHand, nach pestalozzi (Berlin 1806. qu. 4°.)Ein seltsames Werk. Ueber die Anwendbarkeit derPestalozzischen Methode auf die Zeichenkunst, kannnur die Erfahrung absprechen; immer aber erscheintes sonderbar, wenn auf allen diesen Blättern einzigDrey oder Vierecke, in mancherlei) Construktionen,zu sehen sind; ohne nähere Erläuterung glaubteman dieselben als zu einem tiefsinnigen mathema-tischen Buche gehörig. In 1808. erschien von ihmweiter (kl. 4°. Leipz. bey Georg Voß, 18. Gr.)Elementarunterricht im Zeichnen mir freyerHand. Mit 20 Kupfert. ein Werk, das von demVerleger sehr gerühmt, und in 1809 aufs Neueangekündigt wurde. Endlich 1810. Die Runst)mancherley Gegenstände aus Papier zu for-men, mit 20 größtenthcils illumin. Kupferblättern,nach seiner eigenen Zeichnung. Ob auch nach dem

Rode. tZn-j

Pestalozzischen Systeme, wissen wir nicht zu be-stimmen.

Rockst roh (Johann Wilhelm), Bildhauer zuGera , wurde 174». seiner Kunst wegen, bey demBaue der St. Stephanskirche zu Zeitz gebraucht.Suchst Rur. Lab. - 74s. S. 326.

— — ( ), der Stecher des Lex. gab auch

neben Anderm die fünf Sinne nach Teniers ; Bild-nisse nach Manyocky, u. s. f. ikkrc.

Rocoler( ). So hieß ein älterer Franzö-sischer Kunstverleger, bey dem man, z. B. dasBildniß des Kardinals M. David dü Perron, ohneuns bekannten andern Namen, als den seinigen,fand.

Rocorof (F.). Nach einem solchen hat A.Radigues 1780. zu St. Petersburg das Bildnißdes Prinzen Boris Kurakin gestochen, /iorilloR. G- II- 95 . Wir vermuthen aber, daß solcherkein andrer , als der unten ff. T. P. G> Rokororr»seyn dürfte.

* Rocque (I. la), hieß Johann. Irgend-wo benennt man ihn noch als Verfasser folgenderStiche: ^ Loilection ok? 1 sn 8 ok tüe Princips!Oitie8 ok 6rest Lritsin snci Irelsncj, wirk Nsp»dy 4. (k.) Rooäon 8. s. 22. Bl. qu. 4 ". — Ichs

roysl pslsce snci (Isrclen c»kXensin^ton, 6e88inset ^rsvö psr Aca-r ??c>cg-«e 17Z6. gr. Fol. —skurkey ok (.oncion 1701. 16 Bl. Royalfol. —Postcharte von Europa, London -771. — Viexvok b)ime8 gr. qu. Fol. — Karte von England, u s. f.Dann hat I. Bonneau eine Ansicht von CläreMount, einem Lustschlosse des Herzogs von New-castle in qu. Realsol. nach ihm gestochen.

Rocques( ). So heißt im Derlagscata-log von Joubert und Bance (i8oü.) ein Kupfer-stecher, der damals im Begriffe stand, ein HeftUmrisse nach Basreliefs von Canova (k'eintrsRomain! i) zu geben, welche 5 . Fr. kosten sollten.

Roda (Augustin). Einen solchen zähltLiorillsIV. 270. ohne Weiteres unter die berühmtem Spa-nischen Goldarbeiter aus der zweyten Hälfte desXVII. Jahrhunderts.

Roddermondr, s. Rodermondr.

Rode (August), von Dessau , gab im XII. St.desMeuselschen Museums (i8oo.)S. 579—87. eine Abhandlung über die ziemlich müßigeFrage: Sind wirklich die Romer die Erfinder derKupferstecherkunst? Dann in 1801. eine Biographievon F. W. Erdmannsdorf (8°. Dessau ).

* — — (Christian Bernhard). Derselbe wareines Goldschmieds Sohn. Von Paris machte ereine kurze Reise nach Italien , kehrte aber bald inseine Vaterstadt zurück, und malte daselbst, inFresko und Oel , Altarblätter, historische Bildnisseund andre geschichtliche Gegenstände, welche dieKirchen und Pallaste in Berlin und andern Städtenzieren. Auf Befehl Friedrich II. verfertigte er fürdie Garnisonskirche in Berlin drey Bilder, inwelchen er, mitten unter seinen allegorischen Figurendie Generale Schwerin , Winterfeld und Kleist dar-stellt, welche im siebenjährigen Kriege geblieben sind.Unter seine beßten Arbeiten gehören die Plafonds inder neuen Gallerie des Schlosses zu Sanesoucy unddem daselbst angrenzenden Saale. Jener stellt indrey Abtheilungen die drey Tageszeiten, Morgen,Mittag und Nacht, dieser einen Bacchus in derKindheit vor; beyde sind in Del. Eben so erhielter den Auftrag, einen von Pesne bey dessen Todeunvollendet gelassenen Helenenraub auszumalen.Im I. ,780. ward er, nach N. B. le Sueurs Ab-sterben Dircctor der Künstler-Akademie zu Berlin ,und starb daselbst 1797. Ausser Preußen besaß,unsers Wissens die einzige Gallerie zu Salzdahlum von ihm einen Opferpriestcr in seiner Funktion,Kniestück von lebensgroßen Figuren. Neben seinenHauptarbeiten etzte er, nach seinen eignen historischen