Band 
Zweyter Theil [2].
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1356
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iZ56 Rossi.

(I. c. üto. S Register) eine Sammlung vonStatuen zuzuschreiben. S. auch oben Loren; Phi-lipp R.

* Rossi (Propertia de). Schon von früherJugend an zog sie die Zeichenkunst allen weiblichenArbeiten vor. Alsdann fieng sie an, in Holz,die bekannten wunderschönen Kleinigkeiten, meistreligiösen Inhalts auf — Pfirsichkerne zu schnitzeln.Vo» Arbeiten in Marmor nennt vasari die beydenEngel an der Fa<;ade der St. Pelroniuskirche zuBologna , und das Brustbild des Grafen GuidoPepoli. Ueberhaupt sah' ihre Vaterstadt sie für einWunder von Kunsttalent an. Wirklich war sie,neben der Sculptur, auch in der Baukunst, Per-spektive und Musik bewandert, zeichnete sehr gutmit der Feder, malte Geschichte, und etzte nachihren eignen Bilder» in Kupfer. Bereits vermahlt,(die Geschichte sagt uns nicht an wen) grub sie dasUnglück verschmähter Liebe gegen einen Andern,aufMarmor, und drückte solche, bedenklich genug!unter den Bilder» von Joseph und Potiphars Weibaus (wo wohl dieses merkwürdige Basrelief hin-gereicht,, seyn mag?). Andern Nachrichten zufolgehätte indessen nicht diese Leidenschaft, sondernderSchmerz über die Verleumdung eines gewissenAnüconi sie (i'äZc,.) ins frühe Grab gestürzt; wasMareler mit der — galanten Bemerkung begleitet:„Bey so viel Mitteln zugefallen, ist es wohl wahr-scheinlich, daß ihre Liebe mit Verachtung gelohntworden ? Sicher können wir daher eher dem hasscus-würdigen Charakter eines Verleumders, als derthörigten Leidenschaft der Properzia Glauben bey-messen". Zu ihren kleinern Kunstwerken gehörtnoch eine Passion, ebenfalls auf einen Pfirsichkerngeschnitzt, u. a.

— — (Thomas Felix). Von seiner tref-lichen Arbeit sieht man zu Rom in St Maria inTranslcvcrc, und in einer Gallerie des Vatikans.

* — — (D. Veremond). Für valdombrosa

ist im Lex. vallumbrosa zu lesen. Derselbe etzteauch zu: Ocscriptlo lle Vera b'lorum exisreinia,veAetatlone er t'orms ab)c>. b'rane. IVlarstki Adh.Vallumdrosano (itoms; 1760. 8.) unter der Be-zeichnung : O. AoM (ouast.)

(allumb.) so.

* — — (Vincenz). Dieser Bildhauer arbei-tete späterhin auch zu Florenz in GroßherzoglichenDiensten. W§c.

* — — oder Rosi (Aenobius). Er lebtenoch 1621. Den Ruhm eines Erfinders hatte ereben nicht. Hansi I. 216. Immer zählte man ihnnoch zu den vorzüglichern Schülern von ChristophAllori. Fiocillo I- 418. Wie Lanzi s. v. ^05/.

— — ( ). So nennt Heinecke

(tJachr. I. 78-79,) einen aus Ragusa gebürtigenGeschichts- Architektur- und Perspektivmaler, derunter Friedrich I nach Berlin berufen worden, undsowohl dort als zu Charlottenburg gearbeitet habe.

— — ( ). So heißt bey Fiorillo V. 726.(Anm. ij) ein dort berühmt genannter Bildhauerneuerer Zeit in England, der die Zierrathen aneinem indischen Tempel besorgt habe, den derEsq. John Osborne, zum Andenken seines Gönnersund Freundes, Warren Hastings , bey Nomsey inder Grafschaft Hacts erbauen ließ.

— — ( ). So heißt einer der Milstecheran der: Nova 8ckols ltalica (Uom. , 8 » 5 .) Dber etwa mit dem oben angeführten BeuignusRossi, oder gar noch mit dem Andreas RossiEine Person seyn dürfte, ist uns unbekannt.

— — (Cavalier de), der, früherhin Jmpro-visatore, Fabeldichterund Redacteur einer Zeitung,späterhin aber, gegen End des XVlll. Jahrh.Finanzministec der ephemeren Römischen Republikwurde, legte damals für die Portugiesischen Künstlerzu Rom eine nach dem Muster der Französischen

R 0 ß m a e ß l e r.

gemodelte Akademie an, welche aber wenige Früchtetrug, wie schon die Wahl dieses ihres Vorstehersvermuthen ließ, der zwar ein Mann von Geschmack,aber doch nicht selbst Künstler war, und also un-möglich das ausgebildete.didaklische Talent besitzenkonnte, welches eine solche Stelle erfoderte. H)in-kelmann u, s. Jahrhundert, S. 02,. Um , 8 c> 5 .wurde derselbe zum Mitgliede des Nationallnstitutszu Paris erkiest. S. oben Ich. Georg de R.

Rossi ( ) So heißt endlich ein Künstler,

nach dessen Zeichnung man bey Landon (pa^saZeser Dsbleaux cle 6enre I V. 1.).) den Vorhof desHauses, worin einst Buonaroti zu Florenz wohnte,beschrieben und abgebildet findet.

Rossigiiol ( ), ein sehr berühmter

Schreibekuustler zu Paris , welcher zur Zeit derRegentschaft gebraucht wurde, die Dankbillets zuschreiben. Meister seiner geringsten Bewegungen,war sein Gang (?) immer regelmäßig und dabey voneiner Grazie, die mehr gefühlt als beschriebenwerden kaun. Man nennt ihn den größten Malerin Schrifkzügen, den Frankreich , ja vielleicht ganzEuropa , je gesehen habe; die Engländer suchtensich, vorzüglich in dieser Hinsicht, nach ihm zubilden. Er starb, noch ziemlich jung, 17Z6.Grob manns biograph. Handwörterbuch.Nach Rossignol gestochen kennt BreirkopfsGesch. der Gchreibekunft herausg. v. RochS- l'^rr ä'ccrire. in Zo. schönen Folioblättern,herausgegeben von dem Kupferstecher Parmentier —Xouvesu ilvrc: ü'Dcriture etc. 2l. Bl. Kl. Fol.gestochen von Ballet (cke2 Crepx et ssls) — undendlich die Muster zu den Kapitalbuchstaben beyder Batarde, welche man in: Lnc^clopeüle ele-mentaire des Abbe de Petitp (1767. 4 °>) imzweyten Theile findet.

* Rossilianus oder Rossigliano (Ni-claus, oder Johann Niclaus), vicentino genannt,Maler und Formschneider in Helldunkel, geb. zuVicenza um i 5 io. Seine erste Platte enthielt dieUmrisse, die zweyte die Schatten, die dritte dieLichtmassen. Von ihm kennt man auf diese Weise,nach Raphael: Herkules der den Löwen tödtek,was auch Andrem« eben so bearbeitet hat; danneine lesende Sybille, bloß mit U. bezeichnet; Clelia,welche durch die Tiber schwimmt, nach Maturino,und endlich den Streit zwischen Ulyß und Ajax,nach Polydoro (in spätern Abdrücken ist das )o.Xic. Vicent. ausgeschabt, und an dessen Stelle dasZeichen des Andrea»! gesetzt). Rost III. 168—6g.

— — ( ), ein französischer zu Paris le-

bender Maler neuester Zeit, Schüler von Vincent(ob etwa ein Nachkömmling des vorgenanntenTausendkünstlers?). Auf dem dortigen Salon1810. sah man von ihm, nebst einem Bildnisse:Zenobia's Aufnahme bey den Hirten.

Rossini V ), ein Maler aus Pavia , derin 1810., damals ungefehr 26- Jahre alt, ausseinem Vaterlande nach Rußland reiste, um dortsein besseres Glück zu suchen.

Roßkopp (Wendel), der ältere, Steinmetzund Baumeister. Um , 5 , 5 . baute er zu Görlitz inder Lausitz die St Nicolaikirche (größer und zier-licher als vorher) neu auf. S. eine Chronik vonGörlitz von, Jahre , 585 . in Handschrift.

* Roß!er (Michael), s. Roeßler.

Roßmaeßler oder Roßmaesler (Joh.Adolph), Bruder des nachfolgenden Joh. Augusts,Kupferstecher zu Leipzig , geb. daselbst 1770. Nach-dem er die dortige Malerakademie unter Oeserbesucht hatte, bildete er sich in seiner Kunst ganzvon selbst aus. Nach einer Zeichnung von Casanovaetzte er malerisch ein öo" großes Blatt, den Todder Virginia vorstellend, von sehr reicher Compo-sikion. Vorzüglich glücklich war er in Bildnisseni» punktirter Manier: Die neuesten sind: Was-