Band 
Zweyter Theil [2].
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1335
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Ro n ch e.

besondere Geschicklichkeit, nächtliche Brünsten undsonst kleine Landschaftsbilder zu malen, die Ehreverdient haben, daß Telest, solche mit Figurenstaffirte.

onche ( ). Nach einem uns ganz unbe-

kannten Maler dieses Namens hat I. Simon einBildniß von A. Alvarez, Grafen von Avilay,gestochen.

* Ronchelli (Joh. Baptist). Nach ihm hatC. Bianchi das Bildniß von Aug. Neuron (Lpis-oopi Xovocomensis) gestochen.

Poncho (Michel de), ein alter mailändischerMaler, der mit Pecino und Peter de Nova von1Z7Z—77. im Dom zu Mailand in einem Styl,der sich von Giotto's wenig entfernte, gearbeitethabe. La»-!r II. Zoo. nach Tastn

* Rondani (Franz Maria), starb vor ,5^8.Der Nachahmer von Correggio (sagt der geistvolleLanzi) giebt es zweyerley; die Einen gleichenschüchternen Schwimmern, die sich nicht zu weitvon ihrem Lehrer entfernen dürfen; die andernwieder jenen, die sich scheuen ihm zu nahe zu kom-men, aus Furcht, man glaube, sie können es nichtfür sich allein. Rondan, gehört zu den erstem. MitCorreggio arbeitete er zu St. Johann, und ihmbesonders schreibt man im dortigen Kloster eineGroteske und einige Kinder zu, die von der Handdes Meisters selbst gemalt zu seyn scheinen. Ebenso sieht man von ihm außen an der Kirche St.Maria Magdaleua eine ganz Correggische Ma-donna ; und besonders seinen St. Augustin und Hie-ronymus (die H. Mutter in den Wolken) agliErcmitani/ was man für eines der beßten Bilderzu Parma halt. Zu der Grandiosität von Allegrigelangte er freylich nicht, und wirft man ihmnämlich seinen allzuängstlichcn Fleiß in den Bey-werken vor, was man auch an einer seiner Fres-coarbeiteu in einer Kapelle des Doms bemerkenkann. In Gallerien findet man ihn selten. DieMarchescn Scarani zu Bologna besitzen von ihmeine Madonna mit dem Kinde, das eine Wachtel(konchne) in der Hand halt, und damit auf desKünstlers Namen deutet; und die HH. Bertelinizu Manma das Bildniß eines nach Giorgione's Manier gekleideten und belebten Mannes-

II. 0,7 — 18. Zu seinen vorzüglichsten Bildern zahltman noch seine Himmelfahrt Mariä in der KircheSt. Peter zu Parma . Lisn'Ho II. 024. Das obenerwähnte Bild mit St. Augustin und Hicronpmusbefindet sich gegenwärtig in Paris . Lands»(Annal. XI. 67.), der davon die Beschreibungund Abbildung im Umrisse giebt, zählt es nichteigentlich zu denen, wo sein großes Vorbildnachahmen wollte, und glaubt dann übcrdieß, Ca-pitalgcbrechen an demselben zu finden. So seyz. B. der Ton der Karnation weder leicht nochdurchsichtig, die Drapperie plump, und die Zeich-nung zwar richtig, aber mager k^rsle). Dagegenmache ein warmes und pastoscs Kolorit das Haupt-verdicnst dieses Bildes aus; der Hintergrund seyganz mit Licht erfüllt; und wenn gleich einigesallzu Detaillirte gegen die Perspektiv zu fehlenscheine, so thue doch das Ganze die wahrste nndkräftigste Wirkung. Einzig werde das Aug' einwenig durch das Allzugrünc der Engelsgruppe ver-wundet.

Rondelex (Joh. Wilhelm). So heißt beyGaulr de Gt. (öermain S. ^7. ganz ohneWeiteres, ein alter französischer Maler; ohneZweifel derselbe, den auch Jüsrillo III. lotj. (auswelcher O.uelle ist uns unbekannt) einen solchen,aus dem Zeitalter des Primakiccio und Nossonennt, der zu den Schülern oder Nachahmerndieses letzter» gehöre.

— — ( ) Baumeister zu Paris , der be-

reits in 180Z. die Stelle eines Mitglieds des Rathsder bürgerlichen Bauten, und Architckts des Pan-theons bekleidete. Die Kupole desselben hatte er,unter Leitung der HH. Soufflot, Brebion und O.na-

Ronnenberg. rzzg

tremere de Quincy selbst aufgeführt. Um dieselbeZeitschrieb er ein gutes Memoire über die Wiedcrauf-bauung einer andern Kupole von der Fruchthallezu Paris (Xouv. «je« lil. 92.). In 180g.war er zu einem der drey Mitglieder des Consul-talionsrEomittö über die Krongcbaude ernannt. Inden lAemoiregde l'lnstitut riationsl N. V. (,8o1.)las man die Nachricht von seiner Preißschrift überdenjenigen Theil der Baukunst, welcher 1s Lrcienc-«je ls Con-itruetlon «jeg eöilices heißt, mit derGeschichte desselben. Die ganze Preißschrift chießeö) werde im Druck erscheinen, le Breron inseiner: Xotice cles trsvsux «je I» t)ls8se «leKesux-Hrts vom I. Xll. nennt dieselbe ein Werkvon tiefer Wissenschaft, und zugleich von eben sogroßer praktischen Kenntniß. In ,8od. ward un-ser Künstler zum Professor der Stereotomie an derSchule der Malercy, Sculptur und Architekturzu Paris an Rieux Stelle gewählt. Um 1807. end-lich erscheint er in öffentlichen Blattern als Mit-glied des Nationalinstituts und Baumeister derneuen Kirche von St. Geuevieve. Er lebte noch1809. wo er einen namhaften Schaden der anfangsgenannten von ihm erbauten Kupole sehr geschicktausbesserte. ^/mnunc/r ste 180Z.

/crt/L pulst.

* Rondinello oder Rondinlno (Nic-laus). Lanzi nennt ihn den Stifter einer neuenSchule. Nach vasari ahmte er, mehr als Kei-ner, seinen Meister Joh. Bellino »ach, machteihm Ehre, und derselbe bediente sich seiner baldin allen seinen Werken. In dem Leben von Palma giebt er ein Verzeichnis; seiner beßten Arbeiten zuRavenna . Dort steht man seine siuffeuweisen Fort-schritte. Mit seinem St. Johann, in der Kirchedieses Namens, nnd der in diesem Bilde befind-lichen Madonna auf Goldgrund, gehört er noch zuder alten Schule. Neuer erscheint er auf dem gros-sen Altarblatt von St. Dominicus, das schon ausder Eintönigkeit dieses Zeitalters hinausgeht, undseine Heiligen auf unterschiedenen Gründen und inabwechselnden Bewegungen darstellt. Hier ist dieZeichnung bereits genau, obschon noch immer sichaufs Trockene neigend; die Kopfe freylich mindererlesen, und das Kolorit minder kräftig als dieseines Meisters; der Fleiß in den, nach dama-ligem Gebrauch reich verzierten und brodirten Drap-pcrien derselbe, wie bey Johann. Ob er von die-ses seinem letzten und vollkommensten Styl sicheinen Begriffgemacht, stehet dahin. /.M-Lr'II. 2.28.

Rondlnosr (Zacharias), ein Maler von Pisa ,arbeitete um ibtiö. und starb um 1680. Derselbewar wahrscheinlich in der florentinischen Schulegebildet, und schien, mehr als in Auderm, fürVerzierungen geschickt zu seyn. Er restaurirrc dieGemälde in Campo sampo, und fand dort seineGrabstätte, und nahe dabey seine» Namen aufMarmor.

* Rondolino, s. Terenzis.

* Rondr, s. r>""dr.

Ronnry ( ), ein um 18 >0. zu Paris leben-

der Maler, Schüler von Vincent. Vo» ihm sahman auf dem Salon des gemeldtcn Jahrs zweyBilder: Laban, der seine Götzen sucht, und: De»Eharlaran.

Ronneberger (Ferdinand), Schüler vonToscani zu Dresden . Auf der dasigen Kunstaus-stellung von 1808. erscheint er mit einem Kopfein Kreide nach Oeser; vermuthlich einem Anfangs-stücke.

Ronnenberg (Joh. Gottlieb Ferdinand),gebürtig von Eimbeck im Hannovcrschen, erlernteanfänglich die Buchbindcrkunst; alsdann (nachdemer gute Fortschritte in den Wissenschaften gemacht)bey seine», Stiefvater, I. S. Gerlach, zu Dres-den , den Buchhandel, und blieb dorr (einen kurzenAufenthalt zu Stendal ausgenommen) bls 179Z.Wahrend dieser Zeit übersetzte er mehrere englische

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