R ogerius.
Rogerius (Petech, s. unten Logier.
Rogetuss ), Baumeister zu Gironne inSpanien um 1600. Derselbe war einer der erstenin Spanien , der die Kunst verstand und ausübte,Perspektive zu verfertigen. Scheibe!« Ein-leir. zur marhemar. Bücherkennrn. St. IX.S. an. l
Rogg (Gottfried), Maler zu Augspurg, dortgeb. (st. 17/,2. 72. I. alt), war durch einige vonihm selbst geetzte Landschaften bekannt, die für seineKunst vorcheilhaft sprechen, v. Srerren S. 224.Liporvskp.
Rogge (Gerhard), wurde im I. 1629. alsMünzmeister zu Danzig angestellt. C. V- Eeng-nich's Nachrichten zur Bücher- und Münz-kunde 178s. 11.
Roghman (Hr. kamr.), ein wahrscheinlichniederländischer Kunstverleger des XVII. Jahr-hunderts. Mit seinem: 11 . 1 .. stossbmsnn sxc.ohne weitere Stechernamen bezeichnet kennt manz. B. Maria gekrönt, mit einem Zepter und demJesuskinde, in einer Nische, von Kindern mitBlumengehangen geziert, nach P. P. Rubens , gr.Realfol. Dann ein Bildniß von Des. (^rasmus,vollends ohne andern Namen als den seinigen.
Rogier (Peter), Herr von Migne , Königl,Französischer Rath zu Poitiers um i 584 - Manhat nach seiner Zeichnung eine Karte von Poitou,die bey Franz Desprez zu Paris erschien. BeymOrrelius findet man eine Kopie derselben. H/sc.
* Rogiers (Thomas). Derselbe arbeiteteauch in, oder wenigstens für England, unter Carl 1 .und verfertigte das Silbergeschirr des Königes,welches er mit mannigfaltigen poetischen Vorstel-lungen schmückte. So z. B- einen großen silbernenPokal, mit dem Urtheil des Paris , nach der Zeich-nung von Rubens , der vermuthlich bey der Zer-streuung der Kostbarkeiten dieses unglücklichen Mo-narchen verloren gegangen Fiorills V. 220.und 299.
*— — ( ), der Glasmaler. Der im Lex.
genannten Fensierbilder in der Sakraments-Kapelleder Kirche St. Gudula zu Gent sind viere, welcheihm von Johann lll. von Portugal, von der Kö ,nigin Maria von tzungarn, von Franz I. und vonErzherzog Ferdinand, Bruder Carl V. bestelltworden, und die ebendaselbst befindlichen Arbeitenvon I. de Vriendt noch sollen übertroffen haben,le bloir p. 5 b.
Rogi (stark ( ). So heißt irgendwo,
ohne Weiteres, ein Kupferstecher, von dem manein Bildniß P. Rapin von Thoyras (1726 ), ohneandern Namen als den seinigen, kenne.
* Rogmann oder Roch mann (Gertrud),
die im Lex. unter dem Art. des nachfolgenden Ro-land Rogmann's erscheint. Von ihr kennt man,neben Anderm: Nähende, spinnende, waschende,kochende — lesende Frauenspersonen, fünf Blatter,von welchen viere mit: lu-
ven. et rc. ein fünftes aber bloß mit: 6. 11.luv. bezeichnet sind; ferner nach R- Rogmam,das Schloß Zuyelen (ein schönes seltenes Blatt),und, ohne andern Namen als den ihrigen, 6. ber-gigte Landschaften, darunter eine mit einem Was-serfall. Rost V. 356 - 57 .
* — — — — (Roland), irgendwo auch
Roel Roghmann genannt. Von ihm führt derMinklerstche Gantkaralvg mehrere Folgen sowohl,als einzelne Blatter niederländischer Ansichten undLandschaften (zusammen über 5 u. an) ohne solchezu beurtheilen. Darunter befinden sich auch jenegebirgigten, welche Rost I. c. der Gerrrud R.zuschreibt. Ebenfalls Rost, der die Etzarbettenunsers Künstlers geistreich nennt, sagt hienächst:Das Beßre nach ihm gestochene seyen 6 Bl. vonP. Nolpe, welche hingegen bey Minkler bloß
Rohr. 1327
mit: sVoüre sxc. bezeichnet sind. Zuverläßigrrnach ihm sind 8. Bl. von M. Kübel.
Roha n-sshabot (de), Französischer Gene-ral-Lieutenant, wird von Gault de Gr. Ger<matn S. 22 l. unter denjenigen Kunstdilettantendes XVill. Jahrhunderts genannt, welche sich,bey der Auflösung der ehemaligen Königl. Maler-Akademie unter den Ehrenmitgliedern derselbenbefunden hatten.
Rohaur ( ). So heißt ein neuerer fran-
zösischer Baumeister, der in 1802. den großenPreis des Nalional-Jnstituts mit dem Plan einesMarktes davon trug, der sich in der Vlll. Liefe-rung von Derouriielle's (irsnäs Prix ä'Hrctii-tecturs abgebildet befindet.
Rohbaustch (Christoph GottliebX So heißtbey von Srerren S. 411. ohne Weiteres, einKupferstecher zu Augsburg um 1775.
Robleder oder Rohrleder (Leonhard),zu Nürnberg , war des Fränkischen Kreises Gene-ralmünzwardein. Im I. , 665 . wird von ihm ge-sagt, daß er diesen Posten, Altersschwäche wegen,aufgegeben habe; dem ungeachtet scheint dieß nichtan dem zn seyn, indem erst 1666. wo er starb, seineStelle als erledigt angesehen und nachgehends sei-nem Schwager M. Hoffmann verliehen wurde.Die Stadt Nürnberg hatte unsern Leonhardauch i 65 c». als Specialmünzwardein angenommen.Hirsch deutsch. Münzarchiv IV. 222. V 4 -und Mills (Jurnberger - Münzbelustigung.
I. 168.
Rohr (JuliusPhilipp Benjamin von), erscheintum ,789. als Oberkondukteur und Bauinspektordes Königs von Dänemark auf der Insel St. Croixin Wcstindien.
* - - s. Roer.
Ror (Joseph le). So heißt im Mmanasl, 6s8eaux-i<rt8 1802. ohne Weiteres, ein damals zuParis lebender Bildnißmaler (s. v. ^ero-,.)
— — (Sebastian le). Nach der Zeichnungeines solchen (der aber immerhin Einer von denübrigen Künstlern dieses Geschlechts seyn mag),hat Dambrun 1804. eine Auferstehung Lazari vonH. Carracci für das 25 . Heft von de Ligny's Ili-stcnre äs la Vis äs jssus Lkristi gestochen.
— — ( le). So heißt wieder im Almanachäs Pe3ux-/Zrts r8oZ. ein damals zu Paris arbei-tender Gattungsmaler (s. v. Leroy), der auch inder Allg. Runstz. E. 176. unter die bessern seinerArt gezahlt wird. Wahrscheinlich nach diesem hat
J. P. Simon (i 8 o 3 ) ein Blatt: l'^miris (ä 2. kr.)gestochen.
— — ( le). Und so Ebendaselbst ein da-mals dort lebender Kupftrstechecher s. v.
* -( le). Derselbe hieß Julian. Das
lm Lex. von ihm angeführte Werk führt zum Titel:Ie8 kuines äes plus beanx lVIonumens äs laOrece, consiäsrees äu cote äs l'Histoire «näu cots äs l'TIrclnreeturs. Paris 2. Vol. inpol. Eine deutsche Uebersetzung dann feinerSchrift von den Tempeln der Christen findet sich inLaugier's N. Anmerk. über die Baukunst vonVolkmann übersetzt (8. Lechz. 768. m. K.), undeine Beurtheilung derselben in der A. D> Biok.Xll. (1)291. u. ff. Gestochen nach ihm habenauch H. Robert und Weisbrod, nach des ersscriiZeichnung: la Dlontss äs l'uusillpps.
* -( le). Von einem sochcn (am Wahr-
scheinlichsten von dem so eben genannte» belühpi-tcn Baumeister le Roi) führt Landon (paz sa^eset Rsbl. äs Oenrs IV. 72. u. 73.) zwey Land-schaften an, von welchen es dort (aus der Nach-bildung zu urtheilen sehr wahrhaft) heißt: Sie
Gggggggg