Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1348
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iZä? Rosenhayn.

Rose.rba v» (Victor), ein geschickter Gold-schmied ;» Görlitz , in der ersten Hälfte des XVII.Jahrhunderts. E R n au rh Edre des Aoberi-schen Geschlechts (Görlitz 1777. /,.) S. 16.

Rosenlöcher (Christian), ein Condukteur.S. Joh. Siegin. Ulrici in den ff. Beytragen.

Rosenmüller (Georg), Baumeister, derrktiä. die Nische-Mühle mit vielen verschiedenenGängen erbaute, allein dabey unversehens in dieSaale fiel und ertrank. In itiö 5 . ward sie, nachder Inschrift, voin Baumeister Michael Moellervollendet. Georg Bormann sagt in seinem Mül-lerebrenkranze, man fände ihres gleichen nicht viel;sie sey nett erbauet, und mit Lust anzuschauen.Vulpius Marseburg S. 58 .

— — (Johann Christian), geb. 1771. zu Hes-berg bey Hüdburghauscn, kam 1785. mit seinemVater (dem berühmten Theologen) nach Leipzig ,und wiedmete sich hier der Arzneykuude, indem erzugleich auch die dasige Malerakademie besuchte.Späterhin ward er dort Professor der Anatomieund Chirurgie. Die Einladungsschrift: 8a bla-rium morbi-; commanratio altvia, zu seinerJnauguraidisputation 1797. von dem D. I. G.Haase, enthalt zwey nach ihm von I. F, SUnocterradirte Kupfertafeln. Dresdner - s>olirisch.Anzeiger, Jahrg. 1798. Nr 8. der Beylage. Erhat überhaupt zu seinen Werke» die Kupfer gezeich-net; so z. B. zu seinen Abbildungen und Beschrei-bungen der Schleimsäckr des menschlichen Körperst deutsch und lateinisch, Leipzig 1799. gr. Foi.Pr. 10 Rkhlr.), was die Umarbeitung einer engli-schen Abhandlung von Alex. Monro ist, und i 5 .Knpfcrtaf. enthalt. Dann zu seinem Werke vonden Fotiilienknochen des Höhlenbären (Weimar r8ug. gr. Fol.) mehrere Foliobiäktcr, von I. F.Schröter geetzt; und endlich, seit i 8 o 5 . zu seinenChirurgisch-Anatomischen Abbildungen (Weimar Fol.), gestochen wieder von Schröter.

Rosenplur (Hans), genannt Scknepperer,der bekannte Dichter zu Würzburg (blühend zwi-schen Ijäo. und 60.) war zugleich Wappcnmaler.

Rosenstengl (Franz), zeichnete die Bene-dikriner-Abtey Molk, welche hernach Franz Leo-pold Schmitner zu Wien auf einen Imperialbogengeetzt hat. Der Bau dieses prächtigen und weit-läufigen Klosters ward 1701. von Jqnaz Bran-dauer aus Lyrol angefangen, der aber (1756.)starb, ehe die Baute geendigt war, welche her-nach von seinem Schüler, Franz Munkenoß,1708. ausgeführt wurde, ss/rc.

Rosenstiegel( ) zu Wien . Nach derAngabe eines solchen schnitzte man um 17C6. ei-nen herrlichen, nachher vergoldeten, Aufputz ver-schiedener Zicrathen aus Holz, zum Behufe einesbesonders geschätzten Maria-Hülf Bildes, was ge-dachten Jahres über den Tabernacul des Geitcn-altars St. Sebastian, in der St. Peterskirche zuWien , aufgestellt wurde, ^uhrmann's Be-schreib. v. Wien , Th II. B. 2. S. 829.

Rosenstiel ( ), Vorsteher der Porcellan-

fabrlke zu Dresden . Im I. i8c>Z. machte derselbeeine künstlerische Reise nach Meißen und Wien ,und kam, mit fruchtbaren Beobachtungen berei-chert, nach Hause.

Rosenehal (August Gottfried). Derselbewar um das Jahr 177«. als Hofgoldarbeiter znDresden angestellt.

— — (I-M.). Aufgestochenen Noten, derenTitel: Divertimento per il Cembalo 8olo com-po?to 8a 6iou. /.vä. -Oeü;, mit einer kleinenelend radirten Landschaft umgeben ist, liest manin derselben obigen Namen. Er lebte vermuthlichnoch in der Mitte des X VIII.Jahrhunderts,

* Rosenthaler (Caspar) Die Citationbey diesem Art. soll lauten: I. vonSpergers

Rosi.

ryrolische Bergwerksgeschichte. Wien 765.S. 102.

Rosenthaler (Christoph), Bürger zu Nürn-berg , wurde i 56 u. zum Generalkreismünzwardeindes fränkischen Kreises ernannt. Wegen Leibes-schwache und anderer Geschäfte begehrte und er-hielt er hiervon i 50 Z. seine Entlassung. Hirschdeutsch. Münzarchlv, Lh. I. S. g> 5 . «eg. Th.II. S. 6. In i 574 - hatte ihn die Stadt Nürnberg zu ihrem Specialmünzwardein angenommen; under verwaltete auch diese Stelle bis 15 t>/,., wo ihmI. Element folgte, .wrlls tJürnberg. Münz-dekust. Th. 1 . S. 168.

Roser oder Roeser (Matthias Bartholo-mäus), geb. zu Heidelberg 17Z7. Die Natur hatteihn zum Maler bestimmt. Er legte sich anfangsauf die Landschaft, und studirte bey Loutherburg.Zwischen den I. 1762. und tr 5 . kam er nach Paris ,und von da an wiedmete er sich ganz und bis anseinen Tod, der im I. i 8 o- 1 . erfolgte, mit außer-ordentlichem Geschicke, der Kunst. alte, vonihrem Grund abgezogene und auf einen neuen ge-tragene , oder auch sonst mehr und minder verdor-bene Gemälde auszubessern, welches ihm beson-ders mit Raphaels Verklärung, und mit eben des-selben sogenannter Madonna de Foligno zum Er-staunen gelang. Mit dem nämlichen Talente ko-pirte er für sein Vergnügen Gemälde von TenierS ,Wouwermanns u. a. Meistern, bis zu vollkomme-ner Täuschung, die er aber so wenig mißbrauchte,daß er vielmehr nach seinem Tode, nebst dem allge-meinen Zeugniß geprüfter Rechtschaffenheil, Be-scheidenheit und aller übrigen gesellschaftlichen Lu-genden, namentlich auch dasjenige erhielt: Daßer auf die uneigennützigste Art ächte Liebhaber ge-bildet, bey ihren Käufen geleitet habe u. s. f. (/^.<T. ä la Comptabilite nationale. B-üücftte 8u iH.Maz? 180^.). Aus frühern Tagen kennt man beson-ders von ihm geschätzte Kopien nach Flammandi-schcn Meistern.

Roser ei (Donat). So heißt der Verfassereines seltenen Werkes über die Kriegsbaukunst:Bortisicasione a koveseio 81 ( 0 . ll.) Lanonico81 IKvorno, Oott. in sacr. Deolo^ia (Dorino1678. Fol. mit Kupf.).

* — — s. auch Rosserri.

* Roshoof oder Rosenhsf, auch Ros-hof, Röster, Roesler, Roeßler undRöszler (FranzRoselius), heißt bey LiporvskyThiermaler zu Nürnberg . Seine Gemälde sind sel-ten. Die Gallerie zu München besitzt von ihm,s. v. Roshof, den Wolf, der das Schaaf zer-reißt, ein Bild, womit er 1666. im Wettstreite mitpaudirz (s. oben diesen Art) den Preis gewann.Dann diejenige zu Schleisheim, s. v. Rosenhof,ein Paar ähnliche Mordgeschichten, alles 5 ^ 8-9"breite, und 9" hohe Bilder auf Leinwand. Auchbey H. Sebastian Kircher, Spiegelverleger in Mün-chen , sieht man von ihm eines, das verschiedenesFederwildpret vorstellt. Auf einem der Bilder zuSchleisheim (dem Luchs, der einen Haasen auf-zehrt) liest man, nebst seinem Namen vollends dieJahrszahl 166t., woraus erhellet, daß er weitfrüher als 1690. (wie das Lex. besagt), geblühethaben muß. Die Gallerie zu po»nmersfeldenendlich hat von ihm («. v. Roesler) ein Reh, dasin einem Tannenwalde durch's Wasser geht, sehrfein gemalt, und einen Schweinskopf mit einemHund und Jagdzeuge. Derselbe (heißt es irgend-wo) malte auch Landschaften.

Rosi (Augustin), geb. zu Rom 1727-, lerntebey Conrad Giacquinto, Franz Mancini und einemCavalier Mesny. Er malte viele historische Tafelnfür Liebhaber. Unter seinen Kirchengcmäldeu rühmtmau vorzüglich einen H. Nikolaus von Tolentino in der Kirche St. Maria sopra Minerva zu Rom .

/ÄLLN II. 2. /,j.