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stern anführt/ eben so wie seine Maler-Bildnissefür's Museo Fiorentinv/ von welchen indessendas Lex. wohl richtiger vermuthet/ daß solche einemdritten Künstler dieses Namens zugehören. Lauf.Gandellini, der von seinem Hieronymus demjünger» ein Blatt schon von 1712. anführt, unddann weiter noch von ihm eine H. Jungfrau mitdem Kind auf den Knieen, überhaupt dann dessenBlüthezcit in 1725. setzt, hierauf aber freylich eben-falls jene (1762-62.) erschienenen Malerbildnisseihm zuschreibt. Einer von beyden ist dann unstreitigauch derjenige Hieron. Rossi, von welchem Füßli(I. ZZ.) eine Verkündigung Maria nach Duonarotianzeigt. Welchem von diesen Hieronymus end-ein St. Johann in der Wüste, der Wasser auseiner Schale schöpft, und ein Helenen-Raub, beydenach G. Reni, zugehören, ist uns unbekannt.
* Rossi (Johann Anton de), der Baumeister,welcher im Lex unter dem Art. des Edelsteinschnei-ders gleichen Namens erscheint, Sohn von Laz-zarus Rossi, aus der Gegend von Brembato imBergamascischcn, lernte einige Grundsätze derArchitektur bey einem unberühmten Meister, ohnevorher in der Zcichenkunst unterrichtet zu seyn, undwurde bloß durch das Beschauen und Wiederbe-schauen von Roms prächtigen Bauten ein guterArchitekt, der sich aber aus anfangs erwähntemGrunde genöthigt sah, seine trcflichen Ideen immerdurch fremde Hand ausführe» zu lassen; so z. B.den Pallast d'Asta (jetzt Renuccini) imCorso, dessenFa^ade man für eines der schönsten Werke in Rom halt obgleich Milizia (kd. kor?. II. 254 — 55 )daran wohl mit Grund Mancherley theils Ueber-ladencs, theils Mesguincs, wie z. B- das klein-liche Portal, zu rügen weiß. Hingegen kann ebenderselbe seinem Pallast Altieri, den er ausführlichbeschreibt, nicht Lob genug ertheilen, den einzigenUmstand ausgenommen, daß das Ganze auf zweyverschieden erhöheten Gründen des VenetianischenPlatzes und desjenigen al Giesu ruhet, und da-durch, wie zwey verschiedene Bauten bildet. Nochwerden dort überdies von ihm genannt: DiePalläste Astalli und Muti, der Frauenspital beySt. Johann von Lateran, die Kirche St. Panraleon,die schöne, reiche aber i'ncorrecte Kapelle von MontePieta, und die Magdalenen-Kirche, welche vonihm unvollendet gelassen, und hernach von Andernelend genug ausgeführt wurde. Mit allen diesenArbeiten erwarb sich Rossi ein Vermögen von80,000. Scudi zusammen, welches er ganz theilsan fromme Stiftungen, theils zu Aussteuer armerMädchen vcrgabte, so wie er überhaupt auch imLeben sehr wohlthätig und uneigennützig, frey inseinen Aeusserungen, und selbst ein wenig stolzund wegwerfend war. Sein Kunstcharakter dannbestand in einer gewöhnlich großen Manier, ineinem besondern Geschicke, Alles wohl zu beleuch-ten, dauerhaft zu verzieren, und vorzüglich auch,sich nach den ihm angewiesenen Plätzen zu bequemen,und dergestalt oft sehr kleine Gebäude geräumigscheinen zu machen.
* — — (Johann Baptist), der dritte unterdem Art. derjenigen dieses Namens im Lex. geb.zu Rovigo um 1627. lebte noch 1680. Ein Bildvon ihm sieht man bey St. Clemens zu Padua ;in Venedig ebenfalls Weniges, das von Boschinigelobt wird. I.sn2i II. 172.
— oder de Ruders (Johann Baptist,Johann Dominicus, Johann Jacob und Joseph),von denen aber bloß Johann Baptist am Schlußder Art. der Künstler dieses Namens, und Johannacob im Lex. erscheinen, alle Kunstvcrleger desVII. und zum Theil noch XVIII. Jahrhundertszu Rom , und wenigstens die beyden eben genanntenauch selbst Kupferstecher. Der älteste derselbenscheint Joseph zu seyn. Bey ihm erschien (1619)eine Sammlung von Bildsäulen; dann bey einemRossi ohne Namen, wahrscheinlich aber wieder beyJoseph (1607.) eine solche von Römischen Pallästen,und (»647.) prospettive de§li Ldisici snticbi. —
Rossi.
Bey Joh. Baptist (1660.) prospectus urbls ko-mss, in 140. Bl. wohl jene ältere Sammlung auf-gewärmt. — Die schwierigste Litteratur scheint unsdiejenige von Joh. Jacob zu seyn. Schon 1649.findet sich ein Blatt nach H. Carracci : Der todteHeiland im Schooße seiner Mutter (irgendwo: leLkrigtde Lsprsrole) mit: (7/ov. Aac. Aoüi form.signirt, und 1608. LKiAles, nomins et coß;nn-nims ^lexsndri pspss VII. et k. k. O. O. Lsrd.nunc viventium, s Lkc. äe Anbei! kol. kam.und heißt es, bey Anführung dieses Werks inAcherelig's ikonographischer Bibl. S. 691.daß sein Verlag nachgehends an die PäbstlicheKammer kam, und sodann die in neuern Tagendurch so viel — Pfuscherzeug berühmte Firma: exOslcoArspüis -^postolics annahm. Allein, nichtohne Grund vermuthen wir, daß diese letztgenannteNotiz einen jünger» Rubeis dieses Namens be-treffen müße, und daß vielleicht zwischen den I.1649—1721. wohl drey Job. Jacob unsers Ge-schlechts solchen mögen geführt haben. Denn nunkören wir: Bey einem solchen erschienen (1680.)VestlAl dells Antlcints di Korns (vielleicht wiederdas Werk von 1647. aufgekocht. War etwa dieserJacob ein Sohn Josephs?). — Zehn Jahre späterdann tritt ein Job. Dominicus auf. Mit 1690.dakirt sollen nämlich bereits Blätter aus dem Ver-lage eines solchen vorhanden seyn. Bey ihm er-schienen hieraus weiter (1702. und späterhin wieder,noch unter gleicher Firma 1711. u. 21.): kecueildes moroesux ä'^rolntscture snoienne ot mo-derne (wohl jetzt dcr Gesamtkram von 1637, 47 ,60. und 80.); ferner: ksccolcs d! 8tstue Sittichee moderne, illustr. da A. Tlka^er» kol. Koma1704. und: 6smme anticbe si^urats (1707—9.).Und nun heißt es in einer unsrer Notitzen: Daßder Kunsthandel dieses Joh. Dominicus durchErbschaft an Joh Jacob (also, am wahrscheinlich-sten wenigstens, an einen Dritten dieses Namens)überging, von welchem dann endlich (wie wirnun vermuthen) die Apostolische Kammer nach17Z0. den ganzen Kunstauskehrigt dieses Geschlechtsmochte übernommen, und späterhin fleißig geräufnet haben.
Obigem Allem fügen wir nun noch hinzu, daßvörderst Heinecke (Nachr. I. 014) Einem Job.Jacob (wohl dem zweyten dieses Namens) dieAusgabe der Raphaelischen Bibel von P. Aquila(1674.) zuschreibt, welche dieser Rossi der KöniginEhristina zugeeignet hatte; und, als Stecher,ebenfalls einem solchen (I. c. 401. nach dem Register)ein — schlechtes Blatt vom jüngsten Gerichte desM. Angelo, was aber auch bloß ein elender mitseinem Namen bezeichneter Druck des Stiches vonS. Fulcarus seyn kann. Anderswo (in Gantkata-logen) finden sich, als von einem Job. JacobRossi selbst gestochen, vörderst eine, nicht näherdetaillirle, Folge von 20. Bl. nach M. Piccione;dann: Vero e novo Oise^no di kragest! con 1eville conviclrine — II Vis^Aio di Lines s Lsmpi
LIisi (beyde in Realfolio). Ferner: Eine H. Fa-milie, wo das in einem Becken stehnde Jesuskindvon dem kleinen Johannes mit Wasser begossenwird, angeblich nach Raphael, in der That abernach I. Pipi; der zahllosen Blätter des hundert-jährigen Verlags dieses Geschlechts überhaupt, undder Johann Jacobs insbesonders nicht zu ge-denken; wohl aber dessen, daß zu dem Kram desjüngsten von diesen, die Bildnisse aller Kardinälevon 1696—1720. gehören, woraus das ungefähreDatum der Entstehung der Calcographie aus derAsche Rossi zu erhellen scheint, einer- und ander-seits, daß Jöcher von einem Kupferstecher Joh.Jac. Rossi des XVIl. Jahrhunderts spricht, Ver-eine Reife nach Frankreich und Italien (?) unter-nommen, und späterhin die Menge (Kupfers)Bücher, Landkarten, Abrisse u. s. f. gefertigt habe.Von diesem dürfte die dort angeführte: kibliotkecskomsns des Mandosi noch ausführlicher sprechen.
— — (Johann Carl August), wurde in 1804.Hofmarmorirer zu Dresden , wo er auch 1811. nochlebte. il^!c.