Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1347
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Rosenberg.

reinargnadles stes hlonta^nes 6e Is Kul«5e nachder Natur gezeichnet und gemalt habe. S. auchunken den letzten dieses Geschlechts.

Rosenberg (Georg Erdmann). So beißt ir-gendwo, ohne Weiteres, ein Stadcbaumeister in Ko-penhagen und Agreirter der dasigen Künstlerakade-mie um 1778. auch Mitglied derjenigen zu Florenz .

— — (Johann), s. gleich unten JohannGeorg R.

— — (Johann Carl Wilhelm ), Maler, De-korateur und Kupferstecher zu Berlin , Professoru»d Mitglied der dortigen Akademie der Künste,geb. daselbst 1727., lernte die Zeichenkunst bey I.C. Blesendorf, die Architektur bey A. Krüger,und die Malerey bey Jnnoc. Dellavita und dessenNachfolger I. G. Bibiena . Auch bey dem alternFechhelm war er eine Zeitlang in Kost und Lehre.In 1726. heißt er in öffentlichen Nachrichten be-reits Opernmaler. Mit Carl Bibiena arbeitete erManches gemeinschaftlich, und ward 17HH. Deko-rateur an dessen Stelle. Von da an kennt man ,nach seiner eigenen Erfindung, Verschiedenes insFach der Verzierungen gehöriges zu Berlin undBrcßlau; viele Deckenstücke, Säle und Zimmer ingroßen Häusern zu Berlin , auf dem Gute des Ge-nerals von Prittwitz zu Quilitz, und im vom Ro-chowischen Garten zu Charlottenburg; in Hanno-ver einen Saal bey dem Hauptmann von Wangen -heim; Anderes in Elberfeld, Zerbst u. s. w. InStettin ist, neben Anderm, in der Freymaurer-Loge zu den drey Zirkeln alles nach seiner Angabegemalt. Nebenbei« zeichnete er in aller Art: Vig-netten für Kupferstecher, Bildhauer, Fabrikantenu. s. f., und ekle auch selbst in Kupfer. So führtz. B. der Winklersche Kcualog von ihm 10. ge-suchte , in Rembrandts Geschmack gectzte Köpfe(des Malers Falbe , die übrigen ungenannte) und12. von C. C- Glasbach nach ihm gestochene saty-rifche Blatter an. Von jenen ist eines: Oldenburg iliüo. darirt. Dieser Künstler starb zu Berlin 1809.Mensel l. ll. lll. Ob es dann der unsrige, oderder gleich folgende Job- Georg sey, von demman, öffentlichen Nachrichten zufolge, noch aufdem Berliner-Salon von 180 j. ein, freylich sehrschlechtes Bild sah, welches König Friedrich Wil-helm zu Pferd vorstellen sollte, ist uns unbekannt.

(So eben bemerken wir, daß das Tüb. Mor-genbl. 1808. S. 906. Röslers Tod in die erstenLage des Septembers desselben Jahres setzt, denVerstmdenen „einen treflichen Prospekt- und De-korationsmaler" uennt, und bemerkt, daß er einevorzügliche Sammlung von Kunstsachen (?) hinter-lassen habe.

— — (Johann Georg, auch bloß Jothann), ein Vetter des Obigen, Landschaften- undProspektenmaler, Mitglied der Königl. Akademieder Künste zu Berlin, geb. daselbst 172g. (a. b.1740.), lernte bey dem ältern Fechhelm und beyI. G. Bibiena , und studirte hernach bey B. Rode.Schon in 17H2. malte er verschiedene Stücke vonbeträchtlichem Umfange zur Illumination; so z.B.die große Ehrenpforte, durch welche Friedrich N.seinen Einzug in Berlin hielt. In 1769. und 62.machte er eine Reise nach Frankreich und Holland .In 1766. und 67. richtete er in Hamburg, Danzig ,Königsberg u. s. w. die dortigen Theater ein, undmalte für sie verschiedene Dekorationen. So z. B.in Hamburg für den Schauspiel-Direktor Acker-mann, als derselbe Voltaire's Scmiramis zum er-sten Mal in deutscher Sprache gab. und dafürseine Buhne in gutem Geschmack eingerichtet ha-ben wollte. In 1770 — 72 besorgte er für denHerzvgl. Braunschweigischen Hof einige Pantomi-men , und kam nach einer langwierigen Krankheit,erst in >772. »ach Berlin zurück. Jetzt entsagte erden Theaterarbeiten völlig. Für den Fürst Bischofvon Crmeland zeichnete er nunmehr über 100. Bild-nisse »ach dem Leben, und malte auch dergleichenin Oel und Pastel. Eben so sah man von ihm Land-schaften und Prospekte in Oel. So z. B. die Platzeund Markte der Stadt Berlin , von welchen er auch

Rosfnhahil.

ein Heft von so. Bl. (178h. Berlin bey Morim?von ihm selbst geetzt, illuminirt aus Licht stellte^welche 20. Thl. kosteten. Auch Sr soll endlichBildnisse und Köpfe nach Rembranbtifcher Maniergeetzt haben. Meusel H. Späterhin, also seit1789. haben wir nichts weiter von ihm vernommen.S. auch den Art Ievignr in den gegenwärtigenZusätzen. Dieser R wahrscheinlich, nicht der vor-hergehende, wie Mensel meint, ist es, der in derersten Ausgabe des deutschen Künstlerlex. so wiein den gedruckten Zusätzen desjenigen meines sei.Vaters, und eben so in Heinecke's DictionairBodeuberg heißt, und dem dort Dekorationen fürdie Döbbclinische Schaubühne zugeschrieben werden.Dann finden wir, als von ihm, oder von JohannTarl Wilhelm, kurz von einem Johann Rosen-berg gestochen : Nach eigener Zeichnung sein Bild-nis; (1771-)- Ferner, ebenfalls ohne weiter» Na-men als den eben genannten: Landschaften, Thea-ter-Scenen, das Bildniß Friedrich des Großen,und dasjenige der Schauspielerin C. M. Bruckner,geb. Kleefeld; und endlich nach ihm wieder seinBildniß, von Crnsius. In einem Nekrolog von ihm(Tüb. Morgenbl. 1809. S. 287-88.) lesen wir,ne-neben Andern;, daß er die ersten (?) Prospekte vonBerlin gemalt, und wegen dieser gelungenen Arbeit(>782.) zum wirklichen Mitglicde'der Akademie cr-klartworden. Hiernächst(aanz neu): „Sein Lieb-lingsfach war Vieh, und besonders Pferde. In dererster» Gattung suchte er Poltern, in der zweytenWouwermaun nachzuahmen. Er malte gewöhnlichHalte von Kavallerie bey Marketentenzelren; auchhat man einige Schlachtenstücke von ihm. Unterdie vielen Pferderaqen, die er gezeichnet hat, ge-hören auch die schönen arabischen Pferde, die sichauf dem Friedrich-Wiihelms-Gestütte bey Neustadtan der Doßa befanden. S. auch den Art. JohannTarl wiihelm R. am Schlüsse.

Rosenderg( ). So heißt auch im Winkler-schen Katalog ein, dort als Schweizer genannterMaler und Zeichner von Prospekten, nach welchemDcscourtis in. sehr schön in Aquarell für die be-kannte Sammlung von R. Henzi gestochen hat,deren detaillirtes Dcrzcichniß sich in erwähntemKatalog findet. Ein c-nzigcs dieser Blätter istMit: Da// sei /?a5r»üri'A pmx. so.

bezeichnet. (Ist derselbe mit obigem Friedrich R).

R 0 senberger (Hans), des Markgrafen vonBrandenburg Müuzmeister der silbernen Münze zuSchwabach in 1 jqh. Nachher 1 ',97. wurde er aufselbiger Münzstadt als Müuzmeister der goldenenMünze für 2. Jahre angenommen und vereider.Hirsch deursch. Münzarch. Th. Vlll. S.27. 29.

— — (Marquard), kömmt, als Rath undMünzmeister des Markgrafen von BrandenburgH09. bey einer, der Münze wegen zu Frankfurt a. M. gehaltenen, Versammlung vor. Hirschdeursch. Münzarch. Th. I. S .209 Im Jahrihn. Wurde er zum Münzmeister der 'Stadt Nürn-berg angenommen, und verwaltete diese Stelle bisi5i7-, wo er vielleicht starb, wills hsürnberg.Münzbelust. Th. I. S. 162.

Rosenbrunn (Rothmaycr Frcyhcr von), s.Rorhmayer.

Rosen dusch (Friedrich Andreas), geb. 1724.auf dem St. Andreas-Berge, seit 1772. Universt-tätsbuchdrucker zu Götliugcn, wo er »och um 1780.lebte. Derselbe schnitt schöne Stempel- und Buch-druckerstöcke, die er auch i» Metall zu gießen er-fand (?). In seiner sehr vollständigen Druckerey,»ach welcher er auch die Dictrichische einrichtete,besaß er syrische und arabische, und überhaupt allegangbaren Schriftarrcu; er selbst hatte der lateini-sche» Schrift eine verschönerte Form ;» geben ge-sucht. F. Ekkard Handh. d. höher» Lehr-anstalten in Deutschi Th. I. S. 218.

Rose nhahn (Daniel) wird bey dem Baueder Kirche St. Lamderti zu Qucrfurth in Sachsen ,in 168 j. irgendwo als Werkmeister genannt.