iZ 4 <> Roos.
Vem dortigen Eaton 1799. einige nicht üble Bild-nisse befindlich wäre»/ ist uns unbewußt.
Rooe ( ). So wird irgendwo auch ein
Dresdner-Architekt zu Rom genannt, der 1798.der Rückkehr in sein Vaterland nahe war. Mansagte damals von ihm, daß er sich viele Kenntnissegesammelt habe, und seiner Wissenschaft Ehremachen werde. Zehn Jahr früher erscheint er unterden Schülern von Hölzer'n zu Dresden . *)
* — — s. auch im Lex. und unten Rosa.
* Rooshoff, s. Roshoof.
Rooup (I.). So heißt im Katalog der ehe-maligen Gallerie zu Salzrhalum, vielleicht apo-<kryphisch ein Maler, von welchem sich dort einmit -720. datirtes Staffeleybild (zwey Vestalinenam Altar) befand.
Roppelt (Franz), zu Bamberg ; vermuthlichaus der Familie des Folgenden. Wir kennen ihneinzig als Verfasser zweyer Schriften, die beyde zuBamberg 1786. in 8°. erschienen: PhilosophischeEntscheidungsgrllnde über den architektoni-schen Streit, die heutige Bauart betreffend;ferner: Systematische vorkennmisse von derFortifikarion oder Rriegsbaukunst.
— -- (Johann Baptist), Benediktiner zuBanz und Professor der Mathematik zu Bamberg um 1800., in letzterer Stadt 174,). geb. Derselbezeichnete eine Landkarte der Länder in Franken (auf4. Blatt) die bey Schneider und Weigel zu Nürn-berg (Pr. 1 Rthlr. 8Gr.) 1801. erschien. Danebenhat er Mchreres über die praktische Geometriegeschrieben.
R 0 que (de la). Ein solcher wird von Gaultde St. Germain, ohne Weiteres, unter dieFranzösischen Kunstdilettanten des XVII. Jahr-hunderts gezählt.
— — oder Roques ( ), ein neuerer
französischer Künstler, Schüler von David. Nachseiner Zeichnung hat le Fevre-Marchand (1802.)die H. Cacilia von Naphael im Museum Napoleon in der Größe des Urbildes (also wohl den bloßenKopf) in Kreidenmanier gestochen, was ein sehrgutes Blatt seyn soll, und doch nicht mehr als3 Fr. kostete )VoE//eL III. 112. Seither
wagte er sich, wie es scheint, an Eigenes, undsah' man nämlich von ihm auf dem Pariser-Salon1810. ein gemaltes Bild, welches das Treffen beyLonado in dem Augenblick darstellt, wo der Kaisereinen Parlainentair empfängt. Nicht unwahr-scheinlich ist derselbe mit dem unten folgenden KVil-helm Roquers Eine Person.
Roques ( ). So heißt in öffentlichen
Nachrichten ein neuerer Französischer Kupferstecher,der um i 8 o 5 . zum dritten Bande von Mallior'sund Martins: Hectierclies sur Ie8 0 o 8 tum 68 ,lUcxurs etc. lies snciens peuples die beßtenBlätter dieses Werks geliefert habe.
Roquers oder Roques (Wilhelm), vonToulouse . So heißt bey Fiorillo III. 481. kurz,ein französischer Maler neuerer Zeit, Schüler vonDavid, dessen Tod der Lucrezia ein gelobtes Bildsey. Auch der ^Imsnscti lle Lesux-^rts 1802.nennt ihn unter den damals zu Paris lebendenGeschichtsmalern s. v. S. auch oben
Roque, den Schüler von David, mit dem derunsrige vielleicht Eine Person ist.
Roquie ( ). Ein solcher etzte um 1760.
nach den Zeichnungen von Franz Boucher, u. s. f.
Rosa.
Rsrdorf (I.). Don einem ZürcherschenKunstdilettanken dieses Namens sah man auf demdortigen Salon 1810. zwo Zeichnungen in Oel ,welche Gefechte der Franzosen mit den Russen undOesterreichern darstellten.
— — — — Von einem geschickten Zürcher-schen Goldarbeiter dieses Namens, fand sich aufgleich vorerwähntem Salon eine silberne Dose mitBasreliefs.
Rorschach (Johann Sebastian ), des nach-folgenden Künstlers Sohn, arbeitete in desselbenManier, kam ihm aber an Gcschicklichkeit nicht bey,und starb zu Frankfurt am Mayn 1734. 07. I. alt.Hüsgen LÜ. S 202—4.
— — (Johann Wolfgang), derbevHüsgenI. c. irrig Roschach und bey L- v. LDmkelmannRoschbach heißt, gebürtig von Roschach amBodensee , studirte nach A. Minjon, und malte indessen Geschmack mit vieler Freyheit sehr schöneBlumen. «Hätte er solche" (liest man dort)„einfacher behandelt, besser ordinirt und wenigerüberladen, so würden seine Arbeiten in den Ka-binetten einen vorzügliche» Platz verdienen". Erlebte mehrere Jahre zu Frankfurt am Mayn, starbdaselbst, 6b. I. alt 1720. und wurde in St. Leon-hard begraben, wo man auch einen schönen Blumen-kranz, den er rings um eine Kreuzigung malte, sowie eine ähnliche Arbeit in U. L. Frauen Stifts-kirche von ihm findet.
* Rosa (Anna), genannt Anm'ella del Mas-smio. Man könnte sie (heißt es bey Laiizi I. 620.)in Absicht auf Talent, Schönheit, und unglücklicheTodesart dieSirani von Neapel nennen, nur daßjene durch Gift ihrer Neider, die unsrige aus Eifer-sucht durch den Dolch ihres eigenen Galten, 7 l.Belrraino, getödtct wurde.
— — (Augustin). So heißt ein italienischerKünstler, der zu Rom gegen End des XVIII. Jahr-hunderts die angenehme Kunst der Phelloplastikerfunden hat.
— (Christoph und Stephan), Gebrüder,genannt Bresciam. Jener starb um 1676. Dieserblühcte um 1268. Beyde waren sehr gute Bekanntevon Titian , und wurden von ihm würdig gefunden,seine Bilder mit Architektur zu zieren. In Brescia und zu Venedig , besonders in dem dortigen Her-zoglichen Pallaste findet man von ihnen Perspektive,die durch ihre Majestät in Erstaunen setzen, dasAug'durch ihr Relief angenehm täuschen, und, ausjedem Standpunkte betrachtet, die trefflichste Wir-kung thun. /.amsr II. 142—46. Bey ihren Arbeiten(sagt Fiorillo II. 144.) folgten sie den Vorschriftendes Palladio, Sansovino und Barbara.
*— — (Franz), genannt pachecö, pa-
cecco oder pacicco, Oheim der vorgenanntenAnna Rosa, ein Maler von Neapel . „Derselbe"(heißt es bey Lanzi l. 619—20.) „kannte zwarG. Reni nicht; aber von seinem Lehrer M. Skan-zioni geleitet, copirte er viele von dessen Werken.Eine Handschrift von Paul Marreis, worin vonkeinen mittelmäßigen Künstlern die Rede ist, nenntseinen Styl theils wegen der korrekten Zeichnung,theils wegen der seltenen Schönheit der Hände undFüße seiner Figuren, besonders aber wegen demAdel und der Grazie seiner Köpfe unnachahmlich.An dreyen seiner Enkelinnen (Töchter eines Joh.Do) sah' er (der glückliche Mann!) schon Mustervon Schönheit, die seine Einbildungskraft noch
*) Die Genealogie der Künstler Koos wäre somit folgende:
1. Johann Heinrich und Theodor sein Bruder.
2. Philipp Peter und Johann Melchior, Johann Heinrichs Söhne.
3 - Joseph der ältere, Jacob (vielleicht mit Joseph der nämliche) und Cajetan, Philipp Peters Söhne.
4. Zwey Söhne Johann Melchiors, ohne uns bekannten Taufnamen.
5 . Joseph der jüngere, Cajetans Sohn.
Wer der Johann des Ler. sey, und ob derselbe, ferner der Stempclschneider gleichen Namens in England,dann der Ritter Koo», der Dresdner -Architekt, und der holländische Maler oder Malerevhändler neuesterZeit, erstrer ein Vorfahr, die übrigen Nachkömmlinge der berühmten deutschen Koos seyen, ist uns unbekannt.