Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1351
JPEG-Download
 

Rossetti.

20Z. Ein Gantkatalvg nennt nach ihm eine Ge-burt von Diana Mantuana (Ghisi), ein großesseltenes Blatt.

* Rosserti (Matthias), s. Matthäus Ros-sen,.

* — — (Paul) wirb bisweilen irrig Rös-sel!, genannt. La«'?r I I. l. 992. Auch die SchriftIVmkelmann u. s Jahrhundert (S. 192.) haltihn für eine» der beßlen Mosaikarbeiter seiner Zeit.

— — — — s. auch oben Rosern.

* Rossi (Andreas), Zeichner und Kupferste-cher. Nach Rost I V. 19,. geb. zu Rom um 170«.was wahrscheinlicher ist, als daß er damals schon(wie das Lex. und Gandellni, vollends schon1728. sagt) gearbeitet habe (der lüderliche Basanheißt ihn einen venetianischen Stecher). Rost (l. c.)und ein Verzeichniß meines sei. Vaters nennenvon ihm: Das schöne und sehr geschätzte historirteBildnis' Joseph ll. und Peter Leopolds von Tos-kana, die sich die Hände geben (gestoch. 1778.), nachP. Button,; eine St. Margaretha von Cortona,nach Beretini; einen Triumph des Bacchus, nachH. Carracci ; eine weinende Madonna, nach C.Dolci; einen St. Franzisc und St. Dominicusdie sich umarmen, nach I. I. Frezza's Zeichnung;dann die Bildnisse deu Päbste Clemens XII . Be-nedikt XIII. und Bencdikt XIV., auch Jnno-cenz XIII. ohne andern Namen als den seinigen;letzteres vollends ausdrücklich mit: sei. äst. vlvumet so. bezeichnet.

Alles zusammengenommen, besonders auch,daß (eine St. Margaretha die das Kreuz anbe-tet , nach P d, Cottona, ausgenommen) alleübrigen von Gandellini angeführten Blätter sei-nes Andreas perspektivische» u. dgl Inhalts sind,lassen uns denn doch vermuthen, daß in unsernverschiedenen Nötigen von zweyen Künstlern diesesNamens die Rede sey. S. unten: Ross,, denMikstecher der: Xovu 8cüc>Iu Itulics.

* — — (Angelas de), Bildhauer von Ge-nua . Nach seinem ersten Unterricht bey Parodivervollkommnete er sich unter venetianischen Mei-stern. Zu Rom stiftete er enge Freundschaft mitTrevisani. Oft zeichneten sie mit einander ebenso schöne als seltene Carrikaluren mit der Feder.Der Preiß der Akademie von Et. Lucas, und zu-gleich eine Stelle in derselben erhielt er durch einBasrelief: Nebucadnezar, der die drey Männer indeu Fcuerofen werfen läßt. Ein anderes: DasKind in der Krippe, schenkte er derselben. Das-jenige in St. Giefu, welches die Bestätigung desJesuitenordens durch Paul III. zum Gegenstandhat, steht zu hoch, um seine ganze Schöirheit zuerkennen. Zu einem Vierten, in Bronze, eben-daselbst: St. Jgnaz, der den Teufel aus einemBesessenen treibt, gab er das Modell. Eben sozn dem Grabmal Alexander VII . wo die Figur desPabstcs in Erzt, von I. Bcrtozzi gegossen, diebeyden Tugenden, Religion und Klugheit, vonGagliardi (und das Basrelief, welches die Cano-nisation etlicher HH. vorstellt, von ihm selbst) aus-geführt sind. In diesem letzter,, erscheint auch derKünstler, wie er eine Vase tragt. Das Ganzewird zu dem Schönsten in St. Perer gezählt: DieNatur ist dabey bis ins geringste Detail zu Rath ge-zogen; zu der Hauptfigur, wie zu allen Accefforienhatte er Modelle in verschiedenen Größen verfertigt.Ludwig XI V. ließ davon einen Abguß in Gypsnehmen, und solchen im französischen Mademiesaalzu Rom aufstellen, um jungen Künstlern zum Stu-dium zn dienen. Unter den Kolossalstaküen, mitwelchen Clemens XI. die Kirche St. Johann vonLateran verzieren ließ, ist diejenige von St. JacobMinor ebenfalls von ihm. Auch diese ist sehrschön; nur wirft man ihr vor, daß sie etwas zukurz sey. Noch nennt man von ihm: Ein Bas-relief, die Frömmigkeit, zu Genua ; den Satyr,der eine Weintraube ißt, und das Gebet im Gar-ten, wieder ein Basrelief, womit er seinen Gön-ner, den Kardinal Ottvboni, beschenkte, als der

Rossi.

berühmte Corelli, für welchen dasselbe eigentlichbestimmt war, es für sich zu theuer fand.Sonst hatte, neben seiner nnermüdliche» Arbeit,eben auch der Verdruß, daß seine Kunst nur mit-telmäßig bezahlt wurde, dem guten Manne dasLeben verkürzt, dessen angenehme Sitten, eben sosehr als seine Talente, ihn übrigens bey Jeder-mann beliebt machten. Er starb unverheurathctund hinterließ seinem Bruder ein mittelmäßigesVermögen. Unstreitig war Rossi unter den wel-schen Bildhauern seiner Zeit einer der ersten imFache der Basreliefs; oder vielmehr übertraf erhierin alle feine Vorgänger, und diente allen sei-nen Nachfolgern dafür zum Muster. Seine Gat-tung war diejenige, welche man eigentlich dasHalbrelief nennt, wo schon die vordersten Figu-ren sich nicht von, Grunde lösen, und weiterhinan Relief abnehmen, bis sich die hintersten fastin bloßen Umrissen verlieren. II.

92—9H. Von demjenigen dieser Basreliefs andem Grabmal Alexanders VIII heißt es bey Danrdre Lardon: „Die Form desselben zieht sich insRunde; die Figuren sind so ausgespcndet, daßder Held der Darstellung in der erhöhten Mittesteht, wo er am meisten in die Augen fallt, undsomit auch vorzüglich beleuchtet ist; die übrigenlenken sich gegen die niedrigern Flächen, und zwarauf eine Weise, daß man denken sollte, die Na-tur allein habe alle Kosten der Täuschung getra-gen. Mit ungemein feinem Takt, und mit ebenso viel Geschmack als Wahrheit wußte der Künst-ler den Charakter des Fleisches, der Gewänderu. s. f. auszudrücken". Auch die Schrift, LVinrkelmann u. s. Jahrhundert S. 262. nennt un-sern Künstler einen der geschicktesten Bildhauer sei-ner Zeit, und ebenfalls jenes Basrelief als seinevorzüglichste Arbeit, gur gedacht und im Ganzenwohl angeordnet; „nur" (lesen wir hier) „habendie Köpfe der zahlreicheü Figuren auf demselbenunter sich viel zu viel Einförmigkeit, und die Ge-wänder sind steif, eckig und scharf gebrochen".

— (Angelus oder Aniello) von Neapel ,der im Lex. unter dem Art. des Bildhauers vonGenua erscheint. Aus Spanien kam er wohl penssionnirt zurück, lebte herrlich und in Freuden, undarbeitete fast nichts mehr. /.auaü I. hZg.

* — — — — von Florenz , s. Rosss imLex. und oben in diesen Zusätzen.

2— — (Don Angelus Benedikt), ein Geist-licher, aus der Gegend von Genua gebürtig, starb61. I. alt i 7 b 5 . Lanzi II. 2. 2Z7. nennt ihnden berühmtesten Schüler von D. Parodi; einengute» Nachahmer von Maratti, der aber weniggemalt, und einen der treflichsten Darsteller derSpässe von Piovan Arlotto.

» — — (Anton), der im Lex. unter dem Art.von Anron Rossi dem Mailänder erscheint, eben-falls eines Malers Sohn. Francesschini zog ihnhauptsächlich wegen seiner Geschwindigkeit allenfeinen übrigen Schülern vor. Von seinen Altar-blättern rühmt man besonders seine Marter vonSt. Andreas in St. Domenico zu Bologna . Ammeisten aber beschäftigte ihn seine Stasftrung frem-der Landschaften mit kleinen Figuren, die er mei-sterhaft mit dem Hauptwerke zu verbinden wußte.In 1782. fand man sein eigenhändig gemaltesBildniß in der Sammlung von Malerbildnisscndes Grafen von Firmian zu Leopoldskron beySalzburg .

— — (Augustin), Maler, des gleich vorher)gehnden Anrons Vater.

* — — (Bartholomo). Der Titel der nachseine» Zeichnungen von Johann Maggi geetztenBildhauerzicrrathen ist: Omumenri sti kabricliesnticlie et mosterne stell' alma citka sti Koma,con le 8ue sticklarsrnom kattl sta SMto/onr.

r 6 c>o. 4°. i» einigen

— — (Benignus). Von einem uns sonstganz unbekannten Künstler dieses NamenS, der

kkkkkkt

r. ,

? ;^ ' i

-

K " s'

I

ij

>

( 7 .^

9 ,-ä; '

Nr N

,

>

'