Band 
Zweyter Theil [2].
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1352
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lZ52 Rossi

um 1761. arbeitet«, nennt Füßli II. g6. eineMaria mit dem Kinde, das einen Vogel in derHand hält, nach Mazzuoli. S. unten: Rossi,den Mitstecher der: Dlova 8cl>ola Italic» (Uom.8 o 5 ) mit welchem er wahrscheinlich Derselbe ist.

* Rossi (Bonaventura). Mcolai hält ihnfür einen Ragusaner. Im Dresdner ->Hofka-tender von i/Zs. kömmt er zuerst als Hofmalervor, und heißt dort Johann Ventura. Ein (obderselbe oder ein anderer?) Ventura Rossi wird176». Hofmaler und Pensionnair genannt; er-scheint aber schon 1766. nicht mehr. * Lorenz,sein Bruder, welcher im Lex. unter dem Art.Bonavenrura erscheint, wird in erwähntem Hof-kalender von 1727. ebenfalls Hofmaler genannt,fehlt aber schon wieder 1702.

— — (Carl), ein Bildhauer, wahrscheinlichitalienischen Ursprungs, von dem uns aber nichtsanders bekannt ist, als daß derselbe in 1785. vonder Akademie zu London den ersten Preiß für dasbeßte Basrelief erhielt.

* — — (Carl Anton). Grlandi nennt ihneinen lunatischen, aber in seiner Kunst erfahrnenMann. Von ihm kennt man, neben Andern,,im Dome zu Pavia einen St. Sirus, nebst zweyEeitenbildern, im guten Geschmacke der Procaccini.

— — (Christian), Kupferstecher in Geschichtezu Dresden (ob vielleicht ein Sohn von Bonaven-tura oder Lorenz), geb. zu Dresden 1742. SeinVater nahm ihn im zehnten Jahr mit sich in Ita-lien , bestimmte ihn zur Malerkunst, und gab ihnbey Joseph Nogari in die Lehre. Nach einigenJahren ließ ihn der Vater nach Dresden zurück-kommen , und unterrichtete ihn selbst in der Ma-lerey ebenfalls verschiedene Jahre lang; da sieaber in dem Hause des damaligen Hofkupferste-chers Lorenz Zucchi wohnten, bekam ChristianNeigung zu dessen Kunst, und lernte solche unterseiner Anleitung. Nachher war er „„zertrennt mitdiesem seinem Lehrer verbunden, und half ihm18. Jahre lang desselben Werke mit bearbeiten,wo er dann manches schöne Blatt ohne seinenNamen lieferte. Er lebte noch 1809. Schon vormehrern Jahren gab er aber wegen Augenschwarche diese Arbeit gänzlich aus Meus. ssl. R. L.— Nach spätherhin erhaltenen Notitzen eines un-srer Freunde wäre er der Sohn eines VenturaRossi. Von ihm (heißt es dann dort) kennt manmehrere große Prospekte; wie z. B. denjenigendes sächsischen Lustschlosses Morizburg. DannBildnisse, darunter eines der frühesten, eben nichtviel bedeutenden, vermuthlich um 1760. gearbei-tetes, des Naumburger-Theologen B. Holzapfel;ferner Gellerts, nach Meils Zeichnung. Die mei-sten seiner Blätter scheinen bloß mit 6 (Christian)Kossi bezeichnet zu seyn. Schon 1796. sagt Alabe:Daß er seit einiger Zeit wegen Augenschwäche dasKupferstechen aufgegeben. Er besitzt eine reicheStusensammlung.

— — (David) Nach der Zeichnung einesuns sonst unbekannten Künstlers dieses Namenshat Ravenet das Bildniß von Palladio (vielleichtfür die Prachtausgabe seiner Werke von 1776.) ge-stochen. S. unten vichy.

* — — (Dominicus), der römische Baumei-ster. Einer unsrer Freunde vermuthet (aber irrig),daß derselbe mit dem unten, jm Art. Ich. Jacobu. s. f. erscheinenden Kunsthändler Joh. Domini-cus Eine Person seyn dürste.

* — — (Franz de), genannt Lecchino deSalviati. Einige (heißt es bey Lanzi I. 182.bis 84. s. v. ä'a/urakr) widersprechen, daß Phi-lipp, sein Vater, ein Schüler von Vannucci ge-wesen; Andere nennen diesen seinen Vater vol-lends irrig Mich. Angelo, einen Sammlfabri-kanten, wozu er auch den Sohn habe schaffen wol-len. Bey Baccio Bandinelli war der Jünglingein Mitschüler von Vasari , lebte mit demselben in

Rossi.

größter Vertraulichkeit, nahm alle dessen Kunst-maximen an, und ward am Ende ein korrekterer,mehr grandioser und belebterer Maler als seinFreund; nennt ihn doch dieser selbst den geschick-testen Lehrer seiner Zeit zu Rom . Oeffentliche»Ruf erwarb er sich zuerst durch ein Bildniß derNiece des Kardinals, von dem er seinen Beyna-men trug, und ihres Gatten; dann durch eineDelila, welche spätherhin nach Frankreich kam.Hierauf arbeitete er in den Pallästen der HäuserFarncse und Riccio, ebenfalls seiner Gönner, inder Cancellerie, in St. Johann decollatv u. s. f.und füllte dort große Wände mit Geschichten inFresco an, die seine Lieblingsarbeit waren. Aeußerstreich an Erfindung, abwechselnd in der Kompo-sition, grandios in der architektonischen Staffi-rung, war er einer von den Wenigen, welche einenschnellen Pinsel mit gründlicher, nur bisweilenetwas breiter Zeichnung (un po'vabto) vereinig-ten. Seine Schlacht und Triumph des Camillus in dem Saale dell Udienza des Palazzo Vecchio zu Florenz , voll Geist, und in Beobachtung desCostums so richtig, als wenn der tiefste Alter-thumskundige ihn geleitet hätte, ist das Beßte,was seine Vaterstadt von ihm auszuweisen hat.Ueberhaupt besitzt diese nur Weniges von ihm,was vasari theils dem ihn dort verfolgendenNeid, dann aber freylich auch seinem unruhigen,stürmischen und wegwerfenden Wesen zuschreibt.Noch nennt man indessen bey St. Croce seine Ab-nehmung vom Kreuze, die er mehrmals (im Bal-last Pamphili zu Rom, in Corpus Domini zuVenedig , und noch anderwerts) wiederholt hat;so wie dann ferner seine H. Familien, seine Bild-nisse u. s. f. nicht selten sind. Von seiner Psycheim Pallaste Grimani zu Venedig , meint vasari(auf seine Gefahr hin!), es sey das schönste Bilddaselbst. Wohl vielleicht das beßtgezeichnete. JmKolorit wenigstens war er eben kein besondererMeister, und sicher mit Litian und Caliari nichtzu vergleichen; was man nicht bloß in Venedig ,sondern auch in Paris dafür hielt, so daß er(gegen die Bemerkung des Lex.) dort eben nichtsehr beliebt war; so wir man überhaupt in derWelt (fügt der arge Lanzi hinzu) lieber noch denVerstand als das Aug' bloß mittelmäßig befrie-digen läßt. Eine schöne Grablegung von ihmsah man ehemals wenigstens in der Kapelle Or-lcans der Coelestinerkirche zu Paris . Eine kurzeZeit hatte er dort auch für den Kardinal vonLothringen gemalt, gieng aber bald wieder nachItalien zurück, weil er mit Primakiccio in keinemEinverständniß leben konnte. Fiorillo III. 104.Bey Plus IV. stand unser Künstler in besondererGunst, der ihm alle Arbeit in der sogenanntenSala Regia auftragen wollte, die denn aber doch,auf Mich. Angelo's Vorstellung, zwischen ihm undRicciarelli getheilt wurde. Einiges führte er auchnach Buonaroti's Cartons aus (l. c. 129. u. 434.).Fiorillo I. c. I. 39Z-96. u. II. 100. indem erüberhauptLanzi's Urtheil über Salviati beypflich-tet, glaubt denn doch (einer oben angeführten Be-merkung des erster» gerade entgegen), Franzercohabe z. B. durch sein schönes Bild (den todtenChrist, mit den beyden Marien und einem Engel)in Corpus Domini zu Venedig , die dortigen Ken-ner mit einem neuen Geschmack in der Kunst be-kannt gemacht, welcher sich nachher durch seinenSchüler Giuseppe Porta noch mehr verbreitet habe.lsvareler nennt ihn einen eleganten und korrektenZeichner, aber trocken in den Umrissen; seine Drap-pcrien breit und leicht, die Karnation zart, die Ge-danken (Lonceptions, was Heydenreich durchsvine Aufnahmen giebt) graziöse. Er malte mitGlück Geschichte, Verzierungen und Bildnisse".Das Französische Museum besitzt von ihm: EineAbnahme vom Kreuz, welche einst bey den Coe-lestinern zu Paris stand, worüber Landon, derdavon (Annal. IV. 57.) die Abbildung im Um-risse giebt, urtheilt.: »Dieses Bild verräth dieKindheit der Kunst noch allzusehr. Man findetdarin weder Mittel- noch Hintergrund; die Figu-