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Noderico.
der Unterschriften ist dieses schöne Werk Ao. 1-492.verfertigt. III. 5 og.
* rioderico (Johann Baptist). So heißtirgendwo, ohne Weiteres, ein »ns sonst ganz un-bekannter Maler, nach welchem I. F. Paduano einJesus-Kind, das den jungen St. Johann umarmt,gestochen habe, der aber vielleicht kein Andrer, alsder gleich folgende Johann Beriurrdin ist.
* — — (Johann BernardiN), der Sizilia-
ner> oder auch der Heilige Maler genannt. Daer sich dem Style von Joseph Cesari näherte, sowurde er von der Carthause zu Neapel bestellt, einGemäld auszuführen, welches letztrer unvollendethinterlassen hatte, I. 618.
* — — (Ludwig), Johann BernardiUs
Oheim, dessen im Lex. im Art. des letztern Erwäh-nung geschieht, war anfänglich Schüler von Beli-fiw Lorenzio, und späterhin von Jvs. Cesari; einManieriste, der aber doch von diesem seinem zweytenLehrer eine gewisse Grazie und Wahl angenommenhatte, die er auch seinem Neffen mitzutheilen wußte.Er starb aber frühzeitig, 1 . 617-18.
Rodermondr, Rodderniondt oder)vorrerinondt (M.), niederländischer Malerund Kupferetzer, geb. um 1600. und blühend inseinem Vaterland 164«. (sehr wahrscheinlich der-selbe, der im Lex. unter dem Namen Rorermannserscheint). Er war ein Zeitgenosse von P. Verbeek,und ist nicht bekannter als dieser; aber die wenigenBlätter, die wir von ihm haben, zeigen mehr Ta-lente, und verrathen, durch ihren freyen und geist-reichen Styl, einen glücklichen Nachahmer vonRembrandt . Jos. Strurr führt von ihm dasBildniß des Generalmajors und ParlamentgliedsW. Wallers nach C. I., Barrsch dasjenige (sel-tene) des Dichters Johann Secundus nach Rem-brandt, dann : Esau verkauft dem Jacob sein Recht,den Suplikant vor dem orientalischen Throne, das(mittelmäßige) Brustbild des Manns mit demkrausen Barte, und David auf den Knieen, vorseinem Pulte betend, an, welche letztere viere Ger-sainr freylich dem gedachten verbeek zuschreibt.Rost V. 569—70.
Rodermund (Johann Carl Gottfried, auchJohann Gottfried Carl), heißt schon 178.4. ineiner Flugschrift Steinschneider zu Dresden , wo ernoch 1810. am Leben war. Er trieb dabey einenHandel mit Kunstsachen und Edelsteinwaarcn, undpflegte mit seinem Assortiment die Leipziger-Messen(wo er z. B. 1810. Bildhauereyen von Oescr undSchlegel ausbot) zu besuchen.
Rodervitz (Carl Leopold), Capitain bey demChursächsischen Jiigenicurcorps. Um 1791. kömmter als Lehrer der Baukunst bey der Jngenieurs-Akadcmie zu Dresden vor; scheint aber ein zehnJahr später nicht mehr am Leben gewesen zu seyn.
* Radius (R.), der Formschneider (Malpösagt Kupferstecher), hieß Remigius, ein Italiener,geb. um 1492. Da das Wenige, was man vonihm kennt, nach Titian ist- so dürfte er ein Schülerdesselben gewesen seyn, und zu Venedig gelebt haben.„Sein Grabstichel" (heißt es bey gemeldtemSchriftsteller) »war eben nicht, weder angenehm,noch zart, noch fest, aber dafür die Zeichnungrichtig". Alsdann nennt er von ihm namentlich:Moses, der dem Volke die Gesetzestafeln zeigt;Judith mit dem Haupte des Holofernes; Esthervor Ahasverus, eine H. Familie, und der unschul-digen Kinder Mord. Alle sind mit zwey ir die denRücken an einander lehnen, bezeichnet.
Rodrigo (Csteban), blühete um 1291. alsHofmaler des Spanischen Königes D. Sancho IV.Als solcher wird er in einer Handschrift der Kvnigl.Bibliothek erwähnt, welche verschiedene Erzählun-gen von den Handlungen des gedachten Regentenenthält. Don seinen Werken ist nichts Näheresbekannt; aber immer merkwürdig, daß bereits in
Roeber.
jenem Zeitraum die Stelle eines Hofmalers bekanntwar. Fiorillo I V. 5 o.
Rodrigo di Holanda, s. oben Holanda.
Rodriguez (Adrian), s. gleich unten Her-mann Adrian R
— — (Frate Domingo), ein aus Portugal gebürtiger Maler, der in den Augustiner-Ordentrat. Sein Lehrer ist unbekannt. Um 1682. hielter sich zu Salamanca auf, und verfertigte für seinKloster eine Anzahl Bilder, welche die Marter derHeiligen seines Ordens darstellen, wovon Zeichnungund Kolorit sehr gerühmt werden. FioriUo l V. 007.
*— — (Hermann Adrian, auch bloß Adrian,Dierix genannt). Derselbe (heißt es bey Mannlich) war ein Sohn des Adrian Drerix, und*nahm erst in Spanien den Namen Rodriguezan. Er malte Geschichte und Bildnisse mit Ge-schmack, Geist und Wahrheit; so z. B. für dieKirchen und Klöster seines Ordens viele Bilder;worunter Abraham der die Engel bewirthet, imRefektorium des Kaiser!. Collegiums (gegenwärtigin Jsidoro el Real), dann die Hochzeit zu Cauaa,eine H. Familie, das Gastmal zu Emaus, und derPharisäer mit Magdalcna, die berühmtesten sind.In allen seinen Werken soll noch sein ursprünglicherFlämmischer Geschmack herrschen. Fiorillo I V. 292.In Deutschland besitzt von ihm, unsers Wissens,die einzige Gallerie zu München das Bildniß einesKriegerS, Kniestück in Lebensgröße.
— — (Johann), ein alter CastilianischerMaler und Stucco -Arbeiter, der, gemeinschaftlichmit Garcia del Barco, für den Herzog von Alba,in dessen Lustschlosse Barco deAvila einige Corridoreund Galerien mit seiner Kunst verschönerte; wieaus einem Contracte von 1476. erhellet, worinnbeyde den Preis für ihre Werke bestimmen, undnamentlich versprechen, in Moreskischem (Arabi-schem) Styl zu arbeiten. Fiorillo IV. 67.
— — (Joseph). So heißt bey Fiorillo IV.91. ohne Weiteres, ein Spanischer Miniaturmaleraus der letzten Hälfte des X VI. Jahrhunderts.
* — — (Don Ventura), des Lex. ist mitdem Don Ventura Rodriguez dort und in dengegenwärtigen Zusätzen Einer und Derselbe. Inder (übrigens weit ältern) Cathedralkirche vonCuenca sieht mau das schöne große Altar, und dieKapelle Lrasparente genannt, von seiner Arbeit.S. ^/i/rrsia ter?. l. Z19. s. v. Lr», »Fr-ete,es sey denn, daß dort von einem ganz andern älternKünstler dieses Namens die Rede wäre.
* Rodrgießer, s. Rorhgießer.
Rodulf, vielleicht Rudolph (Corrado,Conrad), ein Deutscher, Sohn eines schlechtenBildhauers, entfloh aus dem väterlichen Hause,gicng nach Paris, von da in Italien , und studi'rledort nach Bernini . „Warum" (frägt MiliZia)»nicht lieber nach Palladio? Mit seinem großenFeuer hätte er alsdann mehr Regelmäßigkeit ver-eint". Hierauf that er einen Sprung nach Spanien ,und erwarb sich zu Valenza einen solchen Ruf, daßman ihm die Baute der Fahnde dortiger Kathedraleauftrug, an welcher er, kleinlich genug, alle dreyOrdnungen anbrachte. In den Jntcrcolumnienfinden sich Starben, wovon die beßte ebenfalls dasWerk unsers Künstlers ist. Von dem Erzherzoge,nachherigen Kaiser Carl III, (?) wurde er auch zuBarcellona gebraucht. M/issia L8. rer^. II. -267.
Roeber (Friedrich Gottlob). Derselbe warbereits 1791. Unterlehrer der Architektur bey derAkademie zu Leipzig , verließ aber 179Z. diesenPosten, und wurde dann späterhin ^1802.) alsLaudbauschreiber, mit dem Titel Baukommissair beyden Churfürst!. Sächsischen Landgebäuden angestellt.Er soll ein sehr geschickter Mann seyn, der sich viel-fältig im Brücken- und Wasserbaue ausgezeichnethgbe. Zufolge einer uns zugekommenen Nach-
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