Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1355
JPEG-Download
 

Rsssi.

Rossi (Johann Gcrard de), Direktor der(übrigens ziemlich unbedeutenden) PortugiesischenAkademie der Künste zu Rom um 1796. Irgendeine Schrift sagt über ihn, baß er eigentlich wederKünstler noch gründlicher Kunstkenner, wie ihnFernorv beurtheile, sey; gegentheils wäre er nurein Liebhaber der sich zugleich mit dem Gemälde-handel abgäbe, und eine kleine ausgewählte Samm-lung von Niederländern besäße, dergleichen mansonst in Nom nicht fände. Wohl mit dem untenfolgenden Caval. Rossi derselbe.

— — (Joseph). Wohl ein weit älterer als

der Florentinische Baumeister des Lex. JosephIgnatius R gab: Äsillustrium

urbis komL aollisicrorurn et ruirisrum nioni-menta etc. llelineata p. Ao. koma-

num. krolno; 1618. (enthält 5 o. Kupfertafeln).Ob derselbe auch praktischer Künstler war, ist unsunbekannt. Angezogen finden wir das Werk indem Bücherkatalog von I. Christ ?. II. x. 457.

970Z.

— — — — — Im T üb. Morgenblarre1810. S. 92». heißt ein solcher ein berühmter Malervon Mailand , der da Vinci's Abendmal copirthabe, und sich jetzt mit einem Werk (?) über den-selben beschäftige.

— — (Joseph de), wird im: ^lmanack ausKorn von 1810. ganz ohne Weiteres unter den da-mals dort lebenden italienischenBildhauern genannt.

* — — (Joseph JgnatiuS). Eine genaueBeschreibung des nach seiner Zeichnung erschienenenWerkes: la bibreria IVIelliceo (.aurenriana s. inHelnecke's lIachr. I. 45 -—Z2.

* — — (Julius). Nach ihm, von einemUnbekannten gestochen, führt man irgendwo eineVerkündigung Mariä qu. Realfol. mit 8. lateinischenVersen an.

— — (Lorenz Philipp). So nennt irgend ein

Gantverzeichniß einen Kupferstecher, von dem man7. Blatt in Realfol. unter folgendem Titel kenne:Oavillo trionsanto lli Oolistk. Opera ll- pietro aOortona lllpinta in irosco nelta Oalleria llelNarckese baccdettl. Anderswo Wird dieses Werkrubrizirt: Oavills trionfante lli Oolis e <je' ki-listei» nella Oalleria lloll pala^xo llel plAnetollel 8. N. 8acckecti lla Ä.c»»s»r:o Ll/rp /10 ris Losrr,mit einem gestochnen Titel 8. Bl- , nach Peter Be-retini, in qu. Fol. verschiedener Größe. Nochkennt man von ihm, als Zeichner: Den H. Emidiusin ganzer Figur: /'/ri/. Äs (K.) llel.— Dvnr.

Äs Xossr (od. Kr-bels) form. in gr. Fol. Ob dieserLoren; Philipp etwa mit dem ff. Philipp EinePerson seyn dürfte?

— — (Mariano), ein, so viel uns bekanntist, bereits «»111780. und noch - 8 <> 5 .zu Rom lebendersizilianischer Maler, der sich schon frühzeitig einengewissen Ruf durch einige öffentliche Arbeiten, be-sonders in der Villa Borghese erworben hatte, kamin sein Vaterland nur für sehr kurze Zeit zurück, umden Dom der Kathedralkirche von Palermo zu malen,welches sein ausführlichstes Werk seyn soll. Un-geachtet seine Figuren oft im Verhältnisse fehlen,und sein allzugclbes Kolorit das Aug' ermüdet« sozeigt das Ganze seiner Komposition nicht wenigereinen Mann von Genie. >Ä--c/rr>sr /itterar>er -8ob.Von seinem weit Frühern nennt eine unsrer Hand-schriften ein großes Deckenstück für die Bibliothekder Camaldolcser zu Ravenna , welches die vomGerücht zur Ehre (bisweilen auch zum Scheiter-haufen!) geführte Lugend abbildet, und, vor seinerAbseudung, in dem Kloster dieses Ordens in MonteCello zur Schau ausgestellt wurde. Wahrscheinlichist dieser Rossi auch derjenige, den die SchriftN)lnkeli»ann und sein Jahrhundert S- Z-Z.einen geschätzten Künstler nennt, und einen Plafondim Saal der Musen des Clementinischen Museumsals sein Werk anführt. Auch in der Selbstbiogra-phie von Ph. Hackerr S. 3Z9—-jo. werden Pla-

Rossi. -Z5L

fonds die er um 1768. für den König von Neapelzu St. Leoncio malte (und deren Erfindung freylichHackert gebührte) gerühmt.

* Rossl (Matthias Gregorius de). Sein

Vater war ein mittelmäßiger Künstler, der aberseinen Sohn nicht bloß in seinem eigentlichen Berufe,sondern auch in der Geometrie und in den schönenWissenschaften unterrichten ließ. Bernini liebteihn mehr als alle seine übrigen Schüler. Nachdessen Angabe baute er den Pallast, welchen Cle-mens IX. zu Lamporeggio errichten ließ, und ebenso die Kirche degli Scolopi zu Momerano. AufBefehl des Pabstes verfertigte er einen sehr deut-lichen Aufsatz über die eitelen Besorgnisse in Betreffder Kupole von St. Peter, und dag die zwischenjedem Pfeiler angebrachte Nischen und Kanzel« derDauer derselben schaden mögten. Zu seinen eigenenArbeiten dann gehören, neben den schon im Lex. be-merkten, die Logana von Ripa grande, die isliegeund der Porricus des Pallasteö von Mvnte-Cilorlo,und die Bestallungen des Pallalies Altieri. InFrankreich machte er ein Modell vom Louvre. Als derKrieg auSbrach, kehrte er wieder gen Rom zurück,baute den Dom von Valmontone in elliptischerForm, wurde von Innocenz XII. zu Erkennungund Reparatur des Wasserschadens alle Chianegebraucht, und starb bald nach dieser letzrern Reise,wegen seinem Frohmulh und angenchmellMaiiierenvon ledermann geliebt und bedauert. Dieser Bau-meister besaß überhaupt sehr schone Kenntnisse in sei-ner Kunst, zeichnete gut, und erfand mit vieler Leich-tigkeit, und ziemlicher Correlcheit Lm.

tsrir. tl. W8—09. Auch R. Audenaerl soll nachihm: Crospectus (Irbis Könreo looorum iusi^riesgestochen haben. S. auch den gleich ff. Art.

— In einem Gantkatalogfindet sich ein Blatt in Kl. Fol. (Vermaylung derH. Catharina, nach Maratli), welches mit: eilat.(USA . löossl so. bezeichnet ist. Ob solcyes von demgleich vorhergchndcn Baumeister dieses Namensherrühre, ist uns unbekannt.

* — — (Mutius). Lanzi I. 619. nennt ihnein seltenes Genie.

— — (Niclaus), s. den Art, Johann Davidin den gegenwärtigen Zusätzen.

* — — (Niclaus Maria). Lanzi l. 645. laßtihn, dem Lex. ganz entgegen, ö). I. alt, schon in1700. Todes verbleichen, und sagt übrigens vonihm, daß er niitRuhm für den Hos und die Kirchenzu Neapel gearbeitet habe.

* — — (Pasqual), genannt pasqualmo,lebte noch 1718. Derselbe studiere lange Zeit diebeßte» venelianischen und römischen Meister, undlernte so, fast ohne Unterricht, zwar eoeu nichtnatürlich coloriren, aber mit gucec Praktik zeichnen.(Andre hingegen nennen auch sein Kolorit lieblich,glänzend und Tilians sehr annähernd). Oeffeuclich,und namentlich auch in seiner Vaterstadt Dicenza,sieht man wenig von ihm, da er mehr in Rom lebte.Zu seinem beßtcn Größer» gehört ein St. GregoriuSim Dome von Matelica . Seine im Lez'. bemerktenKleinigkeiten dann kamen bald den flammändischc»bey ImnLi I. 5 -j 8 . und II. -8<>. In Deutschland besitzt, von ihm die Gallerte zu Dresden : Jakobsund Esau's Familien-Zusammenkunft; die PredigtSt. Johanns in der Wüste; Joseph im Traum zurFlucht nach Egyvten erinnert, und die Anbetungder Hirten, lauter kleine Bilder. Dann ehemalsdie Gallerte zu Salzrhalum (s. v. pasqualmopaschalls) einen alten bärtigen Mann mit einemRosenkranz, und diejenige zu Düsseldorf ein schla-fendes Römisches Schulmädchen, lebensgroß.

— — oder d e Rubels (Philipp). HeineckeIllee Aenör. p. 70. nennt einen solchen, den dasLex. nicht kennt, der in 1647. eine zweyte Ausgabedes Werkes: .Kollos IjarbarinR r» bl. I'etiollescriptso, ("öl. zu Rom besorgt habe; und Eben-demselben, als Stecher oder Verleger, scheint er