Band 
Zweyter Theil [2].
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1324
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LZ'/ch Moeßler.

männliche Bildnisse in Lebensgröße (der Landschaft-maler Kaaz und Deich), welche fast in allen Theilen,1 . c. II. (i.) Z0-.Z1. besonders aber für Natur undWahrheir, sehr gerühmt wurden. In Rom dannlebte und arbeitete er noch i 8 <> 5 . „hat übrigens"(heißt es inMeusel's N. K. L.) „Dollfüße, abereine Künstlerhand". Dort werden von ihm, ausfrühern Tagen angeführt: Auf dem Kunstsalon zuDresden von 1794. Bildnisse in Del, und Kopiennach Rembrandt und Teniers . Damals wünschteman ihm noch mehrere Festigkeit in der Zeichnung.Ein kleiner Knabenkopf gefiel besonders wohl; dieKopie nach Rembrandt nicht so gut, wie seineOriginalköpfe; diejenige nach Teniers fand manim Geiste des Urbilds gemalt. Die kantige undmarkige Behandlung der Drapperie an seinen Bild-nissen fand besondern Beyfall. Meusel's t(k.Mus. 269—70. — Neueres haben wir von diesemKünstler nichts vernommen. Denn Alles, was inMeusel's (I. R. L. und in Ebendess.Archiv II. ( 3 .) 7 — 8. und (4.) i^i. auf denDresdner -Salons von 1807. u. 8. ihm zugeeignetwird, gehört, zuvcrläßigen Nachrichten zufolgenicht ihm, sondern dem oben angeführten JohannCarl Roesler. Und sott sich hingegen der unsrigeschon seit Jahren nicht mehr in Dresden befinden.

Roeßler (Christian August oder August), einArchitekt aus Dresden , der aber solch eine leicht-sinnige Lebensart führte, daß sein Vater (nichtunwahrscheinlich der folgende Samuel) genöthigtwurde, sich förmlich von ihm loszusagen. Der-selbe kam endlich sowohl wegen Schulden- als ver-übten groben Bettügercyen (wobey er sich fälschlichden Titel als Churfachsischer Ober-Baukondukteurangemaßt hatte) in gerichtliche Untersuchung. Manverfolgte ihn, da er keinen gewissen Aufenthaltsorthatte, 1802. wo er gegen 4 c>. Jahre alt war, vonDresden aus mit Steckbriefen. Dresden polir.Anzeiger, Jahrg. 1801. N°. 16. Jahrg. 1802.N°. 28. u. 07. Sein weiteres Schicksal ist unsunbekannt.

— — (Heinrich), verfertigte im 1664. dieBildhauers und Malerarbeit, die sich an demHospitale vor dem Niederthore der Stadt Sorau,in der Lausitz , findet. I. S- Magno Beschr.von Sorau (Leipzig 1710. 40.) <Z. 245.

— — (Martin), s. den gleich folgenden Art.

— — (Michael). Gandellini nennt ihn irrigRoßler. Derselbe war ein sehr mittelmäßiger,oder vielmehr schlechter Kupferstecher. Man hatvon ihm das Bildniß des S. I. Apinus 1728. nachG. M. Preißler gestochen; Bildnisse zu der Roth-scholzischen Sammlung; viele Bildnisse und an-dere Vorstellungen, zum Theil nach eigener Zeich-nung, zu den Krönungs r Diariis Kaiser Carl VII.(Franks, a M. 1792. Fol.) und Franz I. (ib. 1746.Fol.), weswegen er auch Frankfurt während denKrönungsfeyerlichkeiten eigens besucht hatte. Hier-nächst die Blätter zu Haller's kasciculls Iconum^natomicarum, 6«ttin§. 740. etsegg. Michaelwandte sich nachgehends von Nürnberg nach Kopen-hagen , wie wir in dem Vorberichte der von demBotaniker G. C. Geder auf Königliche Kosten1766. angefangenen und bis 1799. zu 7. Folio-bänden angewachsenen, Abbildungen derjenigenPflanzen, welche in Dänemark und Norwegen wildwachsen, ersehen. Hier heißt es nämlich, daßMichael als Kupferstecher und sein Sohn Martinals Zeichner bey der botanischen Anstalt in Kopen-hagen angenommen wären, und die Abbildungenfür gedachtes große Werk lieferten.

— — — — — und Hans Chrifiner, zweyTischler, die 1612. in der Kirche St. Jacob zuSangerhausen arbeiteten. Für den Stuhl, densie dem Chöre gegenüber verfertigten, erhielten sie60. fl. Bey dieser Gelegenheit wird auch noch einesGipsgießermeisters, Hartwig Harrstein's, vonWohlhausen gedacht, der für Arbeit in selbiger

R 0 e t e n b e ck.

Kirche 120. fl. bekam. S- Müller's Chronikv. Sangerhausen (Leipz. u. Franks. -7^r. 4 °-)S. 19.

Roeßler (Samuel), wahrscheinlich Vaterdes oben angeführten Christian August R er-scheint um 1794. i" Chursachstschen Diensten alsLandbauschreiber, mit dem beygelegten Titel einesBaukommissarius. Er führte damals die Aufsichtüber alle neue Baue im Erzgebirge , einem Theiledes Leipziger - und des Meißnischen Kreises.Sonder Zweifel ist er Eine Person mit dem Bau-meister Rösler zu Dresden , der im Dresdn.polir. Anzeiger (Jahrg. 1787. N°. 2Z.) bey einerganz gleichgültigen Gelegenheit genannt wird.Samuel starb um oder in 1808. Wenigstenskommt er um dieselbe Zeit aus dem Königl. Säch-sischen Staatskalender abhanden.

— — (Valentin), Lehrer an dem Elisabetha-num zu Breslau . Irgendwo finden wir ihn, alseinen in den bildenden Künsten erfahrenen Mannangeführt. Uebrigens ist uns nichts weiter von ihmbekannt, als daß er in i 56 b. die ersten Gesetze, diefür erwähntes Elisabethanum gegeben wurden, miteigener Hand in Marmor eingrub.

* — — ( ), derselbe, der im Lex. am

Schlüsse der Künstler dieses Geschlechts, dannebenfalls im Lex. s. v. Oaudiz als Poster,und Ebendas. als Roshoof, in gegenwärtigenZusätzen aber s. v. paudiz als Rosenhof, undbald unten wieder als Roshoof erscheint. In:Hoben und niedern Schulen Teurschlands inMünzen von D. C. Rundmann (Breslau 1741. 40.) S. Z69. findet man nämlich unter dendort angegebnen Gemälden des Grafen von Hatzfeld zu Breslau , auch „ein Hasel von Rößler" ange.führt, was vermuthlich den unsrigen bedeuten soll-

Rößler, s. auch oben Resler und Rösler.

* Rößlin (Alexander), s. Roslin.

Roeßling ( ), Professor zu Erlangen ,

las (ob als selbst ausübender Künstler, ist unsunbekannt) auf der dortigen Hohen Schule über dieCivilbaukunsi 1806.

Roeßner (Georg), s. oben Georg Roesner,und unten Georg Rosner.

* Roestraeeen ( ), hießpeeer. „Wal-

pole" (heißt es bey FioriUo V. 45 o.) hält es fürunwahrscheinlich, daß ein Künstler, wie dieser,seinem Freunde Lely das bekannte (im Lex. bemerkte)Opfer gebracht hätte; allein er ließ sich gewiß vonjenem überreden, der ihn dafür überall lobte, undihm einen hohen Preiß für seine Arbeiten ver-schaffte." Seine Stillleben sind mit Fleiß undZartheit ausgeführt, und besonders seine Nach-ahmungen erhobener Arbeiten von der täuschendstenWirkung. Ungeachtet er von Lely auch dem Königevorgestellt wurde, scheint er doch für den Hof nichtsgearbeitet zu haben. Desto mehr beschäftigte ihnder reiche Adel. Einige seiner vorzüglichsten Bilderwerden zu Kiveton, dem Landsitze des Herzogs vonLeeds , zu Chatsword, und in der Sammlung desLord Pomfret aufbewahrt. I. c.

Roer (Heinrich), wurde im Jahre i585. alsWardein der Münze zu Eleve angenommen. Hirschdeutsch. Münzarchiv Th. VII. S. 224 .

Roeeenbeck (Georg), ein Gießer, geb. zuJngvistadt i 553 . und gest. zu Bamberg schon 167^.I. Seifere Stammraf. gelehrr.Leure i.TH.Stamimaf. seines Geschl.

— — (Georg), Sohn des folgenden Wolf-gang R. Goldschmied, der zu Nürnberg itzuj.geboren wurde und 1661. starb. GeifereSrammr. gel. Leute. Th. l.

— — — — — Goldschmied zu Nürn-

berg , wo er im I. 1610. auf die Welt kam, aberbald durch einen unvorsichtigen Schuß 1628. das