Band 
Zweyter Theil [2].
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1360
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iz6o Rota.

dinand l. , der Pabste Paul III. und Plus V.;dann des Ant. Abundius, der Aerzte C. Clusiuüund I. Crato a Crafcheiin; des RechtsgelehrtenI. Fichardus, des Albertus a Lasko PalakinusCapikan (r5/6.). Von diesem letzter» heißt esirgendwo:Der lange, fleißig gearbeitete Bart,vorzüglich aber eine Pelzmütze, sind so schön, daßman darnach greifen möchte". Endlich eines Ste-phanus Feiercus VII. (Lpiso. Vesprimisnsis).Von Geschichtlichem: Den Bethlehemitischen Kin-dermord; eine Geißelung; zwey Darstellungen derAuferstehung (die eine m 4 ". i 5 ? 7 > äußerst fleis-sig, die andere anders behandelt und größer);einen St. Dominic , der den Teufel zu Bodentritt, und ihn noch überdieß mit der Ruthezüchtige» will; die Schlacht zu Lcpanto (45/2.),von äußerster Seltenheit. Alle vorgenannten voneigener Erfindung; dann nach Raphael: Christuserscheint dem Petrus vor den Thoren von Rom ;nach Tikian: Den Zinsgroschen, die büßende Mag-dalena, St. Peter den Märtyrer, nach dem be-rühmten Gemälde in St. Johann und Paul zuVenedig (in Rücksicht auf die Figuren gut gesto-chen, in der Schönheit der Landschaft aber ver-fehlt); endlich Prometheus , vom Geyer zerfleischt,klein, aber gut ausgeführt. Anderes nach A. Dürer ,L. Penni, F. Zuccaro u. s. f. Marsias , von Apollogeschunden, ist nach einem uns unbekannten Mei-ster. Einen Kindermord nach B. Bandinelli, mitIV. 8. bezeichnet, schreibt man eher dem M. vonRavenna zu. Die seinigen haben'gewöhnlich einLI. mit einem Rade, das auf seinen Namen deu-tet, oder: 8ebe»5»»r«L ksoir, oder noch zwey an-dere Monogromme, die mau bey Handelliiu fin-det. Noch wird irgendwo ein Blatt: Venus willAdonis von der Jagd abhalten, mit: Lot»

tormis (kl. Fol.Xselten genannt.

kora ( ), ein junger Künstler, erhalt im

Fache der Verzierung i8u8. den zweyten Preiß derAkadem. Kunstschule zu Venedig Geffenri. Aachr.

* korari (Peter Graf von). Nach Lanzigeb. 1708. und gest. 1/62.Dieser angenehmeKünstler" (heißt es dort II. 2192u)der sichviele Jahre (schon in seinem Zwanzigsten gieng ernach Rom ) in der Zeichenkunst übte, vereinigtemit der Eleganz seiner Contouren eine Grazie derKöpfe, eine Regsamkeit des Gebehrdenspiels unddes Ausdrucks, eine Natürlichkeit und Leichtigkeitder Drappirung, daß er keinem Maler seines Jahr-hunderts nachstehen durfte, wenn er mit seinenübrige» Talenten auch dasjenige eines bessern Ko-lorites vereinigt hätte. Allein bald in allen seinenBilder« trist man eine Färbung an, die dem Grauin Grau oder wenigstens dem Aschgraulichten sogleich kömmt, daß man ihn hieran unter Dielenerkennen kann. Einige haben solches einem Ge-sichtsfehler, andere" (wohl Venetianer!)demUmstand zugeschrieben, daß er, vor lauter Be-gierde, sich im Zeichnen festzusetzen, zu späkh sichaufs Koloriren gelegt, wie solches, in frühernTagen, auch Polydor und Calabrese's Fall war,welche aus gleichem Grunde in ein mattes Koloritfielen. Wohl aber mochten bey dem mistigen auchtheils seine erste Bildung unter Balestra, der,wie überhaupt die Nachfolger des Märakli, gernins Neblichte fiel, theils, und vielleicht am mei-sten, einige Beyspiele zu Neapel , wo er sich dreyJahre aufhielt, das ihrige zu jenem Gebrechenbeygetragen haben. Mit alledem lag dann frey-lich selbst in diesem gleichsam schwermüthigen Farrbenton eine Ruhe und Harmonie, die gefällt, undfreylich noch weit mehr, wenn er solchen von Zeitzu Zeit mit höher» Tinten belebte So z. B. ineiner Verkündigung zu Guastalla, in einem Gt.Ludwig in der Kirche dieses Namens zu Padua ,und in einer Geburt der H. Jungfrau in St Jo-hann ebendaselbst: Dieses letztere zumal hat soviel Reize, daß man nichcs Schöneres sehen kann,und solches gewissermaaßeu das tob eines Dich-ters rechtfertigt, der von ihm sagt: Daß, gleichseinem Mitbürger Catnll, die Grazien ihn genährt

Rotenburg .

haben". Nach Petersburg kam Katari, auf eine»Ruf des dortigen Hofes in i/ 5 /. Hier malte erverschiedene Bildnisse der Kaiserin Elisabeth; nebe»andern ein sehr schönes, welches diese Fürstin ineinem Mantel von schwarzen Spitzen darstellt;dann verschiedene große historische Bilder, undüber 3 oo. Mädcheuköpfe, welche die KaiserinCatharina II. von seinen Erben kaufte, und diegegenwärtig das sogenannte Kabiner der Mode»und Leidenschaften zu Petershoff zieren. Auch inder Bildergallerie zu Oranienbaum sieht man Eini-ges von ihm. Fiorillo R. S- u. 5 l. Eben-derselbe in seiner Geschichte der Kunst in Jta,lien (II. 178.) thut hier unsers Künstlers un-ter den Schülern des Balestra nur im Vorbey-gang Erwähnung, indem er seinen Bildern zuDresden das gebührende Lob ertheilt Dortnämlich befinden sich von ihm: Eine Ruhe inEgypten (9, 8" hoch, 7^ 4 ^ breit), ein Nacht-

stück, dessen Lrchteffckte diejenigen des Niederlän-ders Schalken mit dem italienischen Geschmackevereinigen wobey man aber freylich nicht andie Nacht des Correggjo denken darf! Dann dreyBrustbilder, darunter eine Magdalena mit genHimmel gerichtetem Blick; die Bildnisse der Kur-sächsischen Familie, und endlich ein geblümtesStück Moussclin, unter welchem man einen histo-rischen Gegenstand entdeckt. In dem:äs la Vie äe8 ftsintrss äont les Nablesux eom-possnt la 6aIIerie äe Oresäe heißt eS von ihm:Fantasieköpfe, dergleichen er von Zeit zu Zeitmalte, vermochten ihn zu einem vorzüglichen Stu-dium der Leidenschaften. Mit diesem vereinte ereine besondere Vollendung seines Pinselstrichs.Dann wußte niemand besser, als er, aus AllemPartie zu ziehen, was die verschiedenen Kleider-moden der Länder, die er besuchte, Malersches undGraziöses haben mochten. Sein Ganzes erhieltnoch mehreren Werth durch angenehme Deywcrke,und ein Licht- und Schattenspiel, das seine Bil-der wahrhaft verführerisch macht". Noch besitztin Deutschland von ihm: Die Gallerie zu Mün,chen zwey Cosiumestücke: Ein schlafendes Mäd-chen, dem ein Jüngling mit einem Strohhalmunter die Nase fahrt, und ein anderes, von demBrief ihres Liebhabers gerührt. Daß er selbstVerschiedenes theils »ach eigener Erfindung, dannnach seinem Meister Balestra, Trevisaiü, u. a.angenehm geetzk habe, ist bekannt. Darunter dürf-ten die Bildnisse von Baldinucci und Donatello,dann Abraham mit den drey Engeln nach Balestra,und ein Brustbild von M. Magd. nach Trevisani dasBedeutendste seyn. Der Dinklerfche Katalog führtvon ihm ein schon mit 1720. dalirkes Blättchen an,und nennt dann besonders ein anderes ganz klei-nes: Eine» jungen Priester, der einem Knabendie Communion giebt, mit sehr feiner Nadel geetzt.Eonf. Hinwieder haben nach ihm gesto-

chen: C. F. Doetius, I. Camerata, I. Canale,D. Chodowiecki , Gcrassimoff, C. Gmrenberg,Tschernischef, D Valesius und L. Zucchi: Bild-nisse, Geschichte und Gattungsstücke. Von Bild-nissen z. B. Camerata sein des Künstlers, Gut-tenberg der Kaiserin Catharina II. , Tschernischef(ein Schüler des deutschen Schmidt) das obener-wähnte der Kaiserin Elisabeth, Zucchi des Kapell-meisters Haffe . Von Geschichtlichem Camerata:St. Georg weigert sich, den Götzen zu opfern(schön); Valesius: Die Marter eben dieses Hei-ligen, St- Vincenz FerreriuS und St. Franz Xa-ver, Apostel der Indianer drey gute Kompositio-nen). Von Gaitungsstücken Zucchi: Sechs Blat-ter Bürgerstöchtern von Dresden im Galaputze.Lonk.

Kotberg (F Baron von) gab: I'In^snieurmväerne. Die erste Auflage erschien, nur mitseinem Namenöanfangsbuchstaben, im Haag 17 ,4.die zweyte ib. l7a(>. 8°. mit Kupfern.

korenburg (L. von), ein Edelmann, dervermuthlich im XVIII Jahrh, lebte. Wir findenirgendwo eine kleine Landschaft angeführt, die er,mit seinem Namen bezeichnet, gestochen haben soll.